Hier findet man
Ausschnitte und Vollversionen aus meinen Veröffentlichungen. Die vollständigen
Beiträge sind je nach Umfang auf CD-ROM oder aber in gedruckter Form zu
erhalten. Bei Interesse kann man unter wolfg.voigt@web.de
die Bezugsbedingungen erfragen.
Ornithologische Highlights aus 50 Jahren im Aachener Raum
(ab 1953)
Ornithologische Highlights im Raum Aachen (ab 2003)
(komplette Originalveröffentlichung
an dieser Stelle)
Kranichmeldungen
für den Großraum Aachen (ab 2007)
(Vollversion)
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„Vorsicht Giftfässer“
von Wolfgang Voigt
Die Alsdorfer Bürgerinitiative „Vorsicht
Giftfässer“ hat sich seit ihrer Gründung im Mai 1991 zum Ziel gesetzt, die
zuständigen Behörden von der Notwendigkeit der Sanierung einer Altlast zu
überzeugen und die von dieser ausgehenden Gefahren durch geeignete Maßnahmen
beseitigen zu lassen.
Zur Vorgeschichte der Altlastenentstehung
sollen im folgenden die wichtigsten Fakten in Kürze geschildert werden:
Auf dem Gelände der ehemaligen
Bauschuttdeponie zwischen Broicher Weiher und Blumenrath hat sich ursprünglich
ein Laubmischwald befunden. Mitte bis Ende der 60er Jahre ist der Waldbestand
gerodet worden, um eine Kiesgrube zu gründen. Die Firma DAVID hat diese ab 1970
planmäßig betrieben. Das Material ist hauptsächlich für den Autobahnausbau
zwischen Alsdorf-Hoengen und Aachen verwendet worden.
Nach der Auskiesung hat dieselbe Firma seit
1974 die Grube mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Millionen Kubikmetern verfüllt,
zunächst hauptsächlich mit etwa 700.000 Kubikmetern Erdaushub aus dem Autobahn-
und Kanalbau. Im September 1976 ist der Bereich als Bauschuttdeponie zugelassen
worden. Seitdem sind weitere 800.000 Kubikmeter Bauschutt, aber auch
Asphaltfeinbeton, Bitukies und Erdaushub, sowie Glasbruch der Firma PHILIPS
nach Blumenrath gefahren worden.
Gleichzeitig hat HORST VANFORSCH die Firma
CHEMISCHES WERK STOLBERG betrieben. Dieser Betrieb hat in einer
Destillationsanlage Rückstände aus Chemischen Reinigungen aufbereitet. Die
wiederverwertbaren Stoffe sind zurück an die Wäschereien gegangen. Jedoch sind
bei dem Verfahren auch giftige Schlämme angefallen, die man in Fässer zu je 200
Liter verfüllt hat. Die in den Behältern eingeschlossenen chemischen
Reinigungsabfälle enthalten Schwermetalle, lösliche Zinkverbindungen und vor
allem den als krebserregend einzustufenden Kohlenwasserstoff Tetrachlorethen
(auch Perchlorethylen, kurz PER genannt). Über 20.000 dieser Fässer sind auf
dem Firmengelände gelagert worden. Es hat die Gefahr bestanden, dass sie vom
Rost zerfressen werden und die gesamte Umgebung vergiften.
Schließlich hat der Kölner
REGIERUNGSPRÄSIDENT (kurz: RP) die Firmengenehmigung widerrufen. In dem
Schreiben des RP an Horst Vanforsch vom 26. Februar 1980 heißt es dazu: „Der
Zustand stellt eine erheblich Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar. Nach
einem Gutachten des Chemischen Untersuchungsamtes der Stadt Aachen sind die bei
Ihnen anfallenden Schlämme nicht unbedenklich. So wird in dem Gutachten darauf
hingewiesen, dass im Hinblick auf die in den Schlämmen vorhandenen löslichen
Zinkverbindungen ein Grundwasserkontakt verhindert werden muss.“
Die Tage der Giftfässer in Stolberg sind
damit gezählt gewesen. Weil andererseits Betreiber von Sondermülldeponien sich
geweigert haben, die Giftfracht anzunehmen, ist man unter Zeitdruck gekommen.
Die Blumenrather Deponie ist wohl wegen ihrer Lage ins Visier der BEZIRKSREGIERUNG
KÖLN geraten. Da es sich hier jedoch lediglich um eine Bauschuttdeponie und
nicht um eine Giftmülldeponie gehandelt hat, ist durch den RP am 19. Januar
1977 einfach der Genehmigungsbescheid geändert worden:
Jetzt dürfen auch „Schlämme aus der Destillationsanlage
der Firma Chemisches Werk, Horst Vanforsch, Stolberg, gelagert werden.“
Außerdem erlässt der RP 1978 eine
Ordnungsverfügung, derzufolge mindestens 100 Fässer pro Woche nach Blumenrath
gebracht werden müssen. Geschieht das nicht, so wird Zwangsgeld von der
Stolberger Firma verlangt.
Erst durch einen Gerichtsbeschluss von 1982
sind weitere Anlieferungen von Giftfässern gestoppt worden. Nach einer
eidesstattlichen Erklärung von Horst Vanforsch sollen bis dahin über 2.500
Fässer nach Blumenrath gekommen sein. Die offizielle (das heißt: behördliche)
Version spricht von „nur“ 933 Fässern.
In den Jahren 1985 und 1986 hat das
STAATLICHE AMT FÜR WASSER UND ABFALLWIRTSCHAFT (STAWA) mit Untersuchungen vor
Ort begonnen und Verunreinigungen des Grundwassers mit PER festgestellt. Auch
ist dabei ein anderer Stoff, nämlich Trichlorethen (kurz: TR) aufgetaucht, der
in noch höherer Konzentration vorgelegen hat und dessen Herkunft zunächst nicht
zu klären gewesen ist. Trotz zum Tei, alarmierender Werte hat man seitens der
zuständigen Behörden eine eher abwartende Stellung eingenommen und nur
gelegentliche Messungen in Aussicht gestellt.
Im Mai 1991 hat sich daher die ALSDORFER
BÜRGERINITIATIVE „VORSICHT GIFTFÄSSER“ als Zusammenschluss von Bürgern und
Vertretern der Naturschutzverbände BUND und NABU gegründet. Erster Vorsitzender
ist seitdem PETER DZINGA, der schon Jahre vorher in dieser Angelegenheit gegen
die Behörden gekämpft hat.
......
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wie es sie bisher
nicht gab:
Natur- und Umweltschutz
in Alsdorf
von Wolfgang Voigt
Viel Vergnügen
beim Stöbern in vergangenen Zeiten!
Natur- und Umweltschutz in Alsdorf
- eine Chronik
von Wolfgang Voigt
1989 Der japanische Weltkonzern Mitsubishi kauft im Industriepark Alsdorf-Hoengen Gelände zur Errichtung einer Produktionsstätte für die Semiconductor Europe. Hier sollen Mikrochips als Speicher- und Steuerungselemente für Computer hergestellt werden.
1989
Die BUND-Ortsgruppe Alsdorf produziert zwei Bürgerradio-Beiträge mit den Themen
„Obstwiesen“ und „Bergehalden“. (Das Halden-Feature gewinnt später beim
landesweiten Wettbewerb „Jugend macht Radio“ einen der ersten Preise.)
1989
In der ersten Ausgabe des Jahres propagiert die regionale Umweltzeitung „Die
Umweltlupe“ eine Radtour „Durch das Broichbachtal zum Freizeitpark Alsdorfer
Weiher“.
Januar
1989
In diesem Monat werden Klärschlammproben von den beiden Alsdorfer Kläranlagen
auf Dioxine und Furane untersucht. Es soll geklärt werden, ob der Schlamm der
landwirtschaftlichen Verwertung zugeführt werden kann.
27.1.1989
Der Alsdorfer Biologielehrer Wolfgang Voigt wird zum 1. Vorsitzenden der
DBV-Kreisgruppe gewählt. Er wird damit Nachfolger von Gerhard Moll, der aus
Altersgründen zurücktritt.
2.2.1989
Mitglieder des DBV führen einen Arbeitseinsatz an der Eisvogelwand in der
Ruhezone durch: Winterschäden werden behoben.
7.2.1989
Eckhard Karden (BUND) und Wolfgang Voigt (DBV) stellen einen gemeinsamen Antrag
auf Bestellung von Sachkundigen Einwohnern in die umweltrelevanten Ausschüsse
der Stadt Alsdorf.
8.2.1989
Im Broichbachtal werden unzählige Erdkröten bei ihrer Laichplatzwanderung
überfahren. Der DBV startet eine Hilfsaktion. Wolfgang Voigt informiert die
Bevölkerung über die Presse.
März
1989
„Gruppe Broichbachtal - Bilanz in Sachen Naturschutz“: Diese von Wolfgang Voigt
herausgegebene Chronik erscheint in ihrer ersten Auflage.
März
1989
Die Stadtverwaltung veröffentlicht die Ergebnisse eines Pilotprojektes in den
Stadtteilen Busch und Broicher Siedlung. Zunächst geht es um eine dreimonatige
Datenerhebung zum Müllaufkommen per Fragebogen. Die Erkenntnisse des Projektes
mit einer Laufzeit von einem Jahr sollen in ein Abfall-Sammelkonzept für das
gesamte Stadtgebiet einfließen.
7.3.1989
Der Rat der Stadt beschließt die Bestellung von Sachkundigen Einwohnern aus den
Reihen der Verbände BUND und DBV.
9.3.1989
Der Umweltausschuss beschließt, auf den Friedhöfen künftig Abfälle getrennt zu
sammeln. Zunächst läuft ein Versuch mit zwölf Behältern auf dem Nordfriedhof.
9.3.1989
Die „Aktuelle Stunde“ des WDR-Fernsehens berichtet über die Giftfässer in der
Blumenrather Deponie. Franz-Josef Antwerpes sagt darin in einem Interview, er
könne derzeit nicht feststellen, „dass eine Gefährdung gegeben ist.“ Da nütze
es auch nichts, den Staatsanwalt einzuschalten. Er sehe der weiteren
Entwicklung „sehr gelassen entgegen“, werde sie „nicht aus dem Auge verlieren“.
Er versicherte, „wenn das Grundwasser gefährdet“ werde, dass die Fässer dann
„abtransportiert werden“.
13.3.1989
Karl Gluth gibt für den DBV eine Stellungnahme zum geplanten Ausbau des
Schaufenberger / Bettendorfer Fließes ab. Er fordert die Verlegung des Fließes
weg von der L 109 hinein in die Feldflur. Außerdem gibt er Anregungen zu den
vorgesehenen Biotopaufwertungen und zum Zeitpunkt der Maßnahmen.
14.3.1989
Stellungnahme des DBV zum Hochwasserrückhaltebecken Alsdorf-Warden durch Karl
Gluth
16.3.1989
Der Kreistag fasst einen für die Region folgenschweren Beschluss: Das RWE wird
mit der Planung einer Müllverbrennungsanlage (MVA) in Eschweiler-Weisweiler
beauftragt. Am 13. Juni 1990 wird der Beschluss spezifiziert: Die MVA soll
dreistraßig gebaut werden. Am 21. Oktober beschließt der Aachener Stadtrat,
dass sich die Stadt an der MVA beteiligt. Am 3. Mai 1993 übergibt die
inzwischen gegründete kommunale Entsorgungsgesellschaft AWA dem
Regierungspräsidenten in Köln den Antrag auf Genehmigung (23 Aktenordner).
18.3.1989
Der BUND hat einen Infostand am Mariadorfer Dreieck zum Thema
„Müllverbrennung/Müllvermeidung“.
18.3.1989
Wolfgang Voigt wird für den Deutschen Bund für Vogelschutz Sachkundiger
Einwohner im Umwelt- und Bauausschuss (UBA) der Stadt Alsdorf. Sein Vertreter
wird Manfred Mierau. In den Ausschuss für Stadtplanung und Stadtgestaltung
(ASS) werden Manfred Küsters und als sein Vertreter Hartmut Fehr berufen.
18.3.1989
Der DBV führt im Broichbachtal die diesjährige Rabenvogelzählung durch. Die
Leitung der Aktion haben Karl Gluth und Wolfgang Voigt. Erstmals sind auch
Jäger eingeladen.
4.4.1989
Im Auftrag der Forstverwaltung Würselen wird mit dem Auslichten des
Fichtenbestandes im „Ofdener Wäldchen“ in der Nähe des Tierparks begonnen. Seit
1988 baut sich hier eine Graureiher-Kolonie auf. Der Stadtverwaltung ist dies
offenbar nicht bekannt. Gerhard Moll vom DBV erreicht in einer „Blitzaktion“
(wie die AVZ berichtet) ein Stoppen der Aktion. Am 14. April beantragt der DBV
bei der Unteren Landschaftsbehörde bzw. der Bezirksregierung die
Unterschutzstellung der Kolonie, die bereits im August desselben Jahres
erfolgt.
18.4.1989
Karl Becher teilt im Fachausschuss mit, dass die Stadtverwaltung aus der
Baumfällaktion des Forstamtes Würselen im Bereich der Graureiherkolonie
Konsequenzen gezogen hat. Das Forstamt sei angewiesen, alle Fällaktionen im
Stadtgebiet im Rathaus anzuzeigen und in der Vogelbrutzeit das Fällen von Bäumen
zu unterlassen.
22.4.1989
Der BUND führt eine Exkursion mit dem Titel „Lebensraum Auwald - Ein
Spaziergang durch das obere Broichbachtal“ durch.
Mai
1989
Die Gruppe Broichbachtal veröffentlicht ihren Bericht Nr. 21: „Umweltschutz
macht Schule“. In zehn Redaktionssitzungen haben ihn acht Redakteure von
November bis März erarbeitet. Er ist rasch vergriffen. Die Stadt Alsdorf druckt
die 2. Auflage mit 300 gebundenen Exemplaren. (Letztlich hat die Gesamtauflage
über 600 Exemplare). Das Umweltbundesamt Berlin und der RP Köln bewerten die
Arbeit positiv.
6.5.1989
BUND-Exkursion zu den blühenden Obstwiesen in Bettendorf
21.5.
1989
Im Entenweiher des Tierparks kommt es zu Massenfischsterben. Tagelange Hitze,
geringe Luftbewegung, die Ausscheidungen der Enten und vor allem Unmengen an
Brot haben in den vergangenen Tagen zu dramatischer Sauerstoffabnahme geführt.
Die Feuerwehr ist in den Abendstunden mit Tragkraftspritzen und Umwälzpumpen mit
zehn Mann drei Stunden im Einsatz.
22.5.1989
Die Gruppe Broichbachtal startet eine erstmals flächendeckende
Mehlschwalbenzählung im Stadtgebiet. Sie wird 1990 und 1991 wiederholt.
27.5.1989
Der BUND führt biologische und chemische Wasseruntersuchungen am Broichbach
durch.
10.6.1989
BUND-Exkursion mit dem Titel „Bäume in der Stadt - Die Bedeutung des
Stadtgrüns“
14.6.1989
Die NEUE WOCHE berichtet über die geplante neue Anbindung der Prämienstraße an
die B 57. In dem Artikel beklagt BUND-Vorsitzender Eckhard Karden, „dass der
Kellersberger Bürgerverein (KBV) für eine andere Trassenführung ist - direkt
über das alte Schrottplatzgelände und den Laichtümpel der bedrohten
Kreuzkröten“, und das, obwohl er noch im April 1988 auch die alte
Trassenführung als überflüssigen Eingriff in die Natur und als
Geldverschwendung abgelehnt hat.
17.6.1989
BUND-Exkursion „Kiesgruben - Biotope aus zweiter Hand“ (Euchener Heid,
Körfer-Senke)
24.6.1989
Der BUND veranstaltet zusammen mit der VHS einen Spaziergang mit Kindern und
Eltern zum Kennenlernen der „Unkräuter“ auf Feldern und Ruderalflächen.
Juli
1989
3. Alsdorfer Naturschutztage unter dem Motto „Einfälle mit Abfällen“
1989
Im Sommer werden an sechs Stellen im Stadtgebiet Altkleidercontainer des
Malteser Hilfsdienstes aufgestellt.
Juli
1989
Helmut Meurer schaltet Karl Becher vom Umweltamt der Stadt und Karl Rambadt vom
Kreis Aachen ein. Er reklamiert das Abkippen von Erdaushub in einem
Landschaftsschutzgebiet. Das Material stammt aus dem vierten Bauabschnitt Am
Rodelhang und fällt beim Aushub von sechs Kellern an. Bürgermeister Josef
Thelen weist die Kritik zurück. Man habe das Schutzgebiet „keinen Millimeter“
berührt. „Wir sind hundertprozentig im rechtskräftigen Bebauungsplan. Da kann
die Stadt tun und lassen, was sie will.“ Sein eigenes Umweltamt stellt kurz
darauf fest, dass die Grenze um sechs bis acht Meter überschritten sei. Der
Kreis Aachen spricht dagegen von einem „Außenbereich“, allerdings hätte für das
Abkippen nach dem Landschaftsgesetz eine Genehmigung erteilt werden müssen.
10.8.1989
In der AVZ wird Bürgermeister Josef Thelen zitiert, der sich für den Antrag der
SPD-Mehrheit im Stadtrat stark macht, die Prämienstraße über den Haldenfuß an
die B 57 anzubinden.
10.8.1989
Der Ausschuss für Stadtplanung und Stadtgestaltung folgt dem Antrag des DBV auf
Ausweisung der Graureiherkolonie als Naturdenkmal. Die Stadt will den
Fichtenbestand zwischen Wildschwein- und Rotwildgehege nicht mehr
wirtschaftlich nutzen.
15.8.1989
Der Umwelt- und Bauausschuss beschließt einstimmig, zur Durchführung der
dritten Alsdorfer Naturschutztage einen Zuschuss in Höhe von 6.000 DM zu
gewähren.
21.8.1989
Im Ausschuss für Stadtplanung entscheidet sich die SPD-Mehrheitsfraktion im
Falle der Prämienstraßen-Anbindung für die Haldentrasse, das heißt gegen den
dort vorhandenen Kreuzkröten-Biotop. Ausschussvorsitzender Wolfgang Beißel
(SPD): „An erster Stelle steht bei dieser Entscheidung der Mensch.“
Bürgermeister Josef Thelen: „Die SPD unterstützt den Antrag der Bürger ohne
Wenn und Aber. Der Bürger wird am 1. Oktober wissen, wer ihm zur Seite steht.“
Die erheblichen Bedenken der Naturschützer und der Grünen scheinen im Moment
ausgehebelt, zumal sich die komplette CDU der Stimme enthält.
September 1989 Am Gymnasium der Stadt Alsdorf
findet vom 18. bis zum 22. September die zweite Projektwoche statt. Eine
Projektgruppe unter der Leitung von Helmut Hambücken befasst sich mit dem Thema
„Müll“. Die Ergebnisse werden unter dem Titel „Unsere Stadt und der Müll“ in
der Reihe „Berichte der Gruppe Broichbachtal“ herausgegeben.
Oktober
1989 „10 Jahre
Schulgarten am Alsdorfer Gymnasium“ heißt die Dokumentation von Wolfgang Voigt,
die in der Reihe „Berichte der Gruppe Broichbachtal“ in diesem Monat erscheint.
17.10.1989
Der Rat der Stadt bestellt auf Vorschlag der SPD-Fraktion Hartmut Fehr vom BUND
in den neuen Bau-, Planungs- und Umweltausschuss. Nach mehreren gemeinsamen
Anträgen von BUND und DBV wird erreicht, dass Wolfgang Voigt sein Vertreter wird.
22.10.1989
Der DBV führt eine Halbtagsexkursion in das obere Broichbachtal durch. Karl
Gluth, Gerhard Moll und Wolfgang Voigt haben die Leitung.
November 1989 Die Gruppe Broichbachtal
installiert in einem Fenster der Pausenhalle des Gymnasiums die
Dauerausstellung „Der Bergbau geht - die Kohle bleibt“, die unter anderem
versteinerte Kohlenbildner zeigt. Bis zu ihrem Abbau im Herbst 1997 begrüßt sie
viele Besucher der Schule.
7.11.1989
In der ersten Sitzung der Koordinationsstelle „IV. Alsdorfer Naturschutztage“
bringt Wolfgang Voigt für die Gruppe Broichbachtal ein neues Konzept ein: Es
soll an den Jahresthemen festgehalten werden, aber mit einem praktischen
Projekt sollen vor allem Kinder und Jugendliche integriert werden. Für 1990
wird die Anlage einer Streuobstwiese angeregt.
Dezember 1989 In der
Reihe „Berichte der Gruppe Broichbachtal“ erscheint erstmals eine
zusammenfassende Dokumentation über „Fauna und Flora des Oberen Broichbachtales
(Alsdorfer Stadtgebiet)“.
Dezember 1989 Der Bauausschuss beauftragt die Verwaltung
einstimmig, Untersuchungen des Inhalts der Giftfässer in der Blumenrather
Deponie auf Dioxine und Furane von einem neutralen Institut vornehmen zu
lassen. (Ein Jahr später, als Peter Dzinga mit einem Flugblatt an die
Öffentlichkeit geht, ist dieser Beschluss noch nicht umgesetzt.)
12.12.1989
Der Stadtrat genehmigt die Ansiedlung der Gesellschaft Mitsubishi Electric
Corporation (MSE) im Gebiet des Industrieparks Alsdorf bei Hoengen.
1989
Untersuchungsergebnisse zur Gewässergüte werden vom Kreis Aachen in einem
weiteren „Umweltkataster“ veröffentlicht.
*****
*****
Dokumentation:
von Wolfgang Voigt
Der Wissenschaftler nennt die
„Neubürger“ eigentlich Neophyten und Neozoen und meint damit Pflanzen oder Tiere,
die nach dem 15. Jahrhundert unter direkter oder indirekter Mitwirkung des
Menschen in ein bestimmtes Gebiet gelangt sind und – das ist wichtig – fortan
dort wild leben. Der exakte Zeitschnitt liegt im Jahre 1492, das heißt in jenem
Jahr, in dem Amerika (wieder-)entdeckt worden ist.
Einige hier vorgestellte Arten
erfüllen (noch) nicht die strenge Definition von „wild leben“. Darunter
versteht man eigentlich, dass eine neu angesiedelte Art bereits 25 Jahre im
Gebiet vorkommt und/oder seit mindestens drei Generationen frei lebend in ihm
existiert.
Neubürger im Raum Aachen:
Neophyten:
·
Späte und Kanadische
Goldrute
·
Sommerflieder
·
Robinie
·
Riesen-Bärenklau
·
Drüsiges Springkraut
·
Japanischer
Staudenknöterich und Sachalinknöterich
Neozoen:
·
Wanderratte
·
Bisam
·
Nutria
·
Waschbär
·
Kanadagans
·
Nilgans
·
Mandarinente
·
Fasan
·
Rotwangen-Schmuckschildkröte
·
Graskarpfen
·
Regenbogenforelle
·
Amerikanischer Flusskrebs
·
Wespenspinne
·
Süßwassermeduse
Späte und Kanadische
Goldrute, Solidago gigantea und S. canadensis
Wer kennt sie nicht, diese 0,5
bis 2,5 Meter hohen, kräftigen Pflanzen, die mit unzähligen gelben, winzigen
Blüte übersät sind? Die Blütenköpfchen sind in bogenförmig gekrümmten Trauben
und diese wiederum in einer pyramidenförmigen
Rispe zusammengefasst. Bei der Betrachtung mit einer Lupe wird an den äußeren
Zungen- und inneren Röhrenblüten deutlich, dass es sich um Köpfchen- oder
Körbchenblütler, kurz Compositen handelt. Während bei der Kanadischen Goldrute
Blätter und Stängel behaart sind, ist die Späte kahl.
In ihrer nordamerikanischen
Heimat kommen die beiden Arten neben etwa 130 weiteren vor, in den USA haben
sie sich fast flächendeckend ausgebreitet. Dagegen ist in Mitteleuropa
lediglich eine Art, nämlich die Echte Goldrute (S. virgaurea) zu Hause. Solidago
canadensis wurde 1648 und S. gigantea 1758 aus dem atlantischen Teil
Nordamerikas nach England als Zierpflanze eingeführt, von wo aus zahlreiche
Sortenzüchtungen die europäischen Gärten eroberten. In Deutschland sind die
ersten Einbürgerungen in Westfalen um 1850 belegt. Um 1900 erfolgten
Auswilderungen in Baden-Württemberg. Etwa seit 1950 ist die Ausbreitung
explosionsartig, unterstützt durch gezielte Ausbringung der Pflanzen als
Bienentracht in die freie Landschaft. Den Imkern stand seinerzeit noch nicht
das heutige Wissen zur Verfügung, wonach die Blüten nur mäßige Nektar- und
Pollenwerte haben, zwar auch von Honigbienen besucht werden, ansonsten aber nur
von wenigen Wildbienen-Arten. Eine Vielzahl von Schwebfliegen-Arten scheint
dagegen magisch angezogen zu werden.
Die bis zu 19.000
Schließfrüchte pro Stängel sind durch einen weißlichen Haarkranz flugfähig und
zudem neben ihrer großen Reichweite mit einer hohen Keim- und
Konkurrenzfähigkeit ausgerüstet. Haben die Pflanzen sich erst einmal an einem Standort
angesiedelt, sorgt die vegetative Vermehrung über Neuaustriebe aus
unterirdischen Rhizomen für eine weitere effektive Ausbreitung. So verwundert
es nicht, dass die beiden Arten sich mittlerweile an geeigneten Wuchsorten mit
Ausnahme der Hochlagen der Mittelgebirge überall flächendeckend breit gemacht
haben.
Da die Goldruten viel Licht
und lockeren, tiefgründigen, frischen bis feuchten Boden benötigen, kommen sie
besonders häufig entlang von Straßen und Bahndämmen und an Uferböschungen vor.
Freiflächen wie Kahlschläge, Schuttfluren und größere Baustellen werden im
Aachener Raum ebenso besiedelt wie die hier charakteristischen Standorte
Bergehalden, Steinbrüche sowie Sand- und Kiesgruben.
Das starke
Ausbreitungspotenzial kann durchaus zu einem ökologischen Problem werden, da
einheimische Pflanzen verdrängt werden. Will man die Solidago-Arten erfolgreich
zurückdrängen, so ist über einen Zeitraum von mehreren Jahren kurzes Abmähen
vor der Blütezeit erforderlich.
Sommerflieder, Buddleja
davidii
Dieses Nachschattengewächs hat
im Volksmund nicht umsonst den Namen „Schmetterlingsflieder“. Die stark
duftenden, meist lilafarbenen Blüten, die von Juli bis September in bis zu 20
Zentimeter langen, kegelförmigen Rispen stehen, locken eine Vielzahl von Tag-
und Nachtfaltern an. Aber auch Bienen wissen die Futterquelle durchaus zu
schätzen.
Ein weiterer Name ist
„Chinesischer Fliederspeer“. Dieser bezieht sich auf die ursprüngliche Heimat
China, wo er ebenso wild vorkommt wie in Tibet. In Europa hat man in zunächst
als Zierstrauch in den wärmeren Teilen angepflanzt. Aufgrund seiner imposanten
Wuchshöhe (bis zu fünf Meter) und seiner überaus großen Blütenfülle und
Blühdauer wurde er rasch immer beliebter.
Die Pflanzen bevorzugen neben
warm-trockenen Klima auch kalkhaltige Böden. So ist es nicht verwunderlich,
dass die Sträucher auch an entsprechenden Standorten verwilderten. Das erste
Auftauchen in Deutschland ist allerdings mitten im Rhein für eine Kiesbank und
das Jahr 1928 belegt. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg breitete sich dann
die Art von den Bahnhöfen der Oberrheinischen Tiefebene entlang der Bahndämme
aus, die seit jeher für einwandernde Arten mit solchen besonderen Ansprüchen
wichtige Ausbreitungsareale darstellen. Diese Linienbiotope vernetzen das Land
und ermöglichen so das Vordringen der Neubürger. (Ähnliches gilt prinzipiell
für die Autobahnen. Dort sind es allerdings bevorzugt Halophyten, die sich
aufgrund des Streusalzeinsatzes hier entlang breit machen.)
Im Aachener Raum sind es
ebenfalls stillgelegte Bahnstrecken, auf denen der Sommerflieder zunächst verwilderte. In Alsdorf sind die Trassen
nach dem Ende des Bergbaus regelrecht zugewachsen. Auch auf den Industrie- und
Bergbaubrachen haben sich die Sträucher ausgebreitet. Auf dem ehemaligen Annagelände
ist die Art durch Neuanlagen von Parkstrukturen und Baumaßnahmen wieder
verdrängt worden. Den Beständen auf der zukünftigen Euregiobahn-Trasse dürfte
Ähnliches passieren. So bleiben hier vor allem die Bergehalden sowie Sand- und
Kiesgruben als Wuchsorte übrig. Im weiteren Bereich des Aachener Raumes gibt es
aber noch zahlreiche potenzielle und tatsächliche Biotope für den
„Schmetterlingsstrauch“. Zu ihnen zählen die Steinbrüche in Stolberg und im
Aachener Südraum.
Angemerkt seien noch zwei
Gesichtspunkte: Die Pflanzen spielen zwar als Nektarquelle für die
Schmetterlinge eine wichtige Rolle, ansonsten haben sie aber für diese
Insektengruppe keine weitere ökologische Bedeutung; sie stellen keine spezielle
Futterpflanze für ihre Raupen dar. Und: Trotz der raschen Ausbreitung der
Strauchbestände sind bisher keine negativen Auswirkungen auf die heimische
Pflanzenwelt erkennbar.
Robinie, Robinia
pseudacacia
Die Falsche Akazie oder
Scheinakazie hat ihre Heimat im Osten der USA in den Appalachen. Diese Baumart
wurde 1630 durch den französischen Botaniker Jean Robin nach Frankreich
eingeführt und kam exakt 40 Jahre später nach Deutschland. Die Ausbreitung
erfolgte von Berlin aus. Vor allem in Brandenburg wurde Ödland etwa ab 1750
großflächig mit Robinien aufgeforstet. In den Weinbaugebieten Süddeutschlands
wurden sie kultiviert, weil sich Pfähle aus Jungbäumen besonders gut zum
Anbinden von Rebstöcken eigneten.
Mittlerweile breitet sich die
Robinie auch ohne forstliche Maßnahmen aus. Da sie auch als Zierbaum in Gärten
und Parkanlagen Einzug gehalten hat, gibt es inzwischen auch verwilderte
Exemplare fernab von Forsten und Wäldern. Dies trifft auch für den Aachener
Raum zu.
Eine Besonderheit in unserer
Gegend ist die Verwendung der Scheinakazie auf den Bergehalden des Aachener
Reviers. Die längste Entwicklung haben die Bestände auf dem Jaspersberg im
Alsdorfer Stadtteil Mariadorf hinter sich. Sie stehen hier seit den 30er Jahren
des vorigen Jahrhunderts. Bei Hans Höppner und Hans Preuss findet man in deren
„Flora des Westfälisch-Rheinischen Industriegebietes“ von 1926 den Hinweis: „Im
Gebiet besonders an Bahndämmen und auf Zechenhalden häufig angepflanzt und
verwildert.“ Ob gepflanzt oder wild
gewachsen, - in jedem Fall können sie als Pionierbäume gewertet werden, welche
den Boden mit ihrem dichten Wurzelwerk festigen und ihm zudem Luftstickstoff in
einer für andere Pflanzen nutzbaren Form zuführen. Die Knöllchenbakterien, mit
denen ihre Wurzeln in Symbiose leben, bringen diese Leistung zustande. Zusammen
mit der stickstoffreichen Laubstreu wird so Boden gebildet und verbessert. Mit
der Zeit ist auf diese Weise eine etwa 30 Zentimeter dicke Humusschicht auf dem
ursprünglich weitgehend nackten Bergematerial entstanden. Die
Stickstoffanreicherung ist soweit fortgeschritten, dass die Robinie selbst im
Unterwuchs fehlt. So wird sie mit der Zeit infolge Überalterung den Platz für
konkurrenzstärkere Baumarten frei machen.
Einige Robinien haben es im
Kreis Aachen geschafft, als Naturdenkmale unter Schutz gestellt zu werden. Es
sind dies vier Exemplare in Herzogenrath-Kohlscheid im Volksgarten und auf dem
Friedhof an der Oststraße (Unterschutzstellung am 8. November 1973).
Riesen-Bärenklau, Heracleum
mantegazzianum
Dieses Doldengewächs, das die
stattliche Höhe von drei bis fünf Metern erreichen kann, ist im Kaukasus zu
Hause. Die Art kam im 19. Jahrhundert nach Mitteleuropa und wurde um 1890 in
Genf als Kulturpflanze gezogen. Zunächst wurde sie in Botanischen Gärten
kultiviert, hielt dann aber als Solitärpflanze auch Einzug in Privatgärten. Die
„Herkulesstaude“ mit dem zweiten botanischen Namen Heracleum giganteum
verwilderte gelegentlich oder kam mit Gartenabfällen und Bauschutt in die freie
Landschaft. Als anspruchslose Art hat sie sich allmählich ausgebreitet.
Bevorzugte Standorte sind dabei Grünlandbrachen, vor allem aber Bach- und
Flussauen.
In der Mitte des 20.
Jahrhunderts hat man in Jagdzeitschriften die Bedeutung als Deckungspflanze für
das Wild hervorgehoben. Hierbei hat man offenbar übersehen, dass das Laub erst
relativ spät seine Wirkung als mögliche Deckung entfaltet, das heißt zu einer
Zeit, wo die Tiere bereits anderswo ausreichend Schutz finden. Zudem verliert
die frostempfindliche Pflanze bereits in ersten kalten Nächten ihre Blätter.
Auch der Versuch mancher Imker, den Riesen-Bärenklau als Trachtpflanze
anzusiedeln, muss als unnötig angesehen werden: Die Blütezeit liegt im
Hochsommer, wenn die Bienen sowieso genügend Futterpflanzen vorfinden. Immerhin
sind diese Experimente anfangs der 90er Jahre eingestellt worden.
„Turn and run, nothing can stop them, around every river and canal their
power is growing”, so heißt es in einem Posong der Gruppe “Genesis” über den
“giant hogweed” aus dem Jahre 1971. Die
stärkere Ausbreitung der Herkulesstaude ist zu dieser Zeit etwa zehn Jahre im
Gang. Jede Pflanze bringt während einer Vegetationsperiode 6.000 bis 10.000
Samen hervor, die entlang der Fließgewässer – vor allem bei Hochwasser -
schnell und weit verbreitet werden. Selbst bei anschließender Trockenheit
bestehen gute Chancen, weil die Samen etwa sieben Jahre ihre Keimfähigkeit
behalten.
Im Aachener Raum kommt die Art
an vielen Gewässern vor, zum Beispiel am Rückhaltebecken in Herzogenrath, an
Broichbach und Wurm, am Talbotbach in Aachen, an der Inde in Eschweiler, an der
Vicht in Stolberg und im Perlen- und Fuhrtsbachtal bei Monschau-Höfen. Weitere
Standorte findet man in den Stolberger Steinbrüchen und auf den Bergehalden des
ehemaligen Aachener Steinkohlereviers. Auch ehemalige Bahntrassen und Autobahnböschungen
weisen Vorkommen auf, so etwa bei Herzogenrath-Worm, zwischen Ofden und Euchen
sowie bei Linden-Neusen. Leider sind auch ökologisch außerordentlich wertvolle
Bereiche betroffen. Als Beispiele seien der Orsbacher Wald, der Schneeberg bei
Aachen-Seffent (dort an der „Höckerlinie“) und das NSG Brockenberg in Stolberg
genannt.
Da der Riesen-Bärenklau wegen
seines Gehalts an Furanocumarinen giftig ist und der Pflanzensaft bei
Hautkontakt verbunden mit hoher Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung zu starken
Hautreizungen führt, wird er mancherorts bekämpft. Auch aus ökologischer Sicht
sollte die weitere Ausbreitung im Auge gehalten werden: wo immer die
Herkulesstaude dichte Bestände bildet, wird die heimische Flora nahezu ganz
unterdrückt. Mitarbeiter der Biologischen Station im Kreis Aachen haben aus
diesem Grund zum Beispiel im Juni 2000 die Pflanzen im NSG Brockenberg
entfernt.
Drüsiges Springkraut,
Impatiens glandulifera
Diese bis zu zwei Meter hohe
Pflanze wird auch Indisches Springkraut genannt, was auf ihre ursprüngliche
Verbreitung hinweist. Sie besiedelt das westliche Himalaya-Gebiet in einer Höhe
zwischen 1.800 und 3.000 Metern. Der Gattungsname bezieht sich auf das
Verhalten der reifen Fruchtkapseln bei Berührung: ihre Klappen springen dann
auf und schleudern die Samen bis zu sieben Metern weit weg vom Standort
(weiterer deutscher Name: „Rühr-mich-nicht-an“). Pro Pflanze können sich nach
der Bestäubung durch Bienen, seltener Hummeln, 1.600 bis 4.300 Samen
entwickeln. So kommen in Reinbeständen leicht bis zu 32.000 Samen pro
Quadratmeter zusammen. Da die Art gerne entlang von Fließgewässern wächst,
werden diese oft noch vom Hochwasser weggetragen. Dies alles erklärt die rasche
Ausbreitung in der freien Landschaft und das massenhafte Auftreten an den
Wuchsorten.
Die Art wurde 1839 nach
England eingeführt und anschließend in den Gärten ganz Europas kultiviert.
Heute kommt sie europaweit entlang von Bächen und Flüssen, aber auch auf
Feuchtbrachen vor. Die Ausbreitung vor Ort beginnt oft mit der wilden
Ablagerung von Gartenabfällen oder Erdaushub. Wie bei der Herkuleskeule sind
aber auch die Imker nicht ganz unschuldig, die das Springkraut lange Zeit als
Bienenfutterpflanze ausgesät haben.
Für den Aachener Raum gilt
hinsichtlich der Verbreitung ähnliches. Robert Dreling, Gerhard Moll und
Wolfgang Voigt beschreiben in den 80er Jahren die Ausbreitung entlang des
Broichbachtales zwischen Broichweiden und Herzogenrath. Aber auch
beispielsweise an Wurm, Rur, Inde und Vicht gibt es mittlerweile ausgedehnte
Bestände. An den Weihern und Fischteichen kommt das Kraut ebenso vor wie in den
Feuchtgebieten der Bergehalden. Selbst auf dem Aachener Lousberg ist es zu
finden (Voigt 2001).
Das Drüsige Springkraut
verdrängt die Vertreter der heimischen Flora nicht in dem starken Maße wie etwa
Goldrute oder Staudenknöterich. Dennoch kann es manchmal nötig sein,
regulierend einzugreifen. Dies geschieht am besten durch komplettes Mähen
unmittelbar vor der Blüte. Das Mähgut muss unbedingt beseitigt werden, da sich
bei Bodenberührung Adventivwurzeln bilden und neue Seitentriebe aufrecht
weiterwachsen. Die Maßnahme muss außerdem über mehrere Jahre durchgeführt
werden, weil die Samen lange Zeit ihre Keimfähigkeit behalten.
Japanischer
Staudenknöterich (Reynoutria japonica) und Sachalinknöterich (R. sachalinensis)
Die gemeinsame Behandlung in
einem Abschnitt ergibt sich aus den hohen Übereinstimmungen bei beiden Arten.
Bestes Unterscheidungsmerkmal ist die Form der Blätter: Reynoutria japonica hat
kleine, glatte und kahle Blätter, die am Vorderende plötzlich spitz zulaufen.
Die Blätter von R. sachalinensis sind deutlich größer, runzelig, leicht behaart
und an der Basis herzförmig; vorne sind sie allmählich zugespitzt.
Die satt grünen Blätter sitzen
an knotig gegliederten Stängeln, die buschig verzweigt sind. Die Stauden können
eine Wuchshöhe von etwa vier Metern erreichen. Jede Pflanze besitzt einen
tiefreichenden Wurzelstock, der zahlreiche Ausläufer mit unterschiedlicher
Länge hat. Dies führt zu einer starken flächenhaften Ausdehnung und zu dichten
Beständen. Außerdem sind die Arten beim Austreiben durch ein schnelles
Höhenwachstum gekennzeichnet, so dass andere Pflanzen durch Beschattung und
Wurzelkonkurrenz unterdrückt werden.
Die ursprüngliche Heimat des
Japanischen Knöterichs ist Ostasien, wo er auf Japan, in China und Korea weit
verbreitet ist. Der zweite Vertreter verrät im Namen seine Herkunft von der
nördlich von Japan gelegenen Insel Sachalin. Hier werden die Pflanzen in Silos
zu Viehfutter verarbeitet. Nach Mitteleuropa sind beide Arten im 19.
Jahrhundert zunächst als Zier-, später aber auch als Viehfutterpflanzen
gekommen. Die Ausbreitung in der freien Landschaft wurde dadurch ermöglicht,
dass man die Knöterich-Arten als Wildfutter und Deckungspflanze angebaut hat. Vor
allem Fasane sollten sich in den Dickichten verstecken können. Der Blattverlust
im Herbst und die geringe Deckung durch die vertrockneten Stängel zeigten, das
sie hierfür jedoch für den Großteil des Jahres ungeeignet waren. Zudem wurden
die Stauden kaum, wie man sich das erhofft hatte, zur Äsung angenommen.
Die weitere Ausbreitung
erfolgt durch das wilde Abkippen von Gartenabfällen. Auch Erdbewegungen und
Bodenablagerungen in Folge von Baumaßnahmen können zur Verschleppung von
Wurzelstockteilen führen, was dann an den neuen Standorten zur raschen
Ausdehnung des Bestandes führt. Entlang der Bäche und Flüsse können
Rhizom-Bruchstücke bei Hochwasser verdriftet werden. Eine ganze Reihe von
Vorkommen im Aachener Raum sind so zu erklären. Die Fundorte im Gebiet Stolberg
stehen wohl mit einer gezielten Anpflanzung in Zusammenhang: Die Knötericharten
können Schwermetalle (zum Beispiel Blei) in ihrem Körper anreichern und somit
zur Dekontamination von Böden beitragen. Voraussetzung ist natürlich, dass die
Bestände nach der Vegetationsperiode gemäht und entsorgt werden. Da dies
offensichtlich im Bereich der Bleihütten nicht erfolgt, haben sich die
Knöterich-Flächen ständig ausgeweitet und bedrohen mittlerweile
Naturschutzgebiete.
Will man die stark wuchernden
Pflanzen beseitigen, muss man sich auf mehrjährige Maßnahmen einstellen.
Oberstes Ziel muss es dann sein, die Rhizome ständig zu schwächen, bis sie ihre
Wuchskraft verlieren. Häufiges Ausreißen der Wurzelstöcke im Abstand von etwa
vier Wochen kann schon gute Erfolge bringen. Das Ausgraben dürfte aber die
sicherste Methoden sein, was aber manchmal wegen des Ausmaßes der Bestände
illusorisch bleibt. Will man den Bestand lediglich in Grenzen halten, kann ein
mehrmals im Jahr durchgeführter Schnitt dafür sorgen, dass Wachstum und
Ausbreitung stagnieren.
Wanderratte, Rattus
norvegicus
Viele Menschen denken, die
Wanderratte hätte es schon immer in der europäischen Fauna gegeben. Dem ist
aber nicht so. Ursprünglich in den weitläufigen Steppen der Mongolei und
Nordchinas zu Hause, wurde sie erst
anfangs des 18. Jahrhunderts mit Schiffen nach Europa eingeschleppt. Von den
Hafenstädten ausgehend, hat sie sich aber rasant ausgebreitet. In Deutschland
tauchte sie erstmals 1750 auf. Vorher hatte sie bereits England (ab 1730) und
Frankreich (ab 1735) erobert. Heutzutage ist die Wanderratte Kosmopolit.
Die Fellfarbe schwankt auf dem
Rücken von graubraun bis rotbraun, auf der Bauchseite von hellgrau bis
reinweiß. Charakteristisch ist der nahezu unbehaarte, etwa 20 Zentimeter lange
Schwanz, der somit etwas kürzer als der Körper ist.
Wanderratten sind es, die
sprichwörtlich „das sinkende Schiff“ verlassen. Sie sind ausgezeichnete
Schwimmer und Taucher. Das liegt daran, dass ihre Lebensweise seit jeher eng an
das Wasser gebunden ist. Auch bei ihrer Entwicklung zum Kulturfolger hat sie
dies beibehalten. Man findet sie nicht nur auf Schiffen, sondern auch in
Gewässernähe auf dem Land, in feuchten Kellern und Ställen - und natürlich in
der menschlichen Kanalisation, die zudem hervorragend ihrem Wesen als
Höhlenbewohner entgegenkommt.
Die in Sippen lebenden Ratten
mit ausgeprägtem Sozialverhalten sind Allesfresser, tierische Nahrung wird aber
bevorzugt. Sie greifen zunächst auf Aas zurück, bevor sie bei Nahrungsmangel
lebende Tiere und dabei sogar Menschen attackieren. Die Tiere leben in einem
unterirdischen, stark verzweigten Röhrensystem mit Nest- und Vorratskammern,
das sie in der Regel nur in der Dämmerung und in der Nacht zur Nahrungssuche
verlassen. Hierbei werden hauptsächlich Schuttplätze sowie offene Komposthaufen
mit gegarten Küchenabfällen und Essensresten aufgesucht. Zwischen April und
September werfen die Weibchen drei- bis siebenmal bis zu zehn, bei guter
Nahrungslage bis zu fünfzehn Junge, die ihrerseits mit zwei bis drei Monaten
geschlechtsreif werden. Auch die Lebenserwartung von sieben Jahren trägt
wesentlich zur starken Vermehrung der Art bei.
Wanderratten gelten als Träger
und Überträger von Krankheiten. Bei der Haltung von Vieh spielen sie als
Trichinenträger eine wichtige Rolle. Außerdem werden durch sie Salmonellen und
Tollwut übertragen. Die Erreger der Weilschen Krankheit gelangen durch
verunreinigte Lebensmittel zum Menschen und lösen bei ihm Gelbsucht aus. Auch
ohne diese Krankheitskeime können Kot und Urin in den Lagerbeständen von
Lebensmitteln großen wirtschaftlichen Schaden anrichten.
Man versucht bislang
vergeblich, Wanderratten auszurotten. Man bekämpft sie hauptsächlich mit
Fraßködern, die gerinnungshemmende Cumarinderivate enthalten. Die Wirkstoffe
lösen zudem in den Kapillaren der Organe und Gewebe Blutungen aus, so dass
schließlich der Tod eintritt. Seit Ende der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts
stellt man in manchen Gegenden Resistenzbildung bei den sogenannten
„Superratten“ fest, die zudem eine höhere Intelligenz aufweisen können. Ihre
Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit stellt die Menschheit vor neuartige
Probleme.
Im Kreis Aachen wird die
Wanderratte in allen Kommunen systematisch mit Ködern bekämpft. Der NABU
Aachen-Land ist mehrmals aktiv geworden, wenn man auf die Bekämpfung lediglich
mit Aufklebern aufmerksam gemacht hat, die an Straßenlaternen oder Zaunpfählen
angebracht gewesen sind. Ohne genaue Ortsangabe ist Familien mit Kindern und
Hundebesitzern damit nur wenig gedient.
Angemerkt sei noch, dass der
Neubürger Wanderratte vor allem durch die größere Stärke und die höhere
Aggressivität die seit dem frühen Mittelalter in ganz Europa heimische
Hausratte (Rattus rattus) nahezu ganz verdrängt hat. Deren Flöhe galten seit
jeher als Überträger des „Schwarzen Tods“. Im Mittelalter hat die Pest sich
dadurch epidemisch im gesamten europäischen Raum mit verheerenden Folgen für
die Bevölkerung ausgebreitet.
Bisam, Ondatra zibethica
Oft wird die Art auch
„Bisamratte“ genannt, sie gehört aber zur Familie der Wühlmäuse und stellt
darin den größten Vertreter. Die Kopf-Rumpf-Länge liegt zwischen 25 und 35
Zentimetern. Hinzu kommt noch ein spärlich behaarter, seitlich
zusammengedrückter Schwanz von etwa 20 bis 25 Zentimetern. Das Fell erscheint
glänzend, ist auf der Rückenseite kastanienbraun, seitlich heller und auf der
Bauchseite braungrau bis weiß.
Der Bisam ist dämmerungs- und
nachtaktiv, sehr scheu und wirkt an Land recht unbeholfen. Umso geschickter
bewegt er sich im Wasser. Dichte Borstensäume an der Seite der Zehen und
Schwimmhäute an deren Basis begünstigen das Schwimmen und Tauchen.
Die ursprüngliche Heimat des
Bisam liegt in Nordamerika. Kanada und die meisten Gebiete der USA sind dort
von der Art besiedelt. Heute ist aus ihr fast schon ein Kosmopolit geworden,
wobei die Hauptverbreitungsgebiete in Eurasien, aber auch in Südamerika liegen.
Die Ausbreitung in Europa
begann im Jahre 1905. Damals wurden fünf Exemplare des wertvollen Pelztieres in
der Nähe von Prag ausgesetzt. Die rasche Ausbreitung erstaunt heute noch die
Experten. Österreich und Deutschland wurden 1914 und die Schweiz 1928 erobert.
Andere Populationen, zum Beispiel in Frankreich, entwickelten sich aus Tieren,
welche aus nachlässig geführten Zuchtbetrieben entkamen. Heute gibt es kaum
noch pflanzenreiche Gewässer in Tiefland und Mittelgebirgen, die nicht vom
Bisam besiedelt sind. Seine Nahrung besteht aus Wasser- und Sumpfpflanzen. Bei
Pflanzenmangel werden auch Muscheln und Krebse gefressen. An Steilufern gräbt
das Tier meterlange Röhren, die in Wohnkesseln münden. Der Eingang liegt hier
ebenso unter der Wasseroberfläche wie bei den kuppelförmigen Wohnburgen, die es
aus Schilf, Binsen und Gras an Flachufern baut.
Die hohe Vermehrungsrate und
das ausgeprägte Wanderverhalten hat auch im Raum Aachen zu einer nahezu
flächendeckenden Verbreitung geführt. Wegen der Reduzierung des Pflanzenwuchses
an den Gewässern durch Fraß und der Schädigung von Uferböschungen und Dämmen durch
Wühlen wurden in der Vergangenheit Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung
getroffen. In den 90er Jahren haben Kommunen die Hilfe von Mitarbeitern des
Bonner Amtes für Pflanzenschutz für gezielte Bekämpfung in Anspruch genommen.
Naturschützer bewerten die
Bisam-Problematik uneinheitlich. Auf der einen Seite werden Schilfbrütern wie
Teichrohrsänger und Rohrdommel durch Entnahme von Pflanzenmaterial die
Brutmöglichkeiten genommen, andererseits entstehen zum Beispiel durch den
Burgenbau freie Wasserflächen inmitten des Röhrichts, die von anderen
Wasservögeln genutzt werden und in denen sich Schwimmblattpflanzen ausbreiten
können. Wasserwirtschaftliche Schäden treten vor allem dort auf, wo Bäche und
Flüsse kanalisiert und Stehgewässer ausgebaut wurden. Würde man zum Beispiel
den Forderungen des NABU Aachen-Land folgen und die Gewässer großzügig
renaturieren, wären wohl die Gefahren durch den Bisam nicht so immens.
Nutria, Myocastor coypus
Nutrias oder Biberratten
erreichen Hasengröße und sind somit deutlich größer als der Bisam, der kleiner
als ein Kaninchen ist. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 45 bis 65 Zentimeter, der
drehrunde, beschuppte und fast haarlose Schwanz misst 30 bis 45 Zentimeter. Das
Auffälligste sind die breiten, orangeroten Nagezähne. Die Grundfarbe des Fells
ist Graubraun, die sogenannten Grannenhaare variieren von gelbgrau über braun
bis zu schwarz, wodurch das Fell recht unterschiedlich wirken kann. Die
Hinterfüße besitzen Schwimmhäute zwischen den Zehen, wodurch Nutrias sehr gut
schwimmen können.
Ursprünglich ist die Art in
den gemäßigten und subtropischen Teilen Südamerikas zu Hause. In Chile,
Argentinien, Uruguay, Paraguay und Südbrasilien besiedeln sie Gewässer
jeglicher Art. Auch im Mündungsbereich der Flüsse an den Küsten sind sie im Brackwasser
zu finden. In Europa wurden sie wegen ihres sehr wertvollen Pelzes als
Farmtiere gehalten. Ab Ende des 19. Jahrhunderts sind in Frankreich erste
Exemplare aus Gefangenschaft entkommen und haben zunächst für eine nur
sporadische Verbreitung gesorgt. Zwischen den beiden Weltkriegen kam es dann
vermehrt zur Ansiedlung in sumpfreichem Gelände (Deutschland um 1930, England
1932, Schweden 1938 und Dänemark 1945). Später hat es regelrechte
Ansiedlungsprojekte gegeben. Freilandvorkommen gibt es unter anderen noch in
Finnland, den Niederlanden, Österreich, Spanien, Italien und Griechenland.
Weltweit gilt die Biberratte noch in Afrika, Asien und im Mittleren Osten als
eingebürgert.
Im Gegensatz zum Bisam sind
Nutrias durchaus auch tagaktiv. Die Nahrung besteht fast ausschließlich aus
Pflanzen und Pflanzenteilen, nur ganz selten werden Muscheln, Fische und
Vogeleier aufgenommen. Neben Gras, Wasserpflanzen, Baumrinde und Wurzeln werden
auch Feldfrüchte und Obst genommen, weswegen man inzwischen nicht selten
Einzelexemplare weitab von Gewässern, dem ursprünglichen Lebensraum, findet.
Für das Alsdorfer Stadtgebiet
ist dieses Phänomen relativ gut dokumentiert:
Bereits 1954 stellt Gerhard
Moll die Art am Alsdorfer Weiher fest. Die scheinbare Gewässertreue ist in der
Folgezeit durch folgende Beobachtungen und Totfunde belegt: Siefengraben bei
der ehemaligen Kläranlage Broich, Broicher Weiher, Auwald bei Kranentalsmühle,
Euchener Bach in Alt-Ofden, Broichbach im Bereich der sogenannten Ruhezone,
Tümpel neben dem Alsdorfer Weiher. Totfunde gibt es aber auch in der Siedlung
Busch, am Blumenrather Hof und in der Feldflur oberhalb der Broicher Mühle. In
diesem Bereich dürften es die Tiere auf Zuckerrüben und Maispflanzen abgesehen
haben. Gleich zwei Fundorte überfahrener Tiere gibt es an der Ofdener
Theodor-Seipp-Straße. Während das eine Tier am Eingang zum Alsdorfer Tierpark
festgestellt wird, also ganz in der Nähe des Alsdorfer Weihers, liegt das
zweite in der Nähe der Alt-Ofdener Dorfstraße mitten in der Siedlung. Beim
Umherstreifen entdecken sie auch neue Lebensräume am Wasser, was die Ansiedlung
an der Bergehalde Anna im Jahre 2002 beweist.
Nutrias graben zwar auch
Röhren-Baue in Uferböschungen und Dämme, wühlen dabei aber nicht so stark wie
der Bisam. Dennoch können gelegentlich Schäden in geringem Umfang entstehen.
Bisher werden die Tiere nicht gezielt verfolgt, fallen aber oft genug
Bisamjägern zum Opfer, weil sie denselben Lebensraum beanspruchen.
......
*****
zusammengestellt von Wolfgang Voigt
02.12.1953 Raufußbussard, Buteo lagopus:
Bis zum 7. Dezember ist ein Exemplar im Broichbachtal bei Kranentalsmühle in
Alsdorf zu beobachten. (GERHARD MOLL)
1954 Zwergdommel, Ixobrychus minutus:
GERHARD MOLL stellt ein Exemplar an der Laache in der Nähe der Kläranlage
Broichbachtal in Alsdorf fest.
1955 Zwergdommel, Ixobrychus minutus:
Bei Alsdorf wird ein Tier geschossen. (WOLTERS)
18.02.1957 Dreizehenmöwe, Rissa tridactyla:
Am Alsdorfer Weiher werden drei Exemplare beobachtet. Sie halten sich
hier bis zum 22.02.1957 auf (GERHARD MOLL)
09.10.1957 Zwergstrandläufer, Calidris minuta:
GERHARD MOLL stellt die Art erstmals am Sueren Pley in Alsdorf fest.
25.03.1958 Sumpfohreule, Asio flammeus:
JOSEF MÜLLER beobachtet ein Tier an der Kläranlage Broichbachtal in Alsdorf.
1960 Rotkopfwürger, Lanius senator:
In Übach-Palenberg gelingt ein Brutnachweis. (Quelle: GERHARD MOLL)
17.09.1960 Zwergstrandläufer, Calidris minuta:
Erneut beobachtet GERHARD MOLL diese Art am Sueren Pley in Alsdorf.
Diesmal sind es gleich drei Exemplare. Die letzte Beobachtung an dieser Stelle
liegt vom 24. September 1996 vor (HANDSCHUR/MOLL/NÖTHGEN).
19.09.1960 Rotkopfwürger, Lanius senator:
GERHARD MOLL beobachtet ein Exemplar im Bergsenkungsgebiet bei Altmerberen.
11.1961 Sumpfohreule, Asio flammeus:
JOSEF MÜLLER stellt in diesem Monat drei Exemplare in der Laache bei der
Kläranlage Broichbachtal in Alsdorf fest.
12.03.1961 Temminckstrandläufer, Calidris
temminckii: GERHARD MOLL beobachtet ein Exemplar am Sueren Pley in
Alsdorf.
17.12.1961 Eiderente, Somateria mollissima:
Auf dem Stausee bei Obermaubach wird von GERHARD MOLL ein Einzelexemplar
beobachtet.
10.03.1963 Bergente, Aythya marila: GERHARD
MOLL beobachtet drei Exemplare auf dem Stausee bei Obermaubach.
14.5.1965 Zwergdommel, Ixobrychus minutus:
GERHARD MOLL entdeckt ein Exemplar am Broicher Weiher in Alsdorf.
09.1965 Schwarzhalstaucher, Podiceps
nigricollis: GERHARD MOLL sieht ein Exemplar am Entenpfuhl in
Bardenberg.
15.06.1966 Bergente, Aythya marila: GERHARD
MOLL stellt ein Einzelexemplar auf dem Rückhaltebecken Herzogenrath
fest.
13.11.1966 Prachttaucher, Gavia arctica:
Auf dem Obermaubacher Stausee wird ein Einzelexemplar beobachtet.
(SCHULTZ/TOMASSO)
1967 Birkhuhn, Lyrurus tetrix:
Bei Mützenich wird ein Tier mit Flügelverletzung aufgefunden. (Quelle:
MOLL-Tagebuch Nr. 12)
22.01.1967 Seidenschwanz, Bombycilla garrulus:
ECKARD RESKE beobachtet dreißig Tiere am Hangeweiher in Aachen.
14.01.1968 Eisente, Clangula hyemalis: Auf
dem Staubecken Obermaubach wird ein Einzelexemplar beobachtet. (SCHULTZ)
14.01.1968 Bergente, Aythya marila: SCHULTZ
sieht ein Exemplar auf dem Staubecken Obermaubach.
31.01.1968 Saatgans, Anser fabalis: GERHARD
und WILFRIED MOLL sehen fünf rastende Tiere in einem Feld bei Alsdorf-Neuweiler.
28.04.1968 Birkhuhn, Lyrurus tetrix:
ETSCHENBERG und RESKE sehen etwa 20 Tiere im Hohen Venn bei Kalterherberg.
23.03.1969 Birkhuhn, Lyrurus tetrix: Auf
dem Truppenübungsplatz Elsenborn wird die Birkhuhn-Balz beobachtet.
(G.MOLL / W.MOLL / RESKE)
17.04.1969 Säbelschnäbler, Recurvirostra avosetta:
GERHARD und WILFRIED MOLL sehen ein Einzelexemplar am leergepumpten Rückhaltebecken
in Herzogenrath.
25.04.1969 Steinwälzer, Arenaria interpres:
Ein Exemplar wird auf dem trockengelegten Rückhaltebecken in Herzogenrath
beobachtet; es ist auch noch am darauffolgenden Tag da. (R.HENNES/MOLL)
20.06.1969 Wachtelkönig, Crex crex :
Am Schneeberg bei Aachen-Seffent werden zwei rufende Männchen
festgestellt. (MOLL/RESKE)
12.10.1969 Zwergstrandläufer, Calidris minuta:
GERHARD MOLL beobachtet zwei Exemplare an einem Kleingewässer bei Alsdorf-Schaufenberg.
14.03.1970 Kranich, Grus grus : An
diesem und am darauffolgenden Tag rasten etwa 170 Tiere zwischen Baesweiler
und Neuweiler. (MOLL)
15.03.1970 Saatgans, Anser fabalis:
WILFRIED MOLL zählt in einem Feld zwischen Alsdorf und Baesweiler dreizehn
rastende Exemplare.
10.06.1970 Ziegenmelker, Caprimulgus europaeus:
An diesem Tag beginnt eine Reihe von Beobachtungen im Forst Wenau bei
Schevenhütte. Die letzte Feststellung erfolgt dort am 21. Juni 1986.
(GERHARD MOLL)
28.12.1970 Singschwan, Cygnus cygnus: Auf
dem Lucherberger See bei Weisweiler halten sich 13 Exemplare gleichzeitig auf. (Quelle: MOLL-Tagebuch Nr.
16)
16.01.1971 Alexander-Sittich, Psittacula eupatria:
Am Osthang des Wurmtals bei Würselen werden acht Exemplare beobachtet.
(KLINKENBERG/G.MOLL/W.MOLL). Ein weiterer Nachweis gelingt am 25.10.1971 (ROSS,
Quelle: MOLL-Tagebuch Nr. 17)
16.06.1971 Rotmilan, Milvus milvus: HELMUT
KLUSSMANN und GERHARD MOLL entdecken im Forst Wenau bei Schevenhütte
einen „Horst u.a. mit Textilien in einer Kiefer“.
1971 Wachtelkönig, Crex crex:
WILHELM HARK stellt im Sommer die Art am Oidtweiler Graben bei Alsdorf-Bettendorf
fest.
12.10.1971 Birkhuhn, Lyrurus tetrix:
GERHARD MOLL sieht fünf Männchen im Hohen Venn nördlich der Straße
Mützenich - Eupen.
07.1972 Wachtelkönig, Crex crex:
Ein Einzelexemplar wird bei Simmerath festgestellt. (KRUCK, Quelle:
MOLL-Tagebuch Nr. 18)
03.09.1972 Flamingo, Phoenicopterus spec.:
ROLF HENNES beobachtet ein Tier unbestimmter Art am Sueren Pley in Alsdorf.
27.10.1972 Eiderente, Somateria mollissima:
GERHARD MOLL sieht ein Exemplar auf dem Kupferbach-Stauweiher in Aachen.
17.12.1972 Prachttaucher, Gavia arctica:
HERIBERT SCHWARTHOFF sieht ein Einzelexemplar auf dem Lucherberger See bei
Weisweiler.
04.04.1973 Bartmeise, Panurus biarmicus:
In der sogenannten „Laache“ in der Nähe der Kläranlage Broichbachtal in
Alsdorf wird erstmals ein Exemplar beobachtet. Das Tier hält sich bis zum
26.04.1973 hier auf. Es besteht Brutverdacht. (HAESE/R.HENNES)
14.07.1974 Wachtelkönig, Crex crex: GERHARD
MOLL stellt am Schneeberg in Aachen-Seffent ein Einzelexemplar fest.
16.10.1974 Kleines Sumpfhuhn, Porzana parva:
KARL GLUTH beobachtet die Art erstmalig bei Noppenberg.
1975 Raufußkauz, Aegolius funereus:
HELMUT KLUSSMANN stellt in diesem Jahr eine Brut im Grenzbereich bei Mützenich
fest.
05.1975 Temminckstrandläufer, Calidris
temminckii: ROLF HENNES beobachtet ein Exemplar südlich der
Bergehalde Carl Alexander in Baesweiler. Am 25. Mai sieht GERHARD MOLL drei
Exemplare bei Altmerberen.
04.05.1975 Wachtelkönig, Crex crex: ROLF
HENNES hört bis zum 11. Mai Rufe aus einem Feld südlich der Bergehalde Carl
Alexander in Baesweiler.
20.05.1975 Kiebitzregenpfeifer, Pluvialis
squatarola: Bis zum 22. Mai wird das Tier von ROLF HENNES am Bergsenkungsgewässer
„Sueren Pley“ in Alsdorf beobachtet.
08.1975 Purpurreiher, Ardea purpurea:
Bis in den September hinein hält sich ein Tier am Casino-Weiher in La
Calamine auf. (Quelle: MOLL-Tagebuch Nr. 23)
09.1975 Wiesenweihe, Circus pygargus:
ROLF HENNES beobachtet ein Jungtier in der Feldmark zwischen Puffendorf und
Gereonsweiler.
05.09.1975 Temminckstrandläufer, Calidris
temminckii: ROLF HENNES sieht ein Exemplar am Rückhaltebecken
Herzogenrath.
27.11.1975 Eisente, Clangula hyemale:
PETER WEGENER aus Leverkusen beobachtet auf dem Staubecken Obermaubach
fünf Tiere. (Quelle: MOLL-Tagebuch Nr. 24)
03.12.1975 Kleines Sumpfhuhn, Porzana parva:
EMIL NORD sieht ein Exemplar in der Kläranlage Broichbachtal in Alsdorf.
Eine zweite Beobachtung gelingt dort am 15. Dezember.
1976 Seidensänger, Cettia cetti:
Von verschiedenen Beobachtern wird die Art in diesem Jahr aus dem NSG
Unteres Broichbachtal bei Noppenberg und von der Laache in Alsdorf gemeldet.
(GLUTH, R.HENNES, JOSSEN, MOLL)
11.03.1976 Kranich, Grus grus: Knapp 70
Exemplare rasten in der Aachener Soers. (FROHN, Quelle: MOLL-Tagebuch
Nr. 24)
26.04.1977 Pfuhlschnepfe, Limosa lapponica:
ROLF HENNES beobachtet am Bergsenkungsgewässer Siersdorf zwei Tiere.
07.1977 Säbelschnäbler, Recurvirostra
avosetta: ROLF HENNES beobachtet ein Einzelexemplar im Bergsenkungsgebiet
Siersdorf.
18.10.1977 Spornammer, Calcarius lapponicus:
MICHAEL und ROLF HENNES entdecken die Art auf einem Feld zwischen
Altmerberen und der Bergehalde Carl Alexander in Baesweiler.
30.11.1977 Eistaucher, Gavia immer: Die
Art wird an diesem Tag erstmalig auf dem Lucherberger See bei Weisweiler
festgestellt. (KLINKENBERG, KLÜNDER)
03.1978 Haselhuhn, Tetrastes bonasia:
Bis in den April hinein gibt es Beobachtungen bei Großhau am Hürtgenwald
(TOMASSO, Quelle: MOLL-Tagebuch Nr. 30)
05.03.1978 Bergente, Aythya marila: GERHARD
MOLL beobachtet ein Männchen auf dem Stausee bei Obermaubach.
16.05.1978 Rotkehlpieper, Anthus cervinus:
KURT GERECHT und MICHAEL HENNES sehen das Tier auf einem Feld bei Alsdorf.
31.10.1978 Kranich, Grus grus: GERHARD MOLL
stellt 24 rastende Tiere bei Alsdorf fest.
01.11.1978 Zwergschwan, Cygnus columbianus:
ROLF HENNES beobachtet ein einzelnes Tier am Bergsenkungsgewässer Siersdorf.
04.12.1978
Kranich,
Grus grus: Am Bergsenkungsgewässer Sueren
Pley in Alsdorf werden etwa 100 rastende Tiere festgestellt. (MÜLLER)
......
*****
(ab 2003)
zusammengestellt von Wolfgang Voigt
14.01.2012 Spießente, Anas acuta: ARMIN
Teichmann sieht einen Erpel im Teichgebiet bei Übach-Palenberg.
25.12.2011 Silberreiher, Casmerodius albus:
HARTMUT FEHR beobachtet und fotografiert ein Exemplar an der Inde bei der
Elgermühle in Stolberg.
09.11.2011 Uhu, Bubo bubo: SYLVIA WERTHMANN
hört nachts gegen 4 Uhr Rufe im Fohlenweg in Alsdorf-Ofden.
17.09.2011 Schwarzmilan, Milvus migrans:
WOLFGANG VOIGT beobachtet ein ziehendes Tier über dem Blausteinsee bei Eschweiler.
04.09.2011 Wespenbussard, Pernis apivorus:
23 Tiere kreisen im Aufwind über der Bergehalde Anna bei Herzogenrath-Noppenberg und
ziehen dann nach Süden ab. (GERHARD ERDTMANN / KARL GLUTH)
20.08.2011 Wespenbussard, Pernis apivorus:
Ein Exemplar kreist mit einer Wabe im Schnabel über dem Fuchsberg und dem
Rückhaltebecken in Herzogenrath. (ARNOLD NÖTHGEN, WOLFGANG VOIGT und
andere)
16.08.2011 Weißstorch, Ciconia ciconia:
Etwa 30 Tiere beziehen auf einer Weide bei Konzen gegen 20.30 Uhr ihr
Nachtquartier. (KIRSTEN BOCK)
17.06.2011 Wachtelkönig, Crex crex:
HANS-GEORG BOMMER und ARMIN TEICHMANN hören Balzrufe am Laprell-Baggersee bei Heinsberg.
14.05.2011 Wendehals, Jynx torquilla: HORST
HANDSCHUR, ARNOLD NÖTHGEN und WOLFGANG VOIGT stellen ein Exemplar auf dem
Kellersberger Friedhof in Alsdorf fest.
01.04.2011 Rostgans, Casarca ferruginea:
HANS-GEORG BOMMER beobachtet zwei Exemplare im Feuchtgebiet bei Siersdorf.
19.03.2011 Trauerbachstelze, Motacilla yarellii:
HANS RAIDA sieht ein Exemplar an der Biogasanlage in der Parkstraße in Besweiler.
19.03.2011 Zwergschnepfe, Lymnocryptes minimus:
Zwei Exemplare fliegen auf der ehemaligen Deponie Maria Theresia auf. (GERHARD
ERDTMANN / WOLFGANG VOIGT)
22.02.2011 Merlin, Falco columbarius: In
einem Hausgarten im belgischen Raeren-Lichtenbusch jagt ein Einzeltier
Sperlinge. (HORST HANDSCHUR)
24.01.2011 Birkenzeisig, Acanthis flammea:
GÜNTER VENOHR beobachtet etwa 50 Exemplare auf der ehemaligen Deponie Maria
Theresia in Herzogenrath.
01.2011 Gänsesäger, Mergus merganser:
ARMIN TEICHMANN stellt bei mehreren Beobachtungen ein Männchen und bis zu zwei
Weibchen im Teichgebiet bei Übach-Palenberg fest.
01.12.2010 Raufußbussard, Buteo lagopus:
THORBEN SEEGER beobachtet am Barmener See bei Jülich ein Einzelexemplar.
17.11.2010 Silberreiher, Casmerodius albus:
KIRSTEN RIETHMACHER sieht gegen 17 Uhr ein Tier an der Allee zwischen Alsdorf-Zopp
und Reifeld.
15.11.2010 Kolkrabe, Corvus corax: WOLFGANG
VOIGT beobachtet um 9.15 Uhr zwei kreisende Exemplare über der Bergehalde Anna
1 in Alsdorf.
01.11.2010 Silberreiher, Casmerodius albus:
ARMIN TEICHMANN beobachtet (auch in der Folgezeit) ein Tier im Bereich des
Sueren Pley in Alsdorf. (Letzte Beobachtung: 29.11. durch KLUMB)
16.10.2010 Silberreiher, Casmerodius albus:
KARL GLUTH und JOSEF LOTHMANN beobachten ein Tier im Bruchwald unterhalb dem
Broicher Weiher in Alsdorf.
22.06.2010 Weißstorch, Ciconia ciconia:
THORBEN SEEGER sieht am Barmener See bei Jülich ein Einzeltier.
02.05.2010 Kolkrabe, Corvus corax: Um die
Mittagszeit hält sich ein einzelner Rabe im Ofdener Grünkreuz in Alsdorf
auf. (WOLFGANG VOIGT)
14.04.2010 Wiedehopf, Upupa epops: PETER
ROBERTZ sieht ein Exemplar am Schlangenberg in Stolberg.
12.04.2010 Silberreiher, Casmerodius albus:
THORBEN SEEGER stellt am Barmener See bei Jülich ein Einzeltier fest.
12.03.2010 Silberreiher, Casmerodius albus:
GERHARD und INGRID ERDTMANN beobachten an den Baggerseen bei Jülich-Kirchberg
drei fliegende Exemplare. Am 18.3.2010 zählen MARIA ESSER und CLAUDIA ZENTIS
acht Tiere.
21.02.2010 Silberreiher, Casmerodius albus:
HANS RAIDA sieht ein Exemplar am renaturierten Merzbach bei Alsdorf-Warden.
19.02.2010 Silberreiher, Casmerodius albus:
HEIKE MERKENS beobachtet im Broichbachtal bei der ehemaligen Berger Mühle in Herzogenrath
ein Einzeltier.
16.02.2010 Raufußbussard, Buteo lagopus:
THEO DICKS sieht am Barmener See bei Jülich ein einzelnes Exemplar.
09.02.2010 Eistaucher, Gavia immer: Auf dem
Lucherberger See bei Eschweiler wird wieder einmal ein Einzeltier
festgestellt. (THEO DICKS)
04.02.2010 Zwergsäger, Mergellus albellus: HANS-GEORG
BOMMER und ARMIN TEICHMANN beobachten am Blausteinsee bei Eschweiler
zwei Männchen und zwei Weibchen.
03.02.2010 Mantelmöwe, Larus marinus: „Im
Hochfeld“ westlich Herzogenrath-Merkstein sieht HANS RAIDA ein
Einzelexemplar.
05.01.2010 Feldlerche, Alauda arvensis:
HORST HANDSCHUR beobachtet während des Nachmittagtrainings der Aachener
Alemannia auf dem alten Tivoli in Aachen 18 Exemplare. Der Schwarm zeigt
sich vom Betrieb im Stadion kaum beeindruckt und fliegt jeweils in gerade nicht
benutzte Bereiche. Wegen der Rasenheizung ist der Fußballplatz vermutlich die
einzige offene Grünfläche im total verschneiten Aachener Raum.
11.11.2009 Rotmilan, Milvus milvus: Herr
KNUBBEN sieht um 13.30 Uhr über Würselen 24 Rotmilane mit S-Kurs.
(Quelle: EIKE LANGE)
24.09.2009 Sumpfohreule, Asio flammeus: MARIA
ESSER beobachtet an der Neuen Inde südlich Jülich-Kirchberg ein
Exemplar, das von Krähen gehasst wird.
20.09.2009 Taigazilpzalp, Phylloscopus collybita
tristis: HORST HANDSCHUR beobachtet ein Exemplar in seinem Garten in Aachen-Lichtenbusch.
03.09.2009 Weißstorch, Ciconia ciconia:
SUSANNE SCHILKE sieht in der Feldflur zwischen Würselen-Birk und dem
Schleibacher Hof etwa zehn Störche.
13.06.2009 Orpheusspötter, Hippolais polyglotta:
ARNOLD NÖTHGEN und WOLFGANG VOIGT erleben ein singendes Exemplar auf der
ehemaligen Deponie Maria Theresia in Herzogenrath.
22.03.2009 Weißstorch, Ciconia ciconia: HANS
RAIDA meldet ein Tier vom Haus Heyden in Aachen-Horbach.
01.2009 Seidenschwanz, Bombycilla garrulus:
GÜNTER KRINGS, DIETRICH PFEILSTICKER und HEINZ WEISHAUPT registrieren Anfang
Januar etwa 50 Tiere in Simmerath.
20.09.2008 Fischadler, Pandion haliaetus:
KARL GLUTH beobachtet ein Tier über dem Blausteinsee bei Eschweiler.
06.07.2008 Schwarzstorch, Ciconia nigra: OLAF
OP DEN KAMP sieht in den Nachmittagsstunden ein Exemplar auf einer Wiese unter
dem Eisenbahn-Viadukt im belgischen Moresnet.
26.05.2008 Kolkrabe, Corvus corax: In der
Spitze einer Pappel am Ententeich des Alsdorfer Tierparks hält sich am
Vormittag längere Zeit ein rufendes Tier auf. (WOLFGANG VOIGT)
19.04.2008 Weißstorch, Ciconia ciconia:
BERNHARD A. CÜPPER sieht auf einem Feld in der Nähe der Nivelsteiner Sandwerke zwischen
Herzogenrath-Wildnis und Hofstadt um 9 Uhr zwei Tiere.
14.04.2008 Sumpfohreule, Asio flammeus: GÜNTER
VENOHR beobachtet ein Exemplar auf der ehemaligen Deponie Maria Theresia in Herzogenrath.
27.01.2008 Silberreiher, Casmerodius albus: Auf
einer OVA-Exkursion zum Barmener See bei Linnich wird ein Tier
gesichtet. (Quelle: GERHARD ERDTMANN)
27.01.2008 Bergente, Aythya marila: Ein
vorjähriges Weibchen schwimmt auf dem Barmener See bei Linnich (GERHARD
ERDTMANN)
30.11.2007 Silberreiher, Casmerodius albus:
HEINZ WEISHAUPT beobachtet sechs Exemplare an der neuen Inde bei Aldenhoven.
30.10.2007 Weißstorch, Ciconia ciconia: Auf
Wiesen am Brüsseler Ring zwischen Aachen und Aachen-Brand werden zwei
Exemplare beobachtet. (Quelle: GÜNTER KRINGS)
09.2007 Fischadler, Pandion haliaetus:
Ende des Monats fliegen zwei Exemplare mit SW-Kurs über die Perlenbachtalsperre.
(Quelle: HEINS WEISHAUPT)
23.09.2007 Silberreiher, Casmerodius albus:
Acht Exemplare fliegen über Simmerath. (Quelle: HEINZ WEISHAUPT)
06.09.2007 Flamingo, Phoenicopterus spec.: HORST
HANDSCHUR beobachtet ein überfliegendes Exemplar in Aachen-Lichtenbusch.
03.06.2007 Kolkrabe, Corvus corax: WOLFGANG
VOIGT beobachtet am Vormittag ein Einzelexemplar in den Bäumen bei der
Graureiher-Kolonie am Alsdorfer Tierpark. Am Nachmittag fliegen zwei
rufende Exemplare etwa eine halbe Stunde lang über der Siedlung Alsdorf-Ofden.
30.05.2007 Weißstorch, Ciconia ciconia: Überflug
eines Exemplars über das Broichbachtal bei Alsdorf-Ofden gegen 14.30 Uhr
(WOLFGANG VOIGT)
13.05.2007 Silberreiher, Casmerodius albus:
DR. EIKE LANGE beobachtet ein Exemplar auf einer Exkursion des NABU Aachen-Land
im Münsterbachtal in Stolberg.
12.05.2007 Schwarzstorch, Ciconia nigra:
Auf einer Exkursion des NABU Aachen-Stadt unter Leitung von LISA und OLAF OP
DEN KAMP wird ein Tier beobachtet, das über dem Hohnbachtal beim belgischen La
Calamine (Kelmis) kreist.
06.05.2007 Beutelmeise, Remiz pendulinus:
Am Tümpel neben dem Alsdorfer Weiher ist Gesang zu hören (WOLFGANG
VOIGT). KURT GERECHT hört Anfang Mai mit hoher Sicherheit an zwei Stellen im
Broichbachtal beim Alsdorfer Weiher ebenfalls ein singendes Exemplar.
04.05.2007 Weißstorch, Ciconia ciconia:
Vier Tiere kreisen über den Wiesen zwischen Strauch und Witzerath.
(Quelle: HEINZ WEISHAUPT)
30.04.2007 Kolkrabe, Corvus corax: RENATE
und WOLFGANG VOIGT sehen ein Tier in einer hohen Weide an den Anzuchtteichen
oberhalb Alsdorfer Weiher.
27.04.2007 Rotmilan, Milvus milvus:
SIEGFRIED BURGHARDT findet bei Kalterherberg einen besetzten Horst.
22.04.2007 Raufußkauz, Aegolius funereus: HEINZ
WEISHAUPT hört an diesem und am darauffolgenden Tag Rufe am Stehling bei Mützenich.
16.04.2007 Wiedehopf, Upupa epops: FABIAN
CUJAI beobachtet ein Exemplar in einem Garten an der Langstraße in Alsdorf-Hoengen.
25.03.2007 Mittelspecht, Dendrocopus medius:
HEINZ WEISHAUPT lockt bei Woffelsbach ein Paar mit Hilfe einer
Klangattrappe an. Ein Einzelexemplar reagiert auch am 29. April 2007.
25.03.2007 Mittelspecht, Dendrocopus medius:
Auf einer Exkursion des NABU Aachen-Land in den Propsteier Wald bei
Eschweiler unter Leitung von HERMANN SCHMALDIENST werden mindestens zwei
Brutreviere festgestellt.
04.03.2007 Seidenschwanz, Bombycilla garrulus:
SIEGFRIED BURGHARDT und HEINZ WEISHAUPT zählen mindestens 26 Exemplare in der
Nähe des Schweizer Hofes zwischen Imgenbroich und Simmerath. Die Tiere
halten sich bereits seit dem 24. Februar in den Schneeball-Sträuchern an der B
399 auf.
17.12.2006 Silberreiher, Casmerodius albus:
HERMANN SCHMALDIENST sieht ein Einzelexemplar an der Neuen Inde in Höhe des
Kieswerkes.
11.11.2006 Silberreiher, Casmerodius albus:
Zwei Tiere fliegen bei Witzerath. (Quelle: HEINZ WEISHAUPT)
10.2006 Fischadler, Pandion haliaetus: Bei
einer NABU-Exkursion Anfang des Monats ist ein über Rurberg ziehendes
Exemplar der Höhepunkt. (Quelle: HEINZ WEISHAUPT)
08.2006 Nachtreiher, Nycticorax nycticorax:
HANS RAIDA beobachtet im Naherholungsgebiet Übach-Palenberg einen Vogel,
der zunächst als Zwergdommel angesehen wird, sich später aber als ein Jungvogel
der Art Nachtreiher herausstellt.
16.08.2006 Sichler, ?Plegadis falcinellus?:
KARL GLUTH beobachtet ein Exemplar im Feuchtgebiet bei Siersdorf.
Das Tier hält sich dort auch am darauffolgenden Tag auf. (Quelle: ARNOLD
NÖTHGEN) Eine Woche später sieht UDO THORWESTEN einen Sichler im Wurmtal bei
der Alten Mühle.
23.05.2006 Alpensegler, Apus melba: In den
Nivelsteiner Sandgruben in Herzogenrath wird ein ermatteter Vogel
gefunden, der zunächst als „Greifvogel“ gemeldet wird. GERHARD MOLL und GÜNTER
VENOHR bestimmen ihn als Alpensegler. Vermutlich ist er durch die Stürme der
letzten Tage verdriftet worden. Das Tier kommt in die Pflege von DR. EIKE
LANGE. – Die letzte Beobachtung eines Alpenseglers im Rheinland datiert auf das
Jahr 1907. Das nächste Brutgebiet liegt aktuell bei Freiburg im Breisgau.
24.04.2006 Kolkrabe, Corvus corax: WOLFGANG
VOIGT beobachtet vormittags ein Einzelexemplar im Umfeld der Bergehalde Anna 1
in Alsdorf.
07.03.2006 Moorente, Aythya nyroca:
WOLFGANG VOIGT sieht erstmals einen Erpel auf dem Ententeich des Alsdorfer
Tierparks. (Letzte Beobachtung: 18. Februar 2010, VOIGT; mittlerweile zwei
Männchen)
21.01.2006 Bergente, Aythya marila: Auf dem
so genannten “Tittisee” beim Rückhaltebecken Herzogenrath wird ein
Weibchen beobachtet. (HORST HANDSCHUR / GERHARD MOLL / ARNOLD NÖTHGEN) Es hält
sich auch noch im Februar hier auf. (RITA ROBERTZ / WOLFGANG VOIGT)
12.01.2006 Mittelspecht, Dendrocopus medius:
GÜNTER KRINGS beobachtet in seinem Garten in Dedenborn ein Exemplar bei
der Nahrungssuche in einem alten Apfelbaum.
10.01.2006 Kolkrabe, Corvus corax: Am
Vormittag sind in Alsdorf längere Zeit zwei Exemplare im Bereich
Bergehalde Anna 1, Tierpark, Realschule, Gymnasium und Alsdorfer Weiher zu
beobachten (WOLFGANG VOIGT). Am 16.1.2006 macht BERNHARD A. CÜPPER ähnliche
Beobachtungen.
08.01.2006 Raufußbussard, Buteo lagopus:
HANS RAIDA beobachtet am Blausteinsee bei Eschweiler zwei Exemplare.
30.10.2005 Goldregenpfeifer, Pluvialis apricaria:
Mehr als fünf Tiere werden auf einer Exkursion des ORNITHOLOGISCHEN VEREINS
AACHEN (OVA) im neuen Indetal bei Kirchberg beobachtet. (GERHARD
ERDTMANN)
17.09.2005 Kolkrabe, Corvus corax: ARNOLD
NÖTHGEN und WOLFGANG VOIGT beobachten über dem Feuchtgebiet bei Siersdorf,
wie ein Rabe zunächst von Rabenkrähen, dann von Dohlen attackiert wird.
14.09.2005 Zwergadler, Hieraaetus pennatus:
BERNHARD A. CÜPPER und WOLFGANG VOIGT beobachten einen Zwergadler über der Bergehalde
Anna 1 in Alsdorf.
18.06.2005 Ziegenmelker, Caprimulgus europaeus:
HANS-GEORG BOMMER hört in der Teverener Heide drei Exemplare.
29.05.2005 Kolkrabe, Corvus corax: HERMANN
SCHMALDIENST und WOLFGANG VOIGT hören Rufe in der ehemaligen Kieswäsche in
Eschweiler-Kinzweiler. Das Tier streicht Richtung ehemaliger Deponie Warden
ab.
18.03.2005 Sichler, ?Plegadis falcinellus?: ROBERT SCHMETZ sieht ein Exemplar im Hohnbachtal beim belgischen La Calamine (Kelmis).
12.03.2005 Schwarzschwan, Cygnus atratus: Nach
langer Zeit wird auf dem Rückhaltebecken in Herzogenrath wieder ein
Exemplar beobachtet. (GERHARD MOLL / ARNOLD NÖTHGEN). Es verweilt auch in den
Folgemonaten. Schließlich kommt es sogar zur Verpaarung und zu einer
erfolgreichen Brut, aus der drei Jungtiere hervorgehen.
12.02.2005 Bahama-Ente, Anas bahamensis:
Der Exot wird auf dem Rückhaltebecken in Herzogenrath beobachtet.
(GERHARD MOLL / ARNOLD NÖTHGEN)
18.01.2005 Raufußbussard, Buteo lagopus:
HELGA ERTONG-NÜSSGENS beobachtet in ihrem Garten an der Theodor-Seipp-Straße in
Alsdorf-Ofden ein Tier beim Kröpfen einer Taube.
15.01.2005 Kolkrabe, Corvus corax: WOLFGANG
VOIGT beobachtet in der Alsdorfer Tageserholungsanlage Broichbachtal
einen fliegenden Raben, auf den vier Rabenkrähen hassen. Aufgeschreckt steigen
neun Elstern von ihrem Schlafbaum auf.
03.11.2004 Bartmeise, Panurus biarmicus:
HANS-GEORG BOMMER und GÜNTER VENOHR beobachten ein Exemplar auf der ehemaligen
Deponie Maria Theresia in Herzogenrath.
09.05.2004 Kolkrabe, Corvus corax: WOLFGANG
VOIGT stellt erstmalig in der Tageserholungsanlage Broichbachtal in Alsdorf
ein Einzelexemplar fest. In der Folgezeit kommt es bis in den August hinein zu
weiteren sporadischen Beobachtungen im Bereich des Broichbachtales. (auch
durch: BERNHARD A. CÜPPER, GERHARD MOLL). VOIGT sieht am 11. Juni bei der
Kranentalsmühle, wie ein Rabe einen fliegenden Mäusebussard attackiert.
14.03.2004 Mittelspecht, Dendrocopus medius: UDO
BICK hört bei Mulartshütte Balzrufe.
13.02.2004 Ohrentaucher, Podiceps auritus:
GERHARD ERDTMANN sieht auf dem Eschweiler Blausteinsee ein Einzeltier.
Auch während der NABU-Exkursion am 15. Februar kommt es zu schönen
Beobachtungen mit dem Spektiv.
22.10.2003 Moorente, Aythya nyroca: HELMUT
KLINKENBERG beobachtet ein Tier auf dem Gewässer im Gewerbegebiet Aachen-Haaren.
31.05.2003 Orpheusspötter, Hippolais polyglotta:
HANS-GEORG BOMMER hört ein singendes Exemplar in der Teverener Heide.
21.03.2003 Sumpfohreule, Asio flammeus: JOSEF
LOTHMANN sieht ein Exemplar in der Feldflur bei Alsdorf-Schaufenberg.
Vielleicht dasselbe Tier beobachtet GÜNTER VENOHR am 10. April auf der ehemaligen
Deponie Maria Theresia in Herzogenrath.
03.03.2003 Goldregenpfeifer, Pluvialis apricaria:
HANS-GEORG BOMMER und GÜNTER VENOHR beobachten ein Exemplar in der Teverener
Heide.
Stand: 15. Januar 2012
Die Daten
stammen aus der Veröffentlichung:
WOLFGANG VOIGT, Besondere Vogelbeobachtungen im Raum Aachen.
Alsdorf 2011
(ständig
aktualisiert!) -
erhältlich
als doc-Datei auf CD-R bei:
Wolfgang
Voigt, Entenweg 12, 52477 Alsdorf
gegen Einsendung von 2,50 EURO in
Briefmarken
Außerdem erschienen:
WOLFGANG VOIGT, Ornithologische
Highlights aus 50 Jahren im Raum Aachen.
Alsdorf 2003/2005
(abgeschlossene Dokumentation, auch
auf: http://www.nabu-aachen-land.de/)
wv070705
*****
Kranichmeldungen
für den Großraum Aachen
(ab 2007)
gesammelt von Wolfgang Voigt
Stand: 1. Februar 2012
*****
Abfallvermarktung („Chicken Wings“)
Gedanken von Wolfgang Voigt
Auf unserer Erde werden nach einer Statistik aus dem Jahre 1997
täglich 70 Millionen Hühner geschlachtet. Dabei übertreffen sie die Rinder
(654.000), die Schweine (2,8 Millionen) und Schafe (1,2 Millionen) bei weitem.
Getoppt werden sie nur durch ihre eigenen Produkte: zwei Milliarden Eier, die
ein Omelett von der Größe Zyperns ergeben würden. (Täglich!!!)
Zurück zum Schlacht-Geflügel.
70 Millionen Hühner bedeuten 140 Millionen Flügel pro Tag, deutlich über 50 Milliarden
jährlich. Was für ein Abfallberg und was für ein Entsorgungsproblem!!!
Wohlgemerkt: Allein durch die Flügel!
Denkste! Man muss sich nur etwas einfallen lassen, vor allem,
wenn man zu den Großabnehmern weltweit gehört. Gemeint sind die Fast-Food-Konzerne,
nicht die kleinen Endverbraucher, die vielleicht mal hundert gegrillte Hähnchen
am Tag umsetzen. (Übrigens bei Kunden, die seltsamerweise die Flügel meist
unberührt zurück gehen lassen.)
Wohin also mit diesen
Unmengen von Flügel-Abfall. Ab in die Werbung! Zunächst muss ein schicker Name
her. „Chicken Wings“ klingt doch nicht schlecht. Obwohl: Bei „Küken“ ist ja nun
rein gar nichts schon dran... Was soll’s: die meisten wissen ja eh’ nicht, was
das heißt... Lagerfeuer-Romantik (irgendeinen noch nicht vermarkteten
Country-Oldie wird’s schon noch geben) oder einen poppigen Comedy-Spot und
schon wissen die Kinobesucher und Fernsehzuschauer, dass es für sie nur noch
ein Grundnahrungsmittel neben Pommes rot-weiß gibt: die leckeren Chicken Wings.
Und was ist dran - außer knuspriger, meint: verbrannter Haut mit Knochen? Natürlich der Geschmack: Zum ersten die geschmacksknospentötenden scharfen Gewürze, zum anderen die (wozu dann eigentlich noch?) leckeren Dipp-Soßen. Reicht es da nicht, für diese einfach die eigenen Knochen – pardon: Finger zu nehmen. Finger-Food sozusagen?!
......
Alsdorf, im Mai 2003