Ereignisse in der Erd- und Menschheitsgeschichte

(8.010 Eintragungen)

Recherche und Zusammenstellung: Wolfgang Voigt

 

„Niemand weiß, welche Nachricht von Bedeutung ist,

bevor hundert Jahre vergangen sind.“

(FRIEDRICH NIETZSCHE)

Teil 1:

Vom Urknall bis zur Neuzeit

 

  • [15.000.000.000 ???: „Big Bang“ (Urknall): Die Schätzungen der Wissenschaftler schwanken zwischen 10 und 20 Milliarden Jahren; nach neueren Erkenntnissen (1999) tendiert man zu 14 Milliarden Jahren. Der Zustand vor dem Urknall ist als „Vakuum“ charakterisierbar, ein Zustand ohne Raum und Zeit und ohne Materie, aber mit ungeheurer potentieller Energie. Dieses Vakuum „fluktuiert“ vor sich hin; plötzlich explodiert es mit unvorstellbarer Hitze. 10-36 Sekunden nach dem Urknall beträgt die Temperatur 100 Billionen mal 100 Billionen Grad Celsius. Seine Ausdehnung beträgt zu diesem Zeitpunkt nur einen Kubikzentimeter; Quarks, Antiquarks und Photonen wandeln sich ineinander um.]
  • [14.000.000.000: 10-34 Sekunden nach dem Urknall hat sich die Temperatur auf ein Zehntel des ursprünglichen Wertes „abgekühlt“. Bei der Kollision von Quarks und Antiquarks entsteht immer noch Licht, aber einige Quarks bleiben übrig. Sie werden die Ausgangsbausteine für sämtliche Materie des Universums, aufgebaut aus Protonen und Neutronen..]
  • [14.000.000.000: Das Universum kühlt weiter ab. Drei Minuten nach dem Urknall beträgt die Temperatur immerhin noch eine Milliarde Grad Celsius.]
  • [13.999.900.000: Das Universum erreicht die „Betriebstemperatur“ von 4.000 Grad Celsius. Unter diesen Temperaturbedingungen bilden Protonen und Neutronen Atomkerne, die freie Elektronen einfangen; Wasserstoff und Helium entstehen.]
  • 13.600.000.000: Nach Messungen aus dem Jahre 2004 entsteht die Milchstraße und ist damit nur wenig jünger als das Universum selbst.
  • [13.000.000.000: Die ersten Galaxien entstehen, gigantische Ansammlungen von Sternen.]
  • [etwa 13.000.000.000: Der bisher älteste in der Milchstraße entdeckte Planet entsteht. Er wird von Hubble-Astronomen am 10. Juli 2003 im Sternbild des Skorpion entdeckt.]
  • [4.700.000.000: Entstehung unseres Sonnensystems]
  • 4.560.000.000: Entstehung der Erde (durch Zusammenballung von Asteroiden?)
  • 4.560.000.000 bis - 3.800.000.000: Intensives Impaktoren-Bombardement
  • 4.500.000.000: Die Erde hat etwa zwei Drittel der heutigen Größe.
  • 4.500.000.000 - 4.400.000.000: In diesem Zeitraum kollidiert die Erde vermutlich mit einem etwa 1.000 Kilometer großen Himmelskörper, wodurch viel Materie ins Weltall geschleudert wird und in die Erdumlaufbahn gerät. [Nach einer Theorie bildet sich daraus der Mond.] ***** Im Jahre 2003 meinen Mitarbeiter des Max Planck Instituts für Chemie in Mainz sowie der Universitäten Münster und Frankfurt a. M. den Beweis gefunden zu haben, dass der Mond aus der Kollision der Erde mit einem kleineren Planeten entstanden ist; als Begründung führen sie an, dass der Mond offenbar zur Hälfte aus Erdmaterial besteht. Sie datieren das Ereignis allerdings 4,53 Milliarden Jahre zurück. [Auch 4,9 Milliarden Jahre sind im Gespräch.]
  • 4.500.000.000: Zu dieser Zeit rotiert die Erde in ihrer Geschichte am schnellsten um ihre Achse, mehr als doppelt so schnell wie heute. Der Erdentag dauert also etwa 10 bis 12 Stunden. In der Folgezeit wird die Erde durch die Anziehungskraft des Mondes abgebremst. 
  • 4.400.000.000: Zwischen Erde und Mond gibt es in dieser Zeit den geringsten Abstand: weniger als 200.000 Kilometer (heute: rund 384.000 km).
  • 4.400.000.000: Die Oberfläche der Erde erreicht ihren höchsten Temperaturwert mit mindestens 1.600 Grad (Schmelztemperatur von Gesteinen).
  • [4.200.000.000: Älteste bisher auf dem Mond gefundene Steine]
  • 4.000.000.000 - 2.500.000.000: Archaikum
  • 4.000.000.000: Der Beschuss der Erde durch Meteoriten erreicht den Höhepunkt.
  • [4.000.000.000: Auf dem Mond entsteht das „Mare Imbrium“ (Regenmeer) durch einen Meteoriten. Durchmesser des Kraters: etwa 1.000 Kilometer]
  • 4.000.000.000: Die Erdoberfläche kühlt sich auf Temperaturen unter 100 0 C ab.
  • 4.000.000.000: Bildung der ältesten Erdkrustenteile („Urkruste“): Beim Verfestigen werden die enthaltenen Gase in die Uratmosphäre abgegeben. Durch die Aufprallenergie von Meteoriten wird die junge Erdkruste immer wieder aufgeschmolzen; man nimmt an, daß Meteoriten mit einem Durchmesser bis zu 100 Kilometer und einer Geschwindigkeit von etwa 15 km/sec auftreffen.
  • 4.000.000.000: Wasser tritt in flüssiger Form auf. Es stammt zum allergrößten Teil aus den Niederschlägen der wasserdampfgeschwängerten Uratmosphäre
  • 4.000.000.000: Die sich verfestigende Erdkruste bildet durch Faltungsvorgänge Kerne von Urkontinenten, die aus dem sich neu bildenden Meer herausragen (==> Urkratone). Erste Inseln entstehen.
  • 4. - 2.500.000.000: Aus vielfach umgewandelten Gesteinen (Gneise, Granite und Grüngesteine) bauen sich erste massive Festlandkerne, sogenannte Urkratone, auf.
  • [4.000.000.000: Auch die Bildung einer ersten, einfach strukturierten Kruste des Mondes ist weitgehend abgeschlossen. Dies sind die heute helleren Gebiete.]
  • [4. - 3.000.000.000: Auf dem Mond herrscht heftiger Vulkanismus (in den Maria, den heute dunkleren Gebieten).]
  • [3.900.000.000: Auf diese Zeit werden die zwei letzten schweren Meteoriteneinschläge auf dem Mond datiert.]
  • 3.850.000.000: Die Bildung der ältesten heute noch erhaltenen Gesteine beginnt (bis etwa 3.000.000.000).
  • 3.850.000.000: Erste Eisenerze auf dem Meeresboden
  • 3.800.000.000: Erste Kupfererze
  • 3.800.000.000: Die ersten dauerhaften Gesteine der Erde entstehen im Bereich des nord-atlantischen Protokontinents aus basischen Vulkaniten mit einer Mächtigkeit von etwa 3.000 Metern.
  • 3.800.000.000: In den Tiefen der Erdkruste kommt es in Ansammlungen von radioaktiven Elementen zu nuklearen Kernspaltungsprozessen, deren freigesetzte Hitze Gesteine umschmilzt und so riesige Granitdome entstehen lässt.
  • 3.800.000.000: Erstes Leben (Schwefelbakterien) in einer sauerstofflosen Umgebung, andere Quellen: 4.000.000.000; Ende des Azoikums, Beginn des Kryptozoikums
  • 3.760.000.000: Die ersten Kupfererzlager der Erde entstehen im Südwesten Grönlands.
  • 3.750.000.000: Älteste bekannte Sedimentgesteine
  • 3.750.000.000: Erste Chromitlagerstätten
  • 3.500.000.000: Nach Berechnungen des japanischen Forschers TAKAFUMI MATSUI sind zu dieser Zeit unzählige Eiskometen auf der Erde aufgeschlagen und verdampft. Aus den gewaltigen Wolken die daraus entstanden, seien dann über Jahrhunderte viele Billionen Tonnen Regen niedergeprasselt. Dieses Wasser bildete den ersten Ozean. (MATSUI widerspricht damit der allgemeinen Auffassung, dass auf der Erde chemische Reaktionen zur Entstehung von Wasser geführt haben.) [tv Hören und Sehen, Ausgabe 18/03 vom 25.4.2003]
  • 3.500.000.000: „Chemofossilien“ breiten sich stärker aus: Mikroorganismen erzeugen elementaren Schwefel aus Schwefelwasserstoff und betreiben damit Chemosynthese.
  • [3.500.000.000: Das „Mare Imbrium“ auf dem Mond wird durch gewaltige Lavagüsse ausgefüllt.]
  • 3.400.000.000: Cyanobakterien (früher Blaualgen genannt), ohne Zellkern, aber bereits mit Photosynthese [„Mikrofossilien“ als Belege sind von FREEMAN 1992 in Australien entdeckt worden.] Andere Quellen: 3.600.000.000 [Es gibt Wissenschaftler, die behaupten, die Blaualgen seien älter als die Erde, müssten also außerhalb dieser entstanden sein. Bliebe offen, ob sie durch Zufall zur Erde gekommen sind (etwa durch einen Kometen) oder gezielt durch Außerirdische (==> Terraforming).] [hierzu: VON DÄNIKEN, Aussaat und Kosmos]
  • 3.400.000.000: Algenriffe, in Gesteinen Westaustraliens erhalten, weisen auf warmes Klima hin.
  • 3.400.000.000: In den damaligen Ozeanen entstehen die ersten Eisenvorkommen, wahrscheinlich bei untermeerischen vulkanischen Prozessen.
  • 3.200.000.000: Erste Gebirgsbildungen durch Auffaltung von Erdkrustenmassen laufen ab. (==> sogenannte pilbarische, luanysche und uivakische Orogenese) Zu Beginn der Faltengebirgsbildung entstehen riesige Gräben am Meeresgrund. Diese sich langsam mit Sedimenten füllenden Tröge nennt man Geosynklinale.
  • 3.200.000.000 (vielleicht bereits 3.500.000.000): Stromatolithen (2 Meter mächtige Kalkbänke) mit Cyanobakterien und Bakterienresten
  • 3.100.000.000 - 2.900.000.000: Weltweite laurentische Gebirgsbildung
  • 3.100.000.000: Beginn der Entstehung der bedeutendsten Goldlagerstätten der Erde (==> Witwatersrand-Becken in Südafrika)
  • 3.000.000.000: Beginn der Bildung der typischen kontinentalen Erdkruste mit einer Mächtigkeit von 30 bis 35 Kilometern.
  • 3.000.000.000: In Europa entstehen ausgedehnte Kontinentalgebiete. Diesen ältesten Teilen schließen sich bis etwa 1.900.000.000 weite, feste Krustenteile an, was zur Bildung zweier großer Schilde führt: Baltischer Schild und Ukrainischer Schild.
  • 3.000.000.000: Erste Goldlagerstätten
  • 2.800.000.000: Grünalgen (Photosynthese) (==> Sudan-Iron-Formation in Minnesota/USA)
  • 2.700.000.000 - 2.370.000.000: Kenorische oder algomische Gebirgsfaltung in Nordamerika, saamidische Faltung in Europa, Aldan-Faltung in Asien, Anshan-Sangkan-Faltung in China, Dharwar-Faltung in Indien und Shamwa-Faltung in Afrika
  • 2.700.000.000: Die Entstehung von vereinzelten Kalkschichten und Dolomiten setzt ein.
  • [2.600.000.000: Auf dem Mond ereignet sich der letzte große Lavafluß. Er überflutet den Oceanus Procellarum. Seitdem gilt der Mond als „tot“ (inaktiv).]
  • 2.590.000.000: Im nördlichen Teil Nordamerikas entstehen in den folgenden 200 Millionen Jahren Kerngebiete der Erdkruste, die letztlich den Kanadischen Schild bilden.
  • 2.500.000.000 - 1.700.000.000: Unterproterozoikum
  • 2.500.000.000: Der erste Superkontinent ist fertig.
  • 2.500.000.000: Große, maximal 200 Meter tiefe Flachmeere bilden sich heraus. Sie umrahmen entweder das Festland als Schelfgebiete oder sie legen sich als epikontinentale Flachmeere über das Festland. (bis 590.000.000)
  • 2.500.000.000: Das Meerwasser enthält noch extrem wenig mineralischen Bestandteile. Erst durch Festlandserosion und chemische Abtragung späterer Festlandsgesteine werden diese über sich entwickelnde Flüsse in die Ozeane geschwemmt.
  • 2.500.000.000: Über 90 Prozent der irdischen Eisenerze entstehen bis etwa 2.000.000.000.
  • 2.500.000.000: Die Erdatmosphäre kühlt soweit ab, das erstmals Frosttemperaturen erreicht werden; als Folge davon kommt es zu ersten Vereisungen. (==> z.B. Huronische Eiszeit in Kanada von 2.500.000.000 bis 1.900.000.000)
  • 2.500.000.000: Proterozoikum: Im Altproterozoikum vermutlich Abspaltung der ersten primitiven tierischen Organismen von den Algen; im Jungproterozoikum Entstehung der ersten Kontinente; erste Ringelwürmer und andere Wirbellose
  • 2.300.000.000: Sauerstoffproduzierende Blaualgen breiten sich in allen Randmeeren des Urkontinents explosionsartig aus. Der Sauerstoffgehalt des Meerwassers steigt.
  • 2.200.000.000: Die karelischen, moranischen und blezardischen Faltengebirge entstehen. Bis etwa 1.640.000.000 bilden sich auch die penokeischen, eburianischen und stanovoischen heraus.
  • 2.100.000.000: In der Hydrosphäre reichert sich immer mehr Sauerstoff an.
  • 2.000.000.000: Eisenbakterien
  • 2.000.000.000: Sauerstoffgehalt der Atmosphäre erreicht 1 % des heutigen Wertes.
  • 2.000.000.000: Erste Ozonbildung in der Stratosphäre schafft die Voraussetzung für die Abschirmung lebensfeindlicher UV-Strahlung.
  • 2.000.000.000: Auf den Kontinenten setzt die oxidative Verwitterung ein. (==> sogenannte Rotsedimente mit Eisen-2-Oxid)
  • 2.000.000.000: Es herrschen gute Bedingungen für die Bildung von Blei-, Zinn-, Gold-, Kupfer-, Uran-, Chromit- und Platinlagerstätten.
  • 2.000.000.000: Ausgedehnte Flachmeere überfluten den östlichen Teil des Baltischen Schildes.
  • 1.900.000.000: In Südafrika und Kanada entstehen die größten und ältesten erhaltenen Krater, wahrscheinlich durch Meteoriteneinschlag. Die sogenannten Vredefort- und Sudbury-Strukturen haben einen Durchmesser von 140 bis 150 Kilometern.
  • 1.900.000.000: Erste zellkernführende Organismen treten auf, als Ergebnis der Fusion verschiedener Bakterienarten (vgl. auch: Endosymbionten-Hypothese).
  • 1.900.000.000: In Südafrika herrschen weiträumige Vereisungen.
  • 1.850.000.000: Es beginnt die Anlagerung neuer Festlandsmassen an die im Archaikum entstandenen Kontinente, ein Prozess, der bis etwa 1.550.000.000 andauert. In Europa schließen sich die folgenden Festlandteile an die Kerne des Baltischen Schildes an: Der größte Teil Finnlands, Schweden mit Ausnahme seines äußersten Südens und Südwestens, der baltische Landrücken, die mittelrussische Platte und die Wolgaplatte.
  • 1.800.000.000: Beginn Altalgonkium (==> Präkambrium)
  • 1.800.000.000: Der Einschlag eines riesigen Meteoriten führt bei Sudbury in Kanada zur Entstehung der größten Nickellagerstätte der Erde.
  • 1.800.000.000: Die Bildung von lagigen Blei-Zinn-Gold-Kupfer-Vorkommen erreicht weltweit ein erdgeschichtliches Maximum.
  • 1.800.000.000: In den Rotsedimenten der Waterberg-Schichten im südafrikanischen Transvaal fossilieren die Spuren großer Regentropfen. Es sind die ältesten überlieferten Zeugen von Regen auf der Erde.
  • 1.700.000.000 - 900.000.000: Mittelproterozoikum
  • 1.700.000.000: Die Bildung des Westafrikanischen Kratons und des Kongo-Kratons ist abgeschlossen. (Kratone sind starre Schollen im Bereich der Erdkruste.)
  • 1.700.000.000: Die erste Phase der Entwicklung von Titanlagerstätten beginnt (bis etwa 1.100.000.000). Titanerze sind magmatischen Ursprungs und deshalb an tektonisch unruhige Epochen gebunden.
  • 1.600.000.000: Die Bildung Nordwestschottlands mit der Inselgruppe Hebriden vollzieht sich. Ansonsten fehlt Westeuropa noch gänzlich.
  • 1.550.000.000: Die Festlandsmasse Südschwedens bildet sich. Die skandinavische Festlandbildung setzt sich bis in das Mittelproterozoikum fort.
  • 1.500.000.000: Wahrscheinlich tritt das erste Mal das Phänomen der sexuellen Fortpflanzung auf. Voraussetzung hierfür ist die vorangegangene Entwicklung von Eukaryoten unter den Einzellern.
  • 1.500.000.000: Als frühe Formen tierischen Lebens sind Fossilien aus dem Stamm der Schwämme nachweisbar.
  • 1.100.000.000: Beginn: Jungalgonkium (==> Präkambrium)
  • 1.000.000.000: Im Gebiet von Zaire und Sambia entstehen ausgedehnte, reiche Erzlagerstätten mit Kupfer, Kobalt und Uran. (==> „Kupfergürtel“)
  • 1.000.000.000: Der ursprünglich hohe Gehalt der Atmosphäre an Kohlenstoffdioxyd (etwa 10 %) sinkt ungefähr auf den heutigen Wert (0,03 %).
  • 900.000.000 - 590.000.000: Oberproterozoikum
  • 900.000.000: Allmählich bildet sich der Mechanismus der Plattentektonik heraus, der noch heute das Bild der Kontinente bestimmt.
  • 900.000.000: Erstmals treten nachweisbar tierische Einzeller (Protozoa) in Erscheinung, sogenannte Wurzelfüßler (Rhizopoda). In Namibia fossilieren auch erste überlieferte mehrzellige Organisationsformen tierischen Lebens (Metazoa). Die ersten einfachen Formen von Nesseltieren entwickeln sich.
  • 900.000.000: Beginn der Bildung erster noch unbedeutender Erdöllagerstätten in den Meeressedimenten
  • 800.000.000: Phase intensiver Faltengebirgsbildung (==> Satpura-Orogenese)
  • 800.000.000: Neben regional begrenzten warmen Klimaten kommt es in den nächsten rund 300 Millionen Jahren zu ausgeprägten  lang anhaltenden und ausgedehnten Vereisungen.
  • 700.000.000: Ausbildung der Urkontinente und Urozeane
  • 650.000.000: Katanganische und avalonische Gebirgsbildung
  • 650.000.000: Skelettlose, mehrzellige Organismen, die man zu den Hohltieren und Ringelwürmern rechnet (==> Südaustralien, vgl. Ediacara-Fauna!)
  • 620.000.000: Die norwegischen Hochgebirge entstehen.
  • 600.000.000: Die Erde driftet in eine gigantische Wolke aus Sternenstaub. Sie ist so schwer wie 100 Millionen Sonnen. Abermilliarden von Staubpartikeln gelangen in die Atmosphäre, verschlucken alles Sonnenlicht und hüllen die Erde in eine Millionen Jahre dauernde Polarnacht.
  • 600.000.000: Der größte Teil der Erde ist von Inlandeis bedeckt.
  • [600 - 590.000.000: Im erdgeschichtlichen Kalender, der anhand von Gesteinsschichten vorliegt, entsteht eine Lücke, da in der zeitlichen Abfolge der Sedimente Schichten aus dieser Zeit fehlen. ==> Ursache: globale Vereisung?]
  • 590.000.000: Beginn Kambrium (==> Paläozoikum): Weiteres Vordringen des Meeres, Ausbildung der Kaledonischen Geosynklinale, Magmatismus; die Landmassen bilden fünf große Kontinentalschollen: Laurentia, den Europäischen Kraton, den Sibirischen Kraton, den Ostasiatischen Kraton und den riesigen Südkontinent Gondwana.
  • 590.000.000 - 545.000.000: Unterkambrium

·        590.000.000 (evtl. bereits im Präkambrium): erste Vielzeller ohne Skelett im Flachmeer (Ediacara-Fauna, benannt nach dem Fundort in den südaustralischen Flinder Ranges); es handelt sich um die erste weltweit verbreitete, sichtbare Fauna; in quarzitischen Gesteinen findet man die Abdrücke von wurm- und seefederartigen Lebewesen; ursprünglich glaubt man außerdem Quallen entdeckt zu haben, die man aber neuerdings auch als Urflechten interpretiert. ALEXANDER und EDITH TOLLMANN zu den Funden: „... wie die Vision einer Tierwelt auf einem fremden Planeten...“

  • 590.000.000: Es beginnt die Entwicklung der fünf Haupttypen unter den wasser-bewohnenden Weichtieren (Mollusken): Käferschnecken, Schnecken, Muscheln, Kopffüßer und Grabfüßer.
  • 590.000.000: Wahrscheinlich treten zu dieser Zeit erstmals frühe Formen von Chordatieren auf. Sie gehören zur Klasse der sogenannten Kieferlosen (Agnatha), deren Existenz erst im Oberkambrium wirklich gesichert ist. Diese frühen Vertreter sterben bereits im Devon wieder aus.

·        570.000.000: Aussterben der Ediacara-Fauna: Als Ursache wird eine Katastrophe vermutet, deren Auslöser aus dem Kosmos kommt.

·        551.000.000: Gewaltige Gletscher bedecken die Erde von den Polen bis zum Äquator. 4.000 bis 5.000 Meter mächtige Eismassen türmen sich auf. Nur wo glutflüssiges Magma an die Erdoberfläche quillt, kann die Hitze die Macht des Eises brechen.

·        550.000.000: Gase aus Vulkanen starten einen Treibhauseffekt und verstärken die Wirkung der Vulkanhitze zehnfach; die Temperatur auf der Erde steigt um 50 Grad.

  • 545.000.000 - 520.000.000: Mittelkambrium
  • 545.000.000: Mit dem Einsetzen der Plattentektonik kommt es an den Plattengrenzen zur Entstehung vulkanischer Inselbögen und zu untermeerischem Vulkanismus. Hier bilden sich vielfältige Lagerstätten in Tiefengesteinen (Plutoniten) und an den Rändern von Meeresgräben (Geosynklinalen), welche in dieser Zeit als Gürtel weitgehend miteinander in Verbindung sind.
  • 545.000.000: In der Antarktis bilden sich Riffkalke bis zu 4.000 Meter Mächtigkeit, 1.000 Meter sind es bei australischen Riffen. Das deutet auf warmes Klima hin.
  • 545.000.000: Erstmals treten Protarthropoda auf, gleichmäßig segmentierte Wirbellose, welche Übergangsformen zwischen den Ringelwürmern und den Gliederfüßern darstellen. (==> Bärtierchen)
  • 545.000.000: In British Columbia (Kanada) beginnt die Sedimentation des berühmten Fossilvorkommens des Burgess-Schiefers. Über 100 verschiedene Tiergattungen werden hierin eingeschlossen.
  • 536.000.000: explosive Entfaltung von Schwämmen, Armfüßern, Trilobiten, Stachelhäutern, Chordatieren; „Erfindung“ von kalkigen Stützskeletten; an den Küsten wachsen mächtige Kalkriffe; in Küstennähe gibt es vermutlich schon feine Rasen von Mikroalgen.
  • 520.000.000 - 500.000.000: Oberkambrium
  • 520.000.000: Es beginnt eine Zeit mit intensiver Plattentektonik im Bereich der Erdkruste. Sechs große und mehrere kleinere starre Platten bewegen sich gegeneinander. Es kommt dabei zu bedeutenden Horizontalverschiebungen, zur Bildung von Geosynklinalen, zu Gebirgsfaltungen und lokal zu heftigen vulkanischen und magmatischen Erscheinungen. Es entstehen weite neue Ozeandecken und vielfältige Minerallagerstätten (Chromit, Kupferkies, Pyrit, Flußspat, Baryt, Wismut-, Antimon-, Arsen-, Wolfram- und Molybdänerze, Quecksilber, Gold und andere).
  • 510.000.000: Salzlager in Sibirien und Indien belegen in diesen Bereichen Wüstenklima.
  • 500.000.000: Beginn Ordovizium (==> Paläozoikum) mit fortschreitender Meeresüberflutung und lebhaftem Vulkanismus, weitere Entfaltung des Lebens im Meer; zwischen bizarren Seelilien und kolonienbildenden Graptolithen schwimmen als erste Wirbeltiere kieferlose Panzerfische (siehe unten!)
  • 500.000.000 - 480.000.000: Unterordovizium
  • 500.000.000: Dinoflagellaten, mikroskopisch kleine Algen mit einer Chitinhülle, lassen sich erstmals fossil in Sedimenten nachweisen. Sie besitzen meist zwei Geißeln.
  • 500.000.000: Die sardische Faltengebirgsbildung, auch bekannt als böhmische Phase der kaledonischen Orogenese, läuft ab.
  • 480.000.000 - 460.000.000: Mittelordovizium
  • 480.000.000: Der Südpol der Erde liegt etwa in Zentralafrika östlich des Golfes von Guinea. Der Äquator verläuft demnach durch Nordamerika und Europa.
  • 480.000.000: Erstmals entstehen weltweit in größerem Umfang Erdöl- und Erdgaslager.
  • 464.000.000: Kopffüßer (Orthoceren)
  • 460.000.000 - 440.000.000: Oberordovizium
  • 460.000.000: Es beginnt eine etwa 20 Millionen Jahre dauernde Zeit, in der sich auf der Nordhalbkugel hohe Gebirge auffalten. Sie gehören zu der kaledonischen Orogenese, bei der auch die Landmassen Nordamerikas, Grönlands und Nordeuropas zusammengeschweißt werden.
  • 450.000.000: erste Wirbeltiere
  • 439.000.000: Spätordovic-Impakt (Iridium; Massensterben)
  • 438.000.000: Beginn Silur (==> Paläozoikum): Weiträumige Senkungen und Meeresüberflutungen; Beginn der Auffaltung der Appalachen. Ende Silur: Auffaltung der „Kaledonischen Alpen“ in Europa; lebhafter Magmatismus; an den Küsten breiten sich mächtige Korallenriffe aus; so entsteht etwa das Niagara-Riff, über das heute die Niagara-Wasserfälle in die Tiefe stürzen. Im Süßwasser kriechen riesige „See-Skorpione“. Erste primitive Landpflanzen treten auf.
  • 438.000.000 - 420.000.000: Untersilur
  • 438.000.000: Im Silur kommt es zur größten Meeresüberflutung aller Zeiten in Deutschland. Das Meer erstreckt sich von Hamburg bis München und von Saarbrücken bis über Frankfurt/Oder hinaus.
  • 436.000.000: Die ersten Spinnen leben an Land.
  • 425.000.000: Entfaltung von Graptolithen, Korallen, Seelilien, Fischen (Stachelhaien)
  • 420.000.000 - 408.000.000: Obersilur
  • 420.000.000: Die Festlandmassen der Erde verteilen sich jetzt auf zwei Großkontinente, einen Nord- und einen Südkontinent.
  • 420.000.000: Nach der vorübergehenden Überflutung (Transgression) im vorangegangenen Untersilur bilden sich im Verlaufe der nächsten 10 Millionen Jahre in Nordamerika durch Eindampfen weiter Meeresbecken bedeutende Salzlagerstätten. Vergleichbare Salzbildungsprozesse laufen im Bereich Sibiriens und in weiten Teilen der Russischen Tafel ab.
  • 420.000.000: Vermutlich reicht der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre ab jetzt aus, um eine Ozonschicht als Schutz gegen UV-Strahlung aufzubauen.
  • 420.000.000: erste Landpflanzen (Nacktpflanzen) und -tiere (Skorpione);  bei der Klasse der echten Fischen treten jetzt auch Knochenfische auf.
  • 420.000.000: In einer Gesteinsschicht aus dieser Zeit wird 1991 in Westaustralien das älteste bekannte Insekt entdeckt; es handelt sich um ein Euthycarcinoid, das einer Garnele ähnelt und im Süßwasser auf Raub ausgegangen ist.
  • 418.000.000: Das Gebirgssystem der Ardennen faltet sich auf, womit die Ära der Kaledonischen Gebirgsbildung ihr Ende findet.
  • 410.000.000: In den nächsten 50 Millionen Jahren kommt es in Europa immer wieder zu gewaltigen untermeerischen Vulkanausbrüchen.
  • 410.000.000: Mit dem Auftreten der Urfarne endet die sogenannte Algenzeit, in der die Algen die einzigen pflanzlichen Lebewesen dargestellt haben. Blattlose Urfarnarten sind es auch, welche das Festland erobern.
  • 410.000.000: In der Klasse der Kopffüßer entwickelt sich die neue Unterklasse der Tintenfische.
  • 408.000.000: Lungenfische entwickeln sich neu. Quastenflosser treten sehr artenreich in Erscheinung. Wo Flüsse und Seen zeitweise austrocknen, graben sie sich in feuchten Schlamm ein und atmen durch eine enge Atemröhre.
  • 408.000.000: Erste Insekten im weiteren Sinne treten in Form der Springschwänze auf. Diese flügellosen Sechsbeiner, die heutigen Silberfischchen ähneln, leben hauptsächlich in feuchtem Erdreich.
  • 408.000.000: Beginn Devon (==> Paläozoikum): Nord- und Osteuropa sind durch die Kaledonische Gebirgsbildung mit Amerika zu einem Großkontinent (Old Red) verbunden; Ausbildung der variskischen Geosynklinale; lebhafter Magmatismus; auf dem Festland, das stark überflutet ist, wachsen dichte Wälder von bärlappähnlichen Bäumen; erste flügellose Insekten krabbeln im Unterholz, außerdem gibt es Skorpione, Tausendfüßer und Spinnen. Ausschließlich auf das Devon beschränkt, für diese Zeit aber sehr typisch ist die verbreitete Klasse der Panzerfische.
  • 408.000.000: Die Mitteldeutsche Schwelle erscheint. Sie erstreckt sich von Nordost nach Südwest und verläuft zwischen Harz und Thüringer Wald, Kellerwald und Frankenwald, Taunus und den oberrheinischen Gebirgen. (Sie ist geologisch die Aneinanderreihung von mehreren Einzelschwellen.)
  • 408.000.000 - 390.000.000: Unterdevon mit Gedinne, Siegen, Ems
  • 390.000.000 - 375.000.000: Mitteldevon mit Eifel und Givet
  • 390.000.000: Mit dem Mitteldevon setzt weltweit eine intensive Bildung von Blei-, Zink- und Silberlagerstätten in Tongesteinen ein. Sie dauert bis zum Ende des Karbons an.
  • 390.000.000: Die Tausendfüßer entwickeln sich als Tracheenatmer auf dem Land.
  • 390.000.000: Auf dem Nordkontinent beginnt eine rasante Weiterentwicklung der Landpflanzen: Schachtelhalme, Bärlappe und erste Farngewächse breiten sich aus; es entsteht die charakteristische Mitteldevon-Flora. Erste Schuppenbäume  aus der Gattung Lepidodendropsis treten auf; im Karbon werden diese zu Kohlebildnern.
  • 390.000.000: Die Graptolithen sterben aus.
  • 390.000.000: Die allerersten Ammoniten treten auf.
  • 380.000.000: Ichthyostega, ein 1 m langes Tier mit Fischschwanz und vier Gliedmaßen tritt in Australien als erstes sicheres Amphibium der Erdgeschichte auf. Es ist damit auch das allererste Wirbeltier, welches das Wasser verlässt.
  • 375.000.000 - 360.000.000: Oberdevon mit Adorf, Nehden und Dasberg
  • 375.000.000: Im Oberdevon bleibt das Klima weltweit warm, ändert sich aber, was die Luftfeuchtigkeit angeht. Es wechselt von trocken-warm zu feucht-warm, was eine ideale Voraussetzung für die fortschreitende Eroberung des Festlandes durch Pflanzen und Tiere bedeutet.
  • 375.000.000: Erste geflügelte Insekten erscheinen und erobern als erste Lebewesen aktiv den Luftraum.
  • 371.000.000: Die ersten echten Haie aus der Klasse der Knorpelfische erobern die Meere. Diese Großraubfísche verändern in kurzer Zeit die Nahrungskette.
  • 367.000.000: Frasnien/Famennien-Grenzimpakt (Massensterben)
  • 360.000.000: Die Nacktpflanzen, die Erstbesiedler der Festlandes, sterben aus.
  • 360.000.000: Erste echte Amphibienarten, reiche Fischfauna; Urfarne, Schachtelhalme und mit der Klasse der Lebermoose die ersten Moose überhaupt
  • 360.000.000: Beginn Karbon (==> Paläozoikum): Australien, Südamerika, Afrika, Indien und Antarktis bilden noch den Riesenkontinent „Gondwana“ (benannt nach der indischen Landschaft „Gond“); diese Landmasse trennt sich von „Laurasien“, das nach Norden driftet, während Gondwana nach Süden wandert und eine Eiszeit erlebt. Variskische Gebirgsbildung; in den Rand- und Innensenken der neu entstandenen Gebirge bilden sich aus üppigen Sumpfwäldern zunächst Torf, später (Stein-) Kohlenlager; reger Vulkanismus in den Gebieten der variskischen Gebirgsbildung
  • 360.000.000 - 325.000.000: Unterkarbon/Dinant mit Tournai und Visé
  • 360.000.000: Die Hauptmasse des Appalachischen Gebirges entsteht.
  • 360.000.000: In Schottland fossilieren Lebermoose (Hepaticae), wohl die ersten Moose überhaupt.
  • 355.000.000: Die ersten Belemniten treten auf.
  • 350.000.000: Die Atmosphäre weist den heutigen Sauerstoffgehalt auf.
  • 340.000.000: Trotz intensiver Faltengebirgsbildung in der Folgezeit sind im Herzen Europas weite Teile des Kontinents mit Flachmeeren bedeckt.
  • 325.000.000 - 290.000.000: Oberkarbon/Siles mit Namur, Westfal und Stefan
  • 325. - 290.000.000: In Europa beginnt die Endphase der variskischen Gebirgsbildungsära.
  • 325.000.000: In der Folgezeit herrscht weltweit Geokratie, das heißt: Die Festlandmassen herrschen gegenüber den Ozeanen vor. Auf dem Südkontinent herrscht kaltes Klima. Es kommt zu umfangreichen Vereisungen. Das Zentrum eines gewaltigen Eisschildes liegt wahrscheinlich im nördlichen Transvaal, in Simbabwe und Sambia. Andere Zentren  sind im heutigen Indischen Ozean und in Namibia nachzuweisen, von wo die Gletscher bis auf den südamerikanischen Kontinent reichen. Außerdem sind weite Teile der Antarktis und Australiens von Eis bedeckt. Auf der Nordhalbkugel herrscht dagegen feuchtwarmes Klima, besonders zu Beginn des Oberkarbons ist es niederschlagsreich. Mächtige marine Kalkablagerungen entstehen vor allem in der heutigen Arktis sowie in Osteuropa, in Zentral- und Ostasien sowie in Nordamerika. Auf den Festlandsgebieten erstrecken sich ausgedehnte Sumpfmoore.
  • 325.000.000: Der Südpol wandert aus der Nähe Südamerikas in die Nähe Australiens.
  • 325.000.000: Farn- und Schachtelhalmwälder; in Australien sterben die Bärlappe und werden durch Farne ersetzt; Insekten- und Reptilien-Entfaltung, darunter Libellen mit 75 cm Spannweite
  • 325.000.000: Mit den Pelycosauriern entwickeln sich neuartige Reptilien, die Synapsiden oder säugetierähnlichen Reptilien.
  • 320. - 310.000.000: In Europa entwickeln sich erste Gymnospermen (= Nacktsamer: samenproduzierende Nadelbäume mit Windbestäubung). Außerdem treten die ersten echten Farne (Filicales) auf.
  • 300.000.000: Als Abzweig des Weltmeeres (Panthalassa) schiebt sich in tropischer bis subtropischer Breite ein schmaler Meeresast zwischen den Südkontinent Gondwana und den Nordkontinent Laurasia. Das Urmittelmeer Tethys entsteht. Ab der Trias gelangt es zu großer erdgeschichtlicher Bedeutung.
  • 300.000.000: Im Bereich der heutigen Alpen erstreckt sich ein gewaltiges Binnenmeer.
  • 300.000.000: Amphibien verlassen das Wasser
  • 300.000.000: Im Bereich des heutigen europäischen Steinkohlenreviers erstreckt sich eine riesige Wald-Sumpf-Moor-Landschaft. Unter tropischen Klimabedingungen wachsen hier bis zu 50 Meter hohe Schuppen- und Siegelbäume, baumartige Farne und Schachtelhalme. Sie sind Millionen Jahre später die materielle Grundlage für den Inkohlungsprozeß.
  • 290.000.000: Bei einem Vulkanausbruch werden Pflanzen verschüttet die später – anatomisch einwandfrei erhalten – beim Steinkohleabbau wieder entdeckt werden. Als „Versteinerter Wald“ stehen sie heute vor dem Theater in Chemnitz.
  • 290.000.000: Die Riesenspinne Megarachne hat einen 34 Zentimeter langen Körper mit einer Spannweite der Beine von 50 Zentimeter.
  • 290.000.000: Zwischen Südafrika und Südamerika öffnet sich eine Meeresbucht, vielleicht die Geburtsstunde des Atlantiks.
  • 290.000.000: Die Panzerfische sterben aus.
  • 290.000.000: Erste Käfer treten auf. Sie werden einmal zur umfangreichsten Tiergruppe der Erde.
  • 286.000.000: Beginn Perm (==> Paläozoikum): Der Urkontinent Pangaea reicht von Pol zu Pol. Ausbildung der Tethys, Auffaltung des Urals; lebhafter Vulkanismus in den Gebieten der variskischen Gebirgsbildung; Beginn der Abtragung des variskischen Gebirges; auf der Nordhalbkugel wüstenhaftes Klima, Bildung mächtiger Salz- und Kalilager; Verwandte des heutigen Ginkgo und erste Nadelbäume breiten sich stark aus; Auftreten zahlreicher hochentwickelter Reptilien, dabei die Ordnung der Theriodontier, unter denen sich wahrscheinlich auch die Vorfahren der Säugetiere befinden.
  • 286.000.000 - 270.000.000: Unterperm/Rotliegendes
  • 286.000.000: Im Unterperm wird das Klima vor allem auf der Nordhalbkugel zunehmend trocken. Wüsten, Salzlagunen und Salzseen entwickeln sich, in ihrem Gefolge Steinsalz- und Kalilager.
  • 270.000.000 - 240.000.000: Oberperm/Zechstein
  • 270.000.000: Der Riesenkontinent Pangaea erreicht seine größte Ausdehnung (bis etwa 250.000.000).
  • 270.000.000: In den nächsten 20 Millionen Jahren entstehen in den ausgedehnten permischen Beckengebieten Europas, Nordamerikas und Sibiriens die bedeutendsten Salzlager der gesamten Erdgeschichte.
  • 270.000.000: Mit trockenem Landklima beginnt weltweit die erste rapide Entwicklung der Reptilien.
  • 250. - 210.000.000: In der Antarktis gedeiht eine reiche Flora.
  • 250.000.000: Gealtige Kräfte aus dem Erdinneren zerreißen den Urkontinent Gondwana. Zu diesem Zeitpunkt liegt die Quelle des Amazonas in Afrika und die Mündung an der Westküste des heutigen Südamerikas. (Heute noch leben Delphine, Haie und Rochen am Oberlauf des Amazonas, 3.500 Kilometer entfernt vom Meer.)
  • 250.000.000: Mit großer Artenzahl erscheinen die Dekapoden, die Zehnfüßer unter den Krebsen.
  • 245.000.000: Perm-Impakt (ca. 93 % der Arten sterben aus, darunter frühe Korallen und die Trilobiten!)
  • 245.000.000: Der älteste fossil belegte Frosch (Triadobatrachus) lebt auf Madagaskar
  • 245.000.000: In Südafrika und der Antarktis lebt Lystrosaurus, ein Reptil mit Säugetiermerkmalen.
  • 243.000.000: In Australien entstehen bedeutende Kohlenflöze.
  • 243.000.000: In verschiedenen Teilen Europas entstehen große Erdgaslager. Die dichten Sedimente der Muschelkalks legen sich über die porösen Sandsteine des Buntsandsteins und schließen sie und die Dolomite des Zechsteins nach oben hin ab. So entstehen Fallen für die aus der Kohle der Karbon- und Unterpermschichten austretenden Gase. (==> Erdgaslager im Thüringer Becken bei Mühlhausen und Langensalza, im Bereich des Dollart und vor allem im Nordseebecken.)
  • 240.000.000: Beginn Trias („Dreiheit“) mit Buntsandstein/Skyth, Muschelkalk und Keuper (==> Mesozoikum): Abtragung des Variskischen Gebirges und Ablagerung  des Abtragungsschuttes in den Geosynklinalen. Fische und Amphibien; Kalkalgen; erste Säuger; Ammoniten
  • 240.000.000: erste Landsaurier; erste echte Ginkgogewächse, Palmfarne und weiterentwickelte Nadelhölzer
  • 230.000.000: Pangaea bricht auseinander, begleitet von verstärktem Vulkanismus mit sehr hohem CO2-Ausstoß (vier- bis achtmal soviel Kohlenstoffdioxyd wie heute), Treibhauseffekt; Nacktsamer erobern das Festland
  • 230.000.000: Wo sich heute die Dolomiten (mit einer Länge von 150 Kilometer und 80 Kilometer Breite) erstrecken, liegt ein blaues Meer mit Vulkanen und Korallenriffs.
  • 230.000.000: Entfaltung von Land- und Meeressauriern, erste Säuger-Vorfahren (eierlegend mit spärlichem Haarkleid, bis Rattengröße); der säugerähnliche Lystrosaurus breitet sich aus.
  • 220.000.000: In Afrika (Lesotho) und Europa (England und Deutschland) lassen sich erstmalig Säugetiere der Unterklasse Prototheria nachweisen.
  • 220.000.000: Das wohl größte Tier dieser Zeit ist das in Mitteleuropa lebende Amphibium Mastodonsaurus gigantaeus mit einer Länge von etwa 3 Metern.
  • 220.000.000: Im Bereich des heutigen Texas lebt der etwa fasanengroße Vorzeitvogel Protoavis texensis
  • 218.000.000: Im Dachsteinkalk der nordöstlichen Kalkalpen beginnt die Bildung von teilweise recht ausgedehnten Karstlandschaften mit größeren Höhlensystemen. In ihrem Inneren lagern sich später feine Sedimente ab, welche die Höhlen stabilisieren und vor dem Einsturz bewahren.
  • 210.000.000: Mit dem ersten Auftreten der Tüpfelfarngewächse (Polypodiaceae) erscheint die bedeutendste aller Farnfamilien.
  • 210.000.000: Erste Zweiflügler (Diptera) entwickeln sich. Erstmals erscheinen unter den Insekten auch die Ohrwürmer.
  • 210.000.000: Erste Meereskrokodile erscheinen.
  • 210.000.000: Seelilien und Haarsterne sterben aus.
  • 210.000.000: In den Meeren treten erstmals gesteinsbildende Organismen auf.  Es sind Kieselalgen oder Diatomeen aus dem Stamm der Chrysophyta.
  • 208.000.000: Endtrias-Aussterben (ca. 63 % der Arten sterben aus!)
  • 195.000.000: Beginn Jura mit Schwarzer Jura/Lias, Brauner Jura/Dogger und Weißer Jura/Malm (==> Mesozoikum): Weite Räume sinken ab und werden vom Meer überflutet; Beginn der Auffaltung der Kordilleren in Nordamerika; es ist die große Zeit der Ammoniten und Belemniten; große pflanzenfressende Saurier entwickeln sich; Flug- und Dinosaurier kommen auf; in den Koniferen-Wäldern Europas flattert Archaeopteryx; es breiten sich Bäume aus, die Zapfen tragen; auch erste echte Laubbäume (Angiospermae)
  • 193.000.000: Pliensbach-Aussterben (ca. 33 % der Arten sterben aus!)
  • 184.000.000: Die Südkontinente, bis auf die Trennung von Südamerika und Afrika noch weitgehend im Gondwana-Komplex zusammengefasst, driften bei gleichzeitiger geringer Drehung im Uhrzeigersinn südwärts. Im antarktischen Graham-Land gedeihen üppige Wälder aus Farnen, palmenähnlichen Gewächsen und Koniferen.
  • 184.000.000: In Europa beginnt eine Zeit mit einem tropischen Klima mit jährlichem Wechsel von ausgeprägten Trocken- und Regenzeiten. Unter diesen Bedingungen bilden sich bedeutende Bauxit-(Aluminiumoxid-)Lager in Südfrankreich, im Harzvorland, in Ungarn, in der Herzegowina und im Ural. (bis 140.000.000)
  • 184.000.000: In Westeuropa sind langhalsige Reptilien der Gattung Plesiosaurus mit über 90 Arten verbreitet. Diese marinen Fischräuber erreichen eine Länge von bis zu 14 Metern.
  • 184.000.000: Mit der Ordnung der Eupantotheria erscheinen die ersten gemeinsamen Vorfahren der meisten modernen Säugetiere.
  • 180.000.000: Lias/Dogger-Grenzimpakt
  • 180.000.000: Im Bereich des Atlantik beginnt der Meeresboden auseinander zu wandern, wobei Amerika einerseits sowie Europa und Afrika andererseits voneinander weggedrückt werden. Ursprünglich haben diese einen einheitlichen Kontinent gebildet.
  • [175.000.000: Nach Auffassung der sowjetrussischen Wissenschaftler KOWAL und SENKAWITSCH geht der hypothetische Planet Phaeton zu Bruch (Reste in der Präsenz des Asteroidengürtels?).]
  • 160. - 125.000.000: Das Auseinanderdriften der sogenannten Gondwana-Kontinente führt zum Ausströmen gewaltiger Lavamassen.
  • 160.000.000: Das Mitteldeutsche Land hebt sich und taucht aus dem Flachmeer auf. Spessart, Rhön und Thüringer Wald werden dabei zu Festlandsgebieten.
  • 160.000.000: Die Knochenfische entwickeln sich zu den modernen Fischen weiter.
  • 160.000.000: Der Oberjura (bis 140.000.000) ist die Blütezeit der großen fleischfressenden Dinosaurier aus der Unterordnung der Theropoda. Auch pflanzenfressende Saurier breiten sich wegen des ausgeglichenen Klimas und bestehender kontinentaler Wanderwege über die ganze Erde aus. Zu den Pflanzenfressern dieser Zeit gehört auch der 22 Meter lange Mamenchisaurus hochuanensis, der in Asien zu Hause ist.
  • 160.000.000: Erste echte Eidechsen leben auf den Nordkontinenten.
  • 150.000.000: Archaeopteryx lithographica tritt vermutlich das erste Mal in Erscheinung.
  • 150.000.000: Madagaskar beginnt sich von Afrika zu trennen. (andere Quelle: 120.000.000)
  • 150.000.000: Die Lungenschnecken entwickeln sich und erobern das Land.
  • 150.000.000: Die Meereskrokodile sterben aus.
  • 144.000.000: Obermalm-Aussterben (ca. 31 % der Arten sterben aus!)
  • 140.000.000: Die Driftbewegung der Südkontinente beschleunigt sich. Dies bewirkt ein rasches Auseinanderfallen des Gondwanagebietes (bis 66.000.000).
  • 140.000.000: Erste Schlangen entwickeln sich.
  • 140.000.000: Bei verschiedenen Gruppen des Tierreiches kommt es zu Riesenwuchs; die Ursachen hierfür sind unklar. (=> z.B. bei Muscheln, Ammoniten und Sauriern)
  • 140.000.000: In den Meeren entwickeln sich erste Porzellanschnecken.
  • 135.000.000: Beginn Kreide mit Unter- und Oberkreide (=> Mesozoikum): Das Meer erreicht seine größte Ausdehnung während der gesamten Erdgeschichte. Der Zerfall von Gondwana beginnt, die Antarktis ist bereits in Polposition, Australien und Südamerika sind aber noch mit ihr verbunden. Die Kernzonen der Alpen und Dinariden falten sich auf. In Nordamerika entsteht das Felsengebirge, in Südamerika bilden sich die Anden. Meeresrückzug am Ende der Kreide. Amerika, Afrika, Madagaskar und Vorderindien nehmen etwa ihre heutige Gestalt an. In der Kreidezeit entwickeln sich Beuteltiere in Nordamerika und wandern über Südamerika bis nach Australien; erste Blütenpflanzen (Gräser, Weiden, Pappeln); bei den Laubbäumen entwickeln sich Palmen, Magnolien, Platanen, Pappeln und Eichen.
  • 135.000.000: erste Vögel
  • 130.000.000 - 50.000.000: Insektenfresser, die mit den frühesten Primaten eng verwandt sind und den heute in Asien lebenden Spitzhörnchen (Tupajas) ähneln (=> Merkmale der Herrentiere: Ohrenform, Gehirnbau; Daumen und Großzehe abspreizbar)
  • 113.000.000: Apt-Aussterben (ca. 31 % der Arten sterben aus!)
  • 110.000.000: erste Angiospermen (= Bedecktsamer); mit den echten Blütenpflanzen entwickeln sich die Insekten zur formenreichsten Tiergruppe (häufig: Coevolution).
  • 100.000.000: Faltengebirge entstehen im Alpenraum, in den Dinariden, den Karpaten, in Transkaukasien und Südchina sowie an der Westseite von Nord- und Südamerika.
  • 100.000.000: In Nord- und Südamerika entwickeln sich die ersten Beuteltiere. (=> Rattenbeutler, zu denen auch das heutige Opossum gehört)
  • 97.000.000: Ab dieser Zeit schaffen Bewegungen der Erdkruste zum zweiten Male in der Erdgeschichte Voraussetzungen für die Bildung von Titanlagerstätten.
  • 97.000.000: In der Oberkreide entwickeln sich bei den Pflanzen neue Wuchsformen. So tritt eine reichhaltige Strauchvegetation neu auf, die mit der Entwicklung erster Laubwälder einhergeht.
  • 97.000.000: Es beginnt die Zeit der Mosasaurier (Verwandte der Warane), welche die ökologische Nische besetzen, die von den ausgestorbenen Meereskrokodilen freigemacht worden ist. Sie sind ausschließlich in der Oberkreide verbreitet und bevölkern die küstennahen Meeresgebiete Europas und Nordamerikas.
  • 97.000.000: In der Oberkreide leben bis zu ihrem Untergang unter den Sauriern so markante Vertreter wie der Entenschnabel-Dinosaurier, einer der größten Pflanzenfresser dieser Zeit, die bis zu 9 Meter langen und 10 Tonnen schweren Vertreter der Gattung Triceratops (Horndinosaurier) und die gepanzerten Stegosaurier.
  • 97.000.000: In Nordamerika beginnt die Entwicklung der größten Meeresschildkröten aller Zeiten (bis 4 Meter lang). Erstmals verlängern sich Finger und Zehen und werden zu Schwimmflossen umgestaltet. Die Rückenpanzerung wird erheblich dünnwandiger, die Tiere dadurch auch relativ leichter. (bis 66.000.000)
  • 97.000.000: Die Verbreitung der Neornithes („Neuen Vögel“) setzt ein (bis 66.000.000). Sie ähneln schon weitgehend den heutigen Vögeln, besitzen aber noch Zähne.
  • 97.000.000: In der Sahara breiten sich ausgedehnte Nadelwälder aus.
  • 97.000.000: An den Ufern von Flüssen, Seen und Tümpeln wachsen erste Gräser. Ein neuer Lebensraumtyp, die Sumpfwiese entsteht.
  • 91.000.000: Cenoman-Aussterben (ca. 33 % der Arten sterben aus!)
  • 80.000.000: Die Insel Hawaii beginnt zu wandern. (Bisher ist sie Teil Sibiriens gewesen.) Eine riesige Magmablase schiebt sie vor sich her. Der Prozess dauert bis heute an. Jährlich wird sie um 25 Zentimeter vorwärtsbewegt.
  • 80.000.000: In Nordamerika lebt ein großer Flugsaurier mit einer Flügelspannweite von etwa 8 Metern. Die größten Fleischfresser sind bis zum Sauriersterben die bis zu 15 Meter hohen Tyrannosaurier.
  • 80.000.000: Der Titanosaurus „Hypselosaurus priscus“, der eine Gesamtlänge von ungefähr 12 Metern erreicht, legt die größten Eier aller Zeiten; sie haben eine Länge von 25,5 Zentimetern und ein Volumen von 3,3 Litern (Fundort: Durancetal in Frankreich).
  • 75.000.000: Mit der Säugetierordnung Leptictida erscheinen erste, spitzhörnchenähnliche Insektenfresser, von denen sich alle Raubtiere und Primaten herleiten.
  • 75.000.000: In den Seen und Sümpfen des heutigen Texas lebt mit 16 Metern Länge das vermutlich längste Reptil der Vorzeit, der Deinosuchus riograndensis.
  • 70.000.000: Die ersten Vulkane Hawaiis entstehen.
  • 70.000.000: Mit dem Pterosaurier „Quetzalcoatlus northropi“ (Gefiederte Schlange) lebt in den Bereichen Texas und Kanada das größte fliegende prähistorische Lebewesen; es hat eine Spannweite von 11 bis 12 Metern.
  • 66.400.000 (andere Quelle: 65.000.000): Asteroidenimpakt (= sog. Endkreideimpakt: Ammoniten- und Sauriersterben; ca. 63 % der Arten sterben aus! Danach: Erste Laubhölzer): Einschlagort ist Yukatan in Mexiko. Das Impaktbeben erreicht 12,5 auf der Richterskala. Der Durchmesser des Asteroiden wird auf 10 Kilometer geschätzt. 60.000 Kubikkilometer Material wird in die Atmosphäre geschleudert. Es kommt zu einer globalen Abkühlung um etwa 20 Grad Celsius. (Etwa zur gleichen Zeit entstehen im heutigen Indien riesige Lavaflächen von vier Kilometern Durchmesser; sie stammen von einer gigantischen Vulkaneruption; ob ein Kausalzusammenhang besteht oder ob es sich um zufällige Parallelereignisse handelt, ist noch nicht geklärt; jedenfalls ergänzen sich beide in ihrer Wirkung auf das Leben auf der Erde.)
  • 66.000.000: Aus der Wende Oberkreide/Paläozän lassen sich erstmals Octopoden (Ordnung der Kopffüßer) fossil nachweisen.
  • 66.000.000: Beginn Tertiär mit Paläozän, Eozän, Oligozän, Miozän und Pliozän (==> Känozoikum): Höhepunkt der alpiden Gebirgsbildung. Die Pyrenäen, Alpen, Karpaten, der Apennin, Atlas, Balkan, Kaukasus und die Hochgebirge Zentralasiens entstehen. In den Vortiefen der Gebirge wachsen ausgedehnte Sumpfmoorwälder, die das Material für mächtige (Braun-) Kohlenflöze liefern. Eigenständige Entwicklung der Beuteltiere in Südamerika und Australien, in Nordamerika sterben diese Tiere aus. Die Blütenpflanzen breiten sich über die gesamte Erde aus (Koniferen, aber auch Eichen und Kastanien). [Ab Beginn des Tertiär vollziehen sich im Bereich der Landflora keine wesentlichen evolutionären Schritte mehr. Es finden nur noch geographische und klimatographische Veränderungen bzw. Spezialisierungen in der Pflanzenwelt statt.]
  • 66.000.000: Beginn des Paläozän (bis 55.000.000)
  • 66.000.000 - 55.000.000: Ganz Laurasien ist von einer einheitlichen holarktischen Flora bedeckt.
  • 65.000.000: Europas Küsten stehen erstmals unter dem Einfluss des Golfstroms, der warmes Wasser aus den Tropen weit nach Norden führt.
  • 65.000.000: Die ersten bedeutenden tertiären Braunkohlenlager entstehen aus den ausgedehnten Torfmooren in Europa, Asien und Nordamerika ab dieser Zeit.
  • 65.000.000: Die Palmen erreichen ihre größte Ausbreitung in der Erdgeschichte, bis Grönland!
  • 65.000.000: In Vorderindien fließen im Deckanplateau auf einer Fläche von mehr als 300.000 km2 bis zu 2.000 Meter mächtige Basaltdecken als Folge von Vulkanismus aus.
  • 63.000.000: Das Inselreich der Seychellen löst sich von der Indischen Tafel.
  • 60.000.000: Beginn Eozän (==> Tertiär)
  • 60.000.000: Die mittelamerikanische Landbrücke wird überflutet. Hierdurch setzt in Südamerika eine isolierte Entwicklung der Säugetiere ein, die bis Ende des Miozäns (bis vor ca. 5 Millionen Jahren) anhält. [Es bilden sich hauptsächlich Sonderformen von Pflanzenfressern aus, die anderswo keine Überlebenschancen hätten.] Ebenfalls in Südamerika beginnt die Radiation der Beuteltiere.
  • 55.000.000: Beginn des Eozän (bis 36.000.000)
  • 55.000.000: Die Verbindung zwischen Südamerika und Antarktika und zwischen Antarktika und Australien zerbricht. Es setzt eine starke Norddrift Australiens ein.
  • 55.000.000 - 40.000.000: In einem verlandenden See in der Nähe von Messel entsteht eine der wichtigsten Fossillagerstätten des europäischen Untertertiärs. In den feinkörnigen Sedimenten bleiben neben einer Fülle von Pflanzenteilen mehr als 2.000 Insektenarten und zahlreiche Wirbeltierfossilien erhalten.
  • 55.000.000: Ab diesem Zeitpunkt lebt in Nordamerika und Westeuropa für einen Zeitraum von 5 Millionen Jahren der etwa 2,15 Meter große flugunfähige Laufvogel Diatryma.
  • 55.000.000: In Nordamerika leben erstmals Verwandte der heutigen Spitzmäuse. Auch Fledermäuse treten hier das erste Mal auf.
  • 55.000.000: Erste Nagetiere mit nachwachsenden Schneidezähnen entwickeln sich.
  • 55.000.000: Die erste Entwicklungsexplosion (Radiation) der Landraubtiere setzt in Nordamerika, Europa und Asien ein. Sie leiten sich von den Insektenfressern her.
  • 55.000.000: In den Meeren tauchen verschiedene Arten von Walen auf, die sich wahrscheinlich von frühen landbewohnenden Huftieren aus dem Paläozän herleiten. Sie besitzen noch vier Beine.
  • 50.000.000: In einem ersten Kollisionsstoß trifft der nach Norden driftende vorderindische Subkontinent mit Asien zusammen.
  • 50.000.000: Halbaffen, von denen sich später die Dryopithecinen herleiten
  • 50.000.000: Eohippus („Urpferdchen“) tritt erstmalig auf.
  • 45.000.000: Australien ist ein selbständiger Kontinent.
  • 45.000.000: Intensiver Vulkanismus im nordöstlichen Oberrheingraben und in der Hocheifel (dort: Hohe Acht und Nürburg)
  • 45.000.000: Erste Wale treten auf, deren Körper mehr Stromlinienform besitzt. Die Hinterbeine sind zu paddelähnlichen Flossen reduziert.
  • 45. - 40.000.000: Im Pariser Becken erstreckt sich ein warmes Flachwassermeer. Kalkbildende Arten, zwei Großforaminiferen, bilden Kalksteinsedimente. Diese Kalksteine findet man heute in zahlreichen Pariser Bauwerken (u.a. in der Notre Dame) wieder.
  • 38 bis -34.000.000: Impaktserie an der Wende Eozän/Oligozän (ca. 22 % der Arten sterben aus!)
  • 38.000.000: Die längste Schlange der Vorzeit, die pythonartige Gigantophis garstini lebt im heutigen Ägypten; sie erreicht eine Länge von 11 Metern.
  • 36.000.000: Beginn Oligozän (aus der Pferdereihe: Mesohippus) (bis 24.000.000)
  • 36.000.000: In Nordamerikas Bergwäldern treten erste Hornträger auf. (=> Protoceras)
  • 36.000.000: Vermutlich ab dieser Zeit gibt es pflanzenfressende Meeressäuger (Seekühe oder Sirenen).
  • 36.000.000: Ab diesem Zeitpunkt gibt es vermutlich „fleischfressende Pflanzen“. Bis etwa 24.000.000 sind verschiedene Gattungen wie Sonnentau und Venusfliegenfallen entwickelt.
  • 36.000.000: In den Bernsteinwäldern Ostpreußens, an der Samlandküste, verfängt sich eine Gottesanbeterin im Baumharz und bleibt fossil erhalten.
  • 36. - 30.000.000: In dieser Zeit spalten sich Neuwelt- und Altweltaffen, als die Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika verschwindet.
  • 35.000.000: In Europa und Nordamerika erscheint die erste Katzenfamilie (Nimravidae). Auffällig sind die zu scharfen Säbeln verlängerten Eckzähne.
  • 35.000.000: In den Meeren leben erste Bartenwale.
  • 34.000.000: Aufgrund von Tektiten-Funden nimmt man an, daß zu dieser Zeit in Nordamerika kosmische Materie größeren Umfangs auf die Erde trifft.
  • 30.000.000: Propliopithecus (vermutlich Stammform von Mensch, Menschenaffen und Schmalnasenaffen)
  • 30.000.000: Erste Wasserraubtiere treten in den Meeren auf.
  • 25.000.000: Aegyptopithecus (vermutlich nur noch Stammform von Mensch und Menschenaffen); andere Quellen: 33.000.000
  • 25.000.000: Erste Adler ziehen ihre Kreise.
  • 24.000.000: Es entwickeln sich die ersten trockenen Graslandschaften, welche die von Gräsern dominierten Sumpfwiesen als Landschaftselement ergänzen.
  • 23.500.000: Aufblühen der Säuger (Ottern, Hundeartige, Wildschweine, Tapire) und Vögel (Pelikane, Enten, Würger, Bachstelzen)
  • 23.000.000: Beginn Miozän, in dem Merychippus aus der Pferdereihe auftritt (bis 5.000.000)
  • 23.000.000: An der nordamerikanischen Pazifikküste entwickeln sich Ohrenrobben. Die Lebensweise entspricht wahrscheinlich derjenigen der heutigen Seeotter.
  • 20.000.000: Dryopithecus (vgl. Aegyptopithecus!)
  • 18.000.000: Der Kaiserstuhl entsteht durch Vulkanismus.
  • 18.000.000: Erste primitive Seelöwen entwickeln sich, die modernen Seehunden gleichen. Die bis zu 1,7 Meter langen Tiere leben an der nordamerikanischen Westküste und in Japan.
  • 16.000.000: Während der Spätphase der Alpenauffaltung  bricht in Süddeutschland die Erdkruste auf und lässt Magma aus dem Erdmantel empordringen. Es entsteht die westliche Reihe der Hegauvulkane mit dem Hohenstoffel und dem Hohenhewen bei Engen.
  • 16.000.000: Ramapithecus (bis - 8.000.000), Menschenaffengruppe aus der sich vermutlich die Hominiden herleiten
  • um 15.000.000: Etwa zu dieser Zeit verschmilzt die nach Norden drängende Afrikanisch-Arabische Platte mit der Eurasischen Tafel. Die beiden Kontinentalmassen bilden somit eine Landbrücke aus. Dadurch wird die erdumspannende ostwestlich gerichtete Meeresströmung unterbrochen.
  • 15.000.000: Die Braunkohle der heutigen Niederrheinischen Bucht entsteht.
  • 15.000.000: Es entwickeln sich Walrosse, die sich hauptsächlich von Muscheln ernähren, welche sie mit verlängerten oberen Eckzähnen aus dem Meeresboden stochern.
  • 14.500.000: Ein Steinmeteorit schlägt im Bereich des heutigen Nördlingen ein und hinterlässt das „Ries“ mit einem Durchmesser von etwa 23 km. Die Größe des Impaktors wird auf 500 bis 900 Meter geschätzt. Beim Einschlag entstehen Temperaturen von 14.000 bis 38.000 o C, was die Oberflächentemperatur der Sonne (7.000 o C) deutlich übersteigt. Durch diese Gluthitze verdampfen vier Kubikkilometer Gestein und der Meteorit selbst. Neunzig Kubikkilometer Erdreich werden bis zu einer Höhe von zwanzig Kilometern geschleudert. (200.000 Jahre später wird Süddeutschland erneut von einem Geschoss aus dem Weltall getroffen; es entsteht das Steinheimer Becken mit einem Durchmesser von 3,5 km.) [andere Quellen: 14.900.000 bzw. 14.700.000 bzw. 14.600.000]
  • 11.000.000: Mittelmiozän-Aussterben (ca. 16 % der Arten sterben aus!)
  • 11.000.000: Dromornis stirtoni, ein riesiger emuartiger Vogel von etwa 3 Meter Größe und 500 Kilogramm Gewicht, lebt in Zentralaustralien. Es ist der größte bekannte Vogel der Vorzeit. (Fundort: Alice Springs, 1974)
  • 10.000.000: Die Wege von Gorilla und Mensch trennen sich.
  • 8.000.000: Neben den Pferden gibt es bereits Rinder, Ziegen, Katzen, Rehe, Bären, Kamele, Giraffen, Paviane, Elefanten.
  • 7.000.000: In Süddeutschland entsteht die östliche Reihe der Hegauvulkane mit dem Hohentwiel.
  • 6.000.000: Nach neueren Erkenntnissen aus dem Jahre 2001 findet um diese Zeit die Trennung der auf zwei Füßen laufenden Hominiden und der afrikanischen Großaffen statt. (Einige Hinweise deuten sogar auf neun bzw. acht Millionen Jahre.) [Beleg ist der sogenannte „Millenium-Mensch“, dessen ersten Knochen am 25. Oktober 2000 von einem Arbeiter in der Baringo-Region gefunden werden. Ein französisch-kenianisches Forscherteam gräbt daraufhin weitere Knochen bis zum 18. November aus. Der Millenium-Vorfahre hat die Größe eines Schimpansen und ist fast doppelt so alt wie die der Australopithecus-Gattung zugerechnete „Lucy“. Die Knochen werden durch das Team um MARTIN PICKFORD vom College des France im Dezember 2000 in Kenia vorgestellt. In einer Stellungnahme vom 6. Februar 2001 heißt es: „Eine solche Entdeckung zwingt uns, die Szenarien über die Ursprünge des Menschen zu überprüfen.“ Die Entdeckung lasse darauf schließen, dass „Lucy“ und ihre Artgenossen keine direkten Vorfahren des Menschen, sondern „nur ein Seitenzweig unseres Stammbaumes“ seien.]
  • 6.000.000: In Argentinien lebt der größte flugfähige Vogel aller Zeiten; Argentavis magnificens erreicht eine Flügelspannweite von über 6 Metern.
  • 5.5 - 5.000.000: Das Mittelmeer ist im Osten und neuerdings auch im Westen von den Weltmeeren abgeschlossen und trocknet aus. 3,7 Millionen km3 Wasser verdunsten, zurück bleiben bis zu 2.000 Meter mächtige Salzsedimente.
  • 5.000.000: Beginn Pliozän (später mit Equus aus der Pferdereihe) (bis 1.700.000)
  • 5.000.000: Nordamerikanische Hipparions (Urpferdgattung) wandern in großer Zahl nach Asien und von dort weiter nach Europa ein und dominieren die Tierwelt vor allem in den Graslandschaften (=> Hipparion-Fauna, riesige Herden). (bis 3.400.000)
  • 5. - 3.000.000: Durch das Sinken des Meeresspiegels, welches auf polare Vereisungen zurückzuführen ist, fällt die Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika, der Isthmus von Panama, trocken. Damit ist Südamerika erstmals seit etwa 50 bis 60 Millionen Jahren kein Inselkontinent mehr. Jetzt können nordamerikanische Arten einwandern, die für die isoliert entwickelten südamerikanischen Säuger entweder überlegene Futterkonkurrenten (vor allem Huftiere) sind oder sie als Raubtiere verfolgen.
  • 5.000.000: Das Rote Meer beginnt im afrikanischen Kontinent einzubrechen und grenzt zumindest teilweise Afrika von Vorderasien und der Arabischen Halbinsel ab. Der Graben zieht sich weiter nach Süden und wird zur Ursache für die gewaltigen Vulkan- und Grabenlandschaften Ostafrikas mit den höchsten Bergen Kilimandscharo (5.895 m) in Tansania, dem Mount Kenia (5.200 m) und dem Ruwenzori (5.109 m) in Uganda. (Die tektonischen Bewegungen halten noch heute an, wobei die afrikanische Platte nach Norden drückt.)
  • 5.000.000: Die Sierra Nevada entsteht durch tiefenvulkanische Aktivitäten.
  • 4.400.000: Ardipithecus ramidus, der älteste bekannte und bisher zuletzt (1992 in Äthiopien) entdeckte Hominide: Er ist wahrscheinlich Allesfresser mit einem hohen Früchteanteil.
  • 4.100.000: erste Australopithecinen (bis etwa  - 700.000): sie benutzen Knochen und andere Naturgegenstände.
  • 3.500.000: Bei Laetoli in Tansania sind zwei Australopithecinen unterwegs, ein Erwachsener und ein Kind. Sie hinterlassen in einer frischen Schicht von feiner vulkanischer Asche Fußabdrücke. (Diese werden dereinst im Jahre 1976 in einem Flussbett entdeckt werden.)
  • 3.100.000: Impakt in Mauretanien (Kraterdurchmesser: 370 Meter)
  • [etwa 3.000.000: Der Mars ist ein fruchtbarer, blauer Planet mit einer erdähnlichen Atmosphäre und einem tropisch warmen Klima.]
  • 3.000.000: Zwischen Nord- und Südamerika schließt sich eine Landbrücke. Sie entsteht aufgrund polarer Vereisungen, die ein Absinken des Meeresspiegels nach sich ziehen.
  • 2.500.000: Impakt in Mauretanien (Kraterdurchmesser: 1,9 Kilometer)
  • 2.500.000 bis - 2.000.000: weltweite Klimaänderung
  • 2.500.000: Zwergschimpansen (Bonobos) und Schimpansen spalten sich auf.
  • 2.500.000: Homo habilis (Werkzeuggebrauch): Dieser Urmensch stellt wohl das Bindeglied zwischen Tier und Mensch dar und ist somit in das sogenannte Tier-Mensch-Übergangsfeld (TMÜ) einzuordnen.
  • 2.400.000: Auch in Zentraleuropa vor allem im Alpenraum wird es jetzt extrem kalt (Biber-Kaltzeit). Das Meer hat sich aus dem größten Teil Deutschlands zurückgezogen; sogar das Ostseebecken ist trockengefallen, die Nordseeküste liegt wesentlich nördlicher als heute. (bis 2.100.000)
  • 2.300.000: Im Südost-Pazifik geht ein Impaktor mit einem Durchmesser von 500 Metern nieder.
  • 2.100.000: Das Klima in Mitteleuropa wird wieder deutlich wärmer. Wälder verdrängen die Kältesteppen. (==> Tegelen-Warmzeit)
  • 2.000.000 (andere Quellen: 1.700.000): Beginn Quartär mit Pleistozän und Holozän (==> Känozoikum): Ausklingen des tertiären Vulkanismus; infolge Temperaturerniedrigung und vermehrter Niederschläge bedecken sich in höheren Breiten weite Gebiete mit großen Eismassen, die sedimentbildend, landschaftsformend und klimaverändernd wirken (==> Pleistozän = Diluvium). Im anschließenden Holozän (= Alluvium) nimmt das Erdbild sein heutiges Aussehen an; die vom Eis entlasteten Gebiete steigen (z.T. noch heute) langsam auf.
  • 2.000.000: Im Mittelmeer entsteht der Riesenvulkan „Marsili“. Er liegt vor Sizilien, ist 70 Kilometer lang und 40 Kilometer breit; seine Gipfel sind etwa 3.000 Meter hoch. Er ist heute noch aktiv.
  • 2.000.000: Vulkanische Aktivität in der Eifel
  • 2.000.000: Gigantopithecus stirbt aus. [nach Meinung einzelner Forscher rezent (Bigfoot, Yeti...)]
  • 2.000.000: Älteste gefundene Steinwerkzeuge
  • 1.75 - 1.400.000: Der Meeresspiegel liegt etwa 200 bis 100 Meter über seinem heutigen Niveau.
  • 1.700.000: In Europa beginnt die Donau-Eiszeit (= Eburon-Kaltzeit) (bis 1.380.000)
  • 1.700.000: In Nordamerika herrscht die Blancan-Eiszeit, der 20 von 64 bekannten Großsäugerarten und 15 von 45 Kleinsäugern zum Opfer fallen und aussterben.
  • 1.700.000: Homo erectus (mit Heidelberg- und Peking-Mensch, bis etwa - 250.000): er tritt erstmals in Afrika auf und gebraucht Knochen, Geröllgeräte und rohbehauene Feuersteinwerkzeuge (Faustkeile); auch das Feuer wird teilweise schon benutzt (ca. 500.000).
  • 1.700.000: Die Pferdegattung Equus entwickelt sich und verdrängt in der Folgezeit die Gattung Hipparion.
  • 1.500.000: Säugetiere Nordamerikas rotten die südamerikanische Beuteltierfauna nach der Verbindung beider Kontinente fast komplett aus.
  • 1.500.000: Homo erectus errichtet in der Olduvai-Schlucht in Tansania einen Steinwall (mit einem Durchmesser von etwa drei Metern) als Basis für eine Reisighütte, die vor Wind und Regen schützen soll. Es ist die älteste bekannte Hütte aus der Zeit der Frühmenschen.
  • 1.380.000: Die Waal-Warmzeit (= Donau-Günz-Warmzeit) beginnt und bringt vorübergehend warmes Klima mit. Die Wälder in Deutschland sind Lebensraum für den sogenannten Südelefanten. (bis 1.180.000)
  • 1.300.000: Auf Java leben verschiedene Formen von Homo erectus, darunter ein Typus mit Riesenwuchs (bis 720.000).
  • 1.180.000: Europa wird von der sogenannten Menap- bzw. Günz-Kaltzeit erfasst. (bis 900.000)
  • 1.100.000: Impakt bei Schamanschin in Kasachstan. Der Impaktor schlägt einen Krater von 10 Kilometer Durchmesser. Um dieselbe Zeit entsteht bei Bosumtwi in Ghana ein Krater von 10,5 Kilometer.

  • 900.000: Erstmals treten Vertreter der Gattung Homo in Europas Graslandschaften auf. (Homo erectus heidelbergensis, um 350.000)
  • 830.000: Die Cromer-Warmzeit löst in Europa die kalte Klimaperiode ab.
  • 800.000: In Zentralchina lebt der sogenannte „Mensch von Lantian“, eine Form des Homo erectus.
  • 800.000: In Europa entwickeln sich erste Rentiere.
  • 720.000: Homo erectus lebt vermutlich in dieser Zeit in der Nähe von Saloniki und ist wahrscheinlich der erste Europäer, der das Feuer (als Schutz) nutzt.
  • 720.000: Impakt (verantwortlich für den Untergang von Australopithecus?), in Nordtasmanien entsteht der Darwin-Krater von 1 Kilometer Durchmesser.
  • 720.000: Weltweit tritt bei den Wirbeltieren Riesenwuchs auf, so z.B. bei australischen Schildkröten, flugunfähigen und flugfähigen Vögeln, Pavianen, Beuteltieren, Mäusen und Nashörnern.
  • 720.000: Bei Sangiran auf Java lebt ein Hominide von ungewöhnlicher Körpergröße.
  • 720.000: In Europa, Asien und Afrika breiten sich verschiedene Nashorn-Arten aus (bis 25.000). Während der Kaltzeiten tritt in Europa besonders das Wollnashorn in Erscheinung und wird Beutetier der Altsteinzeitmenschen.
  • 700.000: Impakt in Südostasien? Tektit-Funde sprechen dafür.
  • 700.000: Die heutige Magnetrichtung der Erde entsteht. (Sie wird vor 30.000 Jahren nur für „kurze“ 2.000 Jahre umgekehrt.) Vorher ist sie etwa 1.700.000 Jahre entgegengesetzt gewesen, davor 1 Million Jahre „normal“, nachdem sie wiederum 1.000.000 Jahre entgegengesetzt war.
  • 600.000: Die vulkanische Aktivität in der Eifel erreicht ihren Höhepunkt; ein Vulkanausbruch folgt dem anderen.
  • 600.000: Etwa ab dieser Zeit treten bei späten Formen des Homo erectus deutlich Merkmale des später auftretenden Homo sapiens auf.
  • 600.000: Die älteste Hütte Europas steht in Prag. Sie ist von Homo erectus auf einem Platz errichtet worden, der an drei Seiten durch steile Felsen begrenzt ist. Der Wall aus Steinen und Lehm ist 30 Zentimeter hoch und 60 Zentimeter breit. Die Hütte hat einen Durchmesser von 3 mal 2 Metern.
  • 530.000: Beginn der Altsteinzeit (Paläolithikum, bis 20.000): Herstellung behauener Steinwerkzeuge
  • 500.000: Erste Rothirsche treten auf.
  • 480.000: Die Cromer-Warmzeit geht zu Ende.
  • 480.000: Beginn der Mindel- bzw. Elster-Eiszeit (bis 320.000)
  • 460.000: Impakt in Chile (Krater von 480 Meter Durchmesser)
  • [445.000: Nach einer Hypothese kommen die sogenannten NEFILIM, angeführt von ENKI, vom Zwölften Planeten auf die Erde und gründen in Südmesopotamien Eridu, die Erdstation I. {Weitere Informationen ==> Suchworte „ENKI“, „ENLIL“ und „NEFILIM“}]
  • 430.000: Die großen Eisdecken beginnen zu schmelzen. Im nahen Osten herrscht ein ausgesprochen angenehmes Klima.
  • [415.000: ENKI zieht landeinwärts und gründet Larsa.]
  • 400.000: Homo erectus lässt sich in der Arago-Höhle bei Tautavel in Südfrankreich nieder.
  • 400.000: Eine Interglaziale (Zwischenwarmzeit) breitet sich weltweit aus.
  • [400.000: ENLIL kommt auf die Erde und gründet Nippur als Missionskontrollzentrum. ENKI setzt Seewege nach Südafrika fest und organisiert die Ausbeutung von Goldminen.]
  • 400.000: Aus der Gegend von Nizza sind Hütten des Homo erectus bekannt. Die Behausungen haben einen ovalen Grundriss von 6 mal 4 bis 15 mal 8 Meter. Der Boden ist teilweise „gepflastert“.
  • [360.000: Die NEFILIM gründen Bad-Tibira als ihr metallurgisches Zentrum zum Schmelzen und Raffinieren der Metalle.]
  • 350.000: Der „Heidelberger“ (Homo erectus heidelbergensis) tritt in Mitteleuropa auf (in Europa evtl. schon vor 500.000 Jahren). Er ist in erster Linie Sammler, vielleicht auch schon Jäger.
  • 350.000: Die „Drachenhöhle“ von Choukoutien bei Peking dient Frühmenschen (Homo erectus pekinensis) als Wohnplatz. Sie werden später das Opfer von Kannibalen. Dies schließt man im 20. Jahrhundert aus den Verletzungsspuren.
  • 350.000: In dieser Zeit werden in Knochenstücke geometrische Muster eingeritzt; es sind vermutlich die ältesten Kunstwerke von Menschen. (Fundstätte: Bilzingsleben bei Erfurt)
  • 350.000: Erste Rentiere treten auf.
  • 340.000: Beginn der Cromer-Warmzeit
  • 320.000: Beginn der Holstein-Zeit (Mindel/Riss-Interglazial) (bis 180.000)
  • 320.000: Etwa ab dieser Zeit beginnt in einem langwierigen Prozess die weltweite Ablösung des Homo erectus durch den moderneren Homo sapiens (bis etwa 10.000).
  • [300.000: Aufstand der ANUNNAKI. Der Mensch - der „primitive Arbeiter“ - wird von ENKI und NINHURSAG erschaffen.]
  • 300.000: Auch in Deutschland bezieht Homo erectus jetzt Hütten im Bereich von Thüringen. Die Begrenzungswälle sind aus großen Knochen und Steinen errichtet. Die Behausungen haben ovale bis kreisförmige Grundrisse mit einem Durchmesser zwischen 3 und 4 Metern. Vor den Wohnbauten befinden sich mehrere Feuerstellen.
  • 300.000: Homo sapiens neanderthalensis (bis etwa - 40.000, letzte Eiszeit): Jäger und Sammler, der in Höhlen oder überhängenden Felswänden wohnt, das Feuer nutzt und Feuersteinwerkzeuge verschiedener Art schafft (Spitzen, Schaber, Kratzer, Bohrer); er trägt Bekleidung aus roh  zubereiteten und zusammengehaltenen Fellen; er kennt bereits Totenbestattung mit Grabbeigaben, was auf eine Vorstellung vom Jenseits hindeutet. In Europa taucht er vor etwa 50.000 Jahren auf.
  • 300.000: Der Wiener Physiker HANNS HÖRBIGER stellt für diese Zeit die Hypothese auf, daß sich der vorletzte von insgesamt vier (von ihm angenommenen) Erdmonden immer mehr der Erde nähert, unter dem Einfluss verstärkter Erdanziehung hoch beschleunigt wird und sich schließlich in seine Bestandteile auflöst, die als Trümmer einige Zeit saturnringähnlich um den Erdäquator kreisen. Schließlich sollen sie in einem gewaltigen Meteoritenregen auf die Erdoberfläche prasseln, wobei ein großer Teil der Fauna und Flora vernichtet wird. (Anmerkung: Der Wirkung dieses Mondes wird auch Riesenwuchs bei Tieren einschließlich des Menschen zugeschrieben.)
  • 300.000: Impakt in Sibirien (Kraterdurchmesser 300 Meter); um dieselbe Zeit entsteht durch einen Impaktor in Nordaustralien ein Krater von 840 Metern Durchmesser (Wolfe Creek).

  • 250.000: Impakt in Südafrika mit einem Kraterdurchmesser von 1 Kilometer Durchmesser (Pretoria-Salzpfanne)
  • 250.000: In der Nähe von Nürnberg hausen frühe Neandertaler in der Höhle von Hunas bei Hartmannshof.
  • [250.000: Der „frühe Homo sapiens“ (erschaffen von ENKI) vermehrt sich und verbreitet sich auf andere Erdteile.]
  • 250.000 (bis 200.000): Auf diese Zeit kommen gewisse anthropologische und genetische Forschungen, die eine „Eva“, eine angeblich einzelne Frau nachweisen, von der alle heutigen Menschen abstammen sollen. (Sie soll in Südost-Afrika gelebt haben.) Die Untersuchungen basieren auf mitochondrialer DNA, die nur über die Mutter von Generation zu Generation weitergegeben wird. [SITCHIN, 1998]
  • 230.000: Der sog. „Präsapiens“ (Homo sapiens steinheimiensis) lebt in Europa (Faustkeilkultur). Dieser Sammler und Jäger, der bereits Jagdspeere gebraucht, kennt schon Großwildjagd. An jagdbarem Wild gibt es derzeit in Europa Nashorn, Elefanten, Flusspferde, Säbelzahntiger, Mammut, Hirsch, Höhlenhyäne, Höhlenbär, Wildpferd und Auerochse.
  • 225.000: In der heutigen englischen Grafschaft Kent, östlich von London am Südufer der damaligen Themse, lebt der Mensch von Swanscombe, der in etwa dem Steinheimer Menschen gleicht. Mit ihm leben dort (fossil belegt) Wölfe, Löwen, der Elefant Palaeoloxodon antiquus, das Merck-Nashorn, Pferde (Equus caballus), Dam- und Riesen-hirsche, Rotwild (Cervus elephuss), Auerochsen und Hasen. Feuersteinwerkzeuge und bearbeitete Säugetierknochen sind in Gebrauch.
  • 200.000: Der Neandertaler besiedelt die Kältesteppen Europas.
  • 200.000: Das Elasmotherium, das mit 5 Metern Körperlänge vermutlich größte Nashorn aller Zeiten, stirbt aus.
  • [200.000: Das Leben auf der Erde ist während einer neuen Eiszeit dem Rückschritt ausgesetzt.]
  • 180.000: Beginn der Riß-Eiszeit (= Saale-Eiszeit) (bis 120.000)
  • 143.000: In Afrika lebt eine Frau („Eva“), auf die die weibliche Vererbungslinie der modernen Frau zurückzuführen ist. Die Linie wird durch die genetische Forschung anhand von Mitochondrien zurückverfolgt, die nur von der Mutter weitergegeben werden und eigenes Erbgut besitzen. Die zur Zeit Evas verbreitete Variation des männlichen Y-Chromosoms wird 84.000 Jahre später durch eine Version ersetzt, die man beim modernen Mann findet.
  • 125.000: Aus einer Höhle in der Nähe des Dorfes Maba in der chinesischen Guangdong-Provinz ist eine Schädelkalotte erhalten, die eindeutig von einem Homo sapiens stammt. Er teilt zu dieser Zeit den Lebensraum mit einer reichhaltigen Fauna, zu der Rüsseltiere, Tapire, eine Rhinozeros-Art, Schweine, Hirsche und Rinder gehören.
  • 120.000: Beginn der Eem-Warmzeit (Riss/Würm-Interglazial) (bis 70.000)
  • 100.000: Impakt in Algerien (Kraterdurchmesser: 450 Meter)
  • [100.000: Es herrscht wieder wärmeres Klima. Die Söhne der Götter nehmen Töchter der Menschen zur Frau.]
  • 90.000: Impakt in der Irkutsk-Provinz Sibiriens (Kraterdurchmesser: 80 Meter)
  • 90.000: Der erste Ausbruch des Homo sapiens sapiens aus Afrika endet im Nahen Osten – wahrscheinlich am Widerstand der Neandertaler.
  • 80.000: Außer der Steinbearbeitung beherrschen die Menschen auch andere Künste wie  z.B. Holz- und Hornbearbeitung, Gerben und Färben.
  • [77.000: UBARTUTU/LAMECH, ein Halbgott, übernimmt unter NINHURSAGs Gönnerschaft die Herrschaft in Schuruppak.]
  • 75.000: Auf Sumatra kommt es zu einem gewaltigen Vulkanausbruch (Mount Toba), bei dem über  2.000 Kubikkilometer Material (20 Milliarden Tonnen Asche) ausgeworfen werden. Es kommt weltweit zu einer Abkühlung um 3 bis 4 Grad Celsius; lokal sinkt die Durchschnittstemperatur sogar um 15 Grad. Forscher schätzen, dass die Menschheit auf 10.000 Individuen dezimiert wird. Genetiker sind sogar überzeugt, dass die Katastrophe Ursache für die sehr enge genetische Verwandtschaft aller heute lebenden Menschen ist. (Der Kratersee, Lake Toba, erreicht eine Länge von 100 Kilometer, eine Breite von 60 Kilometer und eine Tiefe von 500 Meter; er ist somit der größte der Erde.)
  • [75.000: Die „Verfluchung der Erde“ - eine neue Eiszeit - beginnt. Ein regressiver Menschenschlag streift auf der Erde umher.]
  • 70.000: Beginn der Würmeiszeit: Die Sahara ist eine grüne Landschaft mit reicher Flora und Fauna. (Dieser Zustand bleibt wahrscheinlich bis 6.000 v. Chr. erhalten.) (Diese auch Weichsel-Eiszeit genannte Phase dauert bis 10.000.)
  • 70.000: Das Merck-Nashorn, Beutetier des Altsteinzeitmenschen,  stirbt aus.
  • 60.000?: Älteste Höhlenbilder in Südwest- und Westeuropa
  • 60.000: Der Homo sapiens neanderthalensis kennt Bestattungen, die religiösen Charakter haben. (Nachweis in der Shanidar-Höhle im Nord-Irak)
  • 60.000 – 50.000: Dem Homo sapiens sapiens gelingt ein erneuter Ausfall aus Afrika. Der moderne Mensch erobert zunächst Asien und später Australien.
  • 59.000: Etwa 84.000 Jahre nach der Entstehung der genetisch modernen „Eva“ wird das bisherige männliche Y-Chromosom durch diejenige Version ersetzt, die man beim modernen Mann kennt. Genetisch gesehen entsteht also „Adam“ deutlich später als „Eva“.
  • 50.000: Ein Meteorit geht im heutigen Arizona/USA im Bereich des Canyon Diabolo nieder und schlägt einen Krater von 1,2 Kilometer Durchmesser und 250 Meter Tiefe. Er hat einen Durchmesser von etwa 45 Metern, eine Masse von rund 300.000 Tonnen und eine Aufprallgeschwindigkeit von 19 km/sec. Um dieselbe Zeit schlägt ein Impaktor bei Lonar in Indien einen Krater von 1,83 Kilometer Durchmesser.
  • [49.000: ZIUSUDRA („NOAH“), ein „treuer Diener“ ENKIs, übernimmt die Herrschaft.]
  • [45.000: Nach einem Bericht des US-Geheimprojektes „Garnet“ (Ziel: Untersuchung der Einwirkung der Außerirdischen auf die Evolution der Menschheit) soll seit diesem Zeitpunkt die Erde von Außerirdischen besucht werden. Sie hätten die jetzige Menschheit durch eine Kreuzung mit primitiven Primaten geschaffen. (VON BUTLAR, 1990)]
  • 40.000: Homo sapiens sapiens; der „Cro Magnon-Mensch“ ist ab jetzt als Sammler und Jäger auch in Europa unterwegs. (Seine Weiterentwicklung scheint unmittelbar zum heutigen Menschen zu führen.) Er kennt bereits Hütten. Zu seiner Jagdausrüstung gehören Lasso, Pfeil und Bogen. Die Jagdnutzung wird auf Bär, Gemse, Reh, Antilope, Hase, Wolf, Elch, Rentier, Bison und Wildgeflügel ausgeweitet. In Europa ist er hauptsächlich von Frankreich bis in die Tschechoslowakei verbreitet.
  • 40.000: Es beginnt wahrscheinlich die Entwicklung der Rassenkreise des Jetztmenschen als Folge unterschiedlicher Selektionsbedingungen in den jeweiligen Besiedlungsgebieten. Auch Isolation spielt eine wichtige Rolle. So trennen Himalaya und Altai heute noch Europide und Mongolide, die Sahara Europide und Negride. Auch die Bindung an Extremlebensräume ist bis in die Jetztzeit ein wirksamer Isolationsfaktor (siehe Eskimos und Pygmäen)

  • 40.000: In Thüringen und Bayern entsteht die Kultur der Blattspitzen-Leute, die feinste Steinklingen herstellen.
  • 40. - 20.000: In Europa durchläuft der Altsteinzeitmensch die Kulturstufe des Aurignacien.
  • 40.000: Die Besiedlung Australiens durch Menschen beginnt mit Flößen und Kanus.  (Andere Quellen datieren auf 53.000 Jahre vor heute.)
  • 39.000: In Südafrika ist ein recht moderner Homo sapiens zu Hause. Seine Stirne ist höher gewölbt als bei bisherigen Formen, die Überaugenwülste sind entsprechend zurückgebildet. Manches an ihm erinnert an den Neandertaler, manches an die rezente australische Rasse (==> Aborigines). (==> „Mensch von Florisbad“)
  • [38.000: Bedingt durch die rauhen klimatischen Verhältnisse vermindert sich die Zahl der Menschen immer mehr. Der europäische Neandertaler verschwindet, nur die aus dem Nahen Osten stammende Cro-Magnon-Rasse überlebt die schlimme Zeit. ENLIL sucht die Menschheit, die ihn enttäuscht hat, auszurotten.]
  • 35.000: Der Neandertaler verschwindet. (andere Quelle: 27.000, Fund von Zaffaraya in Andalusien) (Es ist noch nicht geklärt, ob er vom modernen Menschen ausgerottet oder von ihm genetisch absorbiert wird, oder ob er wegen fehlender Anpassung an veränderte Klimabedingungen ausstirbt. So ist z.B. belegt, daß er in den Höhlen der Eifel bis zuletzt Schutz vor dem kalten Klima sucht.)
  • 35.000: In der Höhle von Aurignac (im heutigen Departement Haute Garonne) kommen 17 Jetztmenschen zu Tode.
  • 35.000: Mit Angeln und Harpunen werden Fische gefangen.
  • 34.800: In Nordwesteuropa werden aus Tierknochen Flöten gefertigt; sie gelten heute als die ältesten Musikinstrumente aus diesem Bereich.
  • 33.000: Die Neandertaler verschwinden aus ihren Mittelmeer-Zentren.
  • 30.000: Die Besiedlung des bis dahin menschenleeren Amerika beginnt über die trocken-liegende und vereiste Behringstraße von Norden her durch mongolide Stämme. Zunächst wird nur Kanada besiedelt. Die weitere Eroberung des Kontinent ist wahrscheinlich erst nach Abschmelzen der Gletscher vor etwa 14.000 Jahren möglich.
  • 30.000: Der heutige Sternennebel Gum, der mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist, taucht am Himmel als Supernova auf. (GEORGE MICHANOWSKY entdeckt 1956 in Bolivien einen Stein voller astronomischer Zeichen. Nach seinen Studien stellt er eine Art Sternenkarte dar, die einen Teil des Himmels zeigt, wo zu jener Zeit die Supernova aufgetaucht ist.)
  • 30.000: Impakt in Zentralaustralien (Boxhole; Kraterdurchmesser: 175 Meter)
  • 30.000: Erste Zeugnisse von Kunst, z.B. Altamira, Lascaux; Höhlenbilder der Cro-Magnon-Menschen aus Tierfett und Gesteinspigmenten
  • 30.000: Wahrscheinlich werden um diese Zeit die ersten Zelte von frühen Jetztmenschen errichtet.
  • 30.000: Die Öllampe wird entwickelt. Pfeil und Bogen sind in Gebrauch.
  • 27.000: Die Ansiedlung Dolni Véstonice wird der gravettischen Kultur zugerechnet.
  • 26.000: In der Brillenhöhle bei Blaubeuren errichten Jäger und Sammler Hütten zum Schutz vor der Kälte. Die Behausung ist 6 Meter lang, 5 Meter breit und an die Höhlenwand angelehnt. Es handelt sich um ein Steingehäuse, das vermutlich mit Tierfellen abgedeckt wird.
  • um 25.000: Die „Venus von Willendorf“ wird geschaffen
  • 25.000: Impakt in Arizona (Barringer-Krater, Durchmesser: 1,2 Kilometer)
  • 25.000: Die Insel Sylt ist bereits von Menschen besiedelt. Alte Siedlungsstätten und Gräber in der Nähe des Hindenburgdammes beweisen dies.
  • 25.000: Um diese Zeit sollen „menschliche Wesen“ bereits die Hämatiteisenminen in Ngwenya im westlichen Swaziland (Südafrika) in Bergwerken ausgebeutet haben.
  • 24.000: In Frankreich entsteht eine weitere „Venus“-Skulptur. Etwa zeitgleich wird dort eine Venus-Figur geschaffen, die eine Halbmond-Sichel in der Hand hält („Venus von Laussel“).
  • 23.000: Ein Meteorit schlägt im heutigen Arizona einen 0,8 Kilometer breiten Krater.
  • 20.000: Beginn der Mittleren Steinzeit (Mesolithikum, bis 4.000)
  • 20. - 16.000: Kulturstufe des Solutréen
  • um 20.000: Der Bumerang erscheint als Jagdwaffe in Europa. Außerdem wird die Speerschleuder verwendet.
  • 20.000: Erster Nachweis von Hirse; Beginn der Domestikation von Tieren und Pflanzen
  • 20. - 11.000: Vom südostasiatischen Raum aus besiedelt der Homo sapiens Nordostasien, Japan, Nordamerika und Grönland sowie Mittel- und Südamerika. Von diesen frühen Einwanderern leiten sich u.a. die Inuit (Eskimos) und alle amerikanischen Indianer ab.
  • 18.000: Der Madagaskar-Strauß, mit einer halben Tonne Gewicht der schwerste Vogel aller Zeiten, stirbt aus.
  • 16. - 12.000: Kulturstufe des Magdalénien
  • 15.000: In Palästina werden wildwachsende Getreidekörner verzehrt.
  • 15.000: Vermutlich um diese Zeit gewinnen Menschen erstmals Honig.
  • um 14.000: Pfeil und Bogen werden in Europa verwendet.
  • 14.000: Die „Venus von Engen“ entsteht; die hochschwangere Figur zeugt vom Fruchtbarkeitsmythos eiszeitlicher Rentierjäger, die am Petersfels im Engener Brudertal Beute machen.
  • [13.000 - ?: Die NEFILIM wissen, daß der nahende Zwölfte Planet die drohende Springflut auslösen wird, und schwören, die Menschen untergehen zu lassen. Die Sintflut überschwemmt die Erde und macht der Eiszeit plötzlich ein Ende.]
  • ab 12.000: Ski, Beil, Boote und Paddel werden entwickelt; erste Fischerei
  • 12.000: Man nimmt an, daß durch die Vergletscherung der Meeresspiegel um etwa 180 Meter abgesenkt ist. Dadurch sind Inseln wie die Hawaiikette und große Teile des Meeresbodens im Bereich des heutigen Indonesien und Malaysia trockengefallen.
  • 11.000: Die Besiedlung des nordamerikanischen Kontinents ist abgeschlossen.
  • 11.000: Erste Ansätze zur Zähmung von Jungwölfen (die Elterntiere werden getötet)
  • 11.000: Ein 3,3 qkm großer Eruptionskrater entsteht dort, wo heute der Laacher See in der Vulkaneifel zu finden ist.
  • 10.750: Der Rückzug des Würm-Eises beginnt im europäischen Raum.
  • 10.500 v. Chr.: Möglicher Zeitpunkt des Untergangs von Atlantis (GILBERT/COTTERELL, 1998)
  • um 10.000: weitere Vulkanausbrüche in der Eifel (letztlich werden 75 Eifelvulkane registriert)
  • 10.000 - 9.000: Alleröd-Zeit, eine ausgeprägte Warmphase
  • 10.000 - 8.000: Beginn der Nacheiszeit (Holozän): Beginn der Erwärmung in gemäßigten, der Austrocknung in subtropischen und tropischen Zonen (u.a. Syrisch-arabische Wüste, Sahara, Wüste Gobi), Anstieg des Meeresspiegels. In Mitteleuropa herrschen in diesem Zeitraum noch subarktische Birken- und Kiefernwälder nach Art der heutigen Bewaldung im westlichen Lappland. Sie haben die Gewächse aus der sog. Tundrenzeit (bis 10.000) abgelöst (Niedere Polarweiden, Zwergbirken, Silberwurz, Krähenbeere und andere Eiszeitrelikte).
  • 10.000: Durch Schmelzwasser der skandinavischen Gletscher entsteht der Baltische Eisstaussee, Vorläufer der heutigen Ostsee.
  • 10.000: Irland wird eine Insel.
  • 10. - 6.000: In Europa wird die Lebensweise von der Kulturepoche des Mesolithikums (der Mittelsteinzeit) geprägt.
  • 10.000: Die Großrassen (Europide, Negride, Australide und Mongolide) beginnen sich zu entwickeln.
  • 10.000: Hund (Wolf) und Affe schließen sich dem Menschen an und werden zunächst freiwillige Gefährten, später die ersten Haustiere.
  • 10.000: Die Erdbevölkerung wird auf 2 Millionen Menschen geschätzt.
  • 10.000: Erster Ackerbau in Vorderasien und im Niltal: Nachdem sich dort durch die nach-eiszeitliche Klimaverbesserung die Wildformen von Getreidearten sowie von Lein und Hülsenfrüchten ausbreiten, nimmt sie der Mensch innerhalb von 1.000 Jahren in Kultur
  • 10.000 v. Chr.: Erste Siedlungen (Jericho, Catal Hüyük)
  • 10.000 v. Chr.: In West- und Südwesteuropa ersetzen Symbolzeichen die Bilderschrift.
  • 9.564 v. Chr.: In diesem Jahr soll nach dem Buch des DZYAN vor Kuba und Florida Land im Meer versinken.
  • 9.500 v. Chr.: Im Gebiet von Israel gibt es die ersten Speisen aus angebautem Getreide.
  • 9.200 v. Chr.: Im Gebiet des Laacher Sees ereignet sich die letzte große Vulkankatastrophe Deutschlands. Die nähere Umgebung wird von einer mehrere Meter dicken Bimsschicht überzogen. Bimspartikel aus diesem Ereignis findet man noch im Allgäu, am Bodensee, in der Gegend von Halle/Saale, in der Schweiz und in Polen.
  • 9.000 - 8.000 v. Chr.: nochmals starke Abkühlung in der Jüngeren Dryas- oder Tundrenzeit (Temperaturen in Deutschland 7 bis 8 0 tiefer als heute); danach endgültiger Beginn der Nacheiszeit
  • 9.000 v. Chr.: Im Irak formt man erste Lehmziegel und trocknet sie an der Luft. In Mlaffa’at baut man damit erste Häuser.
  • 9.000 v. Chr.: Menschen der Natuf-Kultur errichten in Palästina die ersten Häuser, Rundbauten, die auf Steinmauern stehen.
  • 9.000 v. Chr.: Die Menschen erreichen die Südspitze Südamerikas
  • 9.000 v. Chr.: In der Antarktis schlägt ein Mars-Meteorit ein, der im Jahre 1984 Aufsehen erregen wird. Im Gestein entdecken Geologen Strukturen, wie sie typischerweise Mikroorganismen hinterlassen.
  • 8.500 v. Chr.: Im heutigen Iran sind „Kerbhölzer“ in Gebrauch (Fundstätten: Tepe Asiab und Ganji-I-Dareh Tepe).
  • 8.500 v. Chr.: Im „Fruchtbaren Halbmond“ in Vorderasien gibt es die ersten selbstangebauten Erbsen und Linsen.
  • 8.500 v. Chr.: Der jüngste Vulkan Deutschlands ist aktiv, das Ulmener Maar.
  • 8.500 v. Chr.: Die Erdachse verlagert sich um 25o. Diplom-Ingenieur OTTO MUCK errechnet einen Planetoiden-Einschlag für den 5. Juni 8498 v. Chr. (siehe Impakt 7.550 v. Chr.!); Entvölkerung Europas; zwischen Atlantik und Ural, Eisgrenze und Kaukasus überleben nicht mehr als 630.000 Menschen. (Hinweis: PLATO datiert den Untergang von „Atlantis“ auf 8.500 v. Chr. „...als die Sonne ihre Bahn verließ...“.)
  • 8.498 v. Chr.: Beginn A des Maya-Kalenders (Beginn B: 3372 oder 3113 v. Chr.)
  • 8.000 v. Chr. Aussterben von Großsäugern (Mammut, Wollnashorn, Höhlenbär, Riesenhirsch etc.) (siehe Impakt 7.550 v. Chr.!?)
  • um 8.000 v. Chr.: In Nordamerika stirbt das Pferd aus.
  • 8.000 v. Chr.: Ende des Vulkanismus in der Eifel mit dem letzten heftigen Vulkanausbruch, durch den ganz Mitteleuropa mit Asche eingestäubt wird
  • um 8.000 v. Chr.: Übergang zum Mesolithikum: Zu dieser Zeit gibt es in S-Asien vielleicht schon Kulturen, die Fruchtbäume und Knollengewächse kultivieren; umstritten ist, daß bereits die Domestikation des Hundes stattgefunden hat; er schließt sich aber vermutlich dem Menschen an.
  • 8.000 v. Chr.: Symbole in Form von Schriftzeichen in Mitteleuropa
  • 8.000 v. Chr.: In Griechenland und Vorderasien werden Ziegen und Schafe gehalten. Die Domestikation von Schweinen und Rindern fällt etwa in dieselbe Zeit.
  • 8.000 v. Chr.: Mexikanische Indios kultivieren Kürbisse und Chilis.
  • 8.000 v. Chr.: Eine Höhle in Brasilien dient vermutlich als Sternwarte. Archäologen der Neuzeit entdecken Aufzeichnungen von Gestirnen und Sonnenständen, die etwa 10.000 Jahre alt sein müssen. (LENZ, 1995)
  • 8.000 v. Chr.: In Europa genießt man die ersten gerösteten Haselnüsse.
  • 7.800 v. Chr.: Auf dem Gebiet von Jericho entsteht eine Stadt mit Rundhäusern aus Ziegelmauerwerk; es handelt sich um eine Ansiedlung von etwa 2.700 Menschen.
  • 7.550 v. Chr.?: Kometenimpakt (vermutlich 7 Bruchstücke treffen die Erde und lösen u.a. einen Sintbrand aus; ==> höchstwahrscheinlich auch: Sintflut der Bibel; Genesis könnte die Zeit danach beschreiben!) (==> vgl. 8.500!)
  • 7.500 v. Chr.: Catal Hüyük in Anatolien entwickelt sich zur Stadt in Pueblo-Bauweise. (Anmerkung: Im Jahre 2001 entdecken Archäologen vor der westindischen Küste im heutigen Golf von Cambay eine Stadt, die nach Einschätzung von Experten deutlich älter als 9.500 Jahre ist.)
  • 7.500 v.Chr.: In Mitteleuropa beginnt der erste Teil der Wärmezeit, der durch trocken-warmes Klima geprägt ist. Er dauert bis etwa 5.500 v.Chr. und wird dann vom zweiten Teil abgelöst, der allerdings feucht-warm wird (bis etwa 2.000 v.Chr.). In beiden Abschnitten dominieren Hasel, Feldulme, Linde, Eiche und Erle in der Landschaft.
  • 7.000 v. Chr.: Erdbevölkerung ca. 10 Millionen Menschen
  • 7.000 v. Chr.: Die nach Süden vorstoßende Nordsee zerreißt die Landverbindungen zwischen Holland, Belgien und Frankreich zu England und lässt die britischen Inseln entstehen.
  • 7.000 - 5.000 v. Chr.: In der grünen Sahara entstehen Felszeichnungen, die später für diesen Zeitraum den Begriff „Rundkopfzeit“ nach sich ziehen. HENRI LHOTE schreibt über die Malereien: „Die Köpfe erinnern sämtlich an Taucher- oder Astronautenhelme und zeigen immer die gleiche Ausführung. Ein Kreis, in dem geometrische Zeichen die Sinnesorgane vertreten. Diese werden z.T. bis auf einen kleinen Kreis oder ein Oval reduziert und erinnern so an einen Zyklopen.“ In dieser Epoche tauchen auch Malereien von Ringsystemen auf, kreisförmige Gebilde mit nach unten laufenden Strahlen, die an UFO-Darstellungen erinnern.
  • 7.000 v. Chr.: Die Einwohner von Jericho errichten einen Turm aus Stein. (Um diese Zeit sind dort auch schon Lehmziegel bekannt.)
  • 7.000 v. Chr.: Die Einwohner von Catal Hüyük bestatten ihre Toten in Hockstellung. Sie zeichnen Stadtlandschaften und andere Wandbilder, schleifen Obsidianspiegel mit perfekter Politur (bis heute unerklärbar), beherrschen die Technik des Spinnens, Webens und Färbens, verwenden bereits Metall; in Anatolien wird Kupfer und Blei gehämmert und geschmolzen.

  • 7.000 v. Chr.: In Nordamerika kommen aus Binsen, Gras oder Salbei geflochtene Sandalen als Fußbekleidung in Mode.
  • 7.000 v. Chr.: In Mexiko gehen die Menschen zu Ackerbau und Viehzucht über.
  • 7.000 v. Chr.: Tonwaren sind in Gebrauch.
  • 7.000 v. Chr.: Bier wird durch Vergärung von Brot oder Getreide erstmals hergestellt.
  • 6.500 v. Chr.: Die Stadtvölker Anatoliens bauen weitere Siedlungen; sie kennen die Techniken des Stoffdruckes und Teppichknüpfen und feingewebtes Tuch.
  • 6250 v. Chr.: In Can Hasan (Türkei) werden um diese Zeit mit Sicherheit erste Hausrinder gehalten.
  • 6.000 v. Chr.: Vermutlich um diese Zeit entdeckt der Mensch, daß „weiches Gestein“ (natürlich vorkommende Gold-, Kupfer- und Silberklumpen) in nützliche Formen geformt werden kann; diese ersten gehämmerten Metallgegenstände werden später im Zagros-Hochland und im Taurus-Gebirge gefunden.
  • 6.000 v. Chr.: Im Industal entstehen etwa dreißig „Riesendarstellungen“, die sich durch ihre Größe von über zwei Metern auszeichnen. Die Gestalten sind mit gespreizten Beinen und mit weit ausgestreckten, geöffneten Armen gezeichnet. Von den Archäologen werden sie heute wegen der Einzigartigkeit ihrer Darstellung und der Isolierung von anderen Zeichnungen als „höhere Wesen“ klassifiziert. „Diese Giganten auf Granit würden Däniken wunderbar ins Konzept passen. Tragen sie doch Helme, aus denen - fragte man dazu den Fantasy-Geschichtler - deutlich Antennen ragen.“ (BILD DER WISSENSCHAFT, 5, 1995)
  • 6.000 v. Chr.: In der Siedlung Abu Hurreira am rechten Ufer des Euphrat werden (die frühesten) Hausschafe gehalten.
  • 6.000 v. Chr.: In Jericho werden Ziegen als Haustiere gehalten.
  • 6.000 v. Chr.: In der türkischen Siedlung Cayöny hält man Hausschweine, Hausschafe und -ziegen.
  • 6.000 v. Chr.: In Nordchina kennt man Speisen aus Hirse. Kurze Zeit später steht auch Reis auf dem Speiseplan.
  • 6.000 v. Chr.: Netze werden aus Leinenschnüren gefertigt, Flöße gebaut. Die Sichel ist entwickelt.
  • 6.000 v. Chr.: Die heutige niederrheinische Bucht mit ihrer Bördenlandschaft ist noch lückenlos bewaldet. Die Menschen leben als Sammler und Jäger. Im Raum zwischen Köln und Aachen leben schätzungsweise 300 Menschen.
  • 5.800 v. Chr.: Auf Zypern werden die ersten Häuser in der stadtähnlichen Siedlung namens Khirokitia gebaut. In den etwa tausend Häusern leben 3.000 Menschen.
  • 5.700 v. Chr.: In Hacilar (Anatolien) werden die ersten zweigeschossigen Häuser gebaut.
  • 5.500 v. Chr.: In Mitteleuropa werden von Ackerbauern und Viehzüchtern erstmals Kleidungsstücke aus Schafwolle oder Lein hergestellt und getragen. Auch kennt man Gürtelverschlüsse aus Muscheln und Hirschgeweihstücken.
  • 5.500 v. Chr.: In den stadtähnlichen Siedlungen der Jungsteinzeit gelingt es Handwerkern, aus Erz Metalle zu schmelzen.
  • um 5.500 v. Chr.: Nach den „Chronographiai“, den griechischen Zeittafeln des JULIUS AFRICANUS (um 180 - 245 n. Chr.), errechnet sich für diese Zeit die „Weltschöpfung“.
  • um 5.000 v. Chr.: In der Bretagne entstehen Monumentalbauten einer megalithischen, vorkeltischen Urbevölkerung. [„Als es noch keine Tempel auf Malta gab, als die nomadisierenden Jäger und Sammler am Nil noch in primitiven Schilfhütten lebten und nicht einmal im Traum an Pyramiden dachten, blühte hier in der Bretagne (und den nahen Küsten Englands, Irlands und Portugals) eine Hochkultur, die offensichtlich eine Religion mit ausgeprägten Jenseitsvorstellungen besaß, die Sonne als höchstes Wesen verehrte und architektonische Großleistungen hervorbrachte, die anderen Völkern später, selbst den Ägyptern als Vorbild dienten.“ BRAEM, 2000]
  • um 5.000 v. Chr.: Wie aus dem Nichts entsteht die vermeintlich erste Hochkultur der Erde: Sumer. Seine Mythologie und bestimmte archäologische Funde lassen manche Forscher außerirdische Einflussnahme vermuten. (siehe auch: 3.500 v. Chr.!)
  • um 5.000 v. Chr.: In Sumer entstehen die ersten Schulen der Menschheit. Die Schulbücher sind aus Lehm. Tempelschreiber geben ihr Wissen um die Bedeutung der Zeichen und wie man sie am geschicktesten in weiche Tontäfelchen einritzt an intelligente Knaben der Oberschicht weiter.
  • 5.000 v. Chr.: In Mesopotamien gibt es domestizierte Esel.
  • 5.000 v. Chr.: In Mittelamerika werden die ersten Bohnengerichte gegessen. In Südamerika stehen die ersten selbstangebauten Kartoffeln auf dem Speiseplan (Anbaugebiet: Andenhochland). Dort kommen auch Maisgerichte in Mode.
  • 5.000 v. Chr.: In Südostasien und Ozeanien baut man Bananen, Zitrusfrüchte und Kokosnüsse an.
  • um 5.000 v. Chr.: Die Babylonier nutzen die heilenden Eigenschaften des Essigs, der aus Früchten der Dattelpalme hergestellt wird. Außerdem wird er zum Konservieren der Jagdbeute verwendet.
  • 5.000 - 3.000 v. Chr.: Postglaziale Warmzeit: In Europa ist es 2 - 3 0 wärmer als heute, die Baumgrenze liegt einige hundert Meter höher.
  • 5.000 v. Chr.: In Vorderasien lernt der Mensch, Metall aus erzhaltigem Gestein zu schmelzen; dort werden bereits Steinbeile und -waffen durch Metallwerkzeuge und -waffen abgelöst.
  • 5.000 v. Chr.: Erste Waagen
  • 5.000 v. Chr.: Auf einer Münze aus dem Altaigebirge findet sich als älteste Zierpflanze eine Rose.
  • 5.000 v. Chr.: Erste steinzeitliche Siedlungen in Unterägypten: Nomaden aus der Sahara lassen sich im Niltal nieder.
  • nach 5.000 v. Chr.: Nördlich des Toten Meeres bis in die Küstenebene hinein entstehen Häuser aus Stampflehm oder Ziegeln. Bewässerungswirtschaft ermöglicht den Anbau von Getreide, Datteln und Oliven.
  • 5.000 v. Chr.: Erste Keramikerzeugnisse
  • 5.000 v. Chr.: An den dänischen Küsten ernten die Menschen die Austernbänke ab.
  • 5.000 v. Chr.: Bei Kückhoven in der Nähe von Erkelenz wird ein hölzerner Brunnen gebaut, der 15 Meter in die Tiefe reicht.
  • 5.000 v. Chr.: Künstliche Bewässerung in Ägypten
  • 5.000 v. Chr.: Vermutlich erster Maisanbau in Mexiko
  • 4.760 v. Chr.: Die Ägypter erhalten einen Kalender mit 365 Tagen. Von wem?
  • 4.750 v. Chr.: Beginn des Städtebaus in Mesopotamien
  • 4.700 v. Chr.: Die erste der beiden Stufenpyramiden in Barnenez in der Bretagne wird erbaut. Die zweite entsteht gut 400 Jahre später. (Der nördlichste Punkt der Gesamtanlage aus zwei Bauten weist genau in Richtung Stonehenge, das allerdings viel später hergestellt wird.)
  • 4.500 v. Chr.: Erdbevölkerung 20 Millionen Menschen
  • 4.500 v. Chr.: Oberhalb des heutigen libanesischen Hafens Jebeil entsteht ein größeres Dorf aus primitiven Zweighütten, deren Wände und Dächer mit Lehm verschmiert und deren Fußböden mit Kalksteinkies bestreut sind: Byblos, das heutige Gubail (in der Bibel: Gebal).
  • 4.500 v. Chr.: Nahrungsmittelüberfluss im Nildelta; Getreide wird in eigens angelegten Silos gelagert. An die Stelle des Feuersteins tritt in Ägypten jetzt vermehrt Kupferwerkzeug.
  • um 4.400 v. Chr.: Im heutigen Holland entstehen die ersten agrarischen Siedlungen.
  • 4.350 v. Chr.: Aus der Ukraine sind erste gezähmte Pferde belegt. Sie dienen schon als Reitpferde.
  • 4.221 v. Chr.: Beginn desjenigen ägyptischen Kalenders, der Zyklen von über 32.000 Jahren angibt: Wozu solche Intervalle bei der praktischen Anwendung eines Kalenders dienen sollen, ist noch nicht geklärt.
  • um 4.200 v. Chr.: Im Nildelta und in der Senke von Fayum entstehen erste agrarische Siedlungen. Weizen und Gerste werden angebaut, Schwein, Rind, Schaf und Ziege gehalten.
  • 4.200 v. Chr.: Am Federsee entsteht die Seeufersiedlung Aichbühl. Zu diesem Dorf gehören 23 Häuser.
  • 4.000 v. Chr.: Der Erdmagnetismus ist nur halb so stark wie heute.
  • um 4.000 v. Chr.: Im mittelamerikanischen Raum strukturiert sich die Landwirtschaft. In der Folge bilden sich erste sesshafte Gemeinschaften. Grundnahrungsmittel ist der Mais, ergänzt durch Maniok, Kürbis, Bohnen und Süßkartoffeln. Die indianischen Völker halten Hunde, Truthähne, Honigbienen und vermutlich Tapire.
  • um 4.000 v. Chr.: Schnellstes Transportmittel ist das Kamel. Als Reit-, Last- und Zugtier erreicht es eine Geschwindigkeit von 13 Kilometer pro Stunde, die später vom galoppierenden Pferd (30 km/h) übertroffen wird..
  • 4.000 v. Chr.: Oberägypten wird besiedelt.
  • 4.000 v. Chr.: Das „Jyotisa“, ein altindisches Lehrbuch über Astronomie, wird verfasst. Es soll auffällige Parallelen zur modernen Konzeption von der Stellung der Erde im Weltraum, zum Gravitationsgesetz, zur Lehre von der kinetischen Energie, der kosmischen Strahlungstheorie und auch zur Atomstrahlentheorie enthalten.
  • 4.000 v. Chr.: Die bedeutendsten Städte der Industalkultur Mohenjo-Daro und Harappa sind aus Ziegeln erbaut und verfügen über eine raffinierte Wasserversorgung und Abfallbeseitigung.
  • 4.000 v. Chr.: Erste Besiedlung der Sumpfniederungen des unteren Euphrat, später des unteren Tigris, von der damaligen Küstenlinie aus nach Norden (Ubaid-Kultur).
  • 4.000 v. Chr.: Menschen entdecken den Wildapfel als essbare Frucht.
  • 4.000 v. Chr.: Erster Hirseanbau in Ostasien
  • 4.000 v. Chr.: Übergang zu Ackerbau und Viehzucht im Tal des Hwangho in China
  • 4.000 v. Chr.: auch 4.500 v. Chr.: Beginn der Jüngeren Steinzeit (Neolithikum, bis 2.000 v. Chr.): Herstellung geschliffener Steinwerkzeuge; ein Teil der Menschen gibt in Mitteleuropa das Nomadenleben auf und wird zum sesshaften Ackerbauer, der Nutzpflanzen kennt und Haustiere hält, feste Wohnungen baut, Töpferei und Weberei erfindet. Die ersten Waldflächen werden für den Ackerbau gerodet; als Kulturpflanzen werden - vorwiegend für den Eigenbedarf - die Wildweizenarten Einkorn und Emmer, Vielzeilengerste, Rispenhirse, Erbsen und Lein, außerdem Spelzweizen, Zwerg- und Saatweizen, Linse und Mohn (als Ölfrucht) angebaut. Die Saatfurche wird mit Handharken gezogen. Schafe, Pferde und Ziegen bürgern sich als Haustiere ein, Rinder und Schweine werden aus einheimischen Wildarten gezüchtet.
  • 4.000 v. Chr.: In einer Seeufersiedlung am Bodensee werden (erstmals nachgewiesen) kegelförmige Vliesgeflechte verwendet, mit hoher Wahrscheinlichkeit als spitzhutartige Kopfbedeckungen. Auch Mäntel, als dichte Zwirngeflechte aus Bast gewirkt, sind in Gebrauch.
  • 4.000 v. Chr.: Entwicklung der Töpferscheibe
  • 4.000 v. Chr.: Die Alkoholische Gärung von Fruchtsäften wird entdeckt. Die Sumerer und Ägypter stellen Wein her. Außerdem ist Sauerteig bekannt.
  • 4.000 v. Chr.: Kupfergewinnung aus Erz
  • 4.000 v. Chr.: Die Sonnenuhr wird entwickelt.
  • 3.900 v. Chr.: Ägypter schmelzen Metall und verwenden Meteoriteneisen.
  • [3.761 v. Chr.: Schöpfung der Welt nach der jüdischen Zeitrechnung; „Beginn der Zählung der Jahre“; entspricht wahrscheinlich dem „Jahr 0“ des Kalenders von Nippur; das lateinische Wort „annum“ geht vielleicht auf das Sumerische zurück, wo AN soviel wie „der Himmlische“ oder „der Himmel“ bedeutet.]
  • 3.600 v. Chr.: Bronze wird entdeckt.
  • 3.500 v. Chr.: Im Nahen Osten tauchen erstmalig (Kupfer-) Nägel auf; sie halten Kupferbleche einer Statue zusammen.
  • 3.500 v. Chr.: Erste Fahrzeuge mit Rädern; Segelschiffe sind in Gebrauch
  • 3.500 v. Chr.: In Ägypten wird Flachs für Bekleidung angebaut. Die Papyrus-Ernte wird zur Papierherstellung verwendet.
  • 3.500 v. Chr.: Die Erdbevölkerung wird auf 20 Millionen Menschen geschätzt.
  • 3.500 v. Chr.: In Norddeutschland entstehen die ersten „Hünengräber“.
  • 3.500 v. Chr.: Die rundköpfigen Sumerer kommen aus dem zentralasiatischen Bergland nach Süd-Mesopotamien. Sie bauen Städte, Kanäle und Bewässerungssysteme, betreiben den Ackerbau im Kollektiv, verwenden die Töpferscheibe. Ihre Kunst der Goldbearbeitung ist ohne Beispiel.
  • 3.480 v. Chr.: Die Stufenpyramide von Gavrinis („Ziegeninsel“) vor der Bretagne entsteht.
  • 3.300 v. Chr.: Mohenjo Daro, eine der ältesten Städte der Menschheit wird errichtet. Sie erlebt ihre Blütezeit parallel zu den Tempelstädten der Sumerer und dem Bau der ägyptischen Königsstädte. Bis etwa 2.000 v. Chr. steht sie am Indus, im heutigen Pakistan, in Blüte, ehe sie von einem Tag auf den anderen - vermutlich durch eine furchtbare Katastrophe - erlischt. (Bis zu ihrer Entdeckung durch die britischen Archäologen MARSHALL, MACKAY und WHEELER im Jahre 1922 existiert die Stadt mit dem Namen „Hügel der Toten“ nur in einer indischen Legende, nach der die unermesslich reiche Stadt am Indus in einem Feuersturm versunken ist, der durch die „schrecklichen Waffen“ ihrer Feinde ausgelöst worden ist.) [VON BUTLAR, 1991]
  • 3.200 v. Chr.: Die Sumerer errichten entlang ihrer Handelswege Straßenforts. Ihr wichtigstes Handelsobjekt ist Metall. Sie rechnen mit fünfzehnstelligen Zahlen und betreiben Überseehandel mit Ostafrika und Indien.
  • 3.200 v. Chr.: Die Ägypter praktizieren Landvermessung, erstellen eine ägyptische Landkarte, errichten erste Bauten aus behauenen Steinen.
  • 3.200 v. Chr.: Die Malteser führen auf ihrer Insel Obsidian-Stein ein, schneiden in den felsigen Boden Schienen und transportieren Riesensteine auf „Kugellagern“.
  • 3.200 v. Chr.: Erste Siedler lassen sich auf dem Boden des späteren Troja nieder. (andere Quelle: bereits um 4.000 v. Chr.)
  • 3.100 v. Chr.: Die Sumerer entwickeln das Wortsilbensystem aus der Wortschrift.
  • 3.100 v. Chr.: Die ägyptischen Königsdynastien nehmen ihren Anfang.
  • 3.060 v. Chr.: In Ulster (Irland) entstehen erste agrarische Siedlungen.
  • um 3.000 v. Chr.: Im Zweistromland kommt es zur sogenannten „Kleinen Sintflut“.
  • um 3.000 v. Chr.: Seeverkehr zwischen Mesopotamien und den Städten der Harappa-Kultur am Indus
  • um 3.000 v. Chr.: Entstehung der Stadt Babylon, die aber erst später an Bedeutung gewinnt
  • um 3.000 v. Chr.: Die Sumerer studieren erstmals die Himmelskörper, die wir heute Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn nennen. (=> Planeten)
  • um 3.000 v. Chr.: Die Sumerer verwenden in Mesopotamien erstmals Zahlen, sie entwickeln die Silbenschrift.
  • um 3.000 v. Chr.: Die Sumerer verwenden Rollsiegel. Diese sind kleine Stempel von einem bis sechs Zentimetern Länge, die von den Besitzern oft um den Hals getragen werden. Die ältesten Rollsiegel zeigen mythologische Gestalten und Symbole: Vogelmenschen, Fabeltiere, Zwitterwesen, fliegende Objekte und Kugeln am Himmel, behelmte Götter am Lebensbaum oder Himmelsbarken über dem Mond, in dem menschenähnliche Wesen sitzen.
  • um 3.000 v. Chr.: Die Sumerer betreiben Handelskarawanen mit Eseln und Maultieren, vor allem, um das Problem des Rohstoffmangels in Mesopotamien zu beheben,
  • 3.000 v. Chr.: Um diese Zeit sollen Inder zu Weltraumflügen gestartet sein, um sich vor einer drohenden Sintflut auf die Venus zu retten. So gibt es Dr. RUTH REYNA an, die im Auftrag der US-Weltraumbehörde einen Bereicht verfasst hat, der auf der Deutung indischer Sanskrit-Texte beruht. [VON DÄNIKEN, Aussaat und Kosmos]
  • 3.000 v. Chr.: Die Sumerer brauen jetzt Bier aus angebauten Getreide (Emmer, Gerste). Getreidemehl wird zu Brot verbacken.
  • 3.000 v. Chr.: Beginn der kretisch-minoischen Kultur
  • 3.000 v. Chr.: In Vorderasien und Ägypten werden die ersten Schriften entwickelt (sumerische Schrift, Hieroglyphen-Schrift); Keilschriftzeichen auf Tontafeln in Uruk/Mesopotamien (600 Symbole entziffert: Warenlisten, Namen, Daten)
  • 3.000 v. Chr.: Im Vorderen Orient und in China kommt der Gebrauch von Wasserrädern auf.
  • 3.000 v. Chr.: Im Vorderen Orient werden die ersten Drehbänke verwendet.
  • um 3.000 v. Chr.: In China entwickelt sich die Sitte, sich zum Frühlingsanfang phantasievoll bemalte und verzierte Eier zu schenken.
  • um 3.000 v. Chr.: In Südostasien werden erste Reiskulturen angelegt. Erster Baumwoll-Anbau erfolgt sowohl im Indusgebiet als auch (merkwürdigerweise zeitgleich!) in Nordperu.
  • um 3.000 v. Chr.: In Ägypten wird die Methode der Mumifizierung entwickelt und erstmals angewendet.
  • um 3.000 v. Chr.: Der ägyptische Kalender wird neu gefasst. Mit seiner Hilfe soll man sich auf das jährlich wiederkehrende Nilhochwasser vorbereiten können. Anfang Juni leuchtet der Stern Sirius kurz vor Sonnenaufgang besonders hell am Himmel Ägyptens. Für die Ägypter ist dies das Zeichen, daß das Hochwasser kurz bevor steht. Man verehrt den Stern als „Nilbringer“ und feiert sein Erscheinen als Neujahrstag. Die Zeit bis zum nächsten Neujahr unterteilt man in zwölf Monate mit 30 Tagen. Unter Zugabe von fünf Schalttagen entsteht ein zuverlässiger Kalender.
  • 3.000 v. Chr.: In Ägypten wird die Kunst des Brotbackens entwickelt. Unter RAMSES III. (1188 - 1157) wird Brot Zahlungsmittel: als Taglohn erhält ein Bauer drei Brote.
  • 3.000 v. Chr.: Die Ägypter halten Hausgänse, in erster Linie für Speiseopfer.
  • 3.000 v. Chr.: In Ägypten sind Gold-, Kupfer- und Türkisbergwerke in Betrieb.
  • 3.000 v. Chr.: Die Ägypter verwenden Stecknadeln aus Kupfer, Fischgräten und Dornen zum Zusammenhalten von Kleidungsstücken.
  • 3.000 v. Chr.: Kerzen sind in Gebrauch.
  • 3.000 v. Chr.: In der Seeufersiedlung Allensbach bei Konstanz werden sandalenartige Schuhe aus flachen Baststreifen getragen.
  • um 3.000 v. Chr.: Aus der Trichterbecherkultur sind Töpfe ohne Boden bekannt, die als Trommeln gedient haben dürften.
  • um 3.000 v. Chr.: Indianer verwandeln über dem Feuer eratmals Maiskörner in Puffmais (Popcorn).
  • 2.940 v. Chr.: Troja ist ein übertrieben hoch ummauerts Dorf (ein Seezeichen?); es existiert bis 2.400 v. Chr. und ist archäologisch Troia I.
  • 2.900 v. Chr.: In Ägypten wird ein 100 Meter langer, aus Erde und Steinen bestehender Damm errichtet, der das Garawital absperrt und den ersten Stausee erzeugt.
  • 2.880 v. Chr.: Entstehung des ägyptischen Einheitsreiches durch König NARMER; Gründung von Memphis: In Ägypten beginnt die I. Dynastie unter Pharao MENES.
  • um 2.800 v. Chr.: Riesige Überschwemmungen im gesamten Tal von Euphrat und Tigris: Die dort ansässigen Sumerer glauben, die ganze Welt sei überflutet. (= Mögliche Auslegung der Sintflut der Bibel)
  • um 2.800 v. Chr.: In Erech in Mesopotamien (heutiger Irak) gibt es die wahrscheinlich erste gesetzgebende Körperschaft, die aus zwei Kammern besteht.
  • um 2.800 v. Chr.: Auf dem Nil verkehren Segelschiffe.
  • um 2.800 v. Chr.: In China herrscht FU HSI; er ist der erste der Drei Erhabenen Kaiser Chinas. Er lehrt den Gebrauch des Fischernetzes sowie die Zähmung wilder Tiere und die Seidenraupenzucht. Außerdem erfindet er das Winkelmaß, das zu seinem Emblem wird. Seine wichtigsten Schöpfungen sind die Musik und die Acht Trigramme, welche die Grundlage der Schrift bilden sollen. (FU HSI wird als menschliches Wesen mit Schlangenleib dargestellt.)
  • 2.800 v. Chr.: In China werden Reis, Weizen, Gerste, Hirse und Sojabohne angebaut und veredelt.
  • um 2.769 v. Chr.: (17. Juli) Ägyptischer Kalender: Sonnenjahr von 365 Tagen
  • 2.750 v. Chr.: Sumer: Der historische Gilgamesch ist König von Uruk.
  • 2.750 v. Chr.: Der „Silbury Hill“, der mit Abstand größte, jemals von Menschenhand errichtete prähistorische Hügel Europas, entsteht in der Nähe von Avebury.
  • 2.737 v. Chr.: In dem Arzneimittelbuch des chinesischen Kaisers SHENG-NUNG wird Cannabis als Droge gegen Verstopfung, Rheuma, Malaria und andere Beschwerden beschrieben.
  • um 2.700 v. Chr.: Beginn des Baues der großen Pyramiden in Ägypten; sie gelten als das Erste Weltwunder.
  • um 2.700 v. Chr.: In Peru könnte bereits Baumwollanbau bekannt sein. Dies vermutet man aufgrund von gefundenen Geweben.
  • 2.660 - 2.160 v. Chr.: Altes Reich in Ägypten (3. - 8. Dynastie)
  • um 2.650 v. Chr.: Der legendäre HUNANG TI (wörtlich: „Gelber Kaiser“), dem man die Erschaffung der Menschen zuschreibt, führt in China die Schrift, die Töpferscheibe und den Kompass ein.
  • 2.650 v. Chr.: In China schreibt Kaiser HUANG TI ein medizinisches Lehrbuch. (Andere Quellen sprechen davon, daß es erst im 3. oder 2. Jahrhundert v. Chr. erschienen ist.)
  • 2.650 v. Chr.: In Ägypten beginnt das Alte Reich (bis 2.150 v. Chr.).
  • 2.650 v. Chr. (andere Quelle: 2.750 v. Chr. => Rückrechnungsfehler?): IMHOTEP erbaut die 62 Meter hohe Stufenpyramide des DJOSER im ägyptischen Sakkara.
  • um 2.650 v. Chr.: Pharao SENEFRU lässt auf einem Dorit notieren, daß er „vierzig Schiffsladungen Zedernholz“ aus der Stadt am Libanongebirge (Byblos) bezogen und daraus drei Schiffe habe bauen lassen.
  • 2.630 v. Chr.: In China beginnt die Seidenweberei.
  • 2.630 v. Chr.: Kupfererzverhüttung im Nahen Osten
  • 2.600 v. Chr.: Troja erlebt als Königssitz eine erste Blütezeit (Troia II); aus der Zeit bis 2.400 v. Chr. stammen kostbare Handwerkserzeugnisse.
  • 2.600 v. Chr.: CHI-PO behauptet, daß die Erde als eine kugelförmige, schwerelose Gestalt durch den Raum schwebt.
  • 2.600 v. Chr.: Sumer: Astronomie, Mathematik mit Wurzelziehen, festgelegte Zeit- und Längenmaße, Kalender
  • 2.600 v. Chr.: ENSI URUKAGINA nimmt in Sumer Reformen vor; es ist die erste Sozialreform des Menschen im Sinne von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. (Wahrscheinlich handelt es sich aber um die Wiederaufnahme früherer Gesetze, weil URUKAGINA sagt, daß sein Gott NINGIRSU ihn aufgerufen habe, „die Vorschriften der früheren Zeit wiedereinzusetzen“; dies ist wiederum ein Beleg dafür, daß die sumerische Zivilisation schon lange Zeit besteht.)
  • 2.600 v. Chr.: Die Frühminoische (Kretische) Zeit beginnt (bis etwa 2.000 v. Chr.).
  • um 2.600 v. Chr.: Zucht der Seidenspinnerraupe in China
  • 2.600 v. Chr.: Die Ägypter und die Chinesen verwenden Tinte, die sie aus Ruß und Wasser herstellen. Der Ruß wird durch Verbrennen von Öl gewonnen.
  • 2.595 v. Chr.: Pyramiden von Sakkara
  • um 2.566 v. Chr.: Bau der Cheops-Pyramide
  • 2.533 v. Chr.: Chephren-Pyramide mit Sphinx
  • 2.500 v. Chr.: Erdbevölkerung ca. 40 Millionen Menschen
  • 2.500 v. Chr.: CLUBE und NAPIER nehmen an, daß um diese Zeit ein Komet mit ungefähr 20 Kilometern Durchmesser in einer Erdumlaufbahn zerbrochen ist.
  • ab 2.500 v. Chr.: Yangshao-Kultur in China
  • 2.500 v. Chr.: In Ägypten wird eine erste Chirurgie entwickelt.
  • 2.500 v. Chr.: In Ägypten existieren drei Kalender gleichzeitig: zwei religiöse Mondkalender und ein staatlicher solarer Kalender. Ein Mondkalender besitzt den Faktor 12,37. Dies bedeutet, daß alle Jahresangaben nach dieser Zeitrechnung durch diesen Faktor geteilt werden müssten. Sind z. B. die Lebensalterangaben der Bibel in Mondjahren gemacht - was allerdings nicht geklärt ist -, so wird das Alter von Adam (930), Seth (912), Enosch (905) Methusalem (969), Lamech (777) und Noah (950) auf „normale“ zweiundsechzig bis achtundsiebzig reduziert.
  • 2.500 v. Chr.: Sumer und Thrakien: Leichtmetalllegierung Elektron
  • 2.500 v. Chr.: Erste elektrische Batterien im Gebiet des heutigen Irak ?
  • 2.500 v. Chr.: Glas ist in Gebrauch
  • 2.500 v. Chr.: Eine Standarte von Ur zeigt einen von Pferden gezogenen Streitwagen mit Scheibenrädern. Dies ist ein Beleg dafür, daß das Rad in der Zeit vorher von den Sumerern entwickelt worden sein muss.
  • ab 2.500 v. Chr.: Einwanderung indogermanischer Stämme in Indien von Nordwesten her
  • 2.500 v. Chr.: In Indien entstehen die großen Städte der Industalkultur (= Harappa-Kultur). Sie sind auch durch erste Paläste geprägt. Wasserleitungen und Badeanlagen zeugen von einem hohen Stand des hygienischen Komforts.
  • 2.500 v. Chr.: Zweite Stadtgründung auf dem Hügel von Troja
  • um 2.500 v. Chr.: Damaskus existiert.
  • 2.500 v. Chr.: Die Sumerer kennen Wasserklosetts.
  • 2.500 v. Chr.: In Pakistan werden Bäder zu rituellen Zwecken gebaut.
  • 2.500 v. Chr.: In Indien und Pakistan werden erste Kleidungsstücke aus Baumwolle getragen.
  • 2.500 v. Chr.: In Indien werden gezähmte Pfauen gehalten, in erster Linie wohl aus ästhetischen Gründen. Allerdings liefern sie, als Jungtiere gemästet, auch ein schmackhaftes Fleisch.
  • 2.500 v. Chr.: Abbau von Kupfererzen in der Nähe des Hallstätter Sees am Fuße des Dachsteinmassivs
  • 2.500 v. Chr.: Bronze wird als Legierung von Kupfer und Zinn entwickelt.
  • 2.500 v. Chr.: Kultivierung der Dattelpalme in Ägypten
  • 2.400 v. Chr.: Es beginnen die großen Wellen einer Wanderbewegung der Indogermanen, die bis etwa 1.200 v. Chr. anhalten werden.
  • um 2.400 v. Chr.: Nomaden, die aus den arabischen Wüstengebieten einwandern, Abkömmlinge semitischer Völker, bestimmen ab jetzt die Geschicke Mesopotamiens. Sie übernehmen die Kultur der Sumerer. Es entstehen Großreiche, die das gesamte Zweistromland umfassen. Babylon wird Hauptstadt.
  • 2.400 v. Chr.: SCHARRU-KIN (SARGON I.) gründet das Königreich Akkad (siehe auch: 2.350 v. Chr.!)
  • um 2.400 v. Chr.: Erste ägyptische Seefahrten zu den rhodesischen Goldminen
  • zwischen 2.350 und 2.294 v. Chr.: SARGON I. von Assyrien gründet das erste Großreich der Geschichte.
  • 2.350 - 2.150 v. Chr.: Dynastie von Akkad
  • um 2.300 - 2.200 v. Chr.: Höhepunkt der vorarischen Induskultur
  • um 2.300 v. Chr.: Trockenperiode
  • 2.300 v. Chr. (Datierung nicht sicher): Kaiser CHUEN konstruiert der chinesischen Mythologie nach eine Flugmaschine; außerdem beherrscht er das Fallschirmspringen.
  • 2.290 v. Chr.: In Indien kommt Eisen als Werkstoff in Gebrauch.
  • 2.283 v. Chr.: Astronomen im mesopotamischen Zweistromland von Euphrat und Tigris dokumentieren schriftlich eine Mondfinsternis.
  • 2.250 v. Chr.: Ägypter sollen zu dieser Zeit Afrika umschiffen.
  • 2.250 v. Chr.: Aus dieser Zeit soll die älteste erhaltene Landkarte stammen; es ist eine Tontafel, auf welcher der Verlauf des Euphrat in Nordmesopotamien (Irak) dargestellt ist.
  • 2.200 v. Chr.: Die Burg von Troja wird durch einen Brand zerstört.
  • um 2.200 v. Chr.: (Sagenhafte) Begründung der Hia-Dynastie durch YÜ DEN GROSSEN (bis 1.500)
  • 2.200 v. Chr.: In China wird Neunfelderwirtschaft mit Brunnenbewässerung betrieben.
  • 2.193 v. Chr.: Nach dem geheimnisvollen Buch „Oera Linda“ soll in diesem Jahr  die halbrunde Landmasse „Atland“ vor der niederländischen Küste Frieslands durch eine große Katastrophe zerstört worden sein. Der nördliche Kontinent mit subtropischem Klima soll von glücklichen Menschen bewohnt worden sein, welche von der Bevölkerung von Atlantis abstammten, das einige Jahrtausende früher untergegangen war. Die Überlebenden der Atland-Katastrophe wiederum sollen einige der bedeutenden Zivilisationen gegründet haben, darunter die Kulturen der alten Ägypter, Griechen und Indianer. [siehe auch: SHUKER, 1996, S. 52 f.!]
  • 2.150 v. Chr.: In Ägypten beginnt die Revolutionsepoche (bis 2.040 v. Chr.).
  • 2.100 v. Chr.: Der „Urnammu-Codex“ wird verfasst. Es ist die älteste schriftlich überlieferte Rechtssammlung, benannt nach dem König von Sumer und Akkad, der ihn in Mesopotamien erlassen hat. (andere Quelle: 2.350 v. Chr., vom Gott NANNAR auferlegt)
  • 2.100 v. Chr.: In Ägypten sind Katzen und Gänse beliebte Haustiere, ebenso Geparden und Hyänen.
  • um 2.064 - 1.955 v. Chr.: Dritte Dynastie von Ur dehnt die Herrschaft auf Elam und Assyrien aus.
  • 2.052 v. Chr.: Theben (heute Luxor und Karnak) wird ägyptische Residenzstadt.
  • 2.040 v. Chr.: In Sumer arbeiten erste Ziegelbrennereien.
  • 2.040 v. Chr.: In Ägypten beginnt das Mittlere Reich (bis 1.786 v. Chr.).
  • 2.024 v. Chr.: In diesem Jahr soll es zum Einsatz von Nuklearwaffen kommen. (Das Ereignis ist sowohl in der Bibel - Sodom und Gomorra - als auch im sogenannten „Erra Epos“ festgehalten: „Er hob seine Hand; der Berg wurde zerschlagen; danach löschte er die Ebene beim Allerhöchsten Berg aus; bei dieser Kraft blieb kein einziger Baumstumpf stehen.“) [SITCHIN, 1998, Seite 359]

  • 2.000 v. Chr.: Die Hethiter kommen nach Kleinasien.
  • 2.000 v. Chr.: In China wird die Wortschrift voll entwickelt.
  • um 2.000 v. Chr.: In China soll man schon die Akupunktur beherrschen. Man muss annehmen, daß diese medizinische Kunst von Wesen entwickelt ist, die dem wissenschaftlichen Stand des 20. Jahrhunderts überlegen sind.
  • um 2.000 v. Chr.: Der „Park der Intelligenz“ in China ist der erste Zoologische Garten überhaupt. Er zeichnet sich durch einen großen Reichtum an Wirbeltieren aus.
  • um 2.000 v. Chr.: Wird zu dieser Zeit eine der ältesten Stätten menschlicher Zivilisationsgeschichte, Mohenjo-Daro am Indus, durch eine Atomexplosion vernichtet?
  • um 2.000 v. Chr.: In Peru entstehen erste Pyramiden.
  • um 2.000 v. Chr.: In Indien werden Pferd, Rind, Schaf und Ziege als Haustiere gehalten.
  • um 2.000 v. Chr.: In Sumer ist Schule immer noch ein Vorrecht der Privilegierten. Schreiben, Lesen und Rechnen lernt, wer es aufgrund seiner gesellschaftlichen Stellung und seines späteren Berufes braucht. Der Schulbesuch ist teuer, die Lehrer leben von Schulgeld, das in Silber und Naturalien zu entrichten ist.
  • um 2.000 v. Chr.: Das sumerische Gilgamesch-Epos wird verfasst.
  • um 2.000 v. Chr.: Aus dieser Zeit stammen die jüdischen Verhaltensregeln.
  • 2.000 v. Chr.: Babylon: Inhaltsberechnung von Rechteck, Dreieck, Trapez, Kreis und Zylinder. Münzgeld
  • um 2.000 v. Chr.: Erste Einwanderung in Kanaan; ABRAHAM
  • um 2.000 v. Chr.: In Griechenland erscheinen die ersten hellenischen Stämme und unterjochen die dort ansässige, nicht-indogermanische Bevölkerung.
  • um 2.000 v. Chr.: Mittelminoische Zeit (Reich von Knossos)
  • 2.000 v. Chr.: In Mitteleuropa beginnt die sog. Buchenwaldzeit. Bei feucht-kühlem Klima wandern Rotbuche und Hainbuche ein und lösen die bisher dominierenden Arten Hasel, Feldulme, Linde, Eiche und Erle ab. Dieser Prozess dauert bis etwa 800 v. Chr. an. (Im Prinzip haben wir heute noch diese Zeit.)
  • 2.000 v. Chr.: Der Apfelbaum wird kultiviert.
  • 2.000 v. Chr.: In Europa entsteht das Mond- und Sonnenheiligtum Stonehenge (Bauzeit bis etwa 1800 v. Chr.); die Steine sind bis zu 6 Meter hoch und werden teilweise 250 Kilometer weit transportiert.
  • 2.000 v. Chr.: Felszeichnungen mit Darstellungen aus der Landwirtschaft in Südschweden
  • 2.000 v. Chr.: In Ägypten gibt es die Medizin als Priestergeheimlehre, gestützt auf sechs überlieferte Bücher.
  • um 1.950 v. Chr.: Zerfall des Großreiches von Ur in Stadtstaaten
  • um 1.950 v. Chr.: Anfänge des Assyrer-Reiches
  • um 1.900 v. Chr.: Die indogermanische Wanderungswelle erreicht den Balkan, Griechenland und Kleinasien (Thraker-Illyrer).
  • 1.900 v. Chr.: Vordringen der Ionier und Aioler-Achaier in Griechenland (bis etwa 1.000 v. Chr.)
  • 1.900 v. Chr.: In Babylon berechnen Priester den Mondumlauf auf 0,4 Sekunden genau.
  • 1.900 v. Chr.: In Süddeutschland werden Weizen, Gerste, Hirse, Erbse, Linse, Mohrrübe, Flachs, Mohn und Apfel kultiviert.
  • 1.850 v. Chr.: In England gibt es die erste Pferderennbahn.
  • 1.830 v. Chr.: Beginn des Babylonischen Reiches (bis 1050 v. Chr.)
  • 1.800 v. Chr.: auch 1.500 v. Chr.: Beginn der Bronzezeit in Mitteleuropa (bis 750 v. Chr.): Als neue Kulturpflanzen kommen Ackerbohne und Kolbenhirse vor. Die Bodenbearbeitung erfolgt mit einem primitiven Holzpflug (Jochhaken), der von Zugtieren gezogen wird. Regional spezialisieren sich die bäuerlichen Betriebe auf Getreideanbau oder Viehzucht. Es werden Überschüsse erwirtschaftet, die verkauft werden.
  • um 1.800 v. Chr.: Die erste Italikerschicht („Totenverbrenner“) wandert von Norden her nach Italien ein.
  • um 1.800 v. Chr.: Im Orient ist Baumwolle als Webfaser bekannt.
  • um 1.800 v. Chr.: In China beginnt die Hia-Zeit; Anfänge staatlicher Organisation (bis 1.500)
  • 1.800 v. Chr.: Auf der Mittelmeerinsel Kreta wird erstmals in Europa die Schrift verwendet.
  • 1.800 v. Chr.: Das sumerische Zahlensystem wird entwickelt.
  • 1.800 v. Chr.: Fünf Planeten und zwölf Tierkreiszeichen sind bekannt.
  • 1.796 v. Chr.: Schauplatz der sogenannten „Flut des Ogyges“ ist Theben in Böotien. Als geologische Ursache kommt ein Durchbruch des Kopaissees in Frage.
  • 1.792 v. Chr.: In Babylon beginnt die Herrschaft von König HAMMURABI (bis 1750). Seine Regierungszeit ist gut dokumentiert durch einen übermannshohen Stein, auf dem in Keilschrift 280 Rechtssätze verzeichnet sind.
  • 1.786 v. Chr.: In Ägypten beginnt die Hyksoszeit (bis 1.580 v. Chr.).
  • um 1.780 v. Chr.: Hungersnot in Kanaan
  • 1.770 v. Chr.: Nordeuropäer bauen seetüchtige Schiffe aus hölzernen Planken.
  • 1.750 v. Chr.: In Anatolien (Türkei) entsteht die Hochkultur der Hethiter, mit der Hauptstadt Hattuscha. Sie verehren Götter, die essen und trinken wie Menschen, den Himmel mit Barken befahren, unvorstellbare Waffen besitzen und die Menschen unterweisen.  (Es gibt den hypothetischen Ansatz, daß dieselben Götter die Inkas beeinflusst haben. <= VON DÄNIKEN, 1990)
  • 1.700 v. Chr.: Florierender Handel zwischen England und Skandinavien
  • 1.700 v. Chr.: Die Kreter rechnen und wiegen mit dem Dezimalsystem.
  • um 1.700 v. Chr.: Schweres Erdbeben auf Kreta
  • um 1.700 v. Chr.: Zerstörung von Knossos
  • 1.700 v. Chr.: Troja (Troia VI) ist eine bedeutende Siedlung und Schauplatz der „Ilias“; es existiert bis 1.250 v. Chr.; Brandspuren belegen: es ist etwas passiert, aber was?
  • 1.700 v. Chr.: Beginn der Spätminoischen Periode (bis etwa 1.400 v. Chr.) (andere Quelle: 1600 - 1200)
  • um 1.700 v. Chr.: Die erste von fünf Städten (an derselben Stelle) mit dem Namen Tiahuanaco wird rund 4.000 Meter über dem Meeresspiegel etwa 20 Kilometer südlich des Titicaca-Sees gegründet.
  • um 1.698 v. Chr.: HAMMURAPI erobert das mittlere und südliche Mesopotamien (mit Assur) und Sumer; die Länder werden in einen zentralistisch regierten Staat zusammengefasst.
  • 1.680 - 1.500 v. Chr.: Altes Reich der Hethiter
  • 1.660 v. Chr.: Staudamm aus poliertem Marmor in Rajsamand/Indien, 14 Meter hoch und 5,4 Kilometer lang.
  • 1.660 v. Chr.: JIMU TENNO, Gründer des japanischen Kaiserreiches, erhält von der Sonnenkönigin AMATERASU als Geschenk einen „Metallspiegel“, der sich heute, in vielen Schichten von Tüchern verpackt im inneren Schrein des Tempels der Stadt Ise auf der Hauptinsel Honshu befindet.
  • um 1.650 v. Chr.: Indoarier dringen im nördlichen Ostiran ein.
  • um 1.630 v. Chr.: In Ägypten wird die Bewerbung um die Hand einer Pharaonentochter in Ton geritzt; das Dokument gilt als ältester bekannter Liebesbrief.
  • um 1.600 v. Chr.: Die Babylonier ersetzen die bisher gebräuchliche Fünftagewoche durch die Siebentagewoche. Zugrunde liegt der Gedanke, daß die sieben Himmelskörper Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn die Gesamtordnung des Kosmos bestimmen.
  • um 1.600 v. Chr.: Entwicklung der mykenischen Kultur in Griechenland unter starkem Einfluss der minoischen Kultur
  • 1.600 v. Chr.: Erste Räderwagen tauchen auf, bleiben aber wegen fehlender Wege eher die Ausnahme.
  • 1.600 v. Chr.: Bernstein von der Ostsee taucht im Mittelmeerraum auf. (Hinweis auf Handel)
  • 1.600 v. Chr.: Erste Rasiermesser aus Bronze in Europa; außerdem Pinzetten zum Entfernen lästiger Haare
  • 1.590 v. Chr.: JAKOB geht nach Ägypten.
  • 1.570 v. Chr.: Pharao AHMOSE von Oberägypten vertreibt die Hyksoskönige aus ihrer Hauptstadt im Nildelta und begründet das Neue Reich, das fünf Jahrhunderte lang bestehen wird. (Andere Quelle: 1.580; bis 1075 v. Chr.)
  • 1.550 v. Chr.: Das erste Lehrbuch über medizinische Behandlungsmethoden liegt vor. Von den 800 arzneilichen Rezepturen im ägyptischen „Papyrus Ebers“ befassen sich alleine 22 mit dem Knoblauch.
  • 1.550 v. Chr. Schang-Kultur am Hoangho (China) (bis etwa 1050)
  • 1.550 v. Chr.: Indoiranische Nomaden brechen aus Afghanistan in das Reich der Harappa-Kultur ein.
  • 1.530 v. Chr.: Der Vulkan Santorin (= Thera) explodiert. Damit verbunden sind Katastrophenbeben und gewaltige Tsunamis in der Ägäis. Das Ereignis ist wahrscheinlich als „Flut des Deukalion“ in die altgriechische Literatur eingegangen. (Andere Daten: 1.450, 1.470 bzw. 1.480 v. Chr.)
  • um 1.530 v. Chr.: Babylon wird von den Hethitern zerstört.
  • 1.500 v. Chr.: Das Alphabet ist entwickelt.
  • 1.500 v. Chr.: Beginn der Schang-Dynastie in China (bis 1.050)
  • um 1.500: Begründung der chinesischen Kultur am mittleren Hoango
  • um 1.500 v. Chr.: Einwanderung der Arier (Indogermanen) in Persien und Indien
  • 1.500 v. Chr.: Die Arier bringen den Wendismus (Vorläufer des Hinduismus) nach Indien.
  • 1.500 v. Chr.: Das „Mahabharata“ wird in Sanskrit niedergeschrieben. Es beruht auf Legenden, die fünftausend Jahre älter sind. Im Jahre 1843 wird es erstmals vollständig übersetzt. Nach Auffassung einzelner Wissenschaftler sind darin die Auswirkungen von Atomkriegen beschrieben. (=> siehe: BERLITZ, 1981, S. 150 ff.!)
  • 1.500 v. Chr.: Die Ägypter beziehen Eisen in kleinen Mengen aus dem südlichen Kaukasus.
  • 1.500 v. Chr.: Glasbearbeitung in Ägypten; dort auch Glasschmuck
  • 1.500 v. Chr.: Aus einer Papyrus-Sammlung mit Heilrezepten, die JOHANN EBERS im 19. Jahrhundert erwirbt, geht hervor, daß die Ägypter um diese Zeit Schmerzen mit einem Aufguss aus Myrteblättern behandeln. (Sie enthalten dieselben Wirkstoffe wie die Weide, aus der sich das „Aspirin“ herleiten lässt. => Salicylsäure)
  • 1.500 v. Chr.: In Sibirien wird der Yak gezähmt.
  • 1.500 v. Chr.: Weinbau in Griechenland und am Kaspischen Meer
  • 1.500 v. Chr.: Die Stadt Knossos auf Kreta erlebt ihre Blüte und beherbergt als größte Stadt der Bronzezeit schätzungsweise 50.000 Einwohner.
  • um 1.500 v. Chr.: Kreta wird wahrscheinlich bei einem Erdbeben schwer zerstört.
  • um 1.500 v. Chr.: An der Golfküste beginnt eine prähistorische Hochkultur, die nach dem mexikanischen Volksstamm der Olmeken benannt wird (auch: La-Venta-Kultur). Sie gilt als Ursprungskultur der antiken mexikanischen Hochkulturen. Berühmt werden die steinernen Kolossalköpfe, bis zweieinhalbe Meter hoch, helmtragende Götterköpfe mit einem Gewicht bis zu 37 Tonnen.
  • um 1.500 v. Chr.: Es entsteht der älteste heute bekannte Stadtplan. Die Tontafel wird dereinst im Jahre 1889 in Nippur in einem Terrakottakrug von einer Expedition der Universität von Pennsylvania gefunden werden. Die dargestellte Stadt heißt auf der Karte „En-Lil-Ki“, die Stadt, in welcher der sumerische Luftgott ENLIL wohnt.
  • 1.493 v. Chr.: Die ägyptische Königin HATSCHEPSUT sendet eine Flotte aus, um das sagenhafte Goldland „Punt“ zu suchen. Man vermutet es im heutigen Äthiopien oder Somalia. Die seetüchtigen Schiffe sind etwa 60 Meter lang. Sie besitzen Doppelmasten und Kiele. Das Baumaterial sind vor allem Zedern aus dem Libanon.
  • 1.450 v. Chr.: Schweres Erdbeben auf Kreta
  • um 1.450 v. Chr.: Ein Vulkanausbruch auf der Insel Thera (heute: Santorin) zerstört wahrscheinlich die minoische Kultur. (=> Knossos) Das Beben löst einen Tsunami von etwa 9 Metern Höhe aus.
  • 1.450 v. Chr.: Die Juden verlassen Ägypten.
  • 1.400 v. Chr.: Stonehenge wird das letzte Mal baulich verändert (Form ist teilweise bis heute erhalten).
  • um 1.400 v. Chr.: Vermutlich wird in Vorderasien bereits Eisenerz zur Verhüttung gewonnen.
  • um 1.400 v. Chr.: Es beginnt die griechische Besetzung von Kreta; die kretischen Paläste werden durch die Eroberer zerstört.
  • ca. 1.400 v. Chr.: Die ältesten bekannten chinesischen Schriftzeichen, Orakeltexte auf einem Schildkrötenpanzer
  • um 1.400 v. Chr.: PAN KENG soll der Sage nach die erste Hauptstadt Chinas („Große Stadt Schang“) gründen.
  • um 1.400 v. Chr.: Das Pferd wird jetzt auch in Griechenland als Haustier gehalten.
  • 1.379 (andere Quelle: 1.377) v. Chr.: Der ägyptische Pharao AMENOPHIS IV. besteigt den Thron. Er führt eine neue Religion ein, in der die Sonne (als „aton“ bezeichnet) der einzige Gott ist. Zu Ehren der Sonne ändert er seinen Namen in ECHNATON. Die Religion überdauert seinen Tod nur kurze Zeit.
  • 1.375 v. Chr.: Kanaan: Sechsstöckige Hochhäuser in Tyros
  • 1.375 v. Chr.: Mexiko: Sonnenpyramide in Teotihuacán
  • 1.360 v. Chr.: Tell el-Amarna wird in Mittelägypten Residenz.
  • 1.350 v. Chr.: Syrien: Keilschrift-Alphabet in Ras Shamra und Ugarit mit 30 Schriftzeichen
  • 1.337 v. Chr.: Der ägyptische König TUTENCHAMUN wird ermordet. (Die Jahreszahl könnte falsch sein; eine andere Quelle gibt 1.333 v.Chr. als den Termin für die Thronbesteigung an! Sicher ist wohl, dass er im Alter von 18 Jahren gestorben ist.)
  • 1.300 v. Chr.: Schmiede in Kleinasien entwickeln eine erste Schweißmethode. Sie erhitzen die Enden von Eisenstücken, bis sie glühen und weich werden; dann legen sie diese übereinander und schlagen mit dem Hammer darauf, bis sie verschweißt sind.
  • 1.300 v. Chr.: Auch auf dem griechischen Festland setzt sich langsam eine Schrift durch.
  • 1.300 v. Chr.: Italiker (zweite Schicht: „Totenbestatter“) wandern vom Nordosten her nach Italien ein.
  • 1.290 v. Chr.: In Ägypten beginnt die Herrschaft von RAMSES II. (andere Quellen: 1.279 bzw. 1.304; bis 1.238 v. Chr. bzw. 1.213)
  • 1.250 v. Chr.: Ägypter entdecken die Kanarischen Inseln.
  • um 1.250 v. Chr. (andere Quelle: um 1.230 v. Chr.): Die Israeliten, ein semitisches Wandervolk, unternehmen unter der Führung von MOSES den „Auszug aus Ägypten“. Im „Lande der Verheißung“ (später: Palästina) lassen sie sich endlich nieder und werden zu sesshaften Bauern. Um 1000 fasst König DAVID die zwölf Stämme Israels zusammen. Hauptstadt wird um 950 die „hochgebaute Stadt“ Jerusalem. Unter Davids Sohn SALOMO nehmen die Israeliten am Welthandel teil, der Staat gelangt für kurze Zeit zur großen Blüte.
  • um 1.250 v. Chr.: MOSES baut am Berg Sinai nach genauen göttlichen Anweisungen die Bundeslade aus Akazienholz; sie soll die beiden Steintafeln aufnehmen, auf denen Gott die Zehn Gebote aufgeschrieben hat.
  • um 1.250 v. Chr.: Der Felsentempel von RAMSES II. wird in Abu Simbel erbaut. Die vier Sitzfiguren sind etwa 20 Meter hoch. Später wird bei einem Erdbeben eine davon zerstört. Wegen des Baus des Assuan-Staudammes (1960 bis 1970) wird die Anlage auf das Hochufer des Nils umgesetzt.
  • um 1.250 v. Chr.: Der phönizische Geschichtsschreiber SANCHUNIATON erwähnt sogenannte „belebte Steine“, mit denen man mit den Göttern in Verbindung treten kann. (Heute deutet man sie gelegentlich als eine Art Sprechfunkanlage zur Kontaktaufnahme mit Außerirdischen.) Außerdem definiert er die „Schlange“ der phönizischen Mythologie: Danach hat die Schlange „eine Geschwindigkeit, die auf Grund ihres Atems nichts übertreffen kann. Sie verleiht den Spiralen, die sie bei ihrer Fortbewegung beschreibt, jede beliebige Geschwindigkeit ... Ihre Energie ist außergewöhnlich ... Mit ihrem Glanz hat sie alles beleuchtet...“ (Wird hier ein UFO beschrieben?)
  • um 1.250 v. Chr.: Neue, fremde Bevölkerung mit Eisenkultur auf dem Hügel von Troja (ab dieser Zeit nach dem Wiederaufbau sprechen die Archäologen von Troia VIIa bis VIIh.
  • 1.213 v. Chr.: RAMSES II. stirbt mit 90 Jahren an den Folgen einer Zahnentzündung.
  • um 1.200 v. Chr.: Das phönizische Alphabet wird entwickelt.
  • um 1.200 v. Chr.: Trockenperiode
  • um 1.200 v. Chr.: San Lorenzo entsteht als Zeremonialzentrum der Olmeken. Es wird vermutlich um 900 v. Chr. gewaltsam zerstört.
  • um 1.200 v. Chr.: Es beginnt die Besiedlung der kleinasiatischen Küste.
  • 1.200 v. Chr.: In Ägypten wird Kupfer durch Eisen verdrängt. In Griechenland und Unteritalien wird Eisen dagegen erstmalig neben anderen verwendet.
  • 1.200 v. Chr.: Wasser- und lichtfeste Farben sind entwickelt.
  • 1198 v. Chr.: Die Herrschaft von RAMSES III. beginnt; er ist es, der Ägypten vor den „Seevölkern“ rettet. (bis 1166 v. Chr.)
  • 1194 v. Chr.: Krieg um Troja, endet 1184 mit der völligen Zerstörung der Stadt; nach neueren Erkenntnissen soll das sechste Troja bereits 1250 v.Chr. untergegangen sein; mit ihm versinkt der gesamte östliche Mittelmeerraum in einem sogenannten „dunklen Zeitalter“, in dem mächtige Königsstädte wie Mykene, Tiryns, Theben und Pylos schlagartig jegliche Bedeutung verlieren; Wasserbau, handwerkliche Fertigkeiten und selbst die Schrift geraten in Vergessenheit.
  • 1159 v. Chr.: Auf Island bricht der Vulkan Hekla 3 aus. Dies führt zu einer etwa 20 Jahre andauernden klimatischen Anomalie. Mit dem Ereignis werden Phänomene wie hoher Säuregehalt im grönländischen Eis, Verschwinden von Baumringen in Irland, Temperaturanstieg und Dürre in Mesopotamien und ungewöhnliche Wetterverhältnisse mit Ascheregen in China in Zusammenhang gebracht.
  • 1153 v. Chr.: Mit dem Tod von RAMSES III. beginnt der wirtschaftliche und politische Niedergang Ägyptens. Randgebiete wie Nubien und Palästina gehen verloren, das Land fällt schließlich unter fremde Herrschaft, was zur Aufteilung in Kleinkönigreiche führt.
  • um 1150 v. Chr.: Die indogermanischen Dorer fallen von Norden her in Griechenland ein und besetzen zunächst die nach ihnen benannte Landschaft Doris. In der Folgezeit zerstören sie in harten Kämpfen die Hochkultur des Peloponnes und machen Argos und Sparta zu ihren militärischen Zentren.
  • 1150 v. Chr.: Armenien und Südkaukasien: Schweißeisenerzeugung und Oberflächen-stahlhärtung
  • um 1150 v. Chr.: Phönizien: Metallverarbeitung, Schiffsbau, künstliche Häfen, Dämme, Brücken, Bergwerkstädte
  • 1150 v. Chr.: Phönizier aus Sidon gründen die Kolonie Karthago.
  • 1122 v. Chr.: In China beginnt die Tschou- (Chou-) Dynastie.
  • 1110 v. Chr.: Gades, das heutige Cadiz an der spanischen Atlantikküste nördlich von Gibraltar, wird als phönizische Kolonie gegründet.
  • 1100 v. Chr.: Die Dorische Wanderung setzt ein. (bis 900)
  • 1100 v. Chr.: Ägyptische Gesandte in China
  • 1100 v. Chr.: Die Juden haben Kanaan erobert und besiedelt.
  • um 1050 v. Chr.: Die Chou-Dynastie beginnt in China, damit auch die Feudalherrschaft (Lehensstaat). (bis 249 n. Chr.)
  • 1030 v. Chr.: SAUL wird erster König von Israel. (Die 12 israelitischen Stämme, die das Land Kanaan westlich des Jordan erobert haben, werden durch ihn zu einem Königreich zusammengefasst.)
  • 1005 v. Chr.: Jerusalem wird eingenommen und Hauptstadt. Um diese Zeit erreicht Israel unter König DAVID seine größte Ausdehnung.
  • 1000 v. Chr.: Erdbevölkerung ca. 80 Millionen Menschen
  • um 1000 v. Chr.: In den Salzburgisch-Österreichischen Kalkalpen, u.a. in Bad Reichenhall und Hallein, wird unter Tage Steinsalz gewonnen.
  • um 1000 v. Chr.: Menschen erobern die Hochtäler des Himalaya.
  • um 1000 v. Chr.: In China wird Kohle zum Feuer machen verwendet.
  • um 1000 v. Chr.: In Ostasien und im Vorderen Orient werden Schirme als Schutz vor der Sonne verwendet. Sie haben ein Gerippe aus Bambus- oder Sandelholz und sind mit Blättern oder Federn überzogen.
  • um 1000 v. Chr.: Die Achaier und Phoinikier besiedeln Zypern.
  • 1000 v. Chr.: Phönizier verbreiten (vereinfachte) Buchstabenschrift.
  • um 1000 v. Chr.: Beginn der älteren italischen Eisenzeit (Villanova-Kultur, bis etwa 800)
  • um 1000 v. Chr.: Im Mittelmeerraum (einschließlich Anatolien und Thrakien): Destillierapparate, Dampfleitungen, Zahnräder, Kolbenpumpen, Wasserhebeschrauben, Flaschenzüge, Drehbänke, Druckwasserleitungen und Feuerspritzen
  • 1000 v. Chr.: Kupferschmelzöfen in Ezeon Geber
  • um 1000 v. Chr.: Thraker exportieren Wein und Gerstenbier.
  • um 1000 v. Chr.: Im Mittelmeerraum entdeckt man die fischkonservierende Wirkung des Salzes. Erst 1000 Jahre später nutzt man diese Methode zur Vorratshaltung und zum Handel mit Fisch in Nordeuropa.
  • um 1000 v. Chr.: Es sind Instrumente bekannt, die mit einem schwingenden Rohrblatt zum Klingen gebracht werden. (Später nutzt man dieses Verfahren um Kuhhörner oder hölzerne Schalmeien zu blasen.)
  • 972 v. Chr.: SALOMO wird König. Er baut den ersten Tempel in Jerusalem, der schnell zum Mittelpunkt des religiösen Lebens wird.
  • 960 v. Chr.: Etwa ab dieser Zeit schreiben israelitische Schreiber und Theologen das Alte Testament auf, - ein Prozess, der sich etwa 600 Jahre hinzieht. (=> Bibel)
  • 960 v. Chr.: Handelsverkehr König SALOMOs mit Ostafrika und Südarabien (bis etwa 925)
  • 955 v. Chr.: König SALOMO sperrt die Bundeslade, die einst von König DAVID nach Jerusalem gebracht worden ist, in einen heiligen Raum im ersten Tempel, der auf Berg Moriah als Aufbewahrungsort für den Kasten errichtet worden ist.
  • um 950 v. Chr.: Einigung Attikas
  • 950 v. Chr.: Beginn des Assyrischen Reiches (bis 609 v. Chr.)
  • 950 v. Chr.: Bei Aqaba am Roten Meer entsteht SALOMOs Industriezentrum mit Verhüttungsanlagen und Schmelzöfen.
  • 950 v. Chr.: Urkundliche Erwähnung der chinesischen Stadt Kambalu
  • um 950 v. Chr.: Älteste nachweisbare Besiedlung des Palatins in der Villanovazeit (=> Rom)
  • 932 v. Chr.: Nach SALOMOs Tod kommt es zur Reichsteilung: Das Nordreich Israel wird von König JEROBEAM I. beherrscht, das Südreich Juda regiert König REHABEAM.
  • um 900 v. Chr.: Gründung Spartas
  • 900 v. Chr.: Etrusker kommen aus Kleinasien nach Italien.
  • um 900 v. Chr.: Die sogenannte jahwistische Hauptschicht der ersten vier Bücher Mose wird niedergeschrieben. (=> Bibel)
  • um 900 v. Chr.: Um diese Zeit (eventuell auch früher) wird das hinduistische Rigweda-Gesangbuch verfasst.
  • um 900 v. Chr.: Zerstörung von San Lorenzo, Entstehung von La Venta
  • um 850 v. Chr.: Etrusker-Einwanderung aus Kleinasien nach Italien; älteste Wohnsitze in der Südtoskana (Tarquinii und Caere)
  • um 814 v. Chr.: Karthago wird laut dem griechischen Historiker TIMAIOS als phönizische Kolonie von Tyros aus gegründet. (Sagenhafte Gründung durch Dido im Jahre 880 v. Chr.; andere Quelle: 800 v. Chr.)
  • um 800 v. Chr.: Im deutschen Raum verschlechtert sich das Klima. Die Temperaturen fallen um mehrere Grade, anhaltende Niederschläge führen zu einem Ansteigen des Wasserspiegels von Flüssen und Seen. Sturmfluten bedrohen die Küstenregionen.  Dem kulturell rückständigen Norden fehlen die technischen Mittel, um den veränderten Bedingungen in der Landwirtschaft zu begegnen. Ein Teil der Bevölkerung stellt auf Viehzucht um, ein anderer wandert aus. Die Folge sind umfangreiche Bevölkerungs-verschiebungen.
  • um 800 v. Chr.: In Mitteleuropa entstehen erste städtische Siedlungen. Hier werden auch erste Eisenwerkzeuge verwendet.
  • um 800 v. Chr.: Die Perser wandern von der Landschaft Parsua westlich des Urmia-Sees in das Gebiet nordöstlich von Susa.
  • um 800 v. Chr. (???): ZARATHUSTRA (griechisch: ZOROASTER) (andere Quellen: zwischen 600 und 520 Gründung der iranischen Religion)
  • um 800 v. Chr.: In Griechenland beginnt nach der sogenannten „mythischen“ Zeit die historische. Mit der Epik von HOMER bekommt die Dichtung eine überragende Bedeutung.
  • um 800 v. Chr.: Phönizier entdecken die Kanarischen Inseln und Madeira.
  • 800 v. Chr.: Griechische Kolonien in Spanien und Südfrankreich (Marseille; andere Quelle: um 600 v. Chr.)
  • um 800 v. Chr.: Zweite Einwanderung der Etrusker nach Italien
  • 800 v. Chr.: Entwicklung der griechischen Schrift aus der phönizischen
  • um 800 v. Chr.: Bergleute, Handwerker, Pelzjäger und Händler aus Europa gründen Siedlungen und Kolonien auf dem amerikanischen Kontinent.
  • um 800 v. Chr.: Das indogermanische Volk der Kelten tritt in Westeuropa das kulturelle Erbe älterer Völker an.
  • um 800 v. Chr.: In der indischen Literatur taucht Cannabis als Droge gegen eine Vielzahl von Krankheiten auf. Aber auch im religiösen Bereich, beispielsweise dem Vishnu-Fest ist die Droge fest integriert.
  • um 800 v. Chr.: Die Germanen kennen Roggenbrot.
  • 780 v. Chr.: In China beginnt man mit dem Registrieren von Erdbeben. Offensichtlich ist man im Besitz von hochempfindlichen Seismographen. In der Folgezeit wird ein vollständiges Verzeichnis aller Erdbeben bis in das Jahr 1644 n. Chr. erstellt.
  • 776 v. Chr.: In Olympia finden im Juli die ersten Olympischen Spiele statt, von denen Siegerlisten überliefert sind. Denen zufolge ist dies zunächst eher eine Veranstaltung von regionaler Bedeutung. (Belegt ist, daß COROIBOS, ein Koch aus Elis, den Stadionlauf gewinnt.)- Um diese Zeit entstehen auch Ilias und Odyssee.
  • ab 775 v. Chr.: Infolge der Klimaverschlechterung beginnen die Germanen zu wandern; es kommt zu Kämpfen mit den Kelten.
  • 763 v. Chr.: Assyrische Quellen überliefern erstmals eine Sonnenfinsternis.
  • 753 v. Chr.: Sagenhafte Gründung Roms durch Romulus und Remus (Der 21. April gilt seit dem römischen Gelehrten und Schriftsteller MARCUS TERENTIUS VARRO, der 116 bis 27 gelebt hat, als das Gründungsdatum, das die Grundlage der römischen Zeitrechnung „ab urbe condita“ wird.)
  • um 750 v. Chr.: Die Griechen übernehmen von den Phöniziern eine Konsonanten-Schrift, die sie mit Vokalen anreichern. Sie hat 26 Zeichen und ergibt das griechische Alphabet.
  • 750 - 470 v. Chr.: Etruskische Herrschaft über Rom, Latium, Campanien und Pompeji
  • 750 - 540 v. Chr.: Blütezeit der griechischen Kolonisation (etwa 650 Ackerbau- und Handelskolonien in Unteritalien, auf Sizilien und am Schwarzen Meer)
  • um 750 v. Chr.: Der Überlieferung nach wird Kymae (Cumae) gegründet, die älteste griechische Kolonie in Italien (in der heutigen Provinz Neapel).
  • um 750 v. Chr.: Prophet AMOS wirkt.
  • 750 v. Chr.: Beginn der Eisenzeit: Es sind über 40 Feldfruchtarten bekannt. Es entstehen landwirtschaftliche Großbetriebe, vor allem dort, wo die Bevölkerung von Städten mit Nahrungsmitteln zu versorgen ist. Gedüngt wird mit Stallmist, kalkreichem Mergel und sog. „Plaggen“ (rechteckig ausgestochenen Gras- oder Heidesoden).
  • 750 v. Chr.: Keltische Stämme und Germanen siedeln sich in der Eifel an. Durch den Abbau von Eisenerz kommt es dort zu einer ersten wirtschaftlichen Blüte.
  • 750 v. Chr.: In Südrussland wird Roggen angebaut.
  • 750 v. Chr.: Bauwerke mit Rundbögen werden errichtet.
  • 739 v. Chr.: Jesaja wird im Todesjahr des Königs Usija zum Propheten berufen.* Er wirkt in Jerusalem bis etwa 700. (* Eine Deutung der Texte lässt die Vermutung zu, daß er nicht nur mit Außerirdischen Kontakt hat, sondern mit ihnen auch in einem UFO einen Raumflug macht.)
  • 738 v. Chr.: Die Phryger gründen unter König MIDAS II. das Phrygische Großreich mit der Hauptstadt Gordion.
  • 735 v. Chr.: Die Griechen gründen Messina und Naxos.
  • 733 v. Chr.: Gründung von Syrakus auf Sizilien durch die Griechen (Korinth)
  • 729 v. Chr.: Katane (das heutige Catania) wird von Naxos aus an der Nordseite des Ätnas auf Sizilien als griechische Stadt gegründet.
  • 729 v. Chr.: König TIGLATPILESER III. von Assyrien erobert Babylon und gliedert es dem neuassyrischen Großreich ein.
  • 722 - 481 v. Chr.: Tsch’un-ts’iu-Periode in China
  • 722 v. Chr.: SARGON II. von Assur zerstört Samaria, die Hauptstadt des Nordreiches, vernichtet 721 das Königreich Israel. Das Volk wird in die Verbannung geschickt.
  • um 720 v. Chr.: HOMER schreibt das erste große Epos der europäischen Literatur, die „Ilias“.
  • um 720 v. Chr.: Die elohistische Schicht der ersten vier Bücher Mose entsteht. (Elohim = „die Götter“ => Bibel)
  • 714 v. Chr.: Persien  wird assyrische Provinz.
  • 712 v. Chr.: In Ägypten beginnt die sogenannte Spätzeit (bis 332 v. Chr.); die Nubier beanspruchen nach dem Zusammenbruch der ägyptischen Vorherrschaft das Pharaonentum für sich; es entstehen Machtzentren rivalisierender Fürsten.
  • 706 v. Chr.: Spartaner unter der Führung von PHALANTOS gründen Tarent.
  • 705 v. Chr.: SANHERIB wird König von Assyrien. (bis 681)
  • 704 v. Chr.: Ninive wird zur Hauptstadt des Neuassyrischen Großreiches ausgebaut.
  • um 700 v. Chr.: In den meisten griechischen Städten, auch in Athen, wird die Monarchie (die Herrschaft eines Königs) durch die Aristokratie (Adelsherrschaft) ersetzt.
  • um 700 v. Chr.: Zedernwälder in weiten Bereichen des Libanons werden gerodet, um Bauholz für die Attischen Trieren (Kriegsschiffe mit 170 Ruderern) zu bauen.
  • 700 v. Chr.: Keilschriftbibliothek des ASSURBANIPAL in Ninive (ca. 5.000 Tontafeln) (andere Quellen: 668 bzw. 640)
  • 700 v. Chr.: SANHERIB (= SENNACHERIB) legt eine Art botanischen Garten in Ninive an.
  • 700 v. Chr.: Erste Aquädukte werden gebaut.
  • 700 v. Chr.: Auch in Mitteleuropa werden jetzt Geräte aus Eisen verwendet.
  • um 700 v. Chr.: Zwischen den Alpen und den deutschen Mittelgebirgen beginnt die ältere Hallstattzeit. Durch den stark einsetzenden Warenaustausch (bergmännische Salzgewinnung, Salzhandel) wird der urgesellschaftliche Stammesverband mehr und mehr aufgelöst. Ausdruck hierfür sind die offenen Siedlungen und die sogenannten Herrensitze.
  • um 700 v. Chr.: In West- und Mitteleuropa wird das Pferd als Reittier verwendet.
  • um 700 v. Chr.: HESIOD schreibt die „Theogonia“, den ersten und einzigen Schöpfungsbericht von der Entstehung der Welt und der griechischen Götter.
  • um 700 v. Chr.: LYKURG begründet der Sage nach die spartanische Verfassung.
  • 689 v. Chr.: SANHERIB zerstört Babylon; die mächtige Statue des Stadtgottes Marduk und sein Kult werden nach Assur verpflanzt.
  • 680 v. Chr.: Der assyrische König ASSARHADDON beginnt nach der Ermordung SANHERIBs mit der Eroberung Ägyptens. (bis 669)
  • 660 v. Chr.: (Sagenhafte) Errichtung des japanischen Reiches durch JIMMU
  • um 660 v. Chr.: Byzanz wird als Kolonie der Stadt Megara am Südende des thrakischen Bosporus gegründet.
  • 656 v. Chr.: Das Assyrerreich erlangt seine größte Ausdehnung (ca. 0,9 Millionen Quadratkilometer).
  • 655 v. Chr.: PSAMMETICH beendet die assyrische Fremdherrschaft, eint Ägypten und begründet die Dynastie von Sais.
  • um 650 v. Chr.: Das spätere Rom gelangt unter etruskische Herrschaft und wird vermutlich nach dem etruskischen Geschlecht Rumina genannt.
  • um 650 v. Chr.: Der assyrische König ASSURBANIPAL lässt in Ninive eine Bibliothek einrichten, die etwa 5.000 Keilschrifttafeln umfasst.
  • um 650 v. Chr.: In Veiji entstehen die ältesten Wandmalereien der Etrusker.
  • 632 v. Chr.: Bei den Olympischen Spielen sind ab diesem Jahr auch Jugendliche zu den Wettkämpfen zugelassen.
  • um 627 v. Chr.: JEREMIA wird zum Propheten berufen. (Hat er eine Begegnung mit Außerirdischen?) Er wirkt bis etwa 580.
  • 626 v. Chr.: König NABOLOPASSAR erringt die Unabhängigkeit von Assyrien und begründet das chaldäisches (neubabylonisches) Reich (bis 539).
  • 624 v. Chr.: In Ägypten beginnt die letzte längere Periode von Unabhängigkeit und Stabilität (Saïtische Periode, bis 525 v. Chr.).
  • 614 v. Chr.: Assur wird von den Babyloniern eingenommen und zerstört.
  • 612 v. Chr.: In Indien werden Kleinstaaten gebildet.
  • 612 v. Chr.: Der Babylonier KYAXARES nimmt Ninive ein und zerstört es.
  • 607 v. Chr.: Etruskerkönig TARQUINIUS gründet die Stadt Rom. (Der Sage nach gründen Romulus und Remus Rom im Jahre 753 v. Chr.!) (andere Quellen: 590/580)
  • 605 v. Chr.: Die Chaldäer siegen in der Schlacht von Karkemisch über die Ägypter:
  • 604 v. Chr.: Es beginnt die Blütezeit des chaldäischen (neubabylonischen) Reiches unter NEBUKADNEZAR II. (bis 562).
  • um 600 v. Chr.: Trockenperiode
  • um 600 v. Chr.: ANAXIMANDER stellt eine primitive Abstammungslehre auf, nach welcher der Mensch erst allmählich von einer fischähnlichen Tierform zu der für ihn typischen Gestalt gekommen ist.
  • um 600 v. Chr.: Phönizier umsegeln Afrika von Osten her.
  • um 600 v. Chr.: In Olympia wird der Hera-Tempel errichtet.
  • 600 v. Chr.: Turmbau zu Babel (= Hochtempel des Stadtgottes Marduk)
  • um 600 v. Chr.: Griechen errichten Massalia (das heutige Marseille) und bringen damit griechischen Handel und Kultur nach Gallien.
  • um 600 v. Chr.: Wirken des HESIOD
  • um 600 v. Chr.: Neapel wird gegründet. In Rom entstehen Berg- und Hügelburgen.
  • um 600 v. Chr.: In Europa wird das Haushuhn eingeführt.
  • um 600 v. Chr.: Die Griechen beginnen damit, Stein als Baumaterial zu verwenden.
  • 600 v. Chr.: Die Kelten verwenden erste Rasiermesser aus Eisen.
  • 600 v. Chr.: Die Olive bürgert sich von Griechenland her in Italien ein.
  • um 600 v. Chr.: In Japan tauchen erstmals Dogus-Figuren auf. Die bronzenen Statuetten tragen Brillen mit schräggestellten Linsen und Anzüge, die an Overalls erinnern. Etwas früher taucht in der japanischen Mythologie der Gott Ninigi auf, der den ersten Kaiser Jimmu Tenno einsetzt.
  • um 600 v. Chr.: LAO-TSE („der alte Meister“), eigentlich LI ER begründet den Taoismus.
  • um 600 v. Chr.: Monte Albán, ein bedeutendes Zeremonialzentrum der Zapoteken, entsteht in der Gegend von Oaxaca. Manche Forscher sehen darin auch die ehemalige Hauptstadt dieses Volkes, das noch deutliche Züge der olmekischen Kultur zeigt; es verbreitet Schrift und Kalender im gesamten Mesoamerika.
  • um 600 v. Chr.: THALES VON MILET hält die Erde für eine kreisförmige Scheibe. (Er steht damit in der Tradition von HOMER und den ionischen Naturphilosophen.)
  • um 600 v. Chr.: Auf diese Zeit wird die älteste Inschrift Mittelamerikas (Kalenderzeichen auf Stein) datiert.
  • 598 v. Chr.: Der Babylonierkönig NEBUKADNEZAR II. erobert Jerusalem und zerstört es ein Jahr später.
  • 594 v. Chr.: SOLON mildert in Athen die harte Herrschaft des Adels, indem er die Schuldknechtschaft beseitigt und die Bürger nach ihren Rechten und Pflichten in vier Klassen einteilt. Er bereitet damit die Einführung der ersten Demokratie vor, die aber erst mit KLEISTHENES erfolgt.
  • 594 v. Chr.: Im Auftrag des Pharaos NECHO fahren Phöniker vom Roten Meer aus in dreijähriger Fahrt rings um Afrika.
  • 593 v. Chr.: In diesem Jahr hat der Prophet EZECHIEL (nach LUTHER: HESEKIEL) eine erste Begegnung mit einem geheimnisvollen Fluggerät. (LANGBEIN, 1999)
  • 592 v. Chr.: Gleich zweimal kommt es zur Begegnung HESEKIELs mit einem Luftschiff. (LANGBEIN, 1999)
  • 587 v. Chr.: NEBUKADNEZAR zerstört große Teile Jerusalems und führt die Bewohner in die „Babylonische Gefangenschaft“. (Dritte Verschleppung des Volkes. Unter den Verbannten ist der Prophet EZECHIEL.) Dies bedeutet das Ende des Königreiches Juda.
  • 586 v. Chr.: Zerstörung des Salomo-Tempels in Jerusalem durch die Soldaten NEBUKADNEZARs
  • 585 v. Chr.: Erstmals wird eine Sonnenfinsternis vorausgesagt. (THALES VON MILET)
  • 580 v. Chr.: THALES VON MILET verwendet die Trigonometrie, um die Höhe der Pyramiden aus der Länge der von ihnen geworfenen Schatten zu berechnen.
  • 577 v. Chr.: Ab diesem Jahr wird im Schwarzwald auf dem Magdalenenberg bei Villingen einer der größten frühgeschichtlichen Grabhügel Mitteleuropas angelegt. Dazu gehören eine Zentralbestattung des Fürsten (Wagengrab) und 133 Nebengräber.
  • 575 v. Chr.: NEBUKADNEZAR II. lässt die „hängenden Gärten“ anlegen.
  • 572 v. Chr.: Die Olympischen Spiele gewinnen gesamtgriechische Bedeutung.
  • 572 v. Chr.: Erneute Begegnung HESEKIELs mit einem Fluggerät. (LANGBEIN, 1999)
  • um 570 v. Chr.: Der Turm zu Babel soll von NEBUKADNEZAR vollendet werden.
  • 560 v. Chr.: PEISISTRATOS wird Tyrann von Athen.
  • 559 v. Chr.: Der Perserkönig KYROS II. (DER GROSSE) macht Syrien und Palästina zu persischen Provinzen. Die deportierten Juden kehren zurück.
  • um 550 v. Chr.: Der Handel zwischen der keltischen Welt und dem Mittelmeergebiet erreicht seinen Höhepunkt.
  • um 550 v. Chr.: Anfänge des Persischen Weltreiches
  • 550 v. Chr.: Unter der Führung Spartas schließen sich alle Staaten der Peloponnes (außer Argos) zum Peloponnesischen Bund zusammen.
  • um 550 v. Chr.: THALES VON MILET beschreibt einen Stein in der Nähe der Stadt Magnesia in Kleinasien, der die Eigenschaft besitzt, Eisen anzuziehen. (=> Entdeckung des Magnetismus)
  • um 550 v. Chr.: Der (legendäre) griechische Fabeldichter ÄSOP verfasst Tiergeschichten mit Gleichnischarakter, auf welche die gesamte europäische Fabeldichtung zurückgeht.
  • um 550 v. Chr.: Priester verfassen im Babylonischen Exil die sogenannte Priesterschrift, eine der drei Hauptschichten der ersten vier Bücher Mose. (=> Bibel)
  • 548 v. Chr.: Der Apollon-Tempel von Delphi (griechisch: Delphoi) brennt nieder. Er wird bis zum Jahre 510 wiedererrichtet.
  • 547 v. Chr.: Der Perserkönig KYROS DER GROSSE besiegt den Lyderkönig KROISOS (KRÖSUS); Lydien wird persische Provinz.
  • 545 v. Chr.: Die Mauer Jerusalems wird wiederhergestellt.
  • um 543 v. Chr.: Mit dem Herrschaftsantritt von König BIMBISARA beginnt der Aufstieg des indischen Magadha-Reiches.
  • 540 v. Chr.: XENOPHANES weist darauf hin, daß im Felsgestein von Gebirgszügen oft Muscheln eingeschlossen sind. Er vermutet Hebungen und Senkungen der Erde. Keiner nimmt ihn ernst.
  • 539 v. Chr.: König KYROS von Persien erobert Babylon.
  • 538 v. Chr.: Den Israeliten wird die Rückkehr in ihre Heimat gestattet. Man beginnt mit dem Wiederaufbau des Tempels von Jerusalem (=> Edikt des KYROS). Er wird 516 eingeweiht und 515 vollendet.
  • 529 v. Chr.: Flüchtlinge von der Tyranneninsel Samos (=> POLYKRATES) gründen in einer Bucht  westlich des Golfes von Neapel die Siedlung Dikaiarchia („Herrschaft der Gerechtigkeit“), welche in römischer Zeit die Stadt Puteoli (heute: Pozzuoli) und Jahrzehnte lang der wichtigste Handelshafen an der italienischen Westküste wird.
  • 525 v. Chr.: Der Perserkönig KAMBYSES schlägt bei Pelusium, einer Hafenstadt an der östlichsten Nilmündung, den Pharao PSAMMETICH II. Ägypten ist fortan kein selbständiger Staat mehr, sondern persische Provinz.
  • 522 v. Chr.: Es beginnt die Herrschaft von DAREIOS I., unter dem der Kanal zwischen dem Nil und dem Roten Meer gebaut wird; außerdem wird Persepolis gegründet. Während seiner bis 486 dauernden Regentschaft werden Thrakien und Makedonien erobert.
  • 521 - 485: DAREIOS ordnet das Perserreich in 20 Satrapien (Statthalterschaften) mit den Hauptstädten Susa, Persepolis, Ekbatana und Babylon.
  • 520 v. Chr.: Irrationale Zahlen werden definiert.
  • 512 v. Chr.: DAREIOS erobert das Industal.
  • 511 v. Chr.: Sybaris, die reiche Stadt am tarentischen Meerbusen, wird zerstört. Ein Teil der Bevölkerung flüchtet sich nach Poseidonia.
  • um 510 v. Chr.: SCYLAX, ein Grieche in persischen Diensten, ist wohl der erste, der von der Indusmündung aus um Arabien herum nach Suez segelt. Die Reise dauert zweieinhalbe Jahre.
  • 510 v. Chr.: Der griechische Geograph HEKATAIOS zeichnet die erste brauchbare Landkarte.
  • 510 v. Chr.: Das olympische Heiligtum erhält eine eigene Prägeanstalt zur Herstellung von Olympia-Gedenkmünzen.
  • 510 v. Chr.: Ende der Tyrannis, Beginn der Demokratie in Athen (Verfassung des KLEISTHENES)
  • 510 v. Chr.: Beginn der Republik in Rom
  • 509 v. Chr.: Tempel des Jupiter in Rom
  • 509 v. Chr.: Erster Vertrag zwischen Rom und Karthago
  • 508 v. Chr.: Mit der Vertreibung des (sagenhaften) Königs TARQUINIUS SUPERBUS endet die Herrschaft der Etrusker in Rom.
  • 507 v. Chr.: KLEISTHENES führt in Athen nach der vorübergehenden Alleinherrschaft des PEISISTRATOS die staatliche Ordnung SOLONs wieder ein und erweitert sie zur Herrschaft des Volkes (Beginn der Demokratie).
  • um 500 v. Chr.: Der Prophet ESRA beauftragt 120 Schreiber damit, die Texte der vorliegenden heiligen Schriften zusammenzufassen. (Davon geht die jüdische Tradition aus.)
  • um 500 v. Chr.: HESEKIEL (EZECHIEL) soll (nach Auffassung des NASA-Ingenieurs JOSEF BLUMRICH) eine Begegnung mit einem außerirdischen Raumschiff (UFO) haben und in ihm mitgenommen werden. (andere Quellen: 593, zweimal 592 und 572 v. Chr.)
  • um 500 v. Chr.: Wirken des BUDDHA („der Erweckte“, Ehrenname des SIDDHARTA GAUTAMA) in Indien, des KUNG FU-TSE („Meister Kung“, lateinisch: KONFUZIUS) in China
  • um 500 v. Chr.: HERAKLIT: „Immer ist alles in Fluss.“ (Panta rhei) Nach ihm liegt der Kern des Seins in der dauernden Veränderung begründet.
  • um 500 v. Chr.: Der Grieche HERODOT bereist Ägypten und nennt das Land „ein Geschenk des Nils“. Er beschreibt (nach 2.000 Jahren!) den Bau der Cheops-Pyramide in seinen „Historien“ und beeinflusst damit wesentlich die Vorstellungen von den damaligen Baumaßnahmen, die weitgehend kritiklos von der weiteren Geschichtsschreibung übernommen werden.
  • um 500 v. Chr.: Der griechische Physiker ALCMAION seziert erstmals menschliche Leichen. Dabei stellt er fest, daß zwischen Arterien und Venen Unterschiede bestehen. Außerdem entdeckt er, daß die Sinnesorgane über Nerven mit dem Gehirn verbunden sind.
  • um 500 v. Chr.: In Südamerika kommt es zu einer katastrophalen Dürreperiode. Die vorklassischen Kulturen zerfallen. Am stärksten betroffen sind die Azteken.
  • um 500 v. Chr.: Kautschuk („Caa-o-chu“ = weinender Baum) ist ein wichtiger Rohstoff der südamerikanischen Hochkulturen. Die Mayas machen mit der Milch des Gummibaums Schuhe und Kleidung wasserdicht und formen Fußbälle daraus.
  • um 500 v. Chr.: Das Perserreich erlangt seine größte Ausdehnung (ca. 5,6 Millionen Quadratkilometer).
  • um 500 v. Chr.: Der Karthager HANNO entdeckt auf seiner Westafrikafahrt, bei der er bis Kamerun vordringt, den Gorilla.
  • um 500 v. Chr.: Auf dem australischen Festland stirbt  der Beutelwolf (Tasmanischer Wolf) aus.
  • um 500 v. Chr.: In Indien wird erstmals Zuckerrohr als Zuckerlieferant genutzt.
  • um 500 v. Chr.: In Indien entstehen die jüngeren „Upanischaden“, mystische und naturphilosophische Texte.
  • um 500 v. Chr.: Die Germanen errichten als früheste Häuser meist Pfostenbauten mit lehmverstrichenen Flechtwänden. Sie haben einen rechteckigen Grundriss und ein sattelförmiges Dach. Die größten haben die Ausmaße von 25 mal 6 Metern. In ihnen kann im Winter auch das Vieh eingestellt werden.
  • Um 500 v. Chr.: Die Germanen schaffen sich Götterbilder. Auf einem Kultplatz im Moor von Braak bei Eutin stehen ein männlicher und ein weiblicher Gott, vermutlich Freyr und Freya.
  • um 500 v. Chr.: Die Kelten besiedeln Irland.
  • um 500 v. Chr.: Kelten besetzen ganz Frankreich.
  • 500 v. Chr.: An Mosel und Rhein entwickelt sich der Weinbau.
  • um 500 v. Chr.: HIPPOKRATES setzt Essig als keimtötendes Mittel zur Behandlung von Wunden und Darminfektionen ein.
  • 500 - 100 v. Chr.: Hölzerne Fässer der Gallier (Kelten) verdrängen griechisch-römische Weinkrüge.
  • 500 v. Chr.: In Griechenland werden Brennspiegel benutzt (erste Nutzung von Solarenergie).
  • 500 v. Chr.: Griechische Tischler benutzen die ersten Drechselbänke zum Bearbeiten von Holz.
  • 499 v. Chr.: Die Dioskuren, griechische Halbgötter, sollen zugunsten Roms in eine Schlacht gegen den etruskischen Fürsten TARQUINIUS SUPERBUS eingreifen.
  • 497 v. Chr.: In Rom wird ein Saturntempel errichtet.
  • 495 v. Chr.: In Rom wird dem Gott Mercurius (Merkur) ein Tempel geweiht.
  • 494 (493?) v. Chr.: DAREIOS zerstört Milet.
  • 494 v. Chr.: Beginn der Ständekämpfe zwischen Patriziern und Plebejern in Rom
  • 490 v. Chr.: In der Schlacht von Marathon siegen die Athener unter der Führung von MILTIADES über DAREIOS von Persien.
  • 487 v. Chr.: Athen erhält eine demokratische Verfassung. THEMISTOKLES schaltet alle politischen Gegner aus und beginnt ab 483 mit dem Bau einer Flotte.
  • 486 v. Chr.: Nach dem Tod des DAREIOS I. während der Vorbereitungen zu einem Feldzug gegen Ägypten wird XERXES I. König der Perser.
  • 485 v. Chr.: XERXES I. macht Ägypten zur persischen Provinz.
  • 484 v. Chr.: Errichtung eines Castortempels in Rom
  • 482 v. Chr.: XERXES lässt den Turm zu Babel zerstören.
  • 480 v. Chr.: XERXES befindet sich im Krieg gegen Griechenland. Bei Salamis kommt es zu einem Seesieg der griechischen Flotte über die persische. Die Perser zerstören Athen und die Akropolis. Ein Jahr später besiegen die Griechen die Perser bei Plataiai.
  • 480 - 249 v. Chr.: Machtkämpfe der chinesischen Einzelstaaten (Periode der Kämpfenden Reiche); der Staat Ts’in (totaler Machtstaat) bleibt Sieger.
  • 479 v. Chr.: Syrakus erhält sein berühmtes Theater. AISCHYLOS und PINDAR, die größten griechischen Dichter der Zeit, werden dorthin berufen.
  • 479 v. Chr.: In der Schlacht von Plataiai siegen die Griechen über die Perser
  • 477 v. Chr.: Der attische Seebund wird unter der Führung von Athen zur Abwehr der Perser gegründet.
  • 474 v. Chr.: Mit der Seeschlacht bei Kyme (= Cumae) endet die Seeherrschaft der Etrusker; sie ziehen sich ins Hinterland zurück und müssen die Küstenstädte den siegreichen Griechen (HIERON I.) überlassen. Nachdem sie nach 490 aus Rom vertrieben worden sind, müssen sie jetzt auch Kampanien verlassen.
  • 472 v. Chr.: Persertrilogie des AISCHYLOS
  • 465 v. Chr.: See- und Landsieg der Griechen über die Perser am Eurymedon
  • etwa 465 v. Chr.: Um diese Zeit gehen im Chiemgau Trümmer eines Kometen nieder. Betroffen sind Keltensiedlungen im Umfeld des Chiemsee. Der in der Atmosphäre explodierte Komet soll einen Durchmesser von 1,1 Kilometer gehabt haben. Die Bruchstücke schlagen etwa 80 Krater zwischen 3 und 500 Metern Durchmesser.
  • 464 v. Chr.: Starkes Erdbeben in Sparta
  • 458 v. Chr.: „Orestie“ des AISCHYLOS
  • 457 - 445 v. Chr.: Kampf um die Vorherrschaft zwischen Sparta und Athen
  • 457 - 450 v. Chr.: Reisen des HERODOT nach Vorderasien, Persien und Nordafrika
  • 450 v. Chr.: HERODOT besucht Babylon und beschreibt den „Turm zu Babel“ (nach dessen Zerstörung durch XERXES vermutlich eine Ruine).
  • um 450 v. Chr.: Der Karthager HIMILCO läuft vom äußersten Westhafen Gades (= Cádiz) zu einer Fahrt nach Norden aus. Sie führt ihn an den Küsten Spaniens und Frankreichs vorbei bis zu den Zinngruben im englischen Cornwall.
  • um 450 v. Chr.: Die La Tène-Zeit beginnt, die zweite Periode der Eisenzeit. Anders als in der Hallstattzeit entwickelt sich nun eine selbständige, auf Expansion ausgerichtete keltische Kultur mit nationaler Religion. Hauptträger des keltischen Nationalgefühls sind die Druiden. (Die Kelten werden von den Griechen als „keltoi“, von den Römern als „galli“ bezeichnet.)
  • 450 v. Chr.: In Rom wird das Zwölftafelgesetz der Decemvirn verkündet.
  • 449 v. Chr.: Mit der Doppelschlacht bei Salamis auf Zypern enden die Perserkriege; die Athener sind siegreich. (=> Kalliasfriede)
  • 448 v. Chr.: Friede von Athen
  • 448 (andere Quelle: 447) v. Chr.: In diesem Jahr beginnt man auf dem Burgfelsen Athens auf Vorschlag des PERIKLES mit dem Bau der Akropolis. Die Aufsicht bei der Erstellung der Tempelstadt hat der Bildhauer PHEIDIAS.
  • 445 v. Chr.: Dreißigjähriger Friede zwischen Athen und Sparta
  • 443 v. Chr.: Die „Thora“ wird das Grundgesetz des jüdischen Staates.
  • um 440 v. Chr.: DEMOKRIT stellt seine Atomlehre auf. Nach ihr setzt sich das All aus einer sehr großen Zahl von unteilbaren (griech. „atomos“) kleinsten Bestandteilen zusammen. Diese bewegen sich im leeren Raum.
  • 432 v. Chr.: Der Philosoph ANAXAGORAS wird in Athen wegen Gottlosigkeit (Asebie) verurteilt und in die Verbannung geschickt. Er sieht als beherrschende Kraft des Alls einen unpersönlichen, weltordnenden Geist, die Erde im Sinne der Atomistik aus unendlich kleinen Elementen zusammengesetzt und die Sonne als glühenden Stein.
  • 431 - 404 v. Chr.: Peloponnesischer Krieg zwischen Athen und Sparta, mit dessen Ende Spartas Vorherrschaft beginnt (bis 380)
  • um 430 v. Chr.: Das Kultbild des Zeus von Olympia entsteht (4. Weltwunder).
  • um 430 v. Chr.: Das Geschichtswerk von HERODOT wird geschrieben.
  • 430 v. Chr.: Pestepidemie in Athen: In vier Jahren stirbt ein Drittel der attischen Bevölkerung.
  • 425 v. Chr.: ARISTOPHANES erwähnt erstmals die Mangoldrübe. Er lobt „Aale in Mangoldblättern gekocht“ als vorzügliche Speise.
  • 420 v. Chr.: Epilepsie wird als Krankheit charakterisiert.
  • 413 v. Chr.: Untergang der Athener bei Syrakus
  • 411 v. Chr.: Verfassungsänderung in Athen durch Anhänger der oligarchischen Staatsform
  • 408 v. Chr.: Die Stadt Rhodos wird gegründet.
  • 406 v. Chr.: Der Parthenon auf der Akropolis in Athen wird fertiggestellt.
  • 405 v. Chr.: In der Seeschlacht bei Aigospotamoi vernichtet die spartanische Flotte die athenische; Griechenland gerät bis 371 unter die Vorherrschaft Spartas.
  • 404 v. Chr.: ARTAXERXES II. wird König von Persien; er erkennt die Unabhängigkeit Ägyptens an.
  • 403 v. Chr.: Wiederherstellung der Demokratie in Athen
  • 400 v. Chr.: Der Schriftgelehrte ESRA reist von Babylon nach Jerusalem und lehrt dem Volk wieder das Gesetz. Das Judentum entsteht.
  • um 400 v. Chr.: Man nimmt an, daß zu dieser Zeit die sogenannten „Chroniken“ des Alten Testaments verfasst werden. (=> Bibel)
  • um 400 v. Chr.: Der griechische Arzt KTESIAS beschreibt in seinem Buch „Indika“ das Einhorn als weißen Wildesel mit rotem Kopf, blauen Augen und einem 50 Zentimeter langen Horn auf der Stirn.
  • um 400 v. Chr.: In Griechenland wird Erdgas aus natürlichen Quellen als Brennstoff verwendet.
  • um 400 v. Chr.: Die Griechen kultivieren die Vogelkirsche.
  • um 400 v. Chr.: HIPPOKRATES lehrt Gesundheit und Krankheit als Gleichgewicht bzw. Ungleichgewicht von Körpersäften; er wird Begründer der Medizin.
  • um 400 v. Chr.: HIPPOKRATES stellt in seinem „Corpus Hippocraticum“ unter anderem die Heilwirkung des Knoblauchs heraus.
  • 400 v. Chr.: HIPPOKRATES verwendet bei Fieber und allen erdenklichen Schmerzen, auch bei der Geburt, einen Saft, den er aus der Rinde des Weidenbaums gewinnt. (=> Salicylsäure, => Aspirin)
  • Um 400 v. Chr.: Grundlage für die einsetzende selbständige Kultur der Kelten sind die Fortschritte in der Landwirtschaft mit der Entwicklung  des schweren Pfluges und der Sense sowie die Beeinflussung durch die Mittelmeervölker infolge der intensiven Handelsbeziehungen.
  • um 400 v. Chr.: Regelmäßiger Handelsverkehr der Kelten und Phönizier über den Atlantik nach Amerika
  • um 400 v. Chr.: 2.000 Kelten (Gallier, Bojer) überschreiten unter der Führung von  BELLOVESUS erstmals die Alpen. Sie siedeln sich nach der Eroberung etruskischer Städte zu beiden Seiten des Po an.
  • 400 v. Chr.: Katapulte werden konstruiert. [Erste überlieferte Verwendung bei der Belagerung des karthagischen Motya (Sizilien)]
  • ab 400 v. Chr.: Niedergang der olmekischen Kultur in Mittelamerika
  • 399 v. Chr.: SOKRATES wird wegen „Verführung der Jugend und Leugnung der alten Gottheiten“ zum Tode verurteilt und hingerichtet.
  • 399 - 394 v. Chr.: Krieg zwischen Persien und Sparta
  • 395 - 391 v. Chr.: Die Römer erobern Etrurien.
  • 394 v. Chr.: Der Athener KRONON vernichtet als Führer der persischen Flotte die spartanische bei Knidos.
  • 393 v. Chr.: In diesem Jahre verbietet Kaiser THEODOSIUS DER GROSSE im Zuge der Christianisierung die Olympischen Spiele.
  • 392 v. Chr.: Tauromenion, das heutige Taormina, wird an der Ostküste Siziliens von DIONYSIOS I. als griechische Stadt gegründet.
  • um 390 v. Chr.: In der zweiten Periode der La Tène-Zeit löst sich die kulturelle Einheit des Keltentums auf; die Kelten beginnen zu wandern.
  • 387 (390?) v. Chr.: Römische Niederlage an der Allia; Rom wird von Kelten zerstört, doch kann ihr Vormarsch nach Süden von den Römern verhindert werden.
  • 387 v. Chr.: Friedensschluss zwischen Persien und Sparta
  • 387 v. Chr.: Gründung der Akademie PLATOs in Athen (andere Quelle: 385 v. Chr.), die bis 529 n. Chr. bestehen wird; „Akademie“ ist ursprünglich ein nach dem Heros Hekademos benannter Hain in der Nähe Athens; an dieser Stelle gründet PLATO seine Schule,- daher der Name! Das Gemeinschaftsleben und die Erziehung in der Akademie streben die Verbesserung der Moral und der Lebensführung ihrer Mitglieder an und bereiten sie für die aktive Politik vor.
  • 379 v. Chr.: PLATO erwähnt in seiner Schrift „Phaidon“ die Kugelgestalt der Erde.
  • 379 v. Chr.: Theben erhebt sich unter Führung von PELOPIDAS gegen Sparta.
  • 376 - 367 v. Chr.: Innere Kämpfe in Rom zwischen Patriziern und Plebejern
  • 373 v. Chr.: Erdbeben in Delphi; der Apollon-Tempel wird zerstört.
  • 371 v. Chr.: Theben schlägt Sparta in der Schlacht von Leuktra. Die Thebaner beherrschen Mittelgriechenland.
  • 370 v. Chr.: Sparta unter König AGESILAOS greift die mit Theben verbündeten Arkader an und belagert Megalopolis.
  • um 370 v. Chr.: SPEUSIPPOS, ein Neffe von PLATON, stellt eine Enzyklopädie zusammen.
  • 367 v. Chr.: Der 17jährige ARISTOTELES schließt sich der Akademie PLATONs an, wo er beinahe zwanzig Jahre studieren wird.
  • 364 v. Chr.: In Rom findet die erste öffentliche Theateraufführung statt. Während einer Epidemie gilt es, den Zorn der Götter zu besänftigen. Die Schauspieler zeigen einen Mimustanz ohne Worte zum Klang einer Doppelflöte. (Ludi Scaenici)362 v. Chr.: Schlacht bei Mantinea zwischen Theben und Sparta mit erneutem Sieg der Spartaner
  • 357 v. Chr.: Zweiter Kelteneinfall in Rom
  • um 355 v. Chr.: PLATON schreibt seinen Bericht über Atlantis.
  • um 350 v. Chr.: Als erster Mensch behauptet der Grieche HERAKLEIDES, daß sich die Erde und nicht der Himmel dreht. Er wird nicht ernst genommen.
  • 350 v. Chr.: Erste Sternenkarte durch EUDOXOS
  • um 350 v. Chr.: ARISTOTELES begründet die vergleichende Anatomie und die Systematik der Tiere.
  • 347 v. Chr.: Der Philosoph PLATON stirbt.
  • 346 v. Chr.: Dritter Kelteneinfall in Rom
  • 343 v. Chr.: ARISTOTELES wird der Lehrer ALEXANDERs.
  • 340 v. Chr.: ARISTOTELES trägt alle Beweise für die Kugelform der Erde zusammen.
  • 338 v. Chr.: In der Schlacht von Chäronea siegt  PHILIPP II. von Makedonien über die Thebaner und Athener.
  • 336 v. Chr.: ALEXANDER (DER GROSSE), Sohn des ermordeten PHILIPP II., wird zwanzigjährig mazedonischer König. (bis 323)
  • 336 v. Chr.: In Rom wird ein Concordiatempel errichtet.
  • 335 v. Chr.: Ostia entsteht; sie ist die erste römische Kolonie an der Tibermündung.
  • 335 v. Chr.: Das griechische Theben wird von ALEXANDER DEM GROSSEN zerstört, nachdem es sich gegen die Makedonier erhoben hat.
  • 335 v. Chr.: ARISTOTELES kommt nach Athen und gründet seine eigene Schule („Peripatos“) in einem Hain des Apollon Lykeios. Sie widmet sich vor allem der Forschung.
  • 335 v. Chr.: ARISTOTELES beschreibt 520 bekannte Tierarten.
  • 334 v. Chr.: Aufbruch ALEXANDERs gegen die Perser, Sieg am Granikus
  • 333 v. Chr.: Schlacht bei Issos im November: ALEXANDER siegt über DAREIOS III.
  • 332 v. Chr.: ALEXANDER DER GROSSE erreicht mit seinem Heer die phönizische Handelsstadt Tyros im heutigen Libanon. Eines Tages erscheinen „wundersame fliegende Schilde“ in V-Formation. Sie kreisen mehrfach über Tyros, während Tausende Krieger beider Parteien sie staunend beobachten. Da kommt „es von dem größten Schild wie ein Blitz, der einen Teil der Mauern trifft, worauf diese zerbröckeln. Weitere Blitze folgen, und Mauern und Türme zerfallen, als ob sie aus Schlamm erbaut wären. Dies gibt den Belagerern den Weg frei, und sie stürzen wie Lawinen durch die Breschen.“ ALEXANDER zieht nach der Zerstörung von Tyros weiter nach Ägypten, das sich kampflos ergibt.
  • 331 v. Chr.: ALEXANDER DER GROSSE gründet Alexandria, die Hauptstadt der Ptolemäer wird.
  • 331 v. Chr.: ALEXANDER erobert Babylon.
  • um 330 v. Chr.: König ALEXANDER von Makedonien (DER GROSSE) ordnet den Bau eines stabilen, wasserdichten Glaskastens an, mit dem er sich etwa 90 Meter tief ins Meer absenken lässt.
  • um 330 v. Chr.: ARISTOTELES verfasst das erste Lehrbuch der Physik.
  • 330 v. Chr.: ALEXANDER DER GROSSE versucht den Turm von Babel wieder aufzubauen.
  • 327 v. Chr.: ALEXANDER DER GROSSE überschreitet den Indus. Er bringt später die ersten Pfauen aus Indien nach Europa.
  • 325 v. Chr.: Das Reich ALEXANDER DES GROSSEN erlangt seine größte Ausdehnung (ca. 5,3 Millionen Quadratkilometer).
  • 325 v. Chr.: ALEXANDER DER GROSSE bringt erste Kunde vom indischen Zuckerrohr nach Europa. (Er berichtet über Honig, der nicht von Bienen stammt!)
  • 325 v. Chr.: Erste Nordfahrt des PYTHEAS von Marseille nach der „Insel Thule“ (Norwegen oder Shetlandinseln?)
  • 323 v. Chr.: PTOLEMAIOS I. wird zum Satrap Ägyptens ernannt, der das Land am Nil (griechisch: Aigyptos) fortan regiert. Ägypten wird das Kernland des Ptolemäischen Reiches, die Ptolemäer als Nachfolger der Pharaonen anerkannt. Die Eroberung hat eine Einwanderungswelle von Griechen und Mekdonen zur Folge gehabt.
  • 323 v. Chr.: Am Abend des 13. Juni stirbt ALEXANDER DER GROSSE in Babylon an einer Fieberkrankheit. (Er wird nur 33 Jahre alt; in dieser Zeit hat er mehr als 70 Städte gegründet.)
  • 323 v. Chr.: ARISTOTELES wird aus Athen vertrieben.
  • 321 v. Chr.: Es entsteht das erste indische Großreich unter der Maurya-Dynastie (bis etwa 185 v. Chr.).
  • 320 v. Chr.: THEOPHRASTOS verfasst die erste Naturgeschichte der Pflanzen („Historia plantarum“). In dem Buch sind 550 Pflanzenarten beschrieben. Im Zusammenhang mit dem Zuckerrohr berichtet er darin von einem „süßen Salz, das sich in Indien von selbst aus einer rohrartigen Pflanze erzeuge“.
  • 315 v. Chr.: Theben wird wieder aufgebaut.
  • 312 v. Chr.: Die „Via Appia“ wird zwischen Rom und Capua gebaut (Beginn des römischen Straßenbaus durch APPIUS CLAUDIUS CAECUS). Die „Königin der Straßen“ ist so breit, daß zwei Wagen nebeneinander fahren können. Sie ist mit Quaderplatten lückenlos gepflastert und führt mit Brücken über Flüsse bzw. mit Dämmen durchs Sumpfland. In dasselbe Jahr fällt die Errichtung der Wasserleitung für Rom (Aqua Appia).
  • 308 v. Chr.: ZENON gründet in Athen die Schule der Stoiker.
  • 304 v. Chr.: Der Ädil FLAVIUS lässt erstmals Bekanntmachungen, Beschlüsse und Termine in Marmortafeln einmeißeln und für die Öffentlichkeit aufstellen. So entstehen fortan „Jahrbücher“, die eine wichtige Quelle für die Geschichtsschreibung darstellen.
  • 301 v. Chr.: Auflösung des Alexanderreiches in Teilstaaten (Diadochenreiche).
  • um 300 v. Chr.: Cho Yüan schildert in seinem Werk „Li Sao“, wie er am Fuße des Grabmals von Kaiser CHUEN einen Himmelswagen mit vier Drachen bemerkt und ihm eine Flugreise über China, die Wüste Gobi bis zum K’un-lun-Gebirge ermöglicht wird.
  • um 300 v. Chr.: In China entsteht das „Tao-te-ching“, eine Zusammenstellung von Sinnsprüchen, die dem legendären Philosophen LAOTSE zugeschrieben werden.
  • um 300 v. Chr.: PYTHEAS segelt erstmals aus dem Mittelmeer heraus, erreicht über den Atlantik die Britischen Inseln und Skandinavien; dabei stößt er auf das Phänomen der Gezeiten (Ebbe und Flut). In seinem Bericht stellt er bereits die Vermutung auf, das dies etwas mit dem Mond zu tun haben könnte.
  • 300 v. Chr.: Erneuter Kelteneinfall in Rom
  • um 300 v. Chr.: ZENON VON KITION gründet in Athen eine Philosophenschule, die Stoa.
  • um 300 v. Chr.: Der Koloss von Rhodos (Statue des Sonnengottes Helios) wird errichtet; er ist das spätere 6. Weltwunder. (290 wird er vollendet, andere Quelle: 280.)
  • 300 v. Chr.: In Sidon (im heutigen Libanon) werden erste Spiegel aus Glas hergestellt.
  • 300 v. Chr.: Essigherstellung aus vergorenen Säften
  • um 300 v. Chr.: In Mitteleuropa werden großsteinige Pflaumenarten und die Süßkirsche als Kulturpflanzen angebaut. Andere Früchte wie Brombeeren, Himbeeren und Holunder werden weiterhin in den Wäldern gesammelt und noch nicht kultiviert. Wilde Weinbeeren werden zwar gegessen, der Wein wird aber aus Äpfeln hergestellt.
  • 300 v. Chr.: „Pergament“ aus Tierhäuten in Pergamon/Kleinasien
  • 294 v. Chr.: Victoria, die Verkörperung des Sieges, erhält in diesem Jahr einen Tempel auf dem Palatin in Rom.
  • 293 v. Chr.: Tempel des Kriegsgottes Quirinus in Rom
  • 293 v. Chr.: In Rom bricht die Pest aus. Es beginnt die Verehrung des Heilgottes Aesculapius.
  • 291 v. Chr.: Auf der Tiberinsel in Rom wird dem neuen Gott Aesculapius ein Tempel geweiht.
  • um 285 v. Chr.: Der ägyptische König PTOLEMAIOS II. lässt die Alexandrinische Bibliothek gründen, die bedeutendste der Antike.
  • 285 v. Chr.: Erneuter Kelteneinfall in Rom
  • 282 v. Chr.: Friedensvertrag Roms mit den Kelten
  • 282 - 272 v. Chr.: Krieg zwischen Rom und Tarent
  • 280 v. Chr.: PYRRHUS siegt bei Herakleia bei eigenen hohen Verlusten über die Römer.
  • um 280 v. Chr.: HEROPHILOS führt umfangreiche anatomische Untersuchungen durch. Er unterscheidet sensorische und motorische Nerven, beschreibt Leber und Milz, untersucht und benennt die Netzhaut des Auges und gibt dem ersten Dünndarmabschnitt den Namen Duodenum (Zwölffingerdarm). Zeitgleich unterscheidet ERASISTRATOS zwischen dem Groß- und Kleinhirn.
  • 279 v. Chr.: Der Leuchtturm der Insel Pharos bei Alexandria wird vollendet. Er geht als 7. Weltwunder in die Geschichte ein. (Erbauer des angeblich 180 Meter hohen Turms ist SOSTRATOS, beauftragt durch PTOLEMAIOS II.)
  • 279 v. Chr.: In Griechenland plündern Kelten das Orakel von Delphi. In Kleinasien werden sie unter dem Namen Galater ansässig. Galatien wird 25 v. Chr. römische Provinz.
  • 273 v. Chr.: Poseidonia erhält den Namen Paestum.
  • 272 v. Chr.: Mit dem „Anio Vetus“ wird der zweite große Aquädukt für Rom gebaut.
  • um 270 v. Chr.: KTESIBIOS entwickelt eine Wasseruhr (klepshydra = Wasserdieb).
  • 268 v. Chr.: Ganz Italien ist mit Ausnahme der Poebene von den Römern unterworfen.
  • 268 v. Chr.: Die Sabiner erhalten das römische Bürgerrecht.
  • 264 - 133 v. Chr.: Begründung der römischen Weltherrschaft
  • 264 v. Chr.: In Rom finden erstmals Gladiatorenkämpfe statt, zunächst als Bestandteile von Begräbnisfeierlichkeiten.
  • 264 v. Chr.: Es beginnt Roms erster Punischer Krieg um Sizilien (bis 241), durch den Rom die Hegemonie im westlichen Mittelmeer erlangt; Sizilien wird die erste römische Provinz.
  • 260 v. Chr.: ARCHIMEDES entwickelt den Flaschenzug. Er berechnet auch die Hebelwirkung.
  • 252 v. Chr.: 142 afrikanische Elefanten werden nach Rom gebracht.
  • um 250 v. Chr.: In Indien regiert König ASCHOKA, der Buddhismus ist die herrschende Religion.
  • 250 v. Chr.: Karthager verwenden Mäh- und Dreschmaschinen.
  • 250 v. Chr.: APOLLONIUS VON PERGA berechnet die Kreiszahl Pi.
  • 250 v. Chr.: ARCHIMEDES entdeckt das Hebelgesetz.
  • um 250 v. Chr.: Der griechische Astronom ARISTARCH lehrt seinen Schülern das heliozentrische Weltbild. (Seine Quellen sollen ägyptische Geheimschriften sein.)
  • 247 v. Chr.: Die Arsakiden gründen das Partherreich.
  • 241 v. Chr.: Frieden zwischen Rom und Karthago; Sizilien römische Provinz
  • um 240 v. Chr.: ERATOSTHENES entwickelt eine Methode zur Ermittlung der Erdkrümmung und berechnet den Erdumfang mit 40.000 Kilometern und ihren Durchmesser mit 12.800 Kilometer ziemlich genau. Er entwirft auch eine Gradnetzkarte der bekannten Welt.
  • 240 v. Chr.: LIVIUS ANDRONICUS zeigt in Rom erstmals die lateinische Bearbeitung eines griechischen Theaterstücks (Anfänge römischer Literatur und des römischen Theaters).
  • 237 v. Chr.: Sardinien wird an Rom abgetreten, Korsika besetzt.
  • 236 - 220 v. Chr.: Große Teile Spaniens werden durch die Karthager gewonnen.
  • 229 v. Chr.: Rom führt einen ersten Krieg gegen die Illyrier (Albanien) und gewinnt die Herrschaft über das Adriatische Meer; die albanische Küste wird zur Abwehr illyrischer Seeräuber besetzt.
  • 227 v. Chr.: Ein Erdbeben zerstört den „Koloss von Rhodos“; er bricht oberhalb der Knie ab und stürzt in sich zusammen. (Anmerkung: Das Erdbeben könnte auch bis in das Jahr 224 hinein stattgefunden haben.)
  • 227 v. Chr.: HASDRUBAL gründet in Spanien „Neukarthago“ (Cartagena).
  • 226 v. Chr.: Das Neupersische Reich der Sassaniden wird gegründet; die Lehre ZARATHUSTRAs wird Staatsreligion.
  • 225 - 222 v. Chr.: Die Römer unterwerfen das Po-Gebiet (Gallia Cisalpina).
  • 221 v. Chr.: HANNIBAL, Sohn des HAMILKAR BARKA, wird Befehlshaber der karthagischen Armee in Spanien.
  • 221 v. Chr.: Wiederherstellung der Reichseinheit Chinas durch den Herrscher des Staates T’sin, SHIHHUANG-TI („erster Kaiser)
  • um 220 v. Chr.: Die Tonfiguren aus der Grabanlage des „ersten Kaisers von China“ bei Lintong in der Provinz Shaanxi entstehen.
  • 220 v. Chr.: Unter Censor FLAMINIUS wird die Hauptstraße von Rom nach Norditalien, die Via Flaminia, gebaut.
  • 219 v. Chr.: Der Arzt ARCHAGATHOS praktiziert in Rom und erhält sogar das Bürgerrecht.
  • 219 v. Chr.: Rom führt den zweiten Krieg gegen die Illyrier; im Oktober fällt Sagunt.
  • 218 - 201 v. Chr.: Zweiter Punischer oder Hannibalischer Krieg
  • 218 v. Chr.: PUBLIUS SCIPIO kämpft im Namen Roms erstmals auf gallischem Boden und versucht vergeblich HANNIBALs Marsch auf Italien abzuwenden.
  • 218 v. Chr.: HANNIBAL überschreitet mit Elefanten die Alpen; wahrscheinlich benutzt er den bereits von Kelten benutzten Pass am Kleinen Sankt Bernhard.
  • 216 v. Chr.: HANNIBAL besiegt bei Cannae in Apulien die Römer. Laut POLYBIUS wird die 86.000 Mann starke römische Armee von 45.000 Karthagern eingekreist und geschlagen.
  • 215 v. Chr.: Bündnis HANNIBALs mit PHILIPP V. von Makedonien; Anschluss von Syrakus an Karthago nach dem Tod von HIERON II.
  • 213 v. Chr.: LI SSI, ein Minister des Kaisers SHIH HUANG-TI, veranlasst die Vernichtung fast aller Aufzeichnungen aus Chinas Vorgeschichte. Nur wenige Lehr- und Nachschlagbücher bleiben verschont.
  • 213 v. Chr.: Baubeginn der „Großen Mauer“ in China
  • 212 v. Chr.: ARCHIMEDES entwickelt kurz vor seinem Tod den Brennspiegel.
  • 212 v. Chr.: Die Römer erobern Syrakus; dabei wird ARCHIMEDES erschlagen; er gilt als der größte Techniker des Altertums.
  • 211 v. Chr.: HANNIBAL vor Rom
  • um 210 v. Chr.: Die Vandalen wandern von Jütland und der Oslo-Bucht in das Gebiet südlich der Ostseeküste zwischen Oder und Netze, wo sie fruchtbare Lehmlagen in Besitz nehmen.
  • 206 v. Chr.: Westliche Han-Dynastie in China (bis 9 n. Chr.)
  • 206 v. Chr.: Im Palast Hien-Yang in Shensi soll ein „Zauberspiegel“ gefunden werden, der „Knochen erhellen kann“ (Röntgen-Gerät?). Er ist im Besitz des wenige Jahre zuvor verstorbenen Kaisers TS’IN SHI gewesen.
  • 206 v. Chr.: SCIPIO siegt bei Ilipa, Rom gewinnt die Oberherrschaft in Spanien.
  • 205 v. Chr.: Friedensschluss zwischen Rom und Makedonien
  • 204 v. Chr.: SCIPIO setzt nach Afrika über; die Karthager unterbreiten ein Friedensangebot.
  • 204 v. Chr.: Die phrygische Göttin Kybele kommt nach Rom.
  • 203/202 v. Chr.: Im Winter räumt HANNIBAL Italien.
  • 202 v. Chr.: Schlacht bei Zama
  • 201 v. Chr.: Friede zwischen Rom und Karthago (unter anderem wird Spanien an Rom abgetreten)
  • 200 v. Chr.: Großreich der Hunnen in der Mongolei und in Turkestan
  • 200 - 197 v. Chr.: Die Römer führen Krieg gegen PHILIPP V. von Makedonien und siegen bei Kynoskephalai; damit beginnt die römische Expansion nach Osten.
  • um 200 v. Chr.: Die „Chinesische Mauer“ wird errichtet (Beginn wahrscheinlich 214 oder 213: Auslöser ist ein großer Angriff der Hunnen auf China.) Der nördliche Befestigungsgürtel wird schließlich 2.500 Kilometer lang. (Am 22. Februar 2001 wird die Gesamtlänge der „Großen Mauer“ von chinesischen Wissenschaftlern mit 7.200 Kilometern angegeben.)
  • um 200 v. Chr.: Es bestehen sogenannte Seidenstraßen, Karawanenwege zwischen China und Syrien, auf denen vor allem Seide in den Vorderen Orient gebracht wird.
  • um 200 v. Chr.: In China gibt es bereits vollautomatisches Spielzeug.
  • 197 v. Chr.: Errichtung römischer Provinzen in Spanien
  • 196 v. Chr.: Rom erklärt die griechischen Staaten für frei.
  • 195 v. Chr.: HANNIBAL flüchtet zu ANTIOCHOS III. von Syrien.
  • 193 v. Chr.: Nach einer Niederlage gegen die Römer bei Mutina und der Eroberung ihrer Hauptstadt Bononia ziehen die Bojer (Keltenstamm) über die Alpen und lassen sich in einem Gebiet nieder, das nach ihnen „Boiohaemum“ (Böhmen) genannt wird.
  • 191 v. Chr.: In diesem Jahr erhält die asiatische Fruchtbarkeitsgöttin Kybele als „Mater Deum Magna Idaea“ einen eigenen Tempel auf dem Palatin in Rom. (andere Quelle: 204 v. Chr.)
  • 191 (192) - 190 v. Chr.: Krieg der Römer gegen ANTIOCHOS III. von Syrien; Ende 190 Sieg der Römer bei Magnesia am Berge Sipylos
  • 190 v. Chr.: In Pergamon (Nordwest-Kleinasien) wird der 120 Meter lange, Zeus gewidmete Pergamonaltar errichtet, der heute in einem Museum in Berlin zu sehen ist. (Er hat einst als eines der „Sieben Weltwunder“ gegolten.)
  • 188 v. Chr.: Nach dem Frieden von Apameia beherrscht Rom das gesamte Mittelmeer.
  • 184 v. Chr.: CATO sorgt als Censor für die Verbesserung der römischen Kanalisation.
  • 183 v. Chr.: HANNIBAL begeht Selbstmord.
  • 183 v. Chr.: Der Vulkan Vulcanello auf der italienischen Insel Vulcano bricht erstmals aus.
  • 180 v. Chr.: Pisa römische Kolonie
  • um 180 v. Chr.: In Indien beginnt die Indogriechische Herrschaft.
  • 171 - 168 v. Chr.: Römisch-makedonischer Krieg gegen PERSEUS, dem Nachfolger von PHILIPP V.; Sieg bei Pydna
  • 166 v. Chr.: In Palästina kommt es zum Makkabäeraufstand, dem Kampf der Juden gegen das Terrorregime der Seleukiden. Unter Führung des JUDAS MAKKABÄUS erobern die Juden den Tempelberg von Jerusalem.
  • 162 v. Chr.: HIPPARCH beginnt mit der systematischen Beobachtung der Fixsterne, die er bis in das Jahr 126 durchführt. Dabei gelingt ihm die Festlegung der Position von etwa 850 Sternen und die Entdeckung eines neuen.
  • 154 - 133 v. Chr.: Erhebung in Spanien gegen Rom
  • um 154 v. Chr.: CATO DER ÄLTERE schreibt die Abhandlung „Vom Landbau“, die früheste überlieferte Prosaschrift in lateinischer Sprache.
  • 153 v. Chr.: In Rom setzt sich der 1. Januar (bisher 1. März) als Beginn des konsularischen Amtsjahres durch.
  • um 150 v. Chr.: Möglicherweise ist dies die Zeit, in der die Stadt Teotihuacán auf einem Hochplateau 2.300 Meter über dem Meeresspiegel gegründet wird. (Die Stelle ist wahrscheinlich schon seit etwa 4.000 v. Chr. besiedelt.)
  • um 150 v. Chr.: HIPPARCHOS ermittelt die Entfernung zum Mond als dreißigfacher Erddurchmesser. (HIPPARCH entwickelt im Jahre 150 auch das Astrolabium, ein Gerät, mit dem man feststellen kann, wie hoch ein Gestirn über dem Horizont steht.)
  • um 150 v. Chr.: Das „Weiße Pferd“ von Uffington, eine Bodenrelief-Tierfigur, entsteht; es misst 11 Meter von der Nase bis zum Schwanz und 36 Meter von der Ohrenspitze bis zum Vorderhuf.
  • ab 150 v. Chr.: In Gallien und Mitteleuropa werden erstmals Münzen geprägt.
  • 149 - 146: Dritter Punischer Krieg (begonnen auf Betreiben des römischen Staatsmannes und Schriftstellers CATO DES ÄLTEREN)
  • 148 v. Chr.: Makedonien wird römische Provinz.
  • 146 v. Chr.: Karthago wird durch SCIPIO ÄMILIANUS zerstört, wodurch die Punischen Kriege beendet werden. Afrika wird römische Provinz. (Die Römer vernichten auch die große Bibliothek, die etwa 500.000 Schriftstücke enthalten haben soll.)
  • 146 v. Chr.: Griechenland wird römische Provinz; Korinth wird zerstört.
  • 144 v. Chr.: Der römische Senat stellt 180 Millionen Sesterzen für den Bau eines weiteren Aquädukt zur Verfügung, die „Aqua Marcia“.
  • 140 v. Chr.: König MITHRADATES I. begründet das Großreich der Parther (Ostiran, Kabultal, Mesopotamien).
  • 140 v. Chr.: In China wird unter Kaiser WU TI wieder die absolute Monarchie eingeführt. Seine Herrschaft ist gekennzeichnet durch siegreiche Kämpfe gegen die Hunnen.
  • um 140 v. Chr.: In Japan beginnt die Zucht der Seidenspinnerraupe.
  • 135 - 131 v. Chr.: Erster Sklavenkrieg in Sizilien
  • 134 v. Chr.: HIPPARCH entdeckt im Sternbild Skorpion einen Stern, der bei keiner früheren Beobachtung registriert worden ist, wahrscheinlich eine Supernova.
  • 133 v. Chr.: König ATTALOS III. von Pergamon vermacht sein Reich den Römern, die es zur römischen Provinz Asia machen.
  • 133 - 30 v. Chr.: Zeitalter der römischen Bürgerkriege
  • 130 v. Chr.: Die Goten fallen im Iran ein.
  • 125 - 121 v. Chr.: Die Römer erobern den südlichen Teil von Gallien (Provence); „Gallia Narbonensis“.
  • 121 v. Chr.: Die domitische Straße wird als Verbindung zwischen Italien und Spanien gebaut.
  • um 120 v. Chr.: Eine Sturmflut veranlasst Kimbern, Teutonen und Ambronen zum Abzug aus Nordwestjütland und von den Nordfriesischen Inseln.
  • 120 v. Chr.: In dem chinesischen Buch „Huai Nan Tzu“ wird über die kosmische Schöpfung aus einer Urmasse mit auftretenden Wirbeln geschrieben. Ähnliches findet sich in dem 82 n. Chr. veröffentlichtem Buch „Lung Hang“.
  • 120 v. Chr.: Das Wasserrad als Antriebsmaschine für Mühlen ist entwickelt.
  • 117 v. Chr.: Der direkte Seeweg von Ägypten nach Indien mit Hilfe des Monsuns wird gefunden. Dadurch wird der südarabische Zwischenhandel geschwächt.
  • 113 - 101 v. Chr.: Kimbern, Teutonen und andere Gruppen werden wohl durch eine Sturmflut aus ihrer Heimat Jütland vertrieben. Sie dringen in das Gebiet des Römischen Reiches ein, das zu dieser Zeit bis in die südlichen Alpen reicht; die Römer führen in diesem Zeitraum gegen sie Krieg.
  • 113 v. Chr.: In der Schlacht bei Noreja schlagen Kimbern und Teutonen die Römer unter GNAEUS PAPIRIUS CARBO vernichtend; die Kimbern sind die ersten Germanen, welche Rom bedrohen.
  • 109 v. Chr.: Die Kimbern haben den Rhein überschritten und sind in Südgallien eingefallen, wo sie ein römisches Heer unter MARCUS JUNIUS SILVANUS besiegen.
  • 107 v. Chr.: Der Grieche HERON entwickelt das Windrad. (Erst neun Jahrhunderte später wird es in China und Persien technisch genutzt.)
  • 105 v. Chr.: Der Chinese CHANG-CH’IEN unternimmt eine Fahrt, die zur Errichtung der Seidenstraße von Ost- nach Westasien führt.
  • 105 v. Chr.: Niederlage der Römer durch die Germanen (Kimbern und Teutonen) in der Doppelschlacht von Arausio am 6. Oktober: Die Teutonen bleiben in Gallien, die Kimbern ziehen nach Spanien weiter.
  • 104 - 102 v. Chr.: China erobert Ostturkestan.
  • 102 v. Chr.: Sieg des MARIUS über die Teutonen bei Aquae Sextiae (= Aix-en-Provence)
  • 101 v. Chr.: MARIUS und KATULUS siegen über die Kimbern bei Vercellae.
  • um 100 v. Chr.: Die Glasbläserei wird entwickelt.
  • 100 v. Chr.: Mittelamerikanische Priesterastronomen berechnen das Sonnenjahr um 8,64 Sekunden genauer als später der Gregorianische Kalender.
  • um 100 v. Chr.: Die Langobarden wandern von Gotland bzw. Schonen zur südlichen Ostseeküste aus und stoßen dort mit den Vandalen zusammen. Die elbgermanischen Sweben wandern nach Hessen, in das Maingebiet und nach Süddeutschland; in das von den Sweben geräumte Gebiet rücken die Vandalen nach.
  • um 100 v. Chr.: Von Nordwesten her über die Pässe des Hindukusch kommend, beginnen die Skythen mit der Eroberung Indiens.
  • 95 - 91 v. Chr.: Das Pontische Reich breitet sich durch MITHRIDATES VI. aus.
  • 89 v. Chr.: SULLA lässt am 30. April den Kurort Stabiae bei Pompeji zerstören.
  • 89 v. Chr.: Die Italiker erhalten römisches Bürgerrecht.
  • 88 v. Chr.: Der stoische Philosoph POSEIDONIOS von Apameia schreibt an einem 52 Bände umfassenden Geschichtswerk, in dem erstmals die Angehörigen eines Stammes in Nordgallien als „Germanen“ bezeichnet werden.
  • 84 v. Chr.: Das ewige Feuer im Apollon-Tempel, das in grauer Vorzeit angeblich mit einem blanken Sonnenspiegel entzündet worden ist, erlischt einmalig in seiner mehr als vierhundertjährigen Geschichte bei einem Überfall durch Barbaren.
  • 83 v. Chr.: Beim Brand von Rom werden große Schriftschätze vernichtet, darunter wahrscheinlich die Sibyllinischen (weissagenden) Bücher Altroms.
  • 79 v. Chr.: In Rom werden parkartige Gartenanlagen geschaffen.
  • 73 - 71 v. Chr.: Zweiter Aufstand der Sklaven in Italien unter Führung des SPARTACUS
  • 72 v. Chr.: Vandalen ziehen nach Gallien und werden schließlich von CAESAR besiegt (58).
  • 71 v. Chr.: Germanen überschreiten erstmals den Rhein
  • 67 v. Chr.: POMPEJUS säubert die Mittelmeerküsten von den Seeräubern.
  • 64 v. Chr.: LUCULLUS führt die Kirsche als Kulturpflanze in Rom ein.
  • 64 v. Chr.: AUGUSTUS wird römischer Kaiser; das „goldene Zeitalter“ Roms dauert bis 14 n. Chr.
  • 64 v. Chr.: Syrien wird römische Provinz.
  • 63 v. Chr.: Jerusalem wird von dem römischen Feldherrn POMPEJUS erobert. Palästina wird römische Provinz.
  • 63 v. Chr.: CICERO wird Konsul; er unterdrückt die Verschwörung des CATILINA.
  • 61 v. Chr.: GAIUS JULIUS CAESAR wird Statthalter in Spanien und weitet die römische Herrschaft bis an den Atlantik aus.
  • 60 v. Chr.: Worms wird als Borbetomagus von Kelten gegründet.
  • 60 v. Chr.: CAESAR schließt in Rom mit POMPEIUS und CRASSUS ein Abkommen; das erste Triumvirat ist perfekt.
  • 59 v. Chr.: CAESAR wird zum ersten Mal Konsul. Er bekommt Gallia Cisalpina und Illyricum mit drei Legionen sowie Gallia Transalpina mit einer Legion auf fünf Jahre als Provinz zugewiesen.
  • 58 - 51 v. Chr.: GAIUS JULIUS CAESAR (* 100) erobert Gallien („Gallia transalpina“). Das Land wird schnell romanisiert. Die Wanderungen der Germanen werden gestoppt. Sie sind gezwungen, sich im späteren Deutschland niederzulassen.
  • 58 v. Chr.: Zypern wird römisch.
  • 58 v. Chr.: Schlacht bei Mühlhausen im Elsass (ARIOVIST)
  • 58 v. Chr.: Die Helvetier werden gewaltsam in die Schweiz rückgesiedelt.
  • 57 v. Chr.: DIODOR, ein griechischer Schriftsteller auf Sizilien, schreibt in seiner „Historischen Bibliothek“ (1. Buch) über Land, Volk und Geschichte Ägyptens.
  • 55 v. Chr.: POMPEIUS errichtet in Rom den ersten festen Theaterbau.
  • 55 v. Chr.: MARCUS TULLIUS CICERO schreibt in der Verbannung seine Hauptwerke „Über den Redner“, „Über den Staat“ und „Über die Gesetze“.
  • 55/54 v. Chr.: CAESAR setzt nach England (Britannia) über.
  • um 54 v. Chr.: Die Römer bauen das keltische Brunnenheiligtum (==> Aachen) als Winterlager für eine Legion aus, das aber unter AMBIORIX und CATUVOLCUS, Führern des belgischen Eburonenstammes, wieder zerstört wird. (Erst im dritten nachchristlichen Jahrzehnt befestigen die Römer die spätere Stadt Aachen endgültig, erschließen die heiligen Quellen und schaffen die Basis für zwei Thermalbäder.)
  • 52 v. Chr.: CAESAR wirft in Gallien die Erhebung des VERCINGETORIX nieder.
  • 51 v. Chr.: „De bello gallico“ von CAESAR erscheint.
  • 49 v. Chr.: CAESAR überschreitet den Rubikon. („alea iacta est“)
  • 49 - 46 v. Chr.: Bürgerkrieg zwischen POMPEJUS und CAESAR
  • um 48 v. Chr.: Die zwischen unterer Lahn und Taunus siedelnden Ubier schicken Gesandte zu CAESAR und schließen einen Freundschaftsvertrag mit Rom.
  • 48 v. Chr.: CAESAR wird Diktator.
  • 47 v. Chr.: Die größte Bibliothek des Altertums, die Alexandrinische Bibliothek, fällt einem Brand zum Opfer. 700.000 Schriftrollen gehen in Flammen auf. Dies geschieht bei CAESARs erfolgreichem Versuch, einen Aufstand zu unterdrücken.
  • 47 v. Chr.: CAESAR setzt KLEOPATRA als Königin von Ägypten ein.
  • 46 v. Chr.: CAESAR siegt bei Thapsus über die Pompejaner; er wird Alleinherrscher auf Lebenszeit und Pontifex maximus.
  • 46 v. Chr.: Der Julianische Kalender, eingeführt durch CAESAR, bestimmt das Sonnenjahr mit 365 ¼ Tagen (alle vier Jahre ein Schalttag). Erst Ende des 16. Jahrhunderts fällt auf, daß dieses Sonnenjahr um 0,0078 Tage zu lang ist; daher Reform des Kalenders durch Papst GREGOR XIII. im Jahre 1582 n. Chr.
  • 46 v. Chr.: CAESAR verleiht allen freien Ausländern, die in Rom die ärztliche Praxis ausüben, das Bürgerrecht.
  • um 45 v. Chr.: MARCUS TULLIUS CICERO veröffentlicht sein Werk „De natura deorum“ (Über das Wesen  der Götter).
  • 44 v. Chr.: BRUTUS verwendet bei der Belagerung von Mutina (Modena) Tauben zur Nachrichtenübermittlung.
  • 44 v. Chr.: Am 15. März wird CAESAR ermordet; es beginnt ein neuer Bürgerkrieg in Rom.
  • 44 v. Chr.: MARCUS ANTONIUS beherrscht Rom; CAESARs Neffe und Adoptivsohn OCTAVIANUS setzt seine Erbansprüche durch.
  • 44 v. Chr.: „Augusta Raurica“ (Kaiseraugst bei Basel) wird als römische Siedlung gegründet.
  • 43 v. Chr.: Im Mutinensischen Krieg ist OCTAVIAN gegen MARCUS ANTONIUS erfolgreich. Es kommt zum Zweiten Triumvirat mit OCTAVIANUS, M. AEMILIUS LEPIDUS und MARCUS ANTONIUS.
  • 40 v. Chr.: HERODES DER GROSSE wird von den Römern zum „König der Juden“ ernannt (andere Quellen: 37 v. Chr., bis 4 v. Chr.). Er baut in Jerusalem einen neuen Tempel.
  • 39 v. Chr.: Erste öffentliche Bibliothek in Rom
  • 38 v. Chr.: Anfänge des späteren Köln als Oppidum Ubiorum: Die Ubier sind ein germanischer Stamm vom Mittelrhein, den die Römer am linken Rheinufer angesiedelt haben und der schnell die römische Lebensweise angenommen hat.
  • 37 v. Chr.: Feldzug des ANTONIUS gegen die Parther; ANTONIUS heiratet KLEOPATRA.
  • 37 v. Chr.: Der vom römischen Senat zum König der Juden ernannte HERODES erobert Jerusalem und tritt seine Herrschaft an.
  • 33 v. Chr.: MARCUS VIPSANIUS AGRIPPA beginnt als Aedil mit der Verbesserung der Wasserversorgung Roms und eröffnet das erste öffentliche Bad.
  • 31 v. Chr.: Kaiser OCTAVIAN lässt nach dem Sieg bei Aktium, wo die Flotte des ANTONIUS und der KLEOPATRA entscheidend geschlagen wird, auf dem Palatin in Rom einen Apollon-Tempel errichten.
  • 31 v. Chr.: KLEOPATRA und ANTONIUS begehen nach der Niederlage Selbstmord.
  • 30 v. Chr.: Ägypten wird römische Provinz.
  • um 30 v. Chr.: Kaiser OCTAVIAN lässt auf den Balearen Frettchen als Jagdtiere auf Kaninchen ansetzen.
  • 29 v. Chr.: Schließung des Janustempels in Rom
  • 29 v. Chr.: Verkündung des (Welt-) Friedens („Pax Romana“)
  • 27 v. Chr.: CAESAR OCTAVIAN erhält den Ehrentitel AUGUSTUS; er ist römischer Kaiser bis 14 nach Christus.
  • 27 v. Chr.: Die Römer beginnen unter AGRIPPA mit dem Bau des Pantheons, das die erste größere Kuppel vor Beginn der Neuzeit (dem Himmel gleich) tragen wird. (bis 25)
  • 25 v. Chr.: Kaiser AUGUSTUS kommt an den Rhein; zwischen Maastricht und Köln soll eine große Militärstraße gebaut werden, durch welche auch die Region Aachen erschlossen wird.
  • 16 v. Chr.: Römische Legionen rücken von mehreren Seiten zugleich in den Alpenraum vor und nehmen Täler und vor allem Passstraßen ein. Anschließend ziehen sie gegen die keltischen Stämme im Alpenvorland.
  • 15 v. Chr.: Anfänge der späteren Städte Trier (Augusta Treverorum; andere Quellen sprechen von 16 bzw. 20 v. Chr.) und Augsburg (Augusta Vindelicorum) als römische Militärkolonien. Im Bodenseegebiet erobern die Römer ein keltisches Oppidum, Brigantium, das heutige Bregenz, wird zur Drehscheibe des Verkehrs zwischen der Donau und den Alpenpässen.
  • 13 v. Chr.: Anfänge von Xanten (Castra Vetera I), Mainz (Mogontiacum) und Zürich als römische Kastelle
  • 12 v. Chr.: Basel („Basilia“) wird als römische Siedlung auf einem keltischen Oppidum gegründet.
  • 12 v. Chr.: TIBERIUS und DRUSUS schieben die Militärgrenze Roms bis an die Donau vor.
  • 11 v. Chr.: Gegenüber von Mogontiacum (Mainz) wird als rechtsrheinischer Brückenkopf Aquae Mattiacae (Wiesbaden) errichtet.
  • 9 v. Chr.: In Köln wird zu Ehren des AUGUSTUS ein Tempel errichtet.
  • 1 v. Chr. - 10 n. Chr.: OVID schreibt seine „Metamorphoses“ (Verwandlungen), insgesamt 15 „Bücher“ mit rund 250 Erzählungen.
  • 0 (= 7 v. Chr.; 12. April ?): Geburt des JESUS VON NAZARETH in Bethlehem (aufgrund einer Fehlberechnung des Abtes DIONYSIUS im 6. Jahrhundert, der das Geburtsdatum um sieben Jahre verschiebt und damit den heute gültigen Tag 0 als Tag und Jahr der Geburt Christi bestimmt; die Flucht nach Ägypten ist demnach 5 v. Chr., die Rückkehr aus Ägypten nach HERODES’ Tod in Jericho im Jahre 4 v. Chr.)

  • 0: Erdbevölkerung wird auf 250 Millionen Menschen geschätzt.
  • um 0: Erste Post durch „reitende Boten“ im römischen Reich
  • um 1: An der unteren Weichsel wird das Ostgermanische Gotenreich gebildet.
  • um 1: PUBLIUS OVIDIUS NASO verfasst das Lehrgedicht „Liebeskunst“ (Ars amatoris).
  • 4 - 6: TIBERIUS unterwirft die Germanen bis zur Elbe.
  • um 6: MARBOD bildet aus Markomannen, Lugiern, Quaden, Hermunduren, Semnonen und Langobarden einen ersten germanischen Staat.
  • 9: Der Cheruskerfürst ARMINIUS besiegt (wahrscheinlich) im Teutoburger Wald die Römer unter VARUS.
  • 10: Nach der Niederlage des VARUS übernimmt der römische Feldherr TIBERIUS erneut das Kommando am Rhein. Germanien wird in die Militärbereiche Unter- und Obergermanien eingeteilt.
  • um 10: PUBLIUS OVIDIUS NASO vollendet das epische Sagengedicht „Metamorphosen“, in dem er rund 250 Verwandlungssagen aus der griechischen und römischen Mythologie beschreibt.
  • 13: Anfang des Jahres übernimmt GERMANICUS das Kommando über die Rheinarmeen und die drei gallischen Provinzen.
  • 13: DRUSUS wirft Aufstand der Gallier nieder.
  • 14 - 16: Feldzüge des GERMANICUS in Nordwestdeutschland gegen ARMINIUS
  • 14: Kaiser AUGUSTUS stirbt, TIBERIUS übernimmt in Rom am 17. August als dessen Nachfolger die Herrschaft. (bis 37)
  • um 15: TIBERIUS lässt die Provinz Rätien neu ordnen; Hauptstadt wird Augusta Vindelicum (Augsburg).
  • 15: PHILON VON BYBLOS erwähnt (wie schon SANCHUNIATON um 1250 v. Chr.) „belebte Steine“ zur Kontaktaufnahme mit Göttern (= Außerirdischen?).
  • 17: Rom verzichtet auf weitere Eroberungsversuche im germanischen Bereich.
  • 17: Die Stadt Aigai („Kleinpergamon“) wird durch ein Erdbeben zerstört.
  • 25: POMPONIUS MELA benennt die Klimazonen der Erde.
  • 25 - 220: Östliche Han-Dynastie in China
  • 26: Taufe JESU im Jordan
  • 26: Der Römer PONTIUS PILATUS wird Prokurator von Judäa; er ist Statthalter des römischen Kaisers bis in das Jahr 36. (Laut Passionsgeschichte hat er Jesus zum Tod verurteilt.)
  • 27: Das öffentliche Wirken von JESUS beginnt.
  • 27: In Rom wird mit dem Bau von Monumentalbauten begonnen.
  • 28: An der Stelle des heutigen Aachen besteht eine Siedlung mit einem Heiligtum des keltischen Wasser- und Bädergottes Grannus. (==> Aquae Granni)
  • 28: Das Wirken JESU erreicht in Galiläa seinen Höhepunkt.
  • 30: JOHANNES DER TÄUFER wird in der Grenzfeste Machaerus hingerichtet.
  • 30: JESUS wird am 7. April, einem Freitag, in Jerusalem gekreuzigt; er stirbt nachmittags gegen 15 Uhr. 50 Tage später wird dort die erste christliche Gemeinde gegründet. Am 30. Mai ist das erste öffentliche Auftreten der Apostel.
  • 37: CALIGULA wird am 16. März Nachfolger des verstorbenen Kaiser TIBERIUS. (bis 41)
  • 38: CALIGULA lässt auf dem Marsfeld einen großräumigen Tempel für die ägyptische Göttin Isis erbauen.
  • 39 - 40: Die Römer stoßen vom Legionslager Mainz nach Norden vor, um die Eroberung des strategisch wichtigen Rhein-Main-Dreiecks vorzubereiten.
  • 41 - 54: Bau der Wasserleitung in Rom
  • 41: Am 24. Januar wird Kaiser CALIGULA ermordet. Prätorianer rufen CLAUDIUS zum neuen römischen Herrscher aus. (bis 54)
  • ab 41: Kaiser CLAUDIUS lässt das Alpenvorland entlang der Donau durch Straßen erschließen. Auch linksrheinisch werden bedeutende Verkehrswege in Süd-Nord-Richtung angelegt, so von Argentorate (Straßburg) über Noviomagus (Speyer), Borbetomagus (Worms) und Mogontiacum (Mainz) nach Bonna (Bonn); ein Abzweig führt nach Augusta Treverorum (Trier).
  • 41: In Trier wird die erste Moselbrücke errichtet. Die Pfeiler bestehen aus 170 Eichenpfählen, die Straßendecke aus Steinen, die auf einer Balkenschicht liegen.
  • 43: Der Südosten Englands wird unter CLAUDIUS die römische Provinz Britannia.
  • 45 - 58: Drei Missionsreisen des PAULUS unter anderem nach Cypern, Athen und Korinth
  • 46: Thrakien wird römische Provinz.
  • 47: CORBULO lässt einen 27 Meilen langen Kanal zwischen Altrhein und Maas bauen (Fossa Corbulonis), der teilweise noch heute in der Vliet erhalten ist.
  • 48: Die Hunnen spalten sich in eine Süd- und Nordgruppe.
  • 49: PAULUS erhält die Vollmacht, den Glauben überallhin zu tragen.
  • um 50: Oppidum Ubiorum wird zur Colonia Claudia Agrippinensis (= Köln). (Der Name stammt von der in Köln geborenen AGRIPPINA, der späteren Gemahlin des Kaisers CLAUDIUS.)
  • 50: PEDANIOS DIOSKURIDES verfasst mit dem Buch „De Materia Medica“ das erste bedeutende Werk der Pharmakologie. In ihm beschreibt er sechshundert Pflanzen und nahezu tausend Heilkräuter. In diesem Werk findet sich auch die erste Abbildung der Mangoldrübe; allerdings hat die Pflanze noch deutlich stärker entwickelte Blätter als Wurzeln.
  • um 50: Der römische Militärarzt DIOSKUR fertigt Umschläge aus dem Sud von der Weidenart Salix equinalis, um den Soldaten bei Gicht und Rheuma zu helfen. (=> Salicylsäure, => Aspirin)
  • 50: COLUMELLA veröffentlicht sein großes Buch über Ackerbau und Hauswirtschaft. Darin beschreibt er unter anderem die Herstellung von drei Essigarten aus Trauben, Feigen und einer bestimmten Gerstenart.
  • 51: Zusammenkunft der Apostel in Jerusalem
  • 54: Am 13. Oktober wird Kaiser CLAUDIUS von seiner Frau (und Nichte) AGRIPPINA ermordet; Nachfolger wird ihr Sohn NERO. (bis 68)
  • 59: NERO lässt seine Mutter AGRIPPINA ermorden.
  • 60 - 61: Reise des PAULUS nach Rom
  • 63: Der Vesuv kündigt einen bevorstehenden Ausbruch durch die ersten Erdstöße an. Am 5. Februar wird die campanische Küste durch ein furchtbares Erdbeben erschüttert. Der Juppiter-Tempel am Forum von Pompeji stürzt ein, der alte Apollotempel, das Heiligtum der ägyptischen Göttin Isis, ein Stadttor, viele Privathäuser. Schwer beschädigt sind die Theater, die Thermen, der Wasserturm und die bleiernen Rohre der Wasserleitung. Ähnlich ergeht es Herculaneum und Stabiae, sogar Neapel soll betroffen sein. Es wird berichtet, daß auf freiem Feld 600 Schafe in einem sich öffnenden Erdspalt verschlungen worden sind.
  • 64: Brand von Rom unter Kaiser NERO (18. und 19. Juli), verbunden mit der ersten systematischen Christenverfolgung; Kreuzigung des Apostels PETRUS in Rom
  • 65: SENECA, der frühere Erzieher NEROs wird zur Selbsttötung gezwungen.
  • 67: Apostel PAULUS wird in Rom hingerichtet.
  • 68: Aufstände in Gallien und Spanien (GALBA)
  • 68: NERO lässt sich am 9. Juni vor den Mauern Roms töten. So endet die julisch-claudische Dynastie.
  • 68 - 69: Vierkaiserjahr mit GALBA, OTHO, VITELIUS und VESPASIAN
  • 69: VESPASIAN wird römischer Kaiser.
  • 69 - 79: Unter VESPASIAN wird die Ordnung im Römischen Reich wiederhergestellt, der Aufstand der germanischen Bataver unterdrückt.
  • 69 - 79: Amphitheater und Kolosseum werden in Rom gebaut.
  • um 70: PLINIUS DER ÄLTERE verfasst ein vielbändiges naturwissenschaftliches Nachschlagewerk.
  • 70: Das lateinische Epos „Argonautica“ entsteht.
  • 70: TITUS zerstört nach einem Aufstand der Juden gegen Rom deren religiöses Zentrum, den Tempel von Jerusalem; Ende des Hohenpriesterstaates in Palästina.
  • 72: In Rom wird mit dem Bau des Kolosseums begonnen. Die Arbeiten dauern bis in das Jahr 80 an. Es fasst nach Fertigstellung 50.000 Zuschauer, erstreckt sich über ungefähr 90.000 m2 und ist ursprünglich 48 Meter hoch.
  • 77: Die 37 Bücher umfassende Enzyklopädie „Historia naturalis“ von GAJUS PLINIUS SECUNDUS d. Ä. erscheint. Das Werk enthält auch wertvolle Nachrichten über die Germanen.
  • 79: VESPASIAN stirbt am 23. Juni; sein Sohn TITUS wird Nachfolger. (bis 81)
  • 79: Der Vesuv hat am 24. August um 10 Uhr morgens seinen bisher gewaltigsten Ausbruch. Herculaneum versinkt im Schlammstrom, während zeitgleich Pompeji unter einer 6 Meter hohen Ascheschicht erstickt. Stabiae auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht wird ebenfalls zerstört. Berühmtestes Opfer unter den etwa 4.000 Toten ist der römische Schriftsteller PLINIUS DER ÄLTERE, der bei seinen Beobachtungen dem Vulkan zu nahe kommt.
  • 80: Pest in Rom
  • 80: TITUS eröffnet das Kolosseum.
  • um 80: In dieser Zeit entsteht wohl das Evangelium nach MATTHÄUS. Auch die Evangelien nach MARKUS und LUKAS werden diesem Zeitraum zugeordnet. (=> Bibel)
  • 81: DOMITIAN, Bruder des TITUS, wird römischer Kaiser (bis 96)
  • etwa 83: Baubeginn des obergermanischen und rätischen Limes unter Kaiser DOMITIAN
  • um 85: Während der Regierungszeit des DOMITIAN wird am südlichen Innufer eine Zollstation, das Castellum  Boiodurum (Passau-Innstadt) errichtet.
  • um 90: Die Heeresbezirke Ober- und Niedergermanien werden in Provinzen umgewandelt („Germania superior“ und „Germania inferior“).
  • 92: Kaiser DOMITIANUS verbietet den Weinanbau in den römischen Provinzen, um Italiens Weinexport zu stützen.
  • um 95: Das Evangelium nach JOHANNES erhält seine endgültige Fassung. (==> Bibel)
  • um 96: JOHANNES verfasst seine Offenbarung, in der er wahrscheinlich unter anderem den Einschlag des im Indischen Ozean niedergegangenen Sintflut-Impaktfragmentes beschreibt: „Und es fuhr wie ein großer Berg mit Feuer brennend ins Meer.“ (Kapitel 8, Vers 8) (==> Bibel)
  • 96: Am 18. November wird Kaiser DOMITIAN, der sich den Titel „Herr und Gott“ zugelegt hat, ermordet. Der Senat ruft NERVA zum römischen Kaiser aus. (bis 98)
  • um 98: PUBLIUS CORNELIUS TACITUS veröffentlicht seine Schrift „De origine et situ Germanorum“ („Über den Ursprung und die Gebiete der Germanen“), kurz: „die Germania“. Darin beschreibt er unter anderem auch die germanische Feldgraswirtschaft und den Anbau von Getreide und Hülsenfrüchten. (Es dauert bis etwa 1400, ehe dieses Werk auch in Deutschland bekannt wird.)
  • 98: TRAJANUS wird römischer Herrscher. (bis 117)
  • um 100: Angesichts steigender Einwohnerzahlen im römischen Köln (30.000) wächst das Problem der Trinkwasserversorgung. Bisher ist die Stadt aus der Nähe von Hürth versorgt worden. Jetzt baut man eine 76 Kilometer lange Wasserleitung in die Eifel. Dieser „Eifelkanal“ wird als reine Gefälleleitung ohne Pumpstationen errichtet.
  • um 100: In Trier, der wichtigsten Stadt an der römischen Rheingrenze, wird ein Amphittheater für rund 20.000 Zuschauer errichtet.
  • um 100: Cuicuilco, neben Teotihuacán das zweite Zentrum in Zentralmexiko, wird durch einen verheerenden Vulkanausbruch in Schutt und Asche gelegt.

  • 104 - 109: TACITUS schreibt seine „Historien“.
  • 105: Erstes Papier in China: Der Hofbeamte TS’AI-LUN entwickelt ein Verfahren zur Herstellung eines dünnen, weichen Beschreibstoffes, der Ähnlichkeit mit Papyrus hat. Er wird aus Baumrinde, Hanf, Lumpen oder nutzlosem Holz gefertigt, die als Zellstofflieferanten dienen.
  • 107: Dazien (Rumänien) wird römische Provinz (bis 255).
  • um 110: Die „Annalen“ des TACITUS entstehen.
  • um 110: Die Bauern in Germanien ernähren sich hauptsächlich von Rüben, Rettichen, Zwiebeln und von Blattpflanzen wie Brennesseln, Disteln, Spinat und Kohl.
  • 116: Armenien und Mesopotamien werden römisch.
  • 117: HADRIANUS wird römischer Herrscher. (bis 138)
  • 117 - 138: Das Pantheon in Rom wird von HADRIAN überkuppelt.
  • um 117: Das Straßennetz im römischen Reich beträgt etwa 80.000 Kilometer.
  • um 120: PTOLEMÄUS untersucht die Lichtbrechung.
  • um 120: In Ephesos entsteht die nach ihrem Stifter benannte Celsus-Bibliothek. TIBERIUS JULIUS CELSUS bestückt sie außerdem mit 12.000 Büchern und Papierrollen.
  • 122: Britannia (England) wird mit dem Hadrianswall (=> Limes) gegen die Schotten geschützt.
  • 130: Der vermutlich stärkste Vulkanausbruch in historischer Zeit ist die Taupo-Eruption in Neuseeland. Dabei werden schätzungsweise 30.000 Millionen Tonnen Bimsstein auf einmal und mit einer Geschwindigkeit von 700 km/h herausgeschleudert.
  • 132: Der chinesische Ingenieur konstruiert den erste bekannten Seismographen: er ist ein achteckicges Gefäß mit acht Drachenköpfen, von denen jeder eine kleine Bronzekugel im Maul hat. Darunter steht jeweils ein bronzener Frosch, in dessen offenes Maul die Bronzekugel fällt, wenn die Erde bebt. Je nachdem, in welchem Froschmaul sie landet, lässt sich die genaue Richtung des Epizentrums bestimmen. (In Europa wird der erste Seismograph im 19. Jahrhundert entwickelt.) (Quelle: HAUSDORF, 1994)
  • 138: ANTONIUS PIUS wird römisches Staatsoberhaupt. (bis 161)
  • um 140: Nur fünf Meter oberhalb der im Jahr 41 errichteten ersten Moselbrücke in Trier erbauen die Römer die noch heute erhaltene steinerne „Römerbrücke“.
  • 150: CLAUDIUS PTOLEMÄUS stellt sein „geozentrisches Weltsystem“ auf, wonach die Erde im Mittelpunkt des Weltalls ruht; diese Auffassung hält sich bis zum Ausgang des Mittelalters.
  • 150: Das römische Reich erlangt mit ca. 5,4 Millionen Quadratkilometern seine größte Ausdehnung.
  • um 150: In Trier werden die Barbara-Thermen erbaut; sie sind größer als die Thermen in der Hauptstadt Rom und damit das größte öffentliche Bad im Römerreich.
  • um 150: In Mitteleuropa entstehen erste christliche Gemeinden; das Christentum breitet sich zunächst auf der Linie Rhonetal-Burgund-Mosel-Niederrhein aus.
  • 160 - 310: Erste Völkerwanderungen der Germanen
  • 161: MARCUS AURELIUS wird römischer Kaiser. (bis 180)
  • 166 - 180: Kriege des MARK AUREL gegen die Markomannen
  • 166: Große Pestepidemie im Römischen Reich: Die Seuche wird von Soldaten eingeschleppt, die von einem Partherfeldzug zurückkehren.
  • 166: Die erste römische Gesandtschaft trifft in China ein.
  • 170: Geographie und Weltkarte des PTOLEMAIOS
  • 179: Anfänge des späteren Regensburgs als römisches Militärlager (Castra Regina) durch Kaiser MARK AUREL
  • 180: COMMODUS wird Herrscher in Rom. (bis 192)
  • um 180: Trier wird mit einer 6,5 Kilometer langen Mauer umgeben, die bekanntesten Tore sind das Brückentor am westlichen Moselufer und die Porta Nigra.
  • 180: Der griechische Arzt GALEN stellt die Bedeutung des Rückenmarks fest.
  • 195: Mesopotamia wird römische Provinz.
  • um 200: Starke Ausbreitung des Christentums und des Mithraskultes
  • 203: Heftiger Ausbruch des Vesuv
  • ab 210: Die Westgermanen schließen sich in Bünden zusammen: Alemannen, Franken und Sachsen; germanische Wanderbewegung
  • 213: Alemannische Reiter erscheinen in der Maingegend am Limes. CARACALLA bricht zu einem Feldzug gegen sie auf. Außerdem lässt er die Palisaden am rätischen Limes durch eine Steinmauer ersetzen. Die Alamannen siedeln im Vorfeld der Befestigung.
  • um 215: CLEMENS ALEXANDRINUS nennt die ägyptische Bilderschrift „grammata hieroglypha“, „heilige Bildzeichen“.
  • um 215: Kaiser CARACALLA kommt nach Aachen, um sich in den heißen Quellen zu kurieren. Nach dem Historiker CASSIUS DIO erlangte er aber nichts, „was seiner Genesung hätte förderlich sein können“.
  • 217: In Rom entstehen die Caracalla-Thermen, eine der größten Badeanlagen der römischen Kaiserzeit. Unter anderem gibt es eine eigene Kläranlage, Bibliothek, Sportanlagen, Kultstätten und Einkaufsmöglichkeiten.
  • um 220: Durch die Römer wird die Hauskatze nach Mitteleuropa eingeführt.
  • um 230: Anfänge des lateinischen Christentums im Abendland; Gottesdienstsprache der christlichen Gemeinde Roms wird lateinisch statt griechisch.
  • um 230: Die Goten haben sich am unteren Dnjepr angesiedelt. 
  • 232: In Douro-Europos (heute: Qal’at es Salihiye) in Ostsyrien wird ein Haus in eine christliche Kirche umgewandelt. (Es ist heute die älteste erhaltene christliche Kirche der Welt.)
  • 233 - 234: Die Alamannen durchbrechen den obergermanisch-rätischen Limes und dringen bis in das Unterelsass bzw. das Allgäu vor. Der Limes als Reichsgrenze muss aufgegeben werden, nur einige Stützpunkte können noch bis 260 gehalten werden.
  • 238: Goten greifen erstmals das Römische Reich an.
  • 242: Am persischen Hof tritt der Prediger MANI auf, dessen Lehre (Manichäismus) sich über den gesamten Mittelmeerraum ausbreitet.
  • 248: Die Goten beginnen mit mehreren Überfällen auf Kleinasien, die Donauprovinzen und Griechenland. Kaiser CLAUDIUS II. schlägt sie zurück und erwirbt sich damit den Ehrentitel GOTHICUS.
  • um 250: In Trier besteht eine Christengemeinde; in dieser Zeit wird Trier auch zum Bistum erhoben.
  • um 250: Die Chinesen beginnen, mit kochendem Wasser Tee aufzubrühen. Das Getränk wird zur Vorbeugung von Infektionen getrunken.
  • 250: EUKLID schreibt eine erste Abhandlung über Algebra.
  • um 250: In Mittelamerika beginnt der Aufstieg von Teotihuacán
  • 256: Dura Europos, antike Siedlung und militärische Befestigung am Euphrat (erbaut unter SELEUKOS im 3. Jahrhundert vor Christus), wird zerstört.
  • 256: Die Franken überschreiten den Rhein.
  • um 260: Eine fränkische Schar dringt bis nach Spanien vor und errichtet dort eine Seeräuberherrschaft.
  • 260: Die Alamannen fallen in Italien ein und gelangen bis Ravenna und Rom.
  • um 269: Die Goten teilen sich nach ihren Wohnsitzen in West- und Ostgoten.
  • 269: Der römische Priester VALENTIN wird hingerichtet, weil er heimlich Liebespaare getraut hat. (Auf ihn geht der „Valentinstag“ am 14. Februar zurück.)
  • 270 - 275: Unter AURELIAN wird in Rom eine neue Stadtmauer errichtet.
  • um 270: Bei Iversheim am Westrand der Eifel besteht eine römische Kalkbrennerei mit sechs Öfen.
  • 271: Kaiserin ZENOBIA proklamiert das unabhängige Kaiserreich Palmyra; ein Jahr später wird es vom römischen Kaiser AURELIAN erobert; Zenobia gerät in Gefangenschaft.
  • 276: Kreuzigung des persischen Religionsstifter MANI
  • um 279: Die Burgunder werden im Kampf gegen die Römer erstmals schriftlich erwähnt.
  • um 280: ANTONIUS zieht sich in die ägyptische Wüste zurück; er gilt als Begründer des abendländischen Mönchtums.
  • 280: Ostgermanen (Bastarner) siedeln am rechten Ufer der Donau.
  • 282: Der Weinbau in Gallien an Rhein und Mosel wird jetzt durch den römischen Kaiser PROBUS gefördert, das Anbauverbot DOMITIANs aus dem Jahre 92 aufgehoben.
  • 284: DIOCLETIANUS wird Monarch in Rom. (bis 305)
  • um 285: In Ägypten entstehen christliche Mönchsklöster.
  • um 290: Den Burgundern ist es gelungen, die Alamannen aus dem Raum zwischen Neckar und Taunus zu verdrängen.
  • 290: PAPPUS lehrt die Gesetze der einfachen Maschinen und die Bedeutung des Schwerpunkts.
  • 292: Dieses Jahr ist als ältestes Datum auf einer Maya-Inschrift festgehalten. (Stele 29 von Tikal)
  • um 300: In Mitteleuropa entstehen die ersten Kirchengebäude.
  • um 300: Die Römer importieren aus dem freien Germanien hauptsächlich Bernstein, Frauenhaar, Fisch, Pferde und Sklaven.
  • 300: In Nordindien wird fester Zucker aus Zuckerrohr hergestellt.
  • um 300: Der Legende nach verfasst VATSYAYANA MALLANAGA das „Kamasutra“, ein Lehrbuch der indischen Erotik.
  • 300: In Mittelamerika beginnt die klassische Zeit der Mayakultur, die bis 950 andauert.
  • 306: Trier ist mit 70.000 Einwohnern die größte Stadt nördlich der Alpen.
  • 307: Im Römischen Reich wird eine Münzreform durchgeführt. Der „Solidus“ wird Währungseinheit; er löst den bis dahin (seit 46 v. Chr.) geltenden Gold-Aureus ab.
  • ab 310: Der römische Kaiser KONSTANTIN DER GROSSE lässt die Grenzbefestigungen am Rhein erneuern bzw. ausbauen. In Köln lässt er einen festen Rheinübergang errichten; als Brückenkopf wird das rechtsrheinische Kastell Divitiacum (Deutz) angelegt. (vgl. auch 328!)
  • 313: Kaiser KONSTANTIN verkündet das „Toleranzedikt“ von Mailand. Der Erlas stellt das Christentum als gleichberechtigt neben die anderen Religionen.
  • um 320: Erste Klöster und Klosterschulen in Ägypten
  • um 320: Der chinesische Gelehrte KO HUNG berichtet von dem chinesischen Ingenieur CHANG HENG. Dieser  soll um die Zeit 100 n. Chr. in der Lage gewesen sein, einen Apparat zu konstruieren, der sich durch drehende Rotoren in die Luft erheben kann. Die Grundlagen zum Bau eines solchen Hubschraubers sollen aus der Mythologie stammen. (==> Außerirdische?)
  • 321: Der Sonntag (dies solis) wird durch KONSTANTIN I. zum Ruhetag erklärt (3. Juli).
  • 324: KONSTANTIN DER GROSSE wird römischer Kaiser. (bis 337)
  • 325: Erstes Ökumenisches Konzil in Nicäa: Unter anderem wird Ostern dadurch zum beweglichen Fest, daß als Termin für die Feiern zur Auferstehung Christi der erste Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond festgelegt wird.
  • 328: Die Römer bauen eine steinerne Brücke über den Rhein bei Köln.
  • um 330: In Trier werden die Kaiserthermen fertiggestellt.
  • 330 (andere Quelle: 324): Byzanz (später: Konstantinopel, Istanbul) wird als „Nova Roma“ unter Kaiser KONSTANTIN I. römische Hauptstadt. (=> Ostrom)
  • 337: Die Trierer Christen zerstören das heidnische Kultzentrum im Altbachtal.
  • um 340: In Mainz wird eine Kathedrale errichtet.
  • 346: In Köln findet eine Zusammenkunft von Bischöfen statt.
  • 346: In Griechenland und Rom werden heidnische Opfer verboten.
  • ab 350: In Südrussland entsteht das Ostgotenreich des ERMANERICH; der Dnjestr ist die Grenze gegen die Westgoten.
  • 350: Die Katze ist jetzt auch in Europa als Haustier bekannt.
  • um 350: Blütezeit der sogenannten „Sanskritliteratur“
  • 352 - 353: Alamannen und Franken zerstören mehr als 40 linksrheinische Städte und besetzen große Teile von Elsas, Pfalz und Rheinhessen.
  • 354: Das Fest des Mithras wird im Römischen Reich zum Weihnachtstermin. (Er liegt am 25. Dezember.)
  • ab 355: Die Franken stoßen über den Rhein vor.
  • 358: Ein schweres Erdbeben richtet in der Stadt Ephesos große Schäden an.
  • 361: Der heilige MARTIN VON TOURS gründet in Ligugé das erste Kloster auf gallischem Boden; er wird Nationalheiliger des Frankenreiches und gilt als Apostel Galliens.
  • 362: Am 17. Juni wird per Edikt den Christen im Römischen Reich Lehrverbot auferlegt.
  • 363: In der Eifel besteht ein Steinsägewerk mit Wasserradantrieb.
  • 365: Ephesos wird erneut von einem schweren Erdbeben heimgesucht.
  • ab 368: VALENTINIAN I. lässt Ober- und Mittelrhein und den Neckar mit zahlreichen Kastellen und „burgi“ befestigen, u. a. Breisach, Bad Kreuznach und Boppard.
  • um 369: Bischof (W)ULFILA beginnt mit der gotischen Bibelübersetzung.
  • um 375: Die Hunnen brechen nach ihrer Vertreibung aus China in die russische Steppe ein, unterwerfen das südrussische Ostgotenreich des ERMANERICH und tauchen schließlich im Schwarzmeergebiet auf. Indem sie in der Folgezeit weiter nach Mitteleuropa vordringen, lösen sie eine Vielzahl von Wanderungen germanischer Völker aus, mit dem Ziel Römisches Reich. (=> Zweite Germanische Völkerwanderung)
  • um 375: In den Stürmen der Völkerwanderung fallen die großen Badeanlagen Aachens in Schutt und Asche.
  • 375: Angesichts der ausweglosen Situation nach dem Einfall der Hunnen begeht der greise Heerführer der Ostgoten ERMANARICH - vermutlich im Alter von 103 Jahren - Selbstmord.
  • 376: Die Westgoten überqueren unter dem Druck der Hunnen die Donau.
  • 378: Mit diesem Jahr endet das monumentale Geschichtswerk „Res gestae“ von AMMIANUS MARCELLINUS, das in 31 Bänden wertvolle Quellen für die Geschichte der germanischen Völker von 353 an enthält.
  • 380: Allen römischen Untertanen wird durch kaiserliches Edikt („cunctos populos“) vom 28. Februar befohlen, die christliche Religion (Trinitasglauben) anzunehmen. Damit ist das orthodoxe Christentum die allein gültige Staatsreligion.
  • 381: Zweites Ökumenisches Konzil in Konstantinopel: Der Bischof von Konstantinopel hat gleiche Ehrenrechte wie der Papst in Rom.
  • 382: Der Victoria-Altar des AUGUSTUS wird aus dem römischen Senat entfernt.
  • 382: Der Vesta-Kult wird endgültig abgeschafft.
  • 383: Die Römer geben den Hadrianswall in Britannien auf.
  • 386: Unter THEODOSIUS I. werden in Griechenland die Tempel geschlossen.
  • 388: Die Eheschließung zwischen Christen und Juden wird verboten.
  • um 390: ALARICH wird Führer der arianisierten Westgoten.
  • 391: Der oströmische Kaiser THEODOSIUS I. erhebt das Christentum zur alleinigen Staatsreligion. Leider versucht er auch, alle Spuren heidnischer Kultur in Ägypten auszulöschen. Dabei gehen viele Dokumente (vielleicht auch über den Kontakt zu Außerirdischen) verloren. [Vgl. auch: 28.2.380!]
  • 392: Die private Götterverehrung wird am 8. November in Rom verboten.
  • 393: Letzte Olympische Spiele der Antike: Sie werden als „heidnischer Brauch“ untersagt.
  • 394: Der oströmische Kaiser THEODOSIUS wird Herrscher über das Gesamtreich. Am 17. Januar 395 stirbt er. Das Reich wird in West- und Ostreich geteilt, was das Ende des Imperium Romanum bedeutet.
  • 395: ALARICH I. wird König der Westgoten. (bis 410)
  • 395: Vermutlicher Untergang der bretonischen Stadt Ys in einer Sturmflut (zweiter möglicher Zeitpunkt: 441)
  • 395 - 398: Plünderungszug der Westgoten unter ALARICH durch die Balkanhalbinsel und Griechenland
  • 398: JOHANNES CHRYSOSTOMUS, der berühmteste Prediger der Ostkirche, wird Patriarch von Konstantinopel.
  • 400 - 750: Jahrhunderte mit kaltem und niederschlagsreichen Wetter verursachen einen Rückgang der Landwirtschaft und lösen damit letztlich die germanische Völkerwanderung nach Süden aus.
  • um 400: HIERONYMUS übersetzt die Bibel in die lateinische Sprache (Vulgata).
  • um 400: Die Hunnen dringen weiter nach Westen vor und verdrängen dadurch Vandalen, Alanen und weitere germanische Völker.
  • um 400: Vermutlich werden um diese Zeit die Osterinseln besiedelt. Die Inselbewohner fertigen mit großer Kunstfertigkeit nach der Sonne ausgerichtete Terrassen und kleine Statuen an; diese ähneln verschiedenen präkolumbianischen Modellen aus den Anden.
  • um 400: Die Mayas besitzen in Mittelamerika Kakaopflanzungen. (Nach einer Sage der Tolteken hat der „gefiederte“ Schlangengott Quetzalcoatl die Kakaobohnen den Menschen geschenkt. ==> Außerirdische ?) Die Mayas treiben mit getrockneten Kakaobohnen, die eine nahezu unbegrenzte Haltbarkeit haben, lebhaften Handel mit ihren Nachbarvölkern. Hauptabnehmer sind die Azteken.
  • um 400: Klassische Tiahuanaco-Kunst im Andenbereich
  • um 400: Schubkarren werden in China entwickelt, kommen aber erst Jahrhunderte später nach Europa.
  • 401 - 403: Westgoten unter ALARICH fallen in Italien ein.
  • 404: Ravenna wird kaiserliche Residenz.
  • 405: In Japan wird die chinesische Schrift eingeführt.
  • 406: Vandalen dringen zusammen mit Alanen und Sueben unter großen Verwüstungen in Gallien ein, wonach sie Spanien (410) erobern.
  • um 406: König der Burgunder ist wahrscheinlich GUNDIKAR, der GUNTHER der Nibelungensage.
  • 406: Die Römer geben am 31. Dezember die Rheingrenze auf.
  • 407: Die letzten römischen Legionen werden aus Britannien abgezogen.
  • 410: Die Westgoten plündern unter ihrem Führer ALARICH Rom. (24. - 26. August)
  • um 410: Der Kirchenlehrer HIERONYMUS vollendet die „Vulgata“-Bibelübersetzung. Sie wird 1546 auf dem Konzil von Trient für offiziell erklärt und bildet bis heute (1983) die amtliche Bibel der katholischen Kirche.
  • 411: Nach dem Tod ALLARICHs im vergangenen Jahr ziehen die Westgoten unter ATHAULF plündernd durch Gallien.
  • 413: Die Burgunder erhalten von Kaiser HONORIUS vertraglich Gebiete auf dem linken Rheinufer und begründen unter König GUNDIKAR (= GUNTHER) ein Reich mit der Hauptstadt Worms.
  • 416: THEODOSIUS II. lässt in Griechenland alle Heiden aus Staatsämtern entfernen.
  • 418: Die Westgoten ziehen nach Südwestgallien.
  • 425: Konstantinopel erhält eine Universität.
  • 429: GEISERICH, König der Vandalen und Alanen, führt unter dem Druck der Westgoten von Spanien aus 80.000 Menschen nach Africa, wo er die dortige römische Provinz besetzt und ein Jahr später den römischen Statthalter BONIFATIUS besiegt. Er errichtet ein starkes Königreich mit Karthago als Hauptstadt.
  • um 430: Das Hunnenreich erstreckt sich vom Don bis zum Rhein.
  • 433: Der Heilige PATRICK beginnt die Missionierung Irlands, indem er auf dem Hügel von Slane das Osterfeuer entzündet.
  • 436: Köln wird von den Franken erobert; an Ober- und Mittelrhein entsteht ein Alemannenreich.
  • 436: Der römische Feldherr AËTIUS zerschlägt mit Hilfe hunnischer Verbündeter das Reich der Burgunder. Berichte vom Niedergang des germanischen Stammes begründen einen Teil des Nibelungen-Epos.
  • 439: Die Wandalen erobern unter GEISERICH Karthago, das dieser zu seiner Hauptstadt macht.
  • 441 - 448: Die Hunnen unter ATTILA verwüsten die Balkanprovinzen.
  • 442: Kaiser VALENTINIAN III., erkennt GEISERICH als Souverän an; das Vandalenreich ist damit die erste germanische Reichsgründung auf weströmischem Territorium.
  • 443: In diesem Jahr kommt es zur Gründung des zweiten Burgunderreiches; AËTIUS siedelt die Reste der Burgunder an der Rhône an; ihre Aufgabe ist die Abwehr der Alamannen.
  • 449 - 450: Die Angelsachsen (Angeln und Sachsen) besiedeln Britannia (England), nachdem sie die keltische Bevölkerung unterworfen haben.
  • 450: Westrom schwenkt von seiner prohunnischen bzw. neutralen Politik auf eine hunnenfeindliche Haltung um.
  • 451: Germanen und Römer siegen auf den Katalaunischen Feldern über ATTILA. Die geschlagenen Hunnen ziehen sich zurück.
  • 452: Auf der Flucht vor ATTILA gründen Festlandsbewohner die Lagunenstadt Venedig.
  • 455: Wandalen erobern unter GEISERICH Rom und plündern 14 Tage lang die Stadt. Unterdessen plündert seine Flotte die gesamte westliche Mittelmeerküste.
  • 455: In Pannonien werden ATTILAs Söhne von germanischen Stämmen besiegt. Das Hunnenreich zerfällt.
  • 456: GEISERICHs Vandalen erobern Capua.
  • 461: König GUNDOWECH macht Lyon zur Hauptstadt des Burgunderreiches.
  • 472: Ausbruch des Vesuv (Die Ascheauswürfe sollen bis nach Konstantinopel getrieben worden sein.)
  • um 475: In dem Gebiet zwischen Rheindelta und Trier bildet sich die „Francia Rhinesis“, das Königreich der Rheinfranken (Ribuarier).
  • 476: Am 23. August wird der germanische Heermeister ODOAKER von seinen Truppen zum König von Italien ausgerufen.
  • 480: Am 8. Mai erlischt mit der Ermordung des letzten rechtlich legitimierten weströmischen Kaisers JULIUS NEPOS das römische Kaisertum.
  • um 480: In Italien wird mit Falken erstmalig Beizjagd durchgeführt.
  • 481: CHLODWIG wird Merowingerkönig. (bis 511)
  • 486: Der Merowinger CHLODWIG I. besiegt bei Soissons den römischen Feldherrn SYAGRIUS, Statthalter des Gebietes zwischen Somme und Loire, und beseitigt damit die letzten Reste römischer Herrschaft in Gallien. Er macht sich zum Alleinherrscher der Franken und gründet das Frankenreich.
  • 496: Bei Zülpich findet eine Schlacht zwischen Franken und Alamannen statt.
  • 487 - 493: Die Ostgoten erobern unter THEODERICH DEM GROSSEN Italien.
  • 498: CHLODWIG I. lässt sich an Weihnachten in Reims von dem dortigen Bischof REMIGIUS zusammen mit etwa 3.000 Freien aus dem Frankenreich katholisch taufen. Die Christianisierung der germanischen Franken setzt ein.
  • 500: Der Erdmagnetismus hat die eineinhalbfache Stärke von heute. Seither nimmt sie ab.
  • 500 - 700: Das Klima ist besonders trocken.
  • um 500: Auf der Nil-Insel Philae ist der Isis-Kult beendet.
  • um 500: Teotihuacán ist die größte Stadt der Neuen Welt und die sechstgrößte der Erde.
  • um 500: In Franken ist das Pfropfen von Obstbäumen bekannt.
  • ab 500: König CHLODWIG I. errichtet durch Unterwerfung fast ganz Galliens das fränkische Großreich, das 511 unter seine vier Söhne aufgeteilt wird.
  • ab 500: Die Bajuwaren beginnen mit der Landnahme zwischen Lech, Donau und Alpen.
  • ab 500: Eindringen slawischer Stämme auf den Balkan

  • 506: Am 5. Februar verkündet der Westgotenkönig ALARICH II. die Lex Romana Visigothorum, eines der wichtigsten Gesetzeswerke des frühen Mittelalters.
  • 507: Die Goten werden von den Franken unter CHLODWIG geschlagen und ziehen nach Spanien weiter.
  • 512: Ausbruch des Vesuv
  • 521: Korinth wird durch ein Erdbeben zerstört und von Kaiser JUSTINIAN wieder aufgebaut.
  • 522: Schweres Erdbeben in Olympia: Teile des Zeustempels werden zerstört.
  • 523: Im römischen Kolosseum findet die letzte Tierjagd statt. (Später im Mittelalter wird es als Steinbruch verwendet.)
  • 525: Der Mönch DIONYSIUS EXIGUUS berechnet in Rom das Datum von Christi Geburt um 6 oder 7 Jahre falsch. (Nach seinen Berechnungen wird die christliche Zeitrechnung bis zur Gregorianischen Kalenderreform festgelegt.)
  • 526: Am 20. Mai zerstört ein Erdbeben Antiochia, das heutige Antakya in Syrien. Es sind 250.000 Tote zu beklagen.
  • 527 - 565: Unter Kaiser JUSTINIAN wird das Christentum zur allgemeingültigen Rechtsnorm erklärt.
  • 529: BENEDIKT VON NURSIA begründet auf dem Monte Cassino ein Kloster. (=> Benediktiner)
  • 529: Die heidnische Akademie (PLATOs!) in Athen wird auf Befehl von Kaiser JUSTINIAN geschlossen.
  • 530: Kaiser JUSTINIAN lässt das Militärlager am Sinai errichten.
  • 531: Die Herrschaft des CHOSRAU I. beginnt. Unter ihm erlangt das Perserreich ungeheure Ausmaße: vom Mittelmeer bis zum Indus, vom Jaxartes und vom Schwarzen Meer über Arabien bis zur Grenze Ägyptens. (bis 579)
  • 531 - 534: Das thüringische und das burgundische Reich werden nach Auflösung der ostgotischen Macht dem fränkischen Königreich einverleibt.
  • 532: Kaiser JUSTINIAN I. willigt in einen „ewigen Frieden“ mit den Persern ein.
  • 533-534: Das Königreich der Vandalen wird von BELISARIUS, dem General von JUSTINIAN zerstört.
  • 534 - 535: Der byzantinische Feldherr BELISAR erobert Nordafrika von den Vandalen zurück. Das bedeutet das Ende des Vandalenreiches.
  • 534 - 548: Das Frankenreich, unter THEUDEBERT I. bis zur mittleren Donau ausgeweitet, wird zur führenden Großmacht des Westens.
  • 535 - 553: Das Ostgotenreich in Italien wird durch JUSTINIAN vernichtet.
  • 537: Der oströmische Kaiser JUSTINIAN hat die 532 zerstörte Sophienkirche (später Hagia Sophia) in Konstantinopel wiederaufbauen lassen. Etwa Zehntausend Arbeiter haben hierfür sechs Jahre benötigt. Die neue Kuppel hat einen Durchmesser von 33 Metern und eine Höhe von 55,6 Metern. Neu an ihr ist, daß sie von zahlreichen Fenstern durchbrochen ist.
  • um 543: Von Marseille aus breitet sich die Beulenpest über weite Teile Europas aus. Ihr fällt etwa die Hälfte der europäischen Bevölkerung zum Opfer. Besonders betroffen sind die Gegenden im Rheinland. (Vermutlich ist sie zehn Jahre zuvor in Ägypten ausgebrochen.)
  • 550: Zwei nestorianische Mönche schmuggeln Eier des Seidenspinners von China nach Konstantinopel (Byzanz) ein. Dort beginnt die Produktion von Seide im Jahre 552.
  • 551: Wiederum wird Olympia von einem schweren Erdbeben heimgesucht; der Zeustempel nimmt erneut schweren Schaden.
  • 552: Die Türken treten erstmals in der Geschichte auf. Sie zerschlagen das Reich der Schuan-schuan im östlichen Zentralasien.
  • 553: Byzantinische Herrschaft über ganz Italien (Statthalter NARSES)
  • 562: Fünfzigjähriger Friede zwischen Byzanz und den Persern
  • 565: Das Byzantinische Reich erlangt mit ca. 2,3 Millionen Quadratkilometern seine größte Ausdehnung.
  • 565: Im schottischen Loch Ness wird erstmals ein riesiges Wassertier „schreiend und brüllend“ beobachtet. (Später erlangt es unter dem Namen „Nessie“ zweifelhaften Ruhm.)
  • 567: Das Frankenreich wird aufgeteilt in Austrasien, Neustrien und Burgund.
  • 568: Der Eroberungszug der Langobarden nach Italien wird von manchen Historikern als Abschluss der Völkerwanderungszeit (seit 375, Hunnen!) angesehen. (Andere zählen zum Beispiel die Wikingerzüge der Normannen vom 8. bis zum 10. Jahrhundert noch dazu.)
  • 570: Südarabien (Jemen) wird persisch.
  • um 570: Ein irreparabler Bruch des Dammes von Mari (Jemen) bedeutet eine schwere Katastrophe für die Südaraber.
  • 570: Es tauchen erstmals Steigbügel im Inventar der awarischen Reiternomaden des Karpatenbeckens auf.
  • 572: Die Perser verwüsten Syrien.
  • 573: GREGOR VON TOURS wird Bischof; sein Geschichtswerk „Historia Francorum“ stellt eine einzigartige Quelle für die Anfänge des Merowingerreiches dar.
  • um 580: COLUMBA sieht am schottischen Loch Ness erstmals ein langhalsiges, buckliges Ungeheuer („Nessie“).
  • 580: Weite Teile des Frankenreiches werden von Naturkatastrophen heimgesucht. Überschwemmungen, Erdbeben (Bordeaux!) und Feuersbrünste sowie Seuchen kosten vielen Menschen das Leben und richten große Verwüstungen an.
  • 585: Am 23. Oktober beruft König GUNTRAM von Burgund die fränkischen Bischöfe zu einer Synode nach Macôn ein. Neben anderen Themen wird auch die Frage behandelt, ob Frauen als Menschen zu bezeichnen sind.
  • 591 - 593: Truppen des byzantinischen Kaisers MAURIKIOS führen Feldzüge gegen die Awaren und Slawen.
  • 595: Große Unwetter mit Regengüssen, Blitz und Donner, vor allem jedoch die Erscheinung eines riesigen Kometen am Himmel lösen Angst und Schrecken unter der fränkischen Bevölkerung aus. Der Geschichtsschreiber GREGOR von Tours berichtet über Erleuchtungen des Himmels mitten in der Nacht, von Bränden am Himmel, die sich zu einer Leuchtsäule vereinigen, von Feuerkugeln, die vom Himmel fallen und von Mond- und Sonnenfinsternissen.
  • 598: Von Marseille breitet sich erneut die Beulenpest über Europa aus.
  • ab 600: Tofu (Sojaquark) aus China hält Einzug in Japans Küche.
  • 609: Das Pantheon in Rom wird in eine christliche Kirche umgewandelt.
  • 612: Der irische Mönch GALLUS gründet eine Einsiedelei in der Nähe des Bodensees. Aus ihr geht 720 ein Kloster hervor. Im 13. Jahrhundert entsteht an dieser Stelle die Siedlung St. Gallen.
  • 614: Speyer wird erstmals als Bistum erwähnt.
  • 614: Die Perser erobern und zerstören Jerusalem.
  • 618 - 906: In China regiert die T’ang-Dynastie.
  • 619: Die Perser besetzen Ägypten.
  • 622: MOHAMMED (Stifter der Islam) wandert von Mekka nach Medina aus. (= Beginn der islamischen Zeitrechnung) (Innerhalb weniger Jahrzehnte erobern die Anhänger der neuen Religion, die Muslime, ein Großreich, das von Spanien bis nach Indien reicht.)
  • 627: In der Schlacht von Ninive (im heutigen Irak) besiegt am 9. Dezember der byzantinische Kaiser HERAKL(E)IOS I. die Perser entscheidend.
  • 632: Nach dem Tod von MOHAMMED wird ABU BAKR erster Kalif (= Nachfolger).
  • 634: Kalif OMAR übernimmt die Herrschaft; er wird die Grundlagen für das theokratische muslimische Weltreich legen.
  • ab 634: Die Araber dringen unter Kalif OMAR in Syrien ein, das im darauffolgenden Jahr erobert wird..
  • 636: Die Kirche Südirlands unterwirft sich dem Papst.
  • 638: Die Moslems erobern unter OMAR Jerusalem.
  • 639: Die tibetanische Stadt Lhasa wird gegründet.
  • 640: Im Schweizer Kloster St. Gallen wird zu Festanlässen Bier gebraut und getrunken.
  • 641: Ägypten wird arabische Provinz.
  • 645: Die Taikwa-Reform in Japan bringt nach chinesischem Muster die Einführung eines zentralisierten Beamtenstaates.
  • 651 - 750: Weltherrschaft des Islam unter dem Kalifat der Omaijaden von Damaskus
  • 653: Kalif OTHMAN erobert die Insel Rhodos; er soll die Überreste des Koloss von Rhodos an einen Juden verkaufen; 900 Kamele sind angeblich notwendig um den Bronzeschrott nach Syrien zu transportieren.
  • 655: Die Araber vernichten die byzantinische Flotte, damit beginnt die Vorherrschaft der Moslems im Mittelmeerraum.
  • 671: Das „Griechische Feuer“, eine Art Flammenwerfer, wird in Byzanz entwickelt.
  • 674 - 678: Kaiser KONSTANTIN IV. von Byzanz wehrt den Angriff der Araber auf Konstantinopel ab. Er setzt das „Griechische Feuer“ gegen die Muslims ein.
  • 678: Beginn der Mission unter den Friesen
  • um 680: Byzanz und die Langobarden schließen Frieden.
  • um 680: Der Gepard wird in Kleinasien gezähmt und als Jagdtier benutzt.
  • 685: Ausbruch des Vesuv
  • 686: Sussex wird als letztes heidnisches Reich der Angelsachsen zum Christentum bekehrt.
  • 687: PIPPIN II (der Mittlere) wird Hausmeier des gesamten Frankenreiches.
  • 689: PIPPIN besiegt den Friesenherzog RADBOD und vereinigt Westfriesland mit dem Frankenreich.
  • um 695: Der angelsächsische Missionsbischof SUITBERT gründet in Kaiserswerth ein Kloster.
  • 697: Der angelsächsische Missionar und spätere Erzbischof WILLIBRORD errichtet das Kloster Echternach als Missionsstützpunkt.
  • 697: Die Kirche Nordirlands unterwirft sich dem Papst.
  • um 700: In China wird Porzellan hergestellt. Später gelangt es nach Europa, als sogenannte „Chinaware“.
  • um 700: Das „Hildebrandslied“, das einzige überlieferte  germanische Heldenlied, entsteht.
  • um 700: In Westeuropa verdrängt die Silberwährung die Goldmünze als Zahlungsmittel.
  • 709: Eine Urkunde im englischen Kloster Evesham belegt den Heringsfang.
  • 711: Der berberische Heerführer TARIK IBN SIJAD landet am 28. April mit einem Heer bei Gibraltar und beginnt die islamische Eroberung Spaniens.
  • 711: Die Araber vernichten das Westgotenreich in Spanien nach ihrem Sieg bei Xeres de la Frontera.
  • 715: Das Reich des Kalifen erlangt mit ca. 10,0 Millionen Quadratkilometern seine größte Ausdehnung.
  • um 717: KARL MARTELL nimmt Köln in Besitz.
  • 718: Kaiser LEO III. besiegt die Araber vor Konstantinopel.
  • 719: Papst GREGOR II. erteilt BONIFATIUS den Auftrag zur Missionierung Germaniens. („Bonifatius“ heißt Wohltäter; es ist der Beiname für den angelsächsischen Mönch WYNFRETH aus dem Benediktinerorden.)
  • 721: Die Moslems dringen nach Südfrankreich vor.
  • 721: Das Kloster Prüm wird gegründet.
  • 722: Gründung des Königreiches Asturien
  • 722: Am 30. November wird der angelsächsische Mönch BONIFATIUS in Rom zum Missionsbischof ohne festen Sitz ernannt.
  • 723: BONIFATIUS fällt die Donar-Eiche bei Fritzlar in Hessen. (==> Thor) Ein Jahr später gründet er das Kloster Fritzlar.
  • 724: Gründung des Klosters Reichenau durch den fränkischen Klosterbischof PIRMIN auf der gleichnamigen Insel im Bodensee, die ihm KARL MARTELL geschenkt hat
  • 725: Teotihuacán wird durch einen Brand zerstört. (andere Quelle: 750)
  • 728: Der heilige PRIMINIUS stiftet auf der Insel Reichenau im Bodensee die Benediktinerabtei.
  • 730: Kaiser Leo III. von Byzanz befiehlt, die Ikonen aus den Kirchen zu entfernen und die Wandgemälde zu übertünchen.
  • 732: Der fränkische Hausmeier KARL MARTELL besiegt am 25. Oktober die Araber zwischen Tours und Poitiers; er stoppt dadurch den Vormarsch der Moslems im Westen und wird als „Retter des Abendlandes“ gefeiert.
  • 735: Aquitanien und Südburgund werden von KARL MARTELL unterworfen.
  • 740: Das Kloster St. Gallen wird gegründet.
  • 741: KARL MARTELL teilt vor seinem Tod im Oktober das Frankenreich unter seinen Söhnen KARLMANN und PIPPIN DEM JÜNGEREN auf.
  • 741: Würzburg wird Bischofssitz. Das Bistum wird von BONIFATIUS gegründet.
  • 744: Das Kloster Fulda wird durch den Benediktiner STURMI gegründet; er wird sein erster Abt.
  • 747: KARLMANN zieht sich ins Kloster zurück. Sein Bruder PIPPIN DER JÜNGERE wird Alleinherrscher im gesamten Frankenreich.
  • 748: BONIFATIUS wird Erzbischof von Mainz.
  • um 750: Die „Merseburger Zaubersprüche“ entstehen.
  • um 750: Die Benediktinerinnenabtei Frauenchiemsee (Frauenwörth) wird auf der Fraueninsel im Chiemsee gegründet, vermutlich von Herzog TASSILO III. von Bayern.
  • um 750: Die bevölkerungsreichsten Städte dieser Zeit sind Schang’an (China), Byzanz und Bagdad.
  • 751: Durch die Schlacht am Fluss Talas stoppen die Araber die Ausbreitung der chinesischen Macht nach Westen.
  • 754: Papst STEPHAN II. ruft gegen die Langobarden den Frankenkönig PIPPIN zur Hilfe; er salbt und ernennt ihn zum römischen Patricius.
  • 754: Am 5. Juni wird der englische Erzbischof WINFRIED BONIFATIUS, Missionar in Germanien, in Friesland erschlagen.
  • 756: ABDARRACHMAN gründet in Spanien ein selbständiges Reich, das Emirat von Córdoba (bis 1031).
  • 760 - 768: Aquitanien wird von PIPPIN unterworfen.
  • 763: Das im vorhergehenden Jahr von Kalif AL MANSUR gegründete Bagdad wird die Hauptstadt des Kalifenreiches. Die führende Rolle im Kalifat geht von den Arabern auf die Perser über.
  • 764: Das Benediktinerkloster in Ottobeuren wird gegründet.
  • 768: Das Frankenreich wird nach dem Tod von König PIPPIN am 9. Oktober zwischen seinen Söhnen KARL (DEM GROSSEN) und KARLMANN geteilt.
  • 768: Erstmals wird in einem fränkischen Schriftstück der Begriff „theodiscus“ (= „deutsch“) verwendet.
  • 768: Die Torhalle des Benediktinerklosters im hessischen Lorsch wird errichtet. (Es ist heute das älteste Baudenkmal in Deutschland, das religiösen Zwecken gedient hat.)
  • um 770: Auf Anregung des Bischofs ARBEO von Freising entsteht der „Abrogans“, ein lateinisch-althochdeutsches Synonymlexikon, sozusagen das erste Wörterbuch.
  • um 770: Hufeisen kommen auf.
  • 771: KARL DER GROSSE wird durch den Tod seines Bruders KARLMANN Alleinherrscher über das Frankenreich.
  • 771: In den „Traditionen“ des Klosters Lorsch wird erstmals die Dreifelderwirtschaft beschrieben; erwähnt ist sie allerdings schon in einer Urkunde des Klosters St. Gallen aus dem Jahre 763.
  • 772: Erster Krieg von KARL DEM GROSSEN gegen die Sachsen
  • 773 - 774: KARL DER GROSSE erobert das Langobardenreich; Karl „rex Francorum et Langobardorum“ nimmt den Titel „patricius Romanorum“ an.
  • 774: Die Sachsen zerstören das Kloster Fritzlar.
  • 778: Zug KARLs nach Spanien; die Heeresnachhut wird von den Basken bei Roncesvalles vernichtet (Rolandslied).
  • um 780: Die karolingische Minuskel entsteht, eine Schrift, die sich in fast ganz West- und Mitteleuropa durchsetzt.
  • 782: KARL DER GROSSE lässt im Oktober 4.500 aufständische Sachsen hinrichten. (=> Blutgericht von Verden / Aller)
  • 784 - 1192: Klassisches Zeitalter höfischer Kultur und schöner Künste in Japan (Heian-Zeit)
  • ab 786: Unter HARUN AR RASCHID erlebt das Kalifat der Abassiden eine große Blütezeit. Eine Vorstellung davon vermitteln die „Erzählungen aus 1001 Nacht“.
  • 786: KARL DER GROSSE lässt die Grammatik der „theodisca lingua“, der Sprache der weder lateinisch noch romanisch  sprechenden Völker, bearbeiten.
  • 787: Das Bistum Bremen wird durch den angelsächsischen Bischof WILLEHAD gegründet.
  • 787: KARL DER GROSSE erlässt Anweisungen zur Bewirtschaftung der Großgüter (darunter solche für 70 Gartenpflanzen und Obstsorten).
  • 788: Ein schiitisches Reich wird in Marokko gegründet; damit macht sich Marokko unabhängig vom Kalifat. Hauptstadt wird Fes.
  • 788: Absetzung des Herzogs TASSILO von Bayern durch KARL DEN GROSSEN und Eingliederung Bayerns in das Reich auf dem Reichstag zu Ingelheim
  • 789: Eine Synode in Aachen beschließt, Kloster- und Domschulen zu vermehren und Prüfungen bei Priesterweihen einzuführen.
  • 793: Beginn der Wikingerzüge: Norwegische Wikinger setzen sich in Rivalität zu den Dänen auf den Britischen Inseln sowie an der friesischen und westfränkischen Küste fest.
  • 793: KARL DER GROSSE lässt einen Kanal zwischen Altmühl und Rednitz errichten, um eine Schiffsverbindung zwischen Donau und Rhein herzustellen.
  • 794: Kyoto (Heian) wird japanische Residenz.
  • 795: Köln wird Erzbistum und geistiger Mittelpunkt Deutschlands.
  • 795: Wikinger erscheinen auf Irland, plündern Teile des Landes und gründen Militärlager, z. B. das spätere Dublin im Jahre 841.
  • 795: Gründung der spanischen Mark
  • 797: Kaiserin IRENE wird Alleinherrscherin von Byzanz.
  • 798: Die Moslems erobern die Balearen.
  • 798: In Aachen werden antike Säulen in die weitgehend fertiggestellte Pfalzkapelle eingebaut. (==> Aachener Dom)
  • 800 - 1200: Das Klima ist durch milde Winter, wenig Eis und mehr Niederschlag als heute gekennzeichnet. (In diese Zeit fällt z.B. die Besiedlung Grönlands durch Normannen.)
  • 800: In Rom wird am 25. Dezember KARL DER GROSSE durch Papst LEO III. in der Peterskirche zum Kaiser gekrönt. Sein Reich erstreckt sich von der Elbe bis zum Ebro.
  • 800: In Aachen wird die Pfalzkapelle von KARL DEM GROSSEN fertiggestellt.
  • 800: Beginn des Mittelalters: In der Landwirtschaft herrscht Dreifelderwirtschaft vor, bei der im dreijährigen Wechsel auf einem Feld Wintergetreide, Sommergetreide und Brache (kein Anbau) aufeinanderfolgen. Daneben gibt es Zweifelderwirtschaft, wo sich z.B. Roggen und Brache ablösen. Gedüngt wird weiter mit Plaggen und Stallmist. Weil die Jahresmitteltemperaturen um 1 bis 1,5 o C höher als heute liegen (bis etwa 1200), dringt der Weinbau bis nach Nordwesteuropa und England vor.
  • um 800: Die Edelrose wird durch Mönche von Nordafrika nach Europa gebracht.
  • um 800: Monte Albán wird in Mittelamerika schrittweise aufgegeben. Die Mixteken gründen Mitla.
  • 801: Zwei japanische Mönche schmuggeln Teesamen von China nach Japan, weswegen der Beginn der japanischen Teekultur auf dieses Jahr datiert wird. (Die klassische Teezeremonie entsteht aber erst im 15. Jahrhundert in den Zen-Klöstern.)
  • 802: Am 20. Juli erhält KARL DER GROSSE, der in der Aachener Kaiserpfalz weilt, als Geschenk aus Bagdad vom abbasidischen Kalifen HARUN AL-RASCHID den Elefanten „Abulabaz“.
  • 802: Wikinger in Irland
  • 804: Die Aachener Pfalzkapelle wird fertiggestellt. Es ist der älteste Teil des Aachener Doms, das sogenannte Oktogon. In der Kapelle befindet sich der Thron von KARL DEM GROSSEN. (siehe auch: 800!)
  • 804: Gründung des Bistums Münster; erster Bischof wird der Friese LIUDGER.
  • 805: Papst LEO III. weiht die Pfalzkapelle in Aachen (==> Aachener Dom)
  • um 806: Paderborn wird Bischofssitz.
  • 807: Bei Zugtieren werden die früher üblichen Riemen vom Kummetgeschirr abgelöst.
  • 809: Sofia wird von den Bulgaren erobert.
  • 810: Das arabische Zahlensystem wird durch die „Null“ ergänzt. (Zumindest wird dies erstmals in einem Buch von MOHAMMED IBN AL CHWARISMI dokumentiert.)
  • 810: KARL DER GROSSE führt deutsche Bezeichnungen für die Himmelsrichtungen der zwölfteiligen Windrose ein.
  • um 810: Einführung der Silberwährung unter KARL DEM GROSSEN (Karolingischer Pfennig)
  • 810: Eine dänische Flotte plündert Friesland und die friesischen Inseln.
  • 812: Kaiser MICHAEL I. von Byzanz erkennt im „Vertrag von Aachen“ die Kaiserwürde KARLS DES GROSSEN an.
  • 812: In China wird probeweise Papiergeld eingeführt.
  • 813: KARL DER GROSSE erhebt seinen Sohn LUDWIG zum Mit-Kaiser und Nachfolger.
  • 813: Auf einer Synode in Mainz wird Weihnachten zu einem allgemeinen, öffentlichen Fest mit vier Feiertagen bestimmt.
  • 814: Nach einem Bericht von NICOLAS DE MONTFAUCON DE VILLARCEAUX aus dem 17. Jahrhundert kommt es in diesem Jahr zur Landung eines Flugkörpers. Mehrere Männer und eine Frau steigen aus und werden im allgemeinen Aufruhr für Vertreter des Herzogs von Beneventum GRIMALDUS, dem Feind König KARL DES GROSSEN gehalten. Sie berichten, daß sie von seltsamen Männern in einem Flugschiff mitgenommen worden sind, weswegen man sie verbrennen will. Im letzten Moment wird dies durch Bischof AGOBARD VON LYON verhindert. Dieser erklärt die Angelegenheit für erledigt, da niemand vom Himmel kommen könnte. (==> Außerirdische)
  • 814: Nach dem Tod Kaiser KARL DES GROSSEN am 28. Januar besteigt sein Sohn LUDWIG I. (DER FROMME) den Thron.
  • 816: Auf dem Konzil von Aachen wird allen Geistlichen verboten, Theateraufführungen beizuwohnen.
  • um 820: Die Normannen gründen Staaten in Irland.
  • 820: Anhaltende Regengüsse und feuchte Luft verderben in Mitteleuropa die Getreide- und Gemüseernte; Seuchen brechen aus.
  • 821: Kalif ABDULLAH AL-MA’MUM, Sohn des HARUN AL RASCHID, lässt einen Stollen in die große Pyramide des Pharao CHEOPS treiben. Er wird noch heute von Touristen als Eingang benutzt.
  • 821/822: Nicht nur die kleineren und mittleren Flüsse, auch Rhein, Donau und Elbe sind mit einer dicken Eisschicht bedeckt, so „daß über 30 Tage Frachtwagen wie auf einer Brücke herüber und hinüber fahren.“
  • 825: Die „Genesis“ (1. Buch Moses) erscheint in altniederdeutscher Übersetzung.
  • 826: Kreta wird von den Arabern erobert.
  • 826: RATOLDUS (RADOLF), Reichenauer Mönch und Bischof von Verona, gründet im Nordwesten des Bodensees ein Kloster, um das sich später die Stadt Radolfzell entwickelt.
  • 827: Beginn der Eroberung Siziliens durch die Araber.
  • 827: Taufe des Dänenkönigs HARALD in Mainz
  • 827: König EGBERT von Wessex vereinigt die sieben angelsächsischen Staaten unter seiner Herrschaft.
  • um 830: EINHARD verfasst die „Vita Caroli Magni“.
  • 831: Gründung des (Erz-) Bistums Hamburg (834 von Papst GREGOR IV. bestätigt)
  • 838/839: Eine Sturmflut verursacht schwere Überschwemmungen in Friesland; es sind 2.437 Tote zu beklagen.
  • 840: Sarazenen zerstören Capua. Die Vernichtung ist endgültig. (Die Nachfolgestadt Capua Nuova wird später weiter westlich aufgebaut.)
  • 843: Das Frankenreich wird unter den drei Enkeln von KARL DEM GROSSEN aufgeteilt. Der „Vertrag von Verdun“ besiegelt am 10. August die Teilung des Frankenreiches in Ostfranken (= Deutsches Reich), Westfranken (= Frankreich) und ein italienisch-lothringisches Mittelreich (Lotharingien).
  • 844: Schwedische Wikinger plündern Lissabon und Sevilla.
  • 845: Hamburg wird von den Normannen zerstört, Erzbistum mit Bremen vereinigt.
  • Winter 845/46: Den ganzen Winter über weht ein starker Nordwind; angeblich fallen Wölfe Menschen an.
  • 845: Die Normannen erobern und plündern Paris.
  • um 850: Vermutlich in der äthiopischen Provinz Kafa wird die anregende Wirkung der kirschenartigen Früchte des Kaffeestrauches entdeckt.
  • um 850: Erste Kunde vom Känguruh
  • ab 850: Umwandlung des japanischen Beamtenstaates in einen Lehnstaat
  • ab 850: Entwicklung des fränkischen Heeres zum Reiterheer; allmähliche Ausbildung des Ritterstandes
  • 850: Im Ostfrankenreich wütet eine schwere Hungersnot.
  • 851: Die Normannen erobern Canterbury und London.
  • 852: Für England lässt sich die Verwendung von Kohle als Brennmaterial nachweisen.
  • 852: Mit der ersten Eintragung in die russische „Nestorchronik“ beginnt die russische Geschichtsschreibung.
  • 855: Erdstöße erschüttern Mainz.
  • 855: Die Kirche des Heiligen Kilian in Würzburg wird von einem Blitz getroffen und brennt nieder.
  • 855: LOTHAR II. erbt Lotharingien von seinem Vater.
  • 858 - 1069: Die Sippe der Fujiwara besetzt die wichtigsten Hofämter in Japan.
  • 859: In Fez (Marokko) wird die wohl älteste Lehranstalt mit dem Charakter einer Universität gegründet.
  • um 860: Die Waräger (Wikinger) erneuern den alten Handelsweg von der Ostsee zum Schwarzen Meer; warägische Reichsgründung unter RURIK in Russland (Nowgorod und Kiew)
  • 860: Wikinger greifen Byzanz an.
  • 866: Ab diesem Jahr gibt es die dänische Herrschaft in Ostengland.
  • 867: Normannische Seefahrer erreichen Island.
  • 868: Erster Druck auf Steinplatten in China
  • um 870: GUNNBJÖRN ULFSON erreicht die Ostküste Grönlands.
  • 870: Der Wikinger OTTAR überquert als erster mit einem Segelschiff den nördlichen Polarkreis.
  • 870: Im Vertrag von Mersen wird Lotharingien aufgeteilt. Aachen mit der Kaiserpfalz fällt an LUDWIG „DEN DEUTSCHEN“.
  • 872: HARALD HARFAGR (SCHÖNHAAR) eint Norwegen.
  • 874: Der Wikingerhäuptling INGOLFUR, auf der Flucht vor HARALD SCHÖNHAAR, segelt westwärts und landet auf Island. Die Norweger gründen die erste Dauersiedlung auf der Insel.
  • 874: Hunger und Pest dezimieren die Bevölkerung in Europa um über ein Drittel.
  • 875: Gründung von Reykjavik auf Island durch norwegische Wikinger.
  • 878: Der Ort Tengen am Westrand des Hegaus wird das erste Mal urkundlich erwähnt.
  • 878: In der Schlacht bei Edington besiegt ALFRED DER GROSSE die Dänen.
  • 878: Gründung arabischer Handelsniederlassungen in China
  • 882: Normannisch-dänische Wikingerscharen zerstören Köln, Bonn und Trier.
  • 885: Die Normannen belagern Paris.
  • um 885: Mit dem „Petruslied“ entsteht das älteste deutsche Kirchenlied.
  • 887: Am 11. November wird Kaiser KARL III. auf dem Reichstag zu Tribur zur Abdankung gezwungen und ARNULF VON KÄRNTEN zum neuen König von Ostfranken gewählt.
  • um 890: Beginn des nordischen Walfangs
  • um 895: Magyaren siedeln in Ungarn.
  • 896: Die Magyaren erobern das Karpatenbecken und beginnen ihre regelmäßigen Einfälle in Oberitalien, Kärnten und Bayern.
  • 896: Mit dem „Georgslied“ entsteht die älteste erhaltene Legendendichtung in deutscher Sprache.
  • 899: Am 4. März wird Weimar erstmals urkundlich erwähnt.
  • 900: Erdbevölkerung ca. 320 Millionen Menschen
  • um 900: Die Tolteken erobern die Mayastädte der Halbinsel Yucatán.
  • um 900: Die Maya wandern nach Aufgabe ihres Siedlungsgebietes im Tiefland von Mexiko auf der Halbinsel Yukatán ein.
  • um 900: Gründung einer medizinischen Schule in Salerno
  • um 900: Gründung des dänischen Staates
  • ab 900: Europäischer Adel baut Höhenburgen als befestigte Wohnsitze.
  • 900: Der ehemalige römische Militärstützpunkt Constantia am Bodensee erhält in diesem Jahr das Marktrecht. (1237 werden an Konstanz die Stadtrechte verliehen.)
  • 902: Die Araber erobern Sizilien.
  • um 905: Das Mährische Reich wird von den Ungarn zerstört.
  • 909: Letzte Maya-Inschrift im Tiefland (Stele von Toniná)
  • 910: Gründung der Benediktinerabtei Cluny durch Herzog WILHELM VON AQUITANIEN
  • 911: KARL III. (DER EINFÄLTIGE) siedelt die Normannen in der Normandie an.
  • 911: KONRAD wird König des ostfränkischen (deutschen) Reiches.
  • 912: Die „Geoponika“ erscheint, eine Sammlung alter griechischer und römischer Schriften über Land- und Gartenbau.
  • 913: Herzog ARNULF von Bayern besiegt bei Passau die Ungarn.
  • 913 - 927: Höhepunkt der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Byzanz und Bulgarien.
  • 916: In Nordchina beginnt die Liau-Dynastie (bis 1125).
  • 918: Die Ungarn plündern Bremen.
  • 918: WANG KONG begründet das Königreich Koryo (von dem sich der Name Korea ableitet) und eint die koreanische Halbinsel.
  • 920: Der Begriff „regnum theutonicum“ (Deutsches Reich) wird erstmals auf die unter König HEINRICH I. vereinigten deutschen Stämme angewendet.
  • um 920: Aus dem Norden nach Zentralmexiko eingewanderte Tolteken gründen die Hauptstadt Tula.
  • 921: Eine arabische Gesandtschaft reist nach Russland.
  • 923: Das „Blut des Herrn“ wird am 8. November nach Kloster Reichenau überführt.
  • 924: Die Ungarn verwüsten das östliche Franken.
  • 926: Die Ungarn fallen im Bodenseegebiet und in Lothringen ein.
  • 929: HEINRICH I. legt die Burg Meißen an.
  • 933: HEINRICH I. besiegt bei Riade an der Unstrut die Ungarn.
  • 936: Aachen ist erstmals Krönungsstadt der Römischen Könige (bis 1531). OTTO I., der zweite Herrscher aus dem Geschlecht der sächsischen Kaiser, bestimmt den Aachener Dom zum Ort seiner Königskrönung. Die Krönung findet am 7. August statt.
  • 948: Gründung der Missionsbistümer Brandenburg und Havelberg
  • 950: Erwähnung erster Windmühlen in Arabien
  • 950: Untergang der klassischen Mayakultur in Mittelamerika
  • 955: In der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg besiegt OTTO I. die Ungarn entscheidend.
  • um 956: Bei Lüneburg wird erstmals in Deutschland in Salinen Salz gewonnen.
  • 960: In Südchina beginnt die Sung-Dynastie (bis 1279).
  • 962: OTTO I. (DER GROSSE) wird am 2. Februar in Rom vom Papst zum ersten deutschen Kaiser gekrönt. („Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation“)
  • 966: Der polnische Herrscher Herzog MIESZKO I. führt durch Annahme des lateinischen Christentums mit der Taufe Polens sein Reich in die europäische Staatengemeinschaft ein. (Er hat zuvor die Stämme der Polanen, Vislanen, Goplanen sowie Masowier vereint,)
  • 968: Kaiser OTTO I. gründet das Erzbistum Magdeburg als kirchliches Zentrum für die Gebiete östlich der Elbe.
  • ab 968: Für Rammelsberg (Goslar) in Niedersachsen ist der Bergbau urkundlich belegt. Abgebaut werden vor allem Blei, Silber und Kupfer.
  • 968: Das Bistum Posen wird gegründet.
  • 970: In China ist Papiergeld jetzt vorherrschendes Zahlungsmittel.
  • ab 971: Christliche Missionierung Ungarns
  • 973: Kairo wird gegründet.
  • 973: Gründung des Bistums Prag (wird dem Erzbistum Mainz unterstellt)
  • 975: In Mainz wird unter WILLIGIS, einem engen Vertrauten des Kaisers, mit dem Neubau des Domes begonnen.
  • 977: Gründung eines Krankenhauses in Bagdad mit 24 Ärzten, chirurgischer, innerer und Augenstation.
  • 980: Der Abt GERBERT von Reims verbessert die Gewichtsuhren.
  • 981 (983?, 984?): Wikinger (ERIK THORWALDSON, auch: ERICH DER ROTE) an der Westküste Grönlands: Sie errichten eine Siedlung und taufen das Land wegen seiner grünen, saftigen Wiesen „Grünland“. In den geschützten Tälern gibt es Birkenwälder, und in besonders milden Jahren reifen dort sogar Äpfel.
  • 982: Heftiger Ausbruch des Vesuv
  • 982: Normannen gelangen bis an die Südspitz Grönlands.
  • um 987: Eine mexikanische Gruppe (wahrscheinlich Tolteken) besetzt das alte Pilgerzentrum Chichén Itzá. Von hier aus beherrscht sie bis etwa 1200 Yucatán.
  • 987: Mit der Krönung von HUGO CAPET zum König von Frankreich am 3. Juli endet die Herrschaft der Karolinger über das westfränkische Reich.
  • um 995: König HARALD BLAUZAHN unterwirft Dänemark und Norwegen und „macht die Dänen zu Christen“.
  • 996: Für die bayerische Ostmark ist erstmalig die Bezeichnung Ostarrîchi (= Österreich) überliefert.
  • 996: Rohrzucker aus Ägypten wird erstmals im Westen eingeführt. Hauptumschlagplatz wird Venedig.
  • 996: Am 21. Mai wird in Rom OTTO III. von Papst GREGOR III. zum Kaiser gekrönt.
  • 997: Am 23. April wird der heilige ADALBERT, Bischof von Prag, während der Missionierung des Preußenlandes am Frischen Haff von einem heidnischen Priester erschlagen.
  • 997: Wikingerkönig OLAF TRYGGVASSON gründet Trondheim.
  • um 1000: Die nahende Jahrtausendwende veranlasst die Menschen zu Spekulationen über einen möglichen Weltuntergang. Umherziehende Prediger unterstützen diesen Glauben. Anlas ist eine Stelle aus der Offenbarung des Johannes (20,7), die besagt: „Wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden.“
  • um 1000: FIRDUSI dichtet das persische Nationalepos „Schahname“.
  • um 1000: Einführung des Pferdes als Arbeitstier in der Landwirtschaft
  • 1000: Erste Entdeckung Amerikas („Markland“, Helluland“ und „Vinland“) durch Wikinger unter Führung LEIFs, des Sohnes Erichs des Roten (LEIF ERIKSON)
  • um 1000: Gründung der Stadt Mayapan durch die aus dem Norden kommenden Mexikaner
  • um 1000: Venedig erringt die Herrschaft über die Küste Dalmatiens und über das Adriatische Meer.
  • um 1000: Island nimmt das Christentum an.
  • 1000: Errichtung des Erzbistums Gnesen mit den Diözesen Kolberg, Breslau und Krakau durch OTTO III.
  • um 1000: AVICENNA erwähnt das Getränk „bunc“, das wir heute als Kaffee kennen. Im arabischen Bereich wird es Jahrhunderte lang als Medizin aufgebrüht.

  • 1001: Eroberung Indiens durch den türkischen Sultan MAHMUD von Ghasna
  • 1006: Im April flammt eine Supernova am Himmel auf und leuchtet zwei Jahre lang; es ist die hellste in der Geschichte der Astronomie. Die Reste des Sterns strahlen noch heute Radioimpulse aus.
  • 1007: HEINRICH II. gründet am 1. Oktober das Bistum Bamberg.
  • 1011: In Mainz wird der Domneubau unter Erzbischof WILLIGIS abgeschlossen.
  • 1014: BASILIUS II. von Byzanz siegt entscheidend über die Bulgaren.
  • 1015: Gründung des Normannenreiches in Unteritalien
  • 1016: In England beginnt die dänische Herrschaft (bis 1042).
  • 1017: Unter Bischof MEINWERK wird die Bartholomäuskapelle in Paderborn fertiggestellt.
  • 1023: In Spanien wird das Kloster Montserrat gegründet.
  • 1024: Mit der Wahl von KONRAD II. am 4. September kommen die Franken an die Macht.
  • 1025: ALHAZEN, ein arabischer Naturforscher, erkennt als erster, daß das Sehvermögen durch Lichtstrahlen ermöglicht wird, die von außen in das Auge fallen. Er experimentiert auch mit Linsen und erklärt den Vergrößerungseffekt mit der Oberflächenkrümmung. Damit wird er der Begründer der Optik.
  • 1025: Polen wird Königreich unter deutscher Lehnhoheit.
  • 1027: Am 26. März wird in Rom der deutsche König KONRAD II. zum Kaiser gekrönt.
  • um 1030: Es wird mit dem Bau des Doms zu Speyer begonnen.
  • 1031: Zerfall des Kalifats von Córdoba
  • 1033: Vereinigung des Königreichs Burgund mit dem Deutschen Reich
  • 1036: Ausbruch des Vesuv
  • 1037: Der Bau der Sophienkirche in Kiew in byzantinischem Stil wird vollendet.
  • 1040: An der Westküste von Schleswig werden künstliche Austernbänke angelegt.
  • 1040: Die Brauerei von Weihenstephan in Freising bei München wird gegründet.
  • 1045: Druck mit beweglichen Lettern in China
  • 1048: Der Bau des Münsters St. Maria und St. Marcus in Reichenau-Mittelzell wird abgeschlossen.
  • 1050: Die Armbrust wird in Frankreich hergestellt. 1139 verbietet ein Kirchenkonzil den Gebrauch gegen Christen, nicht aber gegen Nichtchristen.
  • 1050: Der Benediktiner  THEOPHILUS PRESBYTER beschreibt in seiner „Schedula diversarium artium“ die Herstellung von Tafelglas durch Blasen und Strecken. Außerdem begründet er die technisch-wissenschaftliche Glasmalerei.
  • um 1050: Blüte der Wikingerstadt Haithabu in Schleswig
  • um 1050: Ein Tegernseer Mönch verfasst den Ritterroman „Ruodlieb“, der als erster frei erfundener Roman der deutschen Literaturgeschichte gilt.
  • 1050: Die Stiftskirche in Goslar wird geweiht.
  • 1050: Die Nürnberger Burg wird erstmals urkundlich erwähnt.
  • 1051: Bei Kiew wird das Kiewer Höhlenkloster gegründet, das älteste russische Kloster. Von hier aus wird Russland christianisiert.
  • 1054: Chinesische Astronomen beobachten im Sternbild des Stiers das Auftauchen eines „neuen Sterns“, einer Supernova. Drei Wochen strahlt er so hell, daß er auch tagsüber zu erkennen ist. Zeitweise ist er zwei- bis dreimal so hell wie die Venus und wirft einen leichten Schatten. Zwei Jahre bleibt er sichtbar und verschwindet schließlich wieder. An der Stelle des explodierten Sterns befindet sich heute der Crab-Nebel. (Übrigens: Wegen der Entfernung muss die Explosion auf etwa 3.000 v. Chr. datiert werden!)
  • 1054: Endgültige Spaltung (Schisma) zwischen römisch-katholischer Kirche (unter der Leitung Roms) und griechisch-orthodoxer Kirche (unter der Leitung Konstantinopels)
  • 1057: Bei einem Erdbeben  im chinesischen Chihli kommen 25.000 Menschen ums Leben.
  • 1059: In Bad Hersfeld wird die älteste Glocke Deutschlands gegossen.
  • 1061: Normannen erobern Sizilien.
  • 1061: In Bamberg entsteht das „Ezzo-Lied“. Es markiert den Anfang der frühmittelhoch-deutschen Dichtung.
  • 1063: An Pfingsten kommt es zu einem Zwischenfall in der Kirche von Goslar. Der Bischof von Hildesheim und der Abt von Fulda können sich nicht einigen, welchem von ihnen der vornehmere Platz in der Kirchenbank gebührt; ihre bewaffneten Dienstleute geraten aneinander und bringen sich in der Kirche in großer Zahl gegenseitig um.
  • 1064: Der Sunset Crater, ein Vulkan im heutigen US-Staat Arizona, erlebt einen gewaltigen Ausbruch und bedeckt die Siedlungen der Volksgruppe der Sinagua.
  • 1066: Am 28. September beginnen Normannen mit der Landung in England.
  • 1066: In der Schlacht von Hastings besiegt WILHELM DER EROBERER, Herzog der Normandie, am 14. Oktober König HAROLD von England. Es beginnt die sogenannte „Normannenherrschaft“.
  • 1071: WILHELM I. (DER EROBERER) wird Herr über ganz England.
  • 1071: Eine byzantinische Prinzessin bringt zu ihrer Hochzeit mit einem venezianischen Dogen als Teil der Aussteuer Gabeln mit. Fortan gilt es auch in Europa als vornehm, mit Gabeln zu speisen.
  • 1072: Die Normannen unterwerfen Sizilien.
  • 1074: In der katholischen Kirche wird das Zölibat eingeführt.
  • 1075: In der Schlacht bei Homburg an der Unstrut besiegt HEINRICH IV. die aufständischen Sachsen.
  • 1076: GREGOR VII. bannt HEINRICH IV.
  • 1076: Vom Martinstag (11. November) an gefrieren in Europa bis in den April 1077 hinein große Flüsse wie Loire, Rhône, Rhein, Elbe, Donau, Weichsel, Po und Tiber zu. „Für Schiffe unbefahrbar, für die Menschen, Pferde, Esel und Wagen wie feste Erde gangbar“, so heißt es in einer zeitgenössischen Chronik über den Jahrhundertwinter.
  • 1077: HEINRICH IV. erscheint am 28. Januar in Canossa als Büßer vor Papst GREGOR VII. und wird vom Bann erlöst.
  • um 1078: König WILHELM I. von England lässt den Tower errichten, das älteste erhaltene Bauwerk Londons.
  • 1081: Der Dom zu Mainz wird nach einem Brand erneuert.
  • um 1083: In China werden Bücher über Mathematik (Arithmetik) gedruckt.
  • 1084: Die Normannen plündern unter ROBERT GUISCARD Rom.
  • 1084: Der Orden der Kartäuser (Carthusiani) wird gegründet.
  • um 1085: Im Kloster Siegburg wird das „Annolied“ verfasst.
  • 1085: HEINRICH IV. verkündet auf der Synode von Mainz den Gottesfrieden für das ganze Reich.
  • um 1087: Arabische medizinische Literatur von dem Karthager CONSTANTINUS AFRICANUS wird nach Salerno gebracht und in die lateinische Sprache übersetzt.
  • 1088: SU SUNG beschreibt in seiner Schrift „Hsin I Hsiang Fa Yao“ eine mechanische Uhr, die etwa 10 Meter hoch ist und ein wassergetriebenes Räderwerk besitzt.
  • um 1090: In Bayern entsteht das frühmittelhochdeutsche Gedicht „Merigarto“. Es ist die älteste deutschsprachige Erdbeschreibung.
  • 1093: Die Abteikirche von Maria Laach wird gebaut.
  • 1094: Ein Chronist meldet, daß in diesem Jahr in Europa wegen der großen Dürre „Kornsaat und Hülsenfrüchte“ eingegangen seien.
  • 1095: Auf einem freien Feld bei Clermont im französischen  Zentralmassiv ruft Papst URBAN II. am 27. November vor rund 3.000 Gläubigen zur Eroberung Jerusalems auf. „Gott will es“, raunt es aus der Menge. Wie ein Lauffeuer verbreiten sich diese Worte über Europa. Das Oberhaupt der abendländischen Christenheit hat damit das Zeitalter der Kreuzzüge eingeleitet, das knapp 200 Jahre dauern und den Kontinent tief verändern wird.
  • 1095: Es startet der erste Kreuzzug, der bis in das Jahr 1099 dauert. Unter der Führung von GOTTFRIED VON BOUILLON wird am 15. August 1099 Jerusalem erobert. Sein Bruder BALDUIN wird 1100 erster König von Jerusalem. In Tripolis, Antiochia und Edessa entstehen christliche Lehnsfürstentümer.
  • 1095: In Jerusalem besteht ein christliches Pilgerhospiz („St. Johannis“). Unter Leitung von Bruder GERHARD wird Pilgern in einer Mischung aus Raststätte, Obdachlosenasyl, Sozialstation und Krankenhaus Essen, Schlafgelegenheit sowie Pflege und Behandlung angeboten. (Nach der Eroberung Jerusalems im Jahre 1099, treten viele Pilger als Helfer in das Hospiz ein; dieses Jahr gilt daher als offizielles Gründungsjahr für den „Johanniterorden“ und den späteren „Malteserorden“.)
  • 1096: Durchziehende ausländische Kreuzfahrer veranstalten in deutschen Städten furchtbare Judenmetzeleien.
  • 1097: Neuordnung des russischen Gesamtreiches
  • 1098: Ritter des ersten Kreuzzuges erobern am 2. Juni Antiochia (heutige Türkei).
  • 1098: Der Orden der Trappisten (O.C.R. = Ordo Cisterciensium Reformatorum) wird gegründet. Die Gründung der Zisterzienser (Sacer Ordo Cisterciensis) fällt in dasselbe Jahr.
  • 1099: Am 15. August (andere Quelle: 15. Juli) wird unter GOTTFRIED VON BOUILLON im Rahmen des ersten Kreuzzugs der Geschichte Jerusalem erobert. Nach mehr als einem Monat Belagerung bei Hitze und Wassermangel dringen die christlichen Ritter und ihre Soldaten in die mächtige islamische Festung ein. Sie richten bei ihren Plünderungen ein Blutbad an, bei dem weder Frauen noch Kinder verschont werden.
  • 1099: Jerusalem wird selbständiges Christliches Königreich. (bis 1187)
  • 1099: Eine Sturmflut an der Nordsee fordert in Holland und England über 100.000 Opfer.
  • 1099: Heimkehrende Kreuzfahrer bringen Zucker mit. ALBERT VON AACHEN gibt einen Bericht über Zuckerrohranbau in der Ebene von Tripolis.
  • 1100: In Südamerika unterwirft ein Stamm der Inka die Bauernkultur im Cuzco-Tal.
  • um 1100: Die Bewohner der Osterinseln machen die um (==>) 400 n. Chr. entstandenen Terrassen zu Plattformen für zeremonielle Zwecke (Ahu) und schaffen erste steinerne Giganten, die sie direkt aus den Kraterwänden des ruhenden Vulkans Rano Raraku herstellen. Dann werden die Statuen wahrscheinlich stehend den Abhang hinabgelassen, wo sie fertiggestellt und poliert werden. 
  • 1100: BALDUIN I. nimmt den Titel „König von Jerusalem“ an.
  • um 1100: Der Bau der Klosterkirche von Lorsch wird abgeschlossen.
  • um 1100: ROBERT VON NORMANDIE schreibt: „Weil der Knoblauch die Kraft hat, vom Tod zu erretten, ertrage ihn, obwohl er schlechten Atem hinterlässt.“
  • 1104: Stiftung des Erzbistums Lund
  • 1104: Ausbruch des Vulkans Hekla in Südisland
  • 1105: Anfänge ostdeutscher Siedlungsbewegung
  • 1106: Köln wird erweitert und mit Wall und Graben befestigt.
  • um 1106: Der von Kaiser HEINRICH IV. initiierte Umbau des Domes zu Speyer wird vollendet.
  • 1106: Die Wormser Fischhändler erhalten ein Zunftprivileg. Sie dürfen sich zu einer Berufsorganisation zusammenschließen und erhalten das Recht zum freien Zugang auf den Markt.
  • 1113: Im Herzogtum Limburg wird mit dem bergmännischen Abbau von Kohle („brennende Steine“) begonnen. Schon bald danach wird lokal über erhebliche Luftverschlechterung geklagt. (Belegt ist dieses Datum in einer Chronik des Klosters Klosterroda in der limburgischen Gemeinde Kirchrath, heute: Kerkrade bei Herzogenrath.)
  • 1113: Papst PASCHALIS II. erkennt den Johanniterorden als geistlichen Ritterorden an, dessen katholischer Zweig später den Namen „Malteserorden“ tragen wird.
  • 1115: In Westchina wird eine erste Weltkarte gedruckt.
  • 1119: Gründung des geistlichen Ritterordens der Tempelherren (Templer) in Akkon
  • 1119: Gründung der Universität in Bologna (älteste europäische Universität)
  • um 1120: Erster Kompass in China (1180 in Europa erstmals von ALEXANDER NECKAM erwähnt)
  • 1121: Der Meeresarm der unteren Maas und die Bucht des Biesbosch entstehen, wobei über siebzig Dörfer untergehen.
  • 1122: Am 23. September verzichtet HEINRICH V. zu Gunsten des Papstes auf das Recht der Einsetzung von Bischöfen. (==> Wormser Konkordat)
  • 1124 - 1125: Bischof OTTO VON BAMBERG unternimmt seine erste Missionsreise nach Pommern.
  • 1127: Vor Würzburg findet das erste Ritterturnier in Deutschland statt, abgehalten von Angehörigen der Stauferfamilie.
  • um 1137: Anfänge der Medizinschule in Montpellier
  • 1137: Die Abteikirche in Saint-Denis bei Paris wird vollendet. Sie ist vor allem deshalb erwähnenswert, weil sie das erste bedeutende Beispiel für eine neue Bauweise ist: Bei hohen Gebäuden ruht das Gewicht des Daches auf stützenden Pfeilern , die an den Außenwänden emporstreben. Als zusätzliche Verstärkung stehen neben dem Gebäude Strebepfeiler, die über Strebebögen den seitlichen Druck ableiten sollen. Die konservativen Architekten nennen den Stil spöttisch „gotisch“, was soviel wie barbarisch heißen soll.
  • 1137: Der Johanniterorden übernimmt Aufgaben des Grenzschutzes.
  • 1138: Mit der Wahl von KONRAD III. am 7. März wird das erste Mal ein Vertreter des schwäbischen Adelsgeschlechtes der Staufer deutscher König.
  • 1139: Ausbruch des Vesuv
  • 1139: Am 25. Juli lässt sich ALFONS I. nach seinem Sieg über die Mauren zum ersten König von Portugal ausrufen.
  • 1141: Die Insel Sylt wird erstmals urkundlich erwähnt (in Steuerbüchern des Kopenhagener Hofes von ERICH III).
  • 1141: HILDEGARD VON BINGEN beginnt mit der Niederschrift ihrer Visionen („Liber scivias“). Mit diesem Werk beginnt das deutsche mystische Schrifttum.
  • 1143: Die spanische Grafschaft Portugal wird Königreich.
  • 1143: Graf ADOLF II. von Holstein gründet Lübeck als erste deutsche Stadt an der Ostsee.
  • 1145: Das reiche Kloster Fulda wird von einer Schar notleidender Menschen überfallen und total ausgeplündert.
  • 1146: Córdoba wird von ALFONS VII. von Kastilien erobert.
  • 1146: In Regensburg wird die steinerne Brücke über die Donau fertiggestellt.
  • 1147: Der Stephansdom in Wien wird geweiht.
  • 1147: Es beginnt unter LUDWIG VII. von Frankreich und dem deutschen Kaiser KONRAD III. der zweite Kreuzzug. Die bis 1149 dauernde Unternehmung bleibt ohne nennenswerten Erfolg.
  • 1147: Moskau wird zum ersten Mal erwähnt.
  • 1147: Die Normannen zerstören Korfu, Theben und Korinth.
  • 1149: Korfu wird von Byzanz den Normannen entrissen.
  • um 1150: Erfindung des Schießpulvers in China (Nach HAUSDORF, 1994, ist um das Jahr 220 in China ein aus Salpeter, Schwefel und Holzkohlenstaub bestehendes Schießpulver in Gebrauch!)
  • 1150: Kolonialisten bringen die Ziegelbrennerei und den Ziegelsteinbau nach Deutschland.
  • ab 1150: Aufkommen von Wappen, Siegeln und Familiennamen
  • 1150: Der Nidarosdom in Trondheim, die größte Steinkirche Skandinaviens, wird fast ausschließlich aus Speckstein erbaut.
  • 1150: HILDEGARD VON BINGEN empfiehlt Bier als Mittel gegen Unwohlsein.
  • 1152: Am 5. März (andere Quelle: 4. März) wählen die Fürsten in Frankfurt FRIEDRICH I. (FRIEDRICH VON SCHWABEN) zum König. Am 9. März wird er in Aachen gekrönt.
  • 1152 - 1190: Unter König FRIEDRICH I. (später: Kaiser FRIEDRICH I. BARBAROSSA) erlebt im Deutschen Reich das Rittertum seine höchste Blüte.
  • 1154: Die Universität Bologna wird gegründet.
  • 1155: FRIEDRICH I. BARBAROSSA wird in Rom zum Kaiser gekrönt.
  • 1156: Im Juni wird die Mark Österreich von Bayern abgetrennt und am 17. September zum selbständigen Herzogtum erhoben („Privilegium minus“).
  • 1157: Finnland wird von den Schweden erobert.
  • 1157: Unter WALDEMAR I. beginnt Dänemarks Großmachtpolitik.
  • 1158: HEINRICH DER LÖWE begründet München als Mittelpunkt des Salzhandels.
  • 1159: HEINRICH DER LÖWE und westfälische Kaufleute gründen Lübeck neu. (Ausgangspunkt der Hanse).
  • 1160: Das Zentralmexikanische Toltekenreich bricht zusammen.
  • 1160: Gründung von Singapur durch Malaien
  • 1160: HILDEGARD VON BINGEN befasst sich in dem Werk „Caesae et curae“ mit den Entwicklungsstufen von Kindern.
  • 1161: Die Genossenschaft der zur Ostseeinsel Gotland fahrenden Kaufleute, eine Vorstufe der Hanse, wird auf Initiative von HEINRICH DEM LÖWEN gegründet.
  • 1162: Mailand wird bei Auseinandersetzungen mit FRIEDRICH BARBAROSSA zerstört.
  • 1164: Am 17. Februar kommt es an der Nordsee zu einer schweren Sturmflut, bei der 20.000 Tote zu beklagen sind. Das Meer stößt weit in das Land hinein und lässt unter anderem den Jadebusen entstehen.
  • 1165: Byzanz und Venedig verbünden sich gegen FRIEDRICH BARBAROSSA.
  • 1165: Kaiser KARL DER GROSSE († 814) wird am 28. Dezember in Aachen heiliggesprochen.
  • 1166: Eroberung Roms durch FRIEDRICH BARBAROSSA
  • 1166: Herzog HEINRICH DER LÖWE lässt in Braunschweig den „Braunschweiger Löwen“ aufstellen.
  • 1170: Die Universität von Paris wird gegründet.
  • 1170: Am 29. Dezember ermorden in der Kathedrale von Canterbury vier britische Höflinge den Erzbischof von Canterbury, THOMAS BECKET.
  • um 1170: KONRAD übersetzt das altfränkische „Rolandslied“ ins Deutsche.
  • 1171: SALADIN erobert Ägypten.
  • 1176: SALADIN erobert Syrien.
  • 1176: Bei den Kämpfen zwischen FRIEDRICH BARBAROSSA und den oberitalienischen Städten muss FRIEDRICH bei Legnano eine Niederlage einstecken. Im darauffolgenden Jahr kommt es zum Frieden von Venedig.
  • 1179: Am 17. September stirbt HILDEGARD VON BINGEN.
  • 1180: Bayern fällt an die Wittelsbacher.
  • 1180: Die Kaiserpfalz in Gelnhausen wird fertiggestellt.
  • 1180: In Frankreich wird die erste Windmühle Europas gebaut.
  • 1180: Am 16. September entmachtet Kaiser FRIEDRICH I. BARBAROSSA den stärksten deutschen Fürsten HEINRICH DEN LÖWEN aus dem Haus der Welfen.
  • 1182: Im italienischen Modena wird eine Universität gegründet.
  • 1187: Sultan SALADIN erobert am 6. Oktober Jerusalem für die Araber zurück.
  • 1188: Kaiser FRIEDRICH I. BARBAROSSA beschließt am 27. März, einen dritten Kreuzzug durchzuführen.
  • 1189: Unter der Führung von FRIEDRICH I. BARBAROSSA, PHILIPP II. AUGUST von Frankreich und dem englischen König RICHARD LÖWENHERZ wird am 11. Mai der dritte Kreuzzug gestartet. Während des bis 1192 andauernden Unternehmens ertrinkt BARBAROSSA beim Baden im anatolischen Gebirgsfluss Saleph (10. Juni 1190); außerdem wird Akkon erobert.
  • 1190: Am 10. Juni gründen während der Belagerung der Feste Akko Lübecker und Bremer Kaufleute den Deutschen Orden als Krankenpflegebruderschaft.
  • 1191: RICHARD LÖWENHERZ besetzt Zypern.
  • 1192 - 1333: Kamakura-Zeit in Japan
  • 1192: Am 21. August beginnt in Japan die Herrschaft der Shogune, die bis 1867 dauert.
  • 1192: Am 2. September schließen der englische König RICHARD I. LÖWENHERZ und der ägyptische Sultan SALADIN  einen Waffenstillstand und beenden damit den Dritten Kreuzzug. Für die Kreuzfahrer endet damit der Feldzug ohne Erfolg. Zwar gewährt SALADIN den Christen den freien Zugang zu den heiligen Stätten, die Stadt Jerusalem bleibt aber in seinem Besitz.
  • 1192: Der österreichische Herzog LEOPOLD V. nimmt am 21. Dezember den englischen König RICHARD I. LÖWENHERZ gefangen, der sich auf dem Rückweg vom Dritten Kreuzzug befindet.
  • 1194: Isländische Wikinger entdecken Spitzbergen, sie nennen die Inseln „Svalbard“ („kalte Küste“).
  • 1194: HEINRICH VI. vereinigt das Normannenreich mit dem Deutschen Reich.
  • 1198: Am 7. Januar wird LOTHAR VON SEGNI zum Papst INNOZENZ III. gewählt.
  • 1199: Am 6. April stirbt RICHARD LÖWENHERZ in Frankreich durch einen Pfeil im Alter von 42 Jahren. (Bereits zu Lebzeiten haben den König von England Legenden umrankt; entsprechend groß ist jetzt die Trauer.)
  • um 1200: Im westlichen Südamerika entsteht das Inkareich. Es tritt das Erbe älterer Kulturen an.
  • 1200: Die Stadt Tiahuanaco geht aus bisher unbekannten Gründen unter.
  • um 1200: Es wird erstmals Wein destilliert.
  • um 1200: WOLFRAM VON ESCHENBACH verfasst seinen „Parzival“ (1205?). Es ist auch die Zeit des WALTHER VON DER VOGELWEIDE.
  • um 1200: Im Donauraum entsteht, von einem unbekannten Dichter verfasst, das „Nibelungenlied“.
  • um 1200: Die Universität Oxford wird gegründet.
  • um 1200: Der Kompass wird in Europa bekannt.
  • um 1200: „Luftpost“ in Arabien mit Brieftauben
  • 1200 - 1400: Klimawende mit hohen Niederschlägen und Stürmen sowie dadurch bedingten Landverlusten an der Nordseeküste
  • um 1200: Texel, Vlieland und Wieringen werden vom Festland getrennt, das ursprünglich große Borkum in mehrere Inselteile gespalten.
  • 1200: Destillation von Wein
  • 1201: Riga wird gegründet.
  • 1201: Ein Erdbeben im Nahen Osten und im östlichen Mittelmeerraum soll 1,1 Millionen Tote fordern.
  • 1202: DANDOLO, der Doge von Venedig, beginnt den vierten Kreuzzug (bis 1204). Er veranlasst 1204 die Eroberung von Konstantinopel, wo das Lateinische Kaisertum begründet wird, das bis 1261 bestehen bleibt.
  • 1202: LEONARDO FIBONACCI schreibt das Buch „Liber Abaci“, in dem er die arabischen Zahlen verwendet. Es dauert aber noch etwa 300 Jahre, bis sie die römischen ersetzen.
  • 1204: Eroberung und Zerstörung Konstantinopels im Rahmen des 4. Kreuzzugs (13. April)
  • 1205: In Nowgorod entsteht der St. Peterhof, eine deutsche Handelsniederlassung.
  • 1206: Der Mongolenfürst TEMUDSCHIN unterwirft die Tataren und erhebt sich unter dem Titel DSCHINGIS CHAN zum Herrscher aller Mongolen.
  • 1206: Gründung des griechischen Kaiserreiches Nicäa
  • 1206: Dresden
  • 1207: Das Seeräubernest Cumae wird zerstört.
  • 1207: DSCHINGIS CHAN unterwirft  südsibirische Stämme.
  • 1209: Der Mönchsorden der Franziskaner (O.F.M. = Ordo Fratrum Minorum) wird gegründet.
  • 1209: Papst INNOZENZ III. krönt am 4. Oktober OTTO IV. von Braunschweig in der ewigen Stadt zum Kaiser des heiligen römischen Reiches deutscher Nation.
  • um 1210: Der mittelhochdeutsche Dichter WOLFRAM VON ESCHENBACH vollendet den Versroman „Parzival“.
  • 1212: Kinderkreuzzug
  • 1214: Am 27. Juli besiegt König PHILIPP II. AUGUST VON FRANKREICH bei Bouvines den englischen König JOHANN OHNE LAND. Frankreich steigt damit zur Vormacht in Europa auf.
  • 1215: Am 15. Juni wird in England die „Magna Charta“ [libertatum] als erste Verfassung verkündet. Auf ihr basiert die Gesetzesbindung der Ausübung politischer Macht.
  • 1215: DSCHINGIS-KHAN erobert Peking.
  • um 1215: In den europäischen Städten werden die ersten Apotheken eröffnet.
  • 1216: Unter HEINRICH III. kommt es zur Verschmelzung von Angelsachsen und Normannen.
  • 1216: Der Mönchsorden der Dominikaner (O.P. = Ordo Praedicatorum) wird gegründet.
  • 1217: König ANDREAS II. von Ungarn zieht ohne Erfolg nach Syrien, weswegen dieser bis 1221 dauernde Kreuzzug oft nicht gezählt wird.
  • 1219: WALDEMAR II. von Dänemark erobert Estland; Reval wird gegründet.
  • 1219: Bei der als „Erste Marcellusflut“ bekannt gewordenen Sturmflut an der deutschen Nordseeküste kommen am 16. Januar 36.000 Menschen ums Leben.
  • 1220: Erstes Universitäts-College in Oxford (Saint Edmund Hall)
  • 1220: Der Staufer FRIEDRICH II. wird von Papst HONORIUS III. in Rom zum Kaiser gekrönt. Im Gegenzug verspricht dieser einen Kreuzzug.
  • um 1220: Das „Ave Maria“ wird zum allgemeinen Gebet der Christenheit.
  • 1222: Die Universität von Padua wird gegründet.
  • 1223: Der Franziskanerorden wird von Papst HONORIUS III. anerkannt.
  • 1224: In der Schlacht von Kalka siegt DSCHINGIS-KHAN über die Russen.
  • 1224: Kaiser FRIEDRICH II. fordert die Ablegung einer Prüfung vor der medizinischen Fakultät in Salerno vor der Zulassung als Arzt.
  • 1224: Gründung der Universität von Neapel
  • 1226: Der Mönchsorden der Karmeliten (O.Carm. = Ordo Carmelitorum) wird gegründet.
  • 1226: Der Deutsche Orden wird von FRIEDRICH II. zur Eroberung Preußens ermächtigt.
  • 1227: In der Schlacht von Bornhöved wird WALDEMAR II. von Dänemark von den norddeutschen Fürsten besiegt.
  • 1227 - 1280: Die Mongolen erobern China.
  • 1227: Das Reich des DSCHINGIS KHAN erlangt mit 17,5 Millionen Quadratkilometern seine größte Ausdehnung. Das entspricht 32 % der damals bekannten Erde; die Hälfte der Menschheit wohnt in ihm. Als der Mongolen-Herrscher am 18. August stirbt, wird das Reich unter seinen Nachkommen aufgeteilt.
  • 1228: Schiffe bringen auf dem Seewege die erste abgebaute Kohle von Newcastle nach London.
  • 1228 - 1229: Kreuzzug von Kaiser FRIEDRICH II., der durch Vertrag Jerusalem (bis 1244) und die Heiligen Stätten erhält.
  • 1228: Schwere Sturmflut in Friesland und Holland: Vermutlich kommen über 100.000 Menschen ums Leben.
  • 1229: Die Universität Cambridge wird gegründet. Sie geht aus einer 630 gegründeten Schule hervor.
  • 1229: Die Synode von Toulouse erlässt das Verbot, die Bibel in der Landessprache zu lesen.
  • 1229: Gründung der Universitätsbibliothek in Toulouse
  • 1230: Der Deutsche Orden beginnt unter HERMANN BALK mit der Eroberung Preußens (bis 1283).
  • 1230: In Marburg wird mit dem Bau der Elisabeth-Kirche begonnen (Vollendung: 1282). Sie ist die erste Kirche auf deutschem Boden, die rein gotische Formen und Konstruktionen aufweist.
  • um 1230: Die „Sächsische Weltchronik“ entsteht; es ist das erste deutsche Geschichtswerk in Prosa.
  • 1231: Am 1. Mai erhalten weltliche deutsche Fürsten umfassende Rechte wie die Kirchenfürsten.
  • 1232: Papst GREGOR IX. ernennt die Dominikaner zu päpstlichen Inquisitoren.
  • 1232: Die Stadt Kai-fung-fu (das heutige Peking) verteidigt sich gegen ihre mongolischen Belagerer mit „Pfeilen des fliegenden Feuers“.
  • 1236: Am 29. Juni erobern die Spanier die maurische Stadt Córdoba.
  • 1237: Der Schwertbrüderorden wird mit dem Deutschen Orden vereinigt.
  • 1237: Der Bamberger Dom wird geweiht.
  • 1237: Der mongolische Eroberer BATU-KHAN zerstört Moskau.
  • 1239: Der Marienschrein für den Dom zu Aachen wird fertiggestellt. Er nimmt später die vier großen Heiligtümer auf, die ab 1349 alle sieben Jahre auf der sogenannten Heiligtumsfahrt gezeigt werden.
  • um 1240: ALBERTUS MAGNUS verfasst ein Tierbuch: „Von Art, Natur und Eygenschaft der Thiere“.
  • 1240: Urkundliche Erwähnung der Handelsmesse in Frankfurt am Main
  • 1240: Mongolenführer BATU-KHAN erobert am 6. Dezember Kiew und unterwirft Russland.
  • 1241: Am 9. April schlagen die Mongolen bei Liegnitz ein polnisch-deutsches Aufgebot des Herzogs HEINRICH II. VON SCHLESIEN.
  • 1241: Araber benutzen zum Lenken der Schiffe als erste Steuerruder. Vermutlich bringen Kreuzfahrer das Wissen nach Europa. Die deutsche Hanse rüstet ihre Schiffe damit aus.
  • 1241: Hamburg und Lübeck schließen ein erstes Handelsbündnis.
  • 1241: In Trier wird die erste öffentliche Apotheke Deutschlands eingerichtet.
  • 1242: BATU, ein Enkel des DSCHINGIS KHAN, errichtet das Reich der „Goldenen Horde“ in Russland.
  • 1244: Berlin wird erstmals urkundlich erwähnt.
  • 1244: Am 23. August erobern Moslems Jerusalem von den Christen zurück.
  • 1247: Im Herbst beschließt das Kölner Domkapitel, den alten karolingischen Dom durch eine „moderne Kirche“ zu ersetzen.
  • 1248: Am 15. August legt Erzbischof KONRAD VON HOCHSTADEN den Grundstein für den neuen Kölner Dom.
  • 1248: In Köln wird das „Studium generale“ gegründet, eine Dominikaner-Hochschule. Leiter wird ALBERTUS MAGNUS.
  • 1249 - 1254: Kreuzzug von LUDWIG IX. von Frankreich, der Damiette erobert.
  • 1249: ROGER BACON erwähnt Linsen, welche die Sehkraft verbessern. Sie sind zunächst nur konvex und helfen die Altersweitsichtigkeit zu beheben.
  • 1249: Das University College in Oxford wird gegründet.
  • 1250: ALBERTUS MAGNUS entdeckt das Element Arsen.
  • um 1250: Die „Ebstorfer Weltkarte“ wird vollendet; sie zeigt die Erde als Scheibe und Jerusalem als goldenes Viereck in der Mitte.
  • 1251: OTTOKAR II. von Böhmen bemächtigt sich des Herzogtums Österreich.
  • 1252: In Florenz werden erste Goldmünzen geprägt (Florin, Gulden).
  • 1252: Erste urkundliche Erwähnung Stockholms
  • 1252: Gründung von Memel
  • 1253: Gründung der Bibliothek an der Pariser Sorbonne
  • 1254: Aus dem „ewigen Bündnis“ zwischen Mainz und Worms geht der Rheinische Städtebund hervor (13. Juli).
  • 1257: Begründung der Mameluckenherrschaft in Ägypten
  • 1258: Die Mongolen erobern und zerstören unter HULAGU am 10. Februar Bagdad und sorgen für die endgültige Vernichtung des Kalifenreiches.
  • um 1259: Die Chinesen führen das Pulvergeschütz ein.
  • 1259: Lübeck, Wismar und Rostock schließen ein Handelsbündnis.
  • um 1260: Gründung von Tlatelolco durch die Azteken
  • 1260: KHUBILAI, ein Enkel DSCHINGIS-KHANs, wird mongolischer Groß-Khan. Er vernichtet das südchinesische Sung-Reich und dehnt die Herrschaft der Mongolen auf ganz China aus.
  • 1260: Die Brüder NICOLO und MAFFEO POLO brechen zu einer ersten Handelsreise nach Osten auf. 1271, auf ihrer zweiten Reise mit dem Ziel Nordchina, nehmen sie Nicolos Sohn MARCO mit. Er kommt 1275 in China an und bleibt bis 1292.
  • 1262: Island wird mit Norwegen vereinigt.
  • 1264: Die Bulle „Transiturus“ ordnet die Feier des Fronleichnamfestes für die gesamte Kirche an.
  • um 1266: In Regensburg wird mit dem Bau des Domes begonnen (Vollendung: 1524).
  • 1267: In Eßlingen am Neckar wird ein Fachwerkhaus errichtet, das heute als das älteste in Deutschland gilt (Webergasse 8).
  • 1268: Am 29. Oktober wird in Neapel KONRADIN VON SCHWABEN, Sohn des Römischen Königs KONRAD IV. und letzter Vertreter der Stauferdynastie, enthauptet.
  • 1269: PETRUS PEREGRINUS untersucht erstmals systematisch Magneten. Dabei entdeckt er die Pole mit unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften.
  • 1270: LUDWIG IX. von Frankreich unterwirft auf dem 7. und letzten Kreuzzug Tunis.
  • 1270: Am 25. August stirbt LUDWIG IX. auf dem Kreuzzug an einer Seuche.
  • 1271: Zahlreiche Todesfälle durch Wölfe um Würzburg
  • 1271: Weinbau an der Elbe wird erstmals urkundlich erwähnt.
  • 1273: RUDOLF I., Graf von Habsburg, wird am 11. September in Frankfurt am Main zum König des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gewählt.
  • um 1274: Mongoleneinfälle in Japan
  • 1275: Das Langhaus des Straßburger Münsters wird vollendet.
  • 1275 - 1276: Ein Augsburger Franziskaner verfasst den „Schwabenspiegel“, das meist-verbreitete Rechtsbuch im außersächsischen Deutschland.
  • 1277: An Weihnachten gibt es eine schwere Sturmflut an der Nordseeküste. Etwa fünfzig Dörfer werden dabei zerstört.
  • 1277 - 1288: Mongoleneinfälle in Birma
  • 1278: Am 26. Juli siegt RUDOLF I. in der Schlacht auf dem Marchfeld über OTTOKAR von Böhmen.
  • 1279: Peking wird durch den 1259 an die Macht gekommenen KUBLAI-KHAN gegründet. In dasselbe Jahr fällt die Errichtung einer Sternwarte in Peking.
  • um 1280: Die deutschen Kaufleute in England schließen sich zu einer allgemeinen deutschen Hanse zusammen.
  • um 1280: Die „Carmina burana“, eine Sammlung von Minne-, Spiel- und Naturliedern sowie Satiren in Latein und Deutsch, werden aufgezeichnet.
  • um 1280: Der Mongole KUBLAI CHAN (KHUBILAI) wird als SHIH TSU Kaiser von China
  • 1280 - 1368: In China regiert die Mongolen- (Yüan-) Dynastie.
  • um 1280: Erste Spiegel
  • 1282: Lübeck, Riga und Wisby schließen sich zur Sicherung des Ostseehandels zu einem Bündnis zusammen.
  • um 1284: Entstehung der Ebstorfer Weltkarte
  • 1284: In Venedig wird eine Goldmünze geprägt (Zechine, Dukaten).
  • 1284: Die Stadt Hameln in Niedersachsen wird von einer Rattenplage heimgesucht. Am 26. Juni soll sich die Geschichte vom Rattenfänger zugetragen haben.
  • 1285: Die Johanniter müssen das arabische Festland verlassen und siedeln sich auf der Insel Zypern an.
  • 1286: Antiochia geht als christliche Festung verloren.
  • 1286: Erste Erwähnung der Stadt Stuttgart
  • 1288: Das schwedische Bergbau-Unternehmen Stora Koppasberg gibt Anteilsscheine, die ersten Aktien, aus.
  • 1288: Am 14. August verleiht Graf ADOLF V. Düsseldorf am Rhein die Stadtrechte und erhebt die dortige Kirche zur Stiftskirche.
  • 1289: Tripolis geht als christliche Festung verloren.
  • 1290: In Chihli kommt es am 27. September zu einem Erdbeben, bei dem 100.000 Tote zu beklagen sind.
  • 1291: Akkon geht am 18. Mai als letzte christliche Festung im Heiligen Land verloren; sie wird von ägyptischen Mamelucken erobert. Damit endet die Zeit der fast 200 Jahre währenden Kreuzzüge.
  • 1291: Der Johanniterorden nimmt Sitz auf Zypern.
  • 1291: „Ewiges Bündnis“ zwischen den Waldstätten Uri, Schwyz und Unterwalden (Beginn der Eidgenossenschaft der Schweiz)
  • um 1292: „La vita nuova“ von DANTE
  • 1293: Schweres Erdbeben an der japanischen Sagamibucht und in Südchina: Insgesamt kommen 22.000 Menschen ums Leben.
  • 1298: Erste Erwähnung eines Spinnrades in Europa, mit dem man die Schafwolle rascher zu Fäden verarbeiten kann
  • 1298: Ein Buch von MARCO POLO erscheint, in dem er über seine Reisen nach China berichtet.
  • 1298: Eine regelmäßige Schifffahrtslinie von Genua nach Flandern (Brügge) und England (London) wird eröffnet.
  • 1299: Der türkische Sultan OSMAN I. begründet das Osmanische Reich. (andere Quelle: 1304)
  • 1300: Papst BONIFATIUS VIII. verkündet in Rom das erste Heilige Jahr, das künftig in Abständen von 100 Jahren gefeiert werden und der inneren Erneuerung der Gläubigen dienen soll. (Das „Jubeljahr“ ist nach dem hebräischen Wort ‘Jobel’ benannt, das soviel wie Schuldenerlass oder Lastenausgleich bedeutet.)
  • um 1300: Der Sklavenhandel kommt in Europa (außer in Spanien) zum Stillstand.
  • um 1300: DE SPINA stellt erste Brillen her. (Quellen weisen auf das Jahr 1287 hin.)
  • um 1300: In der Nähe von Bodenmais im Bayerischen Wald wird Gold und Silber abgebaut.
  • Um 1300: Im heutigen Ruhrgebiet wird die Kohle entdeckt; der eigentliche Abbau beginnt jedoch erst im 19. Jahrhundert.
  • um 1300: Allmähliche Verbreitung des Glasfensters in Europa
  • um 1300: Der Spanier ARNAU DE VILLANOVA destilliert Wein und erhält zum ersten Male einigermaßen reinen Alkohol.
  • 1300: Ausbruch des Vulkans Hekla.
  • 1301: Geburt des Vulkans Arso auf Ischia
  • um 1301: Beginn planmäßiger Forstwirtschaft in Deutschland
  • 1302: Papst BONIFATIUS VIII. beansprucht in der Bulle „Unam Sanctam“ den Vorrang der geistlichen vor der weltlichen Macht. (18. November)
  • um 1304: Einführung der Seidenweberei in Italien und Deutschland unter Mithilfe orientalischer Arbeiter
  • 1304: Der italienische Maler und Baumeister GIOTTO DI BONDONE malt in diesem Jahr die „Anbetung durch die Heiligen Drei Könige“. Der Stern von Bethlehem wird als Komet dargestellt. Hier verewigt er wohl den Halleyschen Kometen von 1301; es ist das erste Mal, daß ein Schweifstern realistisch dargestellt wird.
  • 1304: Eine Flutkatastrophe verwüstet weite Küstenstrecken an der Odermündung, reißt den „Ruden“ genannten Streifen von der Insel Rügen los und verschlingt vor der Peene-Mündung den Nordwestzipfel der Insel Usedom. (erste „Allerheiligenflut“)
  • 1306: In Frankreich werden etwa 100.000 Juden enteignet und vertrieben.
  • 1306: Im Rheintal wird erstmals Gusseisen hergestellt.
  • 1306: Der Nürnberger Waffenschmied RUDOLF entwickelt eine Drahtziehmaschine.
  • 1307: Gründung des Türkenreiches durch OSMAN
  • 1307: Die drei Schweizer Urkantone sollen in diesem Jahr den Rütlischwur gegen Habsburg leisten.
  • 1307: Am 13. Oktober werden in ganz Frankreich die Mitglieder des Templerordens festgenommen und der Besitz des Ordens beschlagnahmt.
  • 1310: Der Johanniterorden zieht von Zypern nach Rhodos um.
  • 1312: Der Templerorden wird aufgehoben.
  • 1313: Schießpulver durch  BERTHOLD SCHWARZ („Schwarzpulver“)
  • 1313 - 1315: Katastrophale Jahre mit kalten Sommern, Missernten und Landflucht, verschärft durch die Pestwelle in Europa
  • 1314: In der Schlacht von Bannockburn sichert ROBERT BRUCE am 24. Juni die Unabhängigkeit Schottlands von England, indem er EDUARD II. besiegt.
  • 1314: In Paris wird der Großmeister des Templerordens  JACQUES DE MOLAY verbrannt.
  • 1314 - 1321: DANTE schreibt „La divina commedia“
  • 1316: MONDINO DI LIUCCI schreibt ein erstes anatomisches Lehrbuch, das auf Untersuchungen von menschlichen Leichen beruht.
  • um 1320: Der italienische Dichter DANTE ALIGHIERI vollendet sein Hauptwerk, das epische Gedicht „Die göttliche Komödie“.
  • 1321: „Camera obscura“ von LEVI BEN GERSON
  • 1321: Gründung der Universitätsbibliothek in Florenz
  • 1322: Der Hochchor des Kölner Doms wird geweiht.
  • 1322: In England wird durch das Parlament von York das königliche Gesetzgebungsrecht an die Mitwirkung des Parlaments gebunden.
  • 1324: Der China-Reisende MARCO POLO stirbt am 8. Januar.
  • 1325: Gründung der Stadt Tenochtitlan  im heutigen Mexiko, die Hauptstadt des Aztekenreiches wird
  • 1326: In der Schlacht bei Brussa besiegen die Türken Byzanz.
  • 1328: Moskau wird Hauptstadt eines russischen Großfürstentums.
  • 1329: Bei dem ersten bekannten Streik in Deutschland stellen Breslauer Gürtlergesellen die Arbeit ein.
  • 1330: Die Stadt Frankfurt am Main erhält von Kaiser LUDWIG DEM BAYERN die Erlaubnis zur Durchführung einer „Fastenmesse“ im Frühjahr, nachdem schon seit längerer Zeit eine Herbstmesse abgehalten wird.
  • um 1330: Pestepidemie, durch Rattenflöhe übertragen, kostet innerhalb von drei Jahren etwa einem Viertel der Bevölkerung Europas das Leben. 1346 bis 1352 gibt es eine erneute Pestwelle.
  • 1330: Erste Hexenverfolgung in den Pyrenäen (von dort Ausbreitung nach Mitteleuropa)
  • 1330: Die Türken erobern Nicäa.
  • 1331: Zwei deutsche Ritter, VON CRUSBERG und VON SPILIMBERG, benutzen erstmals bei einer Belagerung Feuerwaffen.
  • 1333: Erster öffentlicher Botanischer Garten in Venedig
  • 1334: Schwere Dürre-, Flut- und Erdbebenkatastrophen in China
  • 1334: Schwere Sturmflut auch an der Nordseeküste. Im Bereich des heutigen Jadebusens versinken Dörfer in den Fluten.
  • 1336: Mitteleuropa leidet unter einer Heuschreckenplage (bis 1338)
  • 1337: Beginn des Hundertjährigen Krieges zwischen Frankreich und England (bis 1453)
  • 1337: Erste regelmäßige Wetterbeobachtung in Oxford
  • 1343: Auf der Krim wütet die Beulenpest. Genuesische Kaufleute stecken sich an und schleppen die Krankheit nach Europa ein.
  • 1343: In Danzig wird mit dem Bau der Marienkirche begonnen (Vollendung: 1502).
  • 1343: Im norwegischen Bergen wird ein Hansekontor eröffnet.
  • 1344: Deichbrüche und Überschwemmungen am unteren Hoangho verursachen eine schwere Hungersnot in China.
  • 1345: Gründung von Tenochtitlán als Hauptstadt der Azteken (die Bewohner selbst nennen sich „Mexica“)
  • 1346: Estland kommt durch Kauf an den Deutschen Orden.
  • 1347: Die Engländer erobern am 4. August Calais. Die Einwohner werden vertrieben und Engländer angesiedelt.
  • 1347: Im Oktober schleppen Ratten, die von Schiffen aus dem Orient stammen, in Messina auf Sizilien Pesterreger ein. Bis 1352 wütet der „Schwarze Tod“ in Europa.
  • 1348: Am 19. Januar stiftet der englische König EDUARD III. den Hosenbandorden als höchste Auszeichnung.
  • 1348: Am 25. Januar kommt es im österreichischen Villach zu einem Erdbeben, das über 1.000 Tote fordert.
  • 1348: Am 20. März tritt der dreiköpfige Gesundheitsrat (Provveditori alla Sanità) in Venedig erstmals zusammen. Kurze Zeit später erlässt er strenge Vorschriften gegen die Einschleppung der Pest. Er untersagt allen Reisenden die Einreise, sofern sie nicht durch eine schriftliche Bescheinigung nachweisen können, daß sie aus pestfreien Gebieten kommen. Auf diese Maßnahmen geht gewissermaßen das Passsystem der Neuzeit zurück. 1348 ist übrigens das Jahr, in dem die Pestwelle Florenz erreicht.
  • 1348: Von Italien aus verbreitet sich die Pest in das Europa nördlich der Alpen. Die Bevölkerung wird um etwa ein Drittel dezimiert.
  • 1348: Die Universität Prag wird am 7. April von König KARL IV. gegründet. Sie gilt lange Zeit als die älteste deutsche Hochschule. Als Vorbild dient die Hochschule von Paris, wo Karl studiert hat. In dasselbe Jahr fällt übrigens die Gründung der Volks- und Universitätsbibliothek in Prag. (Prag wird zur Hauptstadt des Römischen Reiches ausgebaut.)
  • 1349: In diesem Jahr findet erstmals die Aachen-Wallfahrt statt, auch Heiligtumsfahrt genannt. Bis in die Neuzeit werden alle sieben Jahre die sogenannten vier großen Heiligtümer gezeigt. Es sind dies das Marienkleid, die Windeln Jesu, das Lendentuch Christi und das Enthauptungstuch Johannes. KARL DER GROSSE hat sie vom oströmischen Kaiser geschenkt bekommen und nach Aachen gebracht.
  • 1350: In Europa wütet die Pest (der Schwarze Tod). (Allein in Mitteleuropa stirbt ein Drittel der Bevölkerung.)
  • um 1350: Das englische Parlament wird in Ober- und Unterhaus getrennt.
  • 1350: KONRAD VON MEGENBERG schildert in seinem „Buch der Natur“ zahlreiche Tiere. Es gilt als erste naturgeschichtliche Enzyklopädie in deutscher Sprache.
  • 1350: RUDOLF VON HOHENEMS bringt in seinem Buch „Weltchronik“ erstmals die Zeichnung einer Taucherglocke.
  • 1350: Kaiser KARL IV. erlässt weitreichende Privilegien für die Imker-Innungen und begründet damit eine regelrechte Volksbienenzucht. Bald gehören Bienen fast zu jedem Haushalt. Man segnet die Stöcke mit den Worten: „Ihr Bienen und Königinnen, setzt euch auf eures Herrn Acker und Wiese, wie es der Herr Christus geboten, zum Sammeln von Wachs und Honig.“
  • 1351: Zürich wird Mitglied der Schweizer Eidgenossenschaft.
  • 1353: Übergang der Türken nach Europa
  • 1353: Nach dem Beitritt von Luzern, Glarus, Zug und Bern zu den Eidgenossen gibt es in der Schweiz den „Bund der acht alten Orte“.
  • 1355: Am 5. April wird der deutsche König KARL IV. in Rom zum Kaiser gekrönt.
  • 1356: Am 10. Januar wird auf dem Nürnberger Reichstag die Goldene Bulle erlassen, welche die Modalitäten der Königswahl durch die sieben Kurfürsten reguliert; sie bleibt bis 1806 in Kraft.
  • seit 1356: Die Türken unterwerfen Thrazien und beginnen, sich auf europäischem Boden auszudehnen.
  • 1356: Am 18. Oktober kommen bei einem Erdbeben in der Gegend von Basel etwa 300 Menschen ums Leben. (Stärke 9 auf der Richterskala)
  • ab 1360: In West-Turkestan bildet sich das zweite Mongolenreich des TIMUR LENG.
  • 1361: Weissagungen der Sibylle („Oracula Sibyllina“)
  • 1362: Mitte Januar kommt es an der Nordseeküste zu mehreren Sturmfluten. Etwa dreißig Siedlungsorte sind betroffen. Es gibt große Landverluste, der Dollart entsteht. Etwa 7.600 Tote sind zu beklagen. („Marcellus-Flut“)
  • 1364: Die Universität von Krakau wird gegründet. Die Gründung ist Zeugnis des wirtschaftlich-kulturellen Aufschwungs Polens. (12. Mai)
  • 1365: Am 12. März wird die Uni Wien als zweite Hochschule im deutschsprachigen Raum von RUDOLF IV. VON HABSBURG HERZOG VON ÖSTERREICH gegründet.
  • 1366: Adrianopel wird türkische Residenz.
  • 1366: Verweigerung des vom Papst geforderten  Lehenzinses durch das englische Parlament.
  • 1367: Die Hansestädte beschließen einen Krieg gegen Dänemark.
  • 1367: HANS FUGGER lässt sich in Augsburg nieder und eröffnet einen Handel mit Wolle und Stoffen.
  • 1367: Gründung der Nationalbibliothek in Paris
  • 1368: Sturz der Mongolen in China durch HUNG-WU; anschließend nationale Ming-Dynastie bis 1644 (Residenz Nanking)
  • 1370: Am 17. Februar findet die Schlacht von Rudau statt; der Deutsche Orden besiegt die Litauer.
  • 1370: Der Friede von Stralsund bringt der Hanse nach dem Sieg über Dänemark und Norwegen die Vormachtstellung in Nordeuropa. (24. Mai)
  • 1370: Ungarn wird mit Polen vereinigt (bis 1526).
  • 1372: Ausbruch des Vulkans Oerafaejökull
  • 1377: Am 17. Januar verlegt Papst GREGOR XI. die päpstliche Residenz nach Rom. Damit wird der Vatikan nach dem Exil in Avignon Sitz der Päpste.
  • 1377: In Ulm wird mit dem Chorbau des Münsters begonnen (Grundsteinlegung: 30. Juni; Vollendung: 1529).
  • 1378: Der Augsburger Stückgießer HANS AARAU gießt Kanonenkugeln aus Eisen und Kupfer. (Zuvor feuerten die Geschütze mit Steinkugeln, seit 1326 in Italien vereinzelt mit schmiedeeisernen Kugeln.)
  • 1378: Am 8. April wird URBAN VI. zum Papst gewählt.
  • 1379: In einem Kriegsbericht taucht erstmalig der italienische Begriff „rocchetta“ auf, Ursprung der späteren Bezeichnung „Rakete“.
  • um 1380: Die Ravensburger Handelsgesellschaft wird gebildet.
  • 1380: In der Schlacht bei Kulikov am Don besiegt DIMITRIJ IV. (Großfürst DIMITRI DONSKOI) von Moskau am 8. September die Mongolen.
  • um 1382: JOHN WICLIF übersetzt das „Neue Testament“ in die englische Sprache.
  • 1384: Ein Erdbeben der Stärke 9 fordert in Villach (Kärnten) und Umgebung etwa 1.000 Menschenleben.
  • 1386: Gründung der Universität Heidelberg durch den Kurfürsten von der Pfalz, RUPRECHT I., nach dem Vorbild der Pariser „Sorbonne“
  • 1386: Die polnische Thronfolgerin JADWIGA heiratet den litauischen Großfürsten JAGIELLO. (Die Dynastie der nach ihm benannten Jagiellonen regiert bis in das 16. Jahrhundert das polnisch-litauische Großreich, das zeitweise von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer und von der Oder bis kurz vor Moskau reichen wird.)
  • 1388: Gründung der Universität Köln (Eröffnung am 6. Januar 1389 mit einem Gottesdienst im Dom)
  • 1389: Die erste Papiermühle in Deutschland, die Gleismühle bei Nürnberg, stellt Feinpapier aus Lumpen her.
  • 1389: In der Schlacht auf dem Amselfeld besiegt das osmanische Heer am 28. Juni die Serben. Es beginnt die 500-jährige Türken-Herrschaft über die Balkan-Halbinsel.
  • 1389: Eine Afrikakarte wird in China auf Seide gemalt. Wahrscheinlich ist sie eine Kopie einer Darstellung aus dem Jahre 1320. Sie könnte der Beweis dafür sein, dass die Chinesen den schwarzen Kontinent Jahrzehnte vor den Europäern entdeckt haben. Der Portugiese BARTOLOMEU DIAZ umfährt als erster Europäer das Kap der Guten Hoffnung erst 1488.
  • 1390: Gründung der Universitätsbibliothek in Heidelberg
  • 1392: Persien wird dem Mongolenreich einverleibt.
  • 1392: Papiermühle bei Ravensburg im Flappachtal
  • 1392: HANS MAIR VON NÖRDLINGEN verfasst das „Buch von Troja“, den ersten Prosaroman in deutscher Sprache.
  • 1393: Bulgarien wird von den Türken unterworfen.
  • 1396: In Nürnberg wird der „Schöne Brunnen“ fertiggestellt.
  • 1396: In der Schlacht von Nikopolis besiegen die Türken unter Sultan BAJASID I. die Ungarn unter König SIGISMUND.
  • 1397: Die Königreiche Schweden, Norwegen und Dänemark werden vereinigt. (Kalmarische Union)
  • 1398: Der Stecknitzkanal zwischen Trave und Elbe wird fertiggestellt. Der neue Wasserweg zwischen Lübeck und Lauenburg dient vor allem dem Salztransport.
  • 1399: Die Mongolen siegen in der Schlacht an der Worskla über die Litauer.
  • 1399: Am 29. September wird König RICHARD II. von England mit Billigung des Parlaments zur Abdankung gezwungen und gefangen genommen.
  • Um 1400: Die größte Stadt des deutschen Reiches ist Köln mit 30.000 Einwohnern, gefolgt von Lübeck mit etwa 25.000.
  • 1400: Gründung der Universitätsbibliothek in Krakau
  • 1400 - 1401: Die Hanse besiegt die Vitalienbrüder, die Seeräuber in Nord- und Ostsee. KLAUS STÖRTEBEKER wird zusammen mit 71 Kumpanen am 21. Oktober 1401 enthauptet.
  • 1402: Am 20. Juli besiegt der Mongolenherrscher TAMERLAN die Osmanen bei Ankara.
  • 1403: Wieder einmal ist es die Stadt Venedig, die einen zukunftsweisenden Beschluss fasst: Fremde müssen zukünftig eine Zeitlang warten, bevor sie die Stadt betreten dürfen. Man will sicher gehen, daß sie nicht an Beulenpest erkrankt sind. Schließlich setzt sich ein Zeitraum von vierzig Tagen durch (=> Quarantäne).
  • 1403 - 1435: Neubau der Chinesischen Mauer in Stein
  • 1405: Das Reich des TIMUR erlangt mit ca. 8,8 Millionen Quadratkilometern seine größte Ausdehnung.
  • um 1405: In Bremen wird die „Rolandsäule“ errichtet.
  • 1407: In Mitteleuropa tauchen zum ersten Mal Zigeuner auf (Hildesheim). Sie stammen aus dem nordwestlichen Indien, ziehen aber schon seit Jahrhunderten umher.
  • 1409: Gründung der Universität Leipzig
  • 1410: In der Schlacht von Tannenberg/Grunwald am 15. Juli besiegen die Polen und Litauer den Deutschen Orden.
  • 1414: Am 5. November eröffnen die Kirchenväter am Bodensee das Konstanzer Konzil, das bis 1418 dauert. Ziel ist die Beendigung des abendländischen Kirchenschisma mit zwei Päpsten in Rom und Avignon.
  • 1415: Gründung der Universitätsbibliothek in Cambridge
  • 1415: Der tschechische Reformator JAN (JOHANNES) HUS wird am 6. Juli in Konstanz auf dem Konzil als Ketzer verbrannt.
  • 1415: Am 25. Oktober beginnt Englands König HEINRICH V. nach dem Sieg in der Schlacht bei Azincourt während des Hundertjährigen Krieges mit der Eroberung großer Teile Frankreichs.