388 Gesundheitstipps

(zusammengestellt von Wolfgang Voigt)

(warv05/12/98)


1. Abendessen: Das Abendbrot sollte nicht nach 18 Uhr eingenommen werden; nur so lässt sich vermeiden, dass sich über Nacht Ballast ansammelt.

2. Acetylcholin: Dieser Botenstoff im Nervensystem ist für die Impulsübertragung auf die Muskulatur unentbehrlich; aber auch beim Konzentrieren und für eine gehobene Gedächtnisleistung ist er im Spiel. Acetylcholin ist enthalten in Eigelb, Leber, Vollkorn und Gemüse. Den Baustoff Cholin findet man vor allem in Sojaprodukten.

3. Acetylsalicyl-Säure (ASS): Dieser Wirkstoff ist z.B. in „Aspirin“ enthalten und macht das Blut dünnflüssiger.

4. ACTH: Dieses Weckhormon wird bei Tagesanbruch aus der Hypophyse ausgeschüttet. Es gilt auch als Fettfresser; für diese Funktion braucht es allerdings ausreichend Vitamin C. Daher wird empfohlen, nach dem Aufstehen ein großes Glas Orangen-, Zitronen- oder Grapefruit-Saft zu trinken.

5. Aflatoxine sind Gifte von meist kaum sichtbaren Schimmelpilzen in Pistazien, Muskatnüssen und Gewürzpaprika; sie gelten als leberschädigend.

6. Alant (Inula helenium): Er enthält ätherisches Öl mit Alantkampfer, verschiedene Bitterstoffe und Pflanzenstärke. Helenium ist ein bewährtes Mittel bei der Behandlung von Erkältungen und Entzündungen der Atemwege; es wirkt desinfizierend und dämpft den Hustenreiz (alkoholischer Auszug). Außerdem stärken seine Inhaltsstoffe die Funktion von Nieren, Galle und Leber; hier wird ein Alantwurzel-Tee verwendet.

7. Albumin stimuliert die Bildung von Substanzen, die Sättigungsgefühle an das Gehirn melden. Der Stoff ist enthalten in Käse, grünen Bohnen, Erbsen und Cashewkernen.

8. Algen bekämpfen Übergewicht, Stress und Herzkrankheiten. Es gibt keine anderen Pflanzen, die so reich an Vitalstoffen sind. Frische oder getrocknete Algen aus dem Asia-Laden enthalten nahezu alle Vitamine, 41 Mineralstoffen und Spurenelemente (darunter reichlich Jod). ***** Ein- bis zweimal pro Woche ein Algenbad nehmen! Der Körper wird entgiftet, das Gewebe entschlackt und die Haut gestrafft.

9. Alkohol im Straßenverkehr: Ab 0,3 Promille steigt die Risikobereitschaft, die Wahrnehmungsfähigkeit für bewegliche Lichtquellen nimmt ab, und die Einschätzung von Entfernungen wird problematisch. Ab 0,5 Promille lässt dann auch die Reaktion nach. Rote Lichter - zum Beispiel Ampeln oder Bremsleuchten - werden zu spät erkannt. Nur eine Sekunde später gebremst, verlängert den Anhalteweg bei 50 km/h um 14 Meter. Ab 0,8 Promille verarbeitet das Gehirn Informationen nur noch mangelhaft. Zusätzlich schränkt der „Tunnelblick“ das Gesichtsfeld ein. Verkehrsteilnehmer oder Warnzeichen am Rand des Blickwinkels werden dadurch nur noch unscharf wahrgenommen.

10. Alliin: Dieser schwefelhaltige Wirkstoff ist in Knoblauch und Zwiebeln enthalten; er tötet Krankheitskeime und löst Schleim in den Atemwegen. Er sorgt außerdem dafür, dass die Arterien elastisch bleiben und die Fließtätigkeit des Blutes erhöht wird.

11. Aloe vera: In dieser Heilpflanze sind bisher mehr als 160 medizinisch wirksame Substanzen nachgewiesen worden. Neben Enzymen, Salicylsäure, Bitter- und Mineralstoffen sind 23 Substanzen enthalten, die alle das Immunsystem stärken. ***** Achtung! Die innere Anwendung sollte bei Nierenfunktionsstörungen oder eingeschränkter Nierentätigkeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen. Während der Schwangerschaft, der Stillzeit und bei Darmverschluss sollte ganz darauf verzichtet werden!

12. Ananas: Das in ihr enthaltene Enzym Bromelain mindert das Entstehen von Blutgerinnseln und löst gefährliche Ablagerungen von den Arterienwänden. Studien zufolge ist daher das Schlaganfall-Risiko um 50 Prozent vermindert, wenn man täglich eine Portion Ananas isst. Überhaupt ist Ananas neben Mango die enzymhaltigste Frucht, die bei der Zerlegung von Eiweißen in Aminosäuren hilft (Eiweiße werden in der Hälfte der üblichen Zeit verwertet). ***** Bromelain soll in Kombination mit Rutin (in Zitrusfrüchten und Buchweizen) auch bei schmerzhaften Entzündungen der Gelenke helfen.

13. Anis wirkt schleimlösend und lindert Blähungen; es wirkt zudem verdauungsanregend. Anis lindert Regelbeschwerden und regt bei stillenden Müttern die Blutbildung an (Tee). ***** Anistee: Einen Teelöffel Anissamen zerstoßen, mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen; täglich zwei Tassen trinken.

14. Anthocyan beugt der Arteriosklerose vor und hält die Blutgefäße geschmeidig. Außerdem entschlackt der Farbstoff und kurbelt die Bildung von Bindegewebe an. Der Farbstoff ist reichlich in Heidelbeeren und Kirschen enthalten.

15. Antioxidantien: Dies ist ein Sammelbegriff für Substanzen, welche sogenannte „freie Radikale“ (überschüssige Sauerstoff-Radikale) einfangen, bevor diese die Zellstrukturen angreifen und die Erbsubstanz schädigen. Indirekt verlangsamen sie also den Alterungsprozess und verhindern Tumore.

16. Aperitif: Alkohol vermeiden! Tomatensaft, Gemüsecocktail oder einen frischen Fruchtsaft trinken.

17. Apfel: Ein Apfel auf nüchternen Magen senkt den Bluthochdruck. Zwei Äpfel am Tag können durch ihren Pektingehalt den Cholesterinspiegel deutlich senken. Außerdem nehmen die Faser- und Quellstoffe des Apfels Schwermetalle im Körper auf und helfen bei deren Ausscheidung. ***** Äpfel sind auch hervorragend dazu geeignet, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und dadurch einen Leistungsknick zu vermeiden. ***** Bereits zwei Äpfel decken bis zu 60 Prozent des täglichen Bedarfs an Vitamin C. Die Früchte enthalten außerdem die Vitamine B1, B2, B6, B12, A und Carotin, die Vorstufe von Vitamin A; zusammen tragen sie u.a. dazu bei das im Apfel enthaltene Eisen für den Organismus verwertbar zu machen. An Mineralstoffen enthalten Äpfel in erster Linie Kalium, Kalzium und Phosphor. Die Ballaststoffe Cellulose und Pektin regen die Verdauung an. ***** Zwei Äpfel pro Tag senken das Erkältungsrisiko um 70 Prozent.

18. Apfelessig: Er unterstützt die Entschlackung und Entwässerung des Körpers, regt den Darm an und bringt den Stoffwechsel in Schwung; die Folge ist eine Gewichtsabnahme über einen längeren Zeitraum, - auch ohne Änderung der Ess- und Trinkgewohnheiten. ***** Blähende Speisen werden besser vertragen, Fieber, Erkältung und Halsschmerzen klingen schneller ab. Ein bis zwei Teelöffel auf ein Glas Wasser nehmen! ***** Vor dem Schlafengehen Tomatensaft mit Apfelessig, Salz und Pfeffer trinken; das aktiviert das Wachstumshormon, das als Schlankmacher gilt.

19. Apfelsaftschorle (Apfelsaft und Mineralwasser gemischt) unterstützt, zum Essen getrunken, die Verdauung.

20. Aprikosen enthalten viel Chrom. Dieses Spurenelement fördert den Muskelaufbau und behindert die Fettspeicherung. Enthaltene Carotinoide machen die Arterien sauber. Kalium schwemmt Giftstoffe aus dem Körper. Außerdem sind Aprikosen reich an blutbildendem Eisen. ***** Die Früchte gelten auch als „Fatburner“: die enthaltene Pantothensäure bringt diese Wirkung (empfohlene Tagesmenge: sechs Stück).

21. Arnika: Verwendet werden Wurzeln und Blüten zur äußeren Anwendung bei Blutergüssen, Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen, schlecht heilenden Wunden und offenen Geschwüren, Nagelbettentzündungen, Gicht- und Rheumabeschwerden. Arnikatee, -tinktur, -seife und -spiritus stehen als Anwendungsformen zur Verfügung; Arnika ist auch in Salben enthalten. Achtung! Arnika sollte nur äußerlich erfolgen; unkontrollierte Überdosierung kann zu Schäden an Herz, Magen und Darm führen; daher sollte z.B. der Arnikaspiritus bei Zahnfleischentzündung und -bluten nur zum Spülen und Gurgeln verwendet werden; nicht schlucken!

22. Artischocken: Die Bitterstoffe in frischen Artischocken (darunter das Cynaropikrin) helfen der Leber bei der Verdauung von Fett, indem sie die Bildung von Gallenflüssigkeit fördern; außerdem aktivieren sie die Produktion von Magensaft. Daher gilt: Artischocken machen schlank. Außerdem werden die Blutgefäße gekräftigt, die Bildung von Blutkörperchen gefördert und die Blutzirkulation angeregt. Das Cynarin besitzt antitoxische Wirkung, d.h. es unterstützt die Leber bei ihrer Arbeit als Entgiftungsorgan des Körpers. Darüber hinaus senkt es überhöhte Blutfette und beugt der Bildung von Gallensteinen vor, die zu rund 80 Prozent aus Cholesterin bestehen können. Außerdem zeigen Studien, daß dieser Wirkstoff blutzuckerregulierend, zellverjüngend und entzündungshemmend wirkt. Das außerdem enthaltene Inulin treibt den Darm an. (Artischocken belasten den Magen wenig; sie verlassen ihn bereits nach drei Stunden.)

23. Aspirin (Acetylsalicylsäure) verflüssigt das Blut und beugt so einer Arterienverstopfung vor.

24. Atemtherapie intensiviert Blutzirkulation, Herztätigkeit, Zellstoffwechsel und Verdauung; sie verbessert die Lage bei Problemen wie Kreislaufstörungen, Kopfschmerzen, Stimm- und Sprechstörungen, Schlaflosigkeit, Nervosität, Angstzuständen und depressive Verstimmungen. ***** Richtiges Atmen bedeutet: durch die Nase tief bis in den Bauch hinein einatmen, langsam und bewusst ausatmen, dann Pause machen, bis sich der Impuls zum Einatmen von selbst einstellt. (Die Übung ist am einfachsten, wenn man sich auf den Rücken legt, die Hände flach auf den Bauch legt, so daß sich die Fingerspitzen berühren; beim Einatmen sollen die Fingerspitzen auseinander wandern, während sich der Bauch deutlich wölbt; während es Ein- und Ausatmens sollte man jeweils bis drei Zählen.)

25. Auberginen enthalten Vitamine, Mineralien und Bitterstoffe, die Leber und Nieren bei ihrer Arbeit unterstützen.

26. Aufstehen: Die beste Zeit hierfür ist zwischen 5 und 7 Uhr; Hormone werden ausgeschüttet, der Herzschlag nimmt zu, der Blutdruck steigt.

27. Austernpilze sind Eiweißbomben, die zusammen mit Gemüse und Reis eine wertvolle Mahlzeit ergeben. Sie enthalten die Vitamine A, B und D sowie Ballaststoffe. Die Vitalstoffe stärken das Immunsystem und schützen die Muskeln vor Eiweißabbau.

28. Avocados enthalten viele gesunde Pflanzenfette. Die ungesättigten Fettsäuren verhindern Blutgefäßablagerungen, weil sie den Gehalt an LDL-Cholesterin senken, ohne das HDL abzubauen; außerdem sind die Früchte reich an fettlöslichem Herz-Vitamin E. (Zwei- bis dreimal wöchentlich eine Avocado essen!)

29. Baden entspannt und kann vor allem zusammen mit Badezusätzen der Gesundheit dienen. Allerdings sollte niemals länger als 20 Minuten bei einer maximalen Wassertemperatur von 37 Grad gebadet werden.

30. Badezusätze: Die Farbe des Badewassers beeinflusst die Seele; Grün sorgt für Harmonie, Blau für Frische und Rot für Vitalität.

31. Baldrian: Er ist seit langem als beruhigend und schlaffördernd bekannt (eine Tasse Tee vor dem Schlafengehen). Heute weiß man, dass seine krampflösenden und beruhigenden Substanzen (die Valepotriate) vor allem überreizte Nerven beruhigen. ***** Baldrian wirkt zwar stark beruhigend, dämpft aber nicht das Reaktionsvermögen und macht auch nicht schläfrig. Bei Einschlafschwierigkeiten kann er aber dennoch helfen, weil er eine der Hauptursachen beseitigt.

32. Ballaststoffe verbessern die Darmtätigkeit. Außerdem halten sie das Cholesterin in Schach. Es wird eine tägliche Zufuhr von etwa 30 g empfohlen. Eine Scheibe Vollkornbrot (50 g) liefert 4 g Ballaststoffe, eine Apfel, eine Orange oder eine Banane 3 g, ein Esslöffel Haferflocken 1 g, eine Portion Vollkornspaghetti (100 g) 8 g, eine Portion Kartoffeln (200 g) 4 g, 200 g Möhren oder Salat 6 g.

33. Bambusextrakt enthält Kieselsäure, Vitamin C und Milchsäure; er wirkt hautstraffend und feuchtigkeitsspendend.

34. Banane enthält das Glückshormon Serotonin und hilft dadurch sofort gegen Stress. Außerdem enthält sie viel Kalium und Magnesium; sie neutralisiert überschüssige Magensäure. ***** Die Banane gilt als Cholesterin-Bremse; sie drosselt mit ihrem Kalium-Gehalt den Blutdruck und verhindert Schlaganfälle und Gefäßverkalkung.

35. Bärlauch enthält Stoffe, welche den Blutdruck senken, die Blutzirkulation verbessern und Ablagerungen in den Blutgefäßen verhindern. Außerdem binden die schwefelhaltigen Substanzen der Pflanze viele Umweltgifte. (Im Gegensatz zu Knoblauch ruft er weder Mundgeruch noch Blähungen hervor.)

36. Basilikum: Seine ätherischen Öle wirken beruhigend und beseitigen Nervosität. ***** Die Öle des Basilikum harmonisieren den Magen und regen den Fettstoffwechsel an. Besonders effektiv ist es in Pesto: zwei Bund Basilikum, eine Knoblauchzehe und 100 ml (Oliven-) Öl pürieren; passt aufs Brot oder zu Nudeln.

37. Beerenobst gilt als Krebsbremse und Herzschutz; es enthält Vitamine, Mineralien, Flavone und Salicylsäure. (Anmerkung: Beeren sollten möglichst frisch verzehrt werden; bereits nach drei bis vier Stunden verlieren sie wichtige Vitalstoffe.)

38. Benzpyren ist oft in Räucherwaren enthalten und gilt als krebserregend.

39. Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A): Es wirkt antioxidant, fängt zellschädigende Substanzen (freie Radikale) ab, die an der Entstehung von Arteriosklerose beteiligt sind. Ferner aktiviert es die gesamte Immunabwehr und schützt so vor Infektionen. Es ist in grünem Salat (vor allem in Feldsalat), Grünkohl, Fenchelknollen, Tomaten sowie gelben und orangefarbenen Früchten (vor allem Aprikosen) enthalten. Empfohlene tägliche Aufnahme: 2 - 4 mg = 100 g Paprika

40. Bewegung: Sie bremst die biologische Uhr und hält die Zellen länger jung. 20 Minuten radeln oder 3 Kilometer zu Fuß täglich reicht; optimal sind zweimal pro Woche eine Stunde Sport. Viel bringt auch schon Treppen steigen statt Aufzug fahren. ***** Wer 1.500 Kalorien in der Woche durch Sport abtrainiert, stoppt Verkalkungsprozesse in den Blutgefäßen; bei 2.200 Kalorien bilden sich sogar bereits bestehende Ablagerungen zurück. (2.200 Kalorien je Woche werden bei täglich einer Stunde zügigem Gehen (6 km/h) verbraucht.) ***** 100 Kalorien werden verbraucht durch 13 Minuten Aerobic, 14 Minuten Radfahren (15 km/h), 11 Minuten Fußball, 17 Minuten Golf, 6 Minuten Jogging (12 km/h), 14 Minuten Badminton, 27 Minuten Volleyball und 17 Minuten forsches Spazieren gehen. (Siehe auch => Sport!)

41. Bier besitzt einen hohen Gehalt an B-Vitaminen und Mineralstoffen. Es entwässert, fördert die Verdauung und stärkt die Widerstandskraft der Haut. Die empfohlene Tagesration liegt bei 0,4 Liter. ***** Wirkstoffe aus dem Hopfen haben eine krebshemmende Wirkung, vor allem gegen krebserregende Substanzen, die beim Kochen und Grillen entstehen. Bier schwemmt Giftstoffe aus dem Körper und verringert das Risiko, Nierensteine zu bekommen. Das in Gerste und Weizen enthaltene Silizium sorgt für einen gesunden Knochenstoffwechsel. 1,5 Liter Bier pro Woche lassen dem „Magenteufel“ Helicobacter pylori keine Chance. Bier senkt das ungesunde LDL-Cholesterin und erhöht das gefäßschützende HDL-Cholesterin. Diese Wirkungen hat auch alkoholfreies Bier! ***** Professor Anton Piendl von der Uni München kommt nach 50 Studien zum Schluss: „Jeder Tag ohne Bier ist ein Gesundheitsrisiko.“ Nach Angaben der WHO gilt eine Menge von täglich 24 g Alkohol bei Männern und 16 g bei Frauen als harmlos; ein Bier enthält etwa 8 g.

42. Biotin: Dieses Vitamin (Vitamin H) sorgt für schöne Haut und Nägel und ist Energielieferant für Nervenzellen. Es ist enthalten in Eiern, Blumenkohl, Tomaten, Naturreis, Nüssen aller Art und Krabben. ***** In einem Eigelb, in 150 g Erdnüsse oder 250 g Haferflocken ist der Tagesbedarf von 30 bis 100 Mikrogramm enthalten.

43. Birnen: Sie verhindern Mangel an Spurenelementen wie Phosphor, Zink und Selen sowie an dem Mineralstoff Kalium. Zusammen mit Walnüssen sind sie vor allem gut für die Gehirntätigkeit. Wasserlösliche Ballaststoffe unterstützen das Entwässern des Gewebes.

44. Bitterstoffe sorgen dafür, dass sich der Magen zusammenzieht; sie sind enthalten in Grapefruit, Radicchio, Feldsalat, Endivien, Löwenzahn, Rukola und Schwarzwurzel.

45. Bluthochdruck ist ein wichtiger Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Die magische Grenze liegt bei 140/90 mm Hg. ***** Wer sein Übergewicht reduziert, senkt auch den Blutdruck. Zehn Kilo weniger lassen den oberen Wert um etwa 20, den unteren um 10 mm Hg sinken.

46. Bohnen, grüne: Sie enthalten den Farbstoff Quercetin. Dieser blockiert Enzyme, die krebsauslösende Substanzen im Körper aktivieren. Außerdem sind sie reich an Eiweiß, Phosphor, Kalzium, Eisen und Lecithin.

47. Bohnenkraut gibt nicht nur Bohnengerichten die charakteristische Geschmacksnote; es ist auch eine bewährte Heilpflanze. Es hilft bei Magen-Darm-Problemen, Entzündungen der Mundschleimhaut, Halsschmerzen und bei Erkrankungen der Atemwege, wo es schleimlösend wirkt. Das Heilkraut enthält vor allem das ätherische Bohnekraut-Öl (Oleum Saturejae), aber auch Spurenelemente, Mineral- und entzündungshemmende Gerbstoffe.

48. Bor: Das Spurenelement gilt als Gute-Laune-Macher und bringt den Menschen in eine entspannte, wohlige Stimmung. Es steckt vor allem in Äpfeln; zusammen mit Milch verdoppelt sich die Wirkung.

49. Brennnessel: Die frischen Blätter kräftigen die Leber und fördern die allgemeine Entsäuerung und Entgiftung des Organismus.

50. Broccoli verhindert mit seinem Inhaltsstoff Sulforaphan die Einlagerung von Fett im Körper und gilt daher als Schlankmacher.

51. Broccoli-Sprossen: Sie enthalten etwa die 50fache Menge an Glucosinulaten (=>) gegenüber fertig entwickeltem Gemüse. Die Sämlinge sollten nach 5 bis 6 Tagen geerntet werden. Es wird der tägliche Verzehr von 10 bis 20 Gramm empfohlen.

52. Brombeeren regen die Verdauung an. Außerdem sind sie in ihrem Gehalt an Salicylsäure, Kalzium, Eisen und Rutin den Himbeeren vergleichbar.

53. Brottrunk: Es handelt sich um ein Getränk, das in Wochen bis Monaten durch Milchsäuregärung aus Sauerteigbrot und Wasser entsteht; es ist fertig in Reformhäusern zu bekommen. Es regt das Wachstum nützlicher Bakterien sowie die Bildung verdauungsaktiver Substanzen im Darm an und trägt so zur Entgiftung des Organismus bei. (In diesem Fall sollte die Anwendung kurmäßig über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen erfolgen; man kann sie mehrmals im Jahr durchführen. Dreimal am Tag vor den Mahlzeiten 100 bis 150 Milliliter zu sich nehmen.)

54. Brunnenkresse gilt als „Fatburner“. Außerdem stärkt sie den Magen. (Tipp: Butterbrot mit gehackter Kresse) ***** Mit den Vitaminen A, C und E gilt die Brunnenkresse als wirksamer Schutz gegen negative Umwelteinflüsse und Viren; sie steigert die Zahl der Abwehrzellen. Täglich zwei bis drei Esslöffel in den Salat geben.

55. Buchweizen: Neben zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen (wie Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium, Phosphor und Kieselsäure) sind die wertvollsten Wirkstoffe Rutin (als Vorstufe von Vitamin C) und Lezithin.

56. Buttermilch enthält viel Kalzium und lässt Fett „schmelzen“.

57. Calcium (Kalzium): Dieser Mineralstoff ist wichtig für das Herz-Kreislauf-System; er sorgt für regelmäßigen Herzschlag. Ferner beeinflusst es die Erregbarkeit von Muskeln und Nerven sowie die Blutgerinnung. Am bekanntesten ist seine Rolle beim Knochen- und Zahnaufbau. ***** Der Tagesbedarf liegt für Erwachsene bei 800 mg, bei Schwangeren und Stillenden bei 1.400, bei Frauen nach den Wechseljahren bei 1.500 und bei Männern über 60 Jahren bei 1.000 mg. Gute Calciumquellen sind Milch und Milchprodukte, vor allem Hartkäse.

58. Carotinoide: Rote, grüne, gelbe und orangefarbene Farbstoffe (z.B. in Möhren, Paprika, Aprikosen, Mangos, Kürbissen, Tomaten, Brokkoli, Zucchini, Mais, Spinat, Mangold, Grünkohl und Feldsalat; bis auf Beta-Carotin sehr empfindlich gegen Bestrahlen und Erhitzen) wirken antioxidativ, d.h. sie wehren Freie Radikale ab, die den Zellkern schädigen und die Tumorentwicklung begünstigen; sie hemmen zudem das Tumorwachstum und stimulieren die Immunabwehr. Außerdem wird ihnen eine cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben. ***** Die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin haben einen Filtereffekt gegenüber dem energiereichen blauen Licht, das für die Augennetzhaut gefährlich ist; sie wirken daher wie eine Art natürliche Sonnenbrille.

59. Catechine, in Zartbitterschokolade und Grünem Tee enthalten, stärken die Abwehr, bekämpfen Zellentartungen und stören die Blutversorgung von Tumoren.

60. Chai: Bei diesem indischen Rezept werden eine Tasse Milch und eine Tasse Wasser zusammen erhitzt; dann fügt man eine Stange Zimt, Honig und Ingwer hinzu und lässt das Ganze fünf Minuten ziehen. Der Trank wirkt beruhigend.

61. Champignon: 100 Gramm Pilze enthalten 2,7 g Eiweiß, 0,2 g Fett, 0,6 g Kohlenhydrate, 2,0 g Ballaststoffe, 1,9 μg Vitamin D, 14 μg Vitamin K, 0,45 mg Vitamin B2, 2,1 mg Pantothensäure, 16 μg Biotin, 4,7 mg Niacin, 418 mg Kalium, 8 mg Natrium, 1,1 mg Eisen und 390 μg Kupfer.

62. Chicorée: Die Kolben enthalten viel Kalium, Kalzium und Phosphor, außerdem Magnesium, Eisen, Zink, Kupfer und Mangan. Hoch ist auch der Anteil an Vitamin A, daneben Vitamin C und Spuren von B-Vitaminen. Chicorée regt Appetit und Stoffwechsel an; zudem wirkt er harntreibend und ist daher für Blutreinigungskuren geeignet. Der Bitterstoff Intybin stimuliert Magen und Bauchspeicheldrüse, aktiviert Leber und Galle. ***** Chicorée ist ein ausgesprochener Wintersalat; ein Kolben enthält mehr Vitamine als zehn Salatköpfe.

63. Chlor: Dieser Stoff ist Bestandteil der Magensäure und damit für die Verdauung entscheidend. Außerdem arbeitet Chlor zusammen mit Natrium und Kalium am Wasserhaushalt. Es wird in der Regel ausreichend mit Kochsalz aufgenommen.

64. Cholesterin: Regelmäßiges Training reguliert Cholesterin zuverlässig. Bei 75 % aller Menschen sinkt das Cholesterin unter 200 mg bei täglich nur 20 Minuten Bewegung, z.B. Radeln, Joggen, Schwimmen etc.

65. Cholin verbessert die Ergebnisse von Intelligenztests signifikant; enthalten ist die „Gehirn- und Nervennahrung“ in Vollkornprodukten, Sauerkraut und Nüssen.

66. Chrom hält den Blutzuckerspiegel konstant und reguliert den Cholesterinspiegel; es ist enthalten in Vollkornbrot, (Erd-) Nüssen, roten Rüben, Linsen, Muscheln, Weizenkeimen, Käse, Bierhefe, Kresse, Preiselbeeren und roten Johannisbeeren, auch in Hühnerfleisch.

67. Coffein: siehe „Koffein“!

68. Cola: Wer täglich mehr als einen halben Liter Cola trinkt, ist besonders anfällig für Stress. Grund: Der Mix aus Koffein, Zucker und Phosphorsäure bringt das Wechselspiel von Stresshormonen und Zuckerhaushalt durcheinander. Als Folge hiervon reagieren Gehirn und Nerven extrem anfällig für Stresssituationen.

69. DHEA gilt als Junghormon, das für Vitalität sorgt; außerdem schützt es vor Krebs und Herzinfarkt. Sein wichtigster Baustoff ist Squalen, eine Substanz, die in fetthaltigen Speisen wie Avocados und Thunfisch steckt. Vitamin C erleichtert die Aufnahme und erhöht die Ausschüttung des Hormons.

70. Dicke Bohnen geben für lange Zeit ein gutes Sättigungsgefühl. Sie enthalten Eiweiß, Ballaststoffe, Eisen und reichlich von der Aminosäure Methionin. Sie senken das Infarktrisiko.

71. Dill: Dieses meist als Gewürz bekannte Kraut ist auch eine bewährte Heilpflanze, vor allem bei Beschwerden der Verdauungsorgane. Hauptwirkstoff ist neben verschiedenen anderen Substanzen ätherisches Öl. Getrocknet gibt es Dillsamen, -spitzen und –kraut. Sie werden eingesetzt bei Koliken, Blähungen, Magen-Darm-Krämpfen, Leber- und Gallenproblemen, innerer Unruhe oder für die Milchbildung bei stillenden Frauen.

72. Dinatriumdiphosphat in Fertigkeksen steht im Verdacht, bei Kindern Hyperaktivität hervorzurufen.

73. Distelöl ist reich an Vitamin E; äußerlich angewendet wirkt es antibakteriell; das Bindegewebe wird gefestigt und die Zellerneuerung angeregt.

74. Düfte: Minze-, Zitronen- und Maiglöckchenduft stärken die Konzentration; Lavendelduft gilt als Muntermacher. Als Stimmungsaufheller sorgen Grapefruit-, Orangen- und Mandarinenduft ebenso für gute Laune wie der von Vanille. Ruhe und Entspannung schenken Zedern- und Zimtduft. Basilikum, Bergamotte und Melisse sorgen für eine wirksame Stressabwehr. Der Duft von Iris, Jasmin und Rose gilt als erotisierend.

75. Efeu: Seine Wirkstoffe wirken äußerlich angewendet hautstraffend.

76. Eier sind wegen ihres Cholesterin-Gehaltes in Verruf geraten. Wegen ihrer zur Erhaltung der Gesundheit wichtigen Inhaltsstoffe sollten aber zwei bis drei pro Woche auf dem Speiseplan stehen. (Achtung! Auf „versteckte“ Eier, z.B. in Nudeln und Gebäck, achten!)

77. Einkaufen ohne Einkaufsliste ist Stress pur. 35 Minuten in einem Supermarkt belastet die Nerven mehr als eine 800 km – Autofahrt.

78. Eisen ist ein wichtiger Bestandteil der roten Blutfarbstoffe Hämoglobin und Myoglobin, ist deshalb für den Sauerstofftransport wichtig; außerdem ist es Baustoff in einigen Enzymen. ***** Der Tagesbedarf liegt für Männer bei 10, für Frauen bei 15, für Schwangere bei 30 und für Stillende bei 20 mg. Er wird am besten durch Fleisch (Fisch!), Innereien oder (gilt vor allem für Vegetarier) durch Hülsenfrüchte und Möhren gedeckt; auch in Spargel, grünen Salaten, Pilzen und Lauch ist es reichlich enthalten. Gute Quellen sind außerdem Vollkornprodukte, Kürbis, Apfelmus und Schwarze Johannisbeeren. Eisenreiche Gewürze sind Thymian, Oregano, Basilikum, Dill, Estragon und Petersilie. ***** Leberwurst liefert doppelt soviel Eisen wie Spinat. ***** Kaffee stört die Eisenverwertung; daher sollte er nie zu den Mahlzeiten getrunken werden. Gefördert wird die Aufnahme des Eisens durch Vitamin C.

79. Eisenmangel zeigt sich u.a. in trockener, spröder Haut, z.T. auch im Mundwinkel-Bereich.

80. Eiswürfel lutschen: Das hilft bei Halsschmerzen genauso gut wie teure Pillen. Es kühlt und betäubt den Schmerz.

81. Enzian: Die Inhaltsstoffe des Gelben (!) Enzians wirken u.a. appetitanregend und unterstützen die Organe bei Magen- und Verdauungsproblemen; außerdem hilft er gegen Blutarmut.

82. Erdbeeren enthalten Salicylsäure (gegen Kopfschmerzen!) sowie Gerb- und Schleimstoffe, Säuren und ätherische Öle, die allesamt als natürliche Antibiotika wirken. Sie sind reich an Eisen, Natrium, Kalzium, Phosphor und Kalium, weswegen sie auch entwässernd wirken. Außerdem beschleunigen sie die Heilung von Hautausschlägen, wirken gegen Darmträgheit, kräftigen Knochen, Haare und Haut, helfen bei Nervosität. 100 Gramm enthalten nur 30 kcal. (Erdbeeren sollte man höchstens zwei Tage im Kühlschrank lagern.) ***** Erdbeeren enthalten mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Das fördert die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin. Auch der Duft frischer Früchte macht gute Laune. Die Ellagsäure kann Tumorwachstum hemmen. ***** Ein kleines Schälchen Erdbeeren sollte man vor den Mahlzeiten essen; das stützt den Körperfett-Abbau. ***** Erdbeeren enthalten doppelt so viel Asparaginsäure wie Spargel. Diese regt den Stoffwechsel an, entwässert und befreit von Schlacken. ***** Erdbeeren enthalten Bleichstoffe, die nach längerer Einwirkung (etwa fünf Minuten) für weiße Zähne sorgen. ***** Der in den Erdbeeren enthaltenen Fruchtzucker ist rasch löslich und geht sofort ins Blut über. Eine Frucht bringt Energie für 15 Minuten. ***** Die Mischung aus Vitamin C und Beta-Carotin schützt die Haut vor gefährlichen Sonnenstrahlen und damit vor Sonnenbrand (200 Gramm täglich). ***** Die in Erdbeeren enthaltenen Säuren (P-Cumarinsäure und Chlorogensäure) verhindern im Magen die Bildung von karzinogenen Nitrosaminen.

83. Erdnüsse sind cholesterinfrei und reich an Ballaststoffen. Sie enthalten die Vitamine B1, E und Folsäure. Außerdem liefern sie die Mineralstoffe Jod, Fluor, Kalium, Magnesium und Phosphor. Resveratrol gilt als Herzschutzmittel. Bemerkenswert ist noch, dass sie in ihrem Eiweißgehalt Fleisch und Fisch überlegen sind. (Empfehlenswert sind 30 Gramm Nüsse pro Tag; sie enthalten allerdings 200 Kalorien. Als Zwischenmahlzeit knabbern!)

84. Erkältung: Kleinere Infekte nicht mit Antibiotika behandeln, sondern das Immunsystem arbeiten lassen; so scheinen sie auch vor Krebs zu schützen.

85. Eukalyptus-Öl: Bei Schnupfen 5 - 10 Tropfen in 1 Liter kochendes Wasser geben und zehn Minuten inhalieren; der Dampf verflüssigt das Nasensekret und führt zum Abschwellen der Schleimhäute. (Achtung! nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet!)

86. Fatburner sind Lebensmittel, welche den Fettstoffwechsel aktivieren d.h. Fett zur Energiegewinnung „verbrennen“. Es sind vor allem: Beerenfrüchte, Aprikosen, Birnen, Feigen, Pflaumen, Kiwi, Zitrusfrüchte, Lauch, Spargel, Sellerie, Brokkoli, Chicorée, Artischocken, Kohl, Karotten, Tomaten, Algen, gedünsteter oder gegrillter Fisch sowie Kalb- und Geflügelfleisch. Getränke wie Mineralwasser (eventuell mit Zitronensaft oder Obstessig), Matetee und Grüner Tee sowie Frucht- und Gemüsesäfte ergänzen die Wirkung. Erst eine Ernährungsumstellung in diese Richtung bringt Langzeitwirkung, wobei letztlich auch Fettablagerungen aus den Zellen beseitigt werden. ***** Tagesrezept: drei bis vier Zitronen in zwei Liter Mineralwasser pressen und über den Tag verteilt trinken.

87. Feldsalat (oder Rapunzel) enthält reichlich Provitamin A, Folsäure und Vitamin C. An Mineralstoffen sind vor allem Kalium, Magnesium und Eisen enthalten. Feldsalat nach Möglichkeit erntefrisch verwenden! ***** Zwei Portionen wöchentlich (je 250 Gramm) steigern den Immunschutz um 30 Prozent. Grund ist der relativ hohe Eisengehalt.

88. Fenchel: Verwendet werden die Früchte, die Samen, das Kraut und die Wurzel. Fenchel ist ein sanftes Heilmittel bei Verdauungsproblemen und vor allem bei Blähungen, bei Entzündungen im Mundbereich, bei Husten, gereizten Nerven und zu schwacher Harnbildung. ***** Die Fenchelknolle als Gemüse zubereitet kurbelt den Zellstoffwechsel an und steigert die Fettverbrennung. Außerdem hilft sie, Schlacken und Giftstoffe auszuscheiden. Ätherische Öle wie Kampfer und Eugenol regen die Lebertätigkeit an.

89. Fencheltee: Drei Tassen, über den Tag verteilt, helfen Stress absenken; außerdem senkt auch der Tee Cholesterin- und Blutfettspiegel und Cholesterin.

90. Fett: Wie viel Fett darf man essen? Die Faustregel heißt: Nicht mehr als 60 Gramm am Tag. Diese Menge wird erreicht mit einem Croissant, einer Frikadelle oder einem Löffel Mayonnaise.

91. Fieber ist das Alarmsignal des Körpers. Gleichzeitig ist es eine Maßnahme im Abwehrkampf gegen Krankheitserreger. Erhöhte Temperaturen bis zu 39 Grad sollten nicht mit fiebersenkenden Tabletten behandelt werden. Es ist wichtig, das Bett zu hüten und körperliche Ruhe einzuhalten; weil der Körper viel Flüssigkeit durch Schwitzen verliert, soll der Patient viel trinken, wobei vor allem der Saft von Zitrusfrüchten empfohlen wird.

92. Fisch: Zweimal (Meeres-) Fisch in der Woche hält die Altersgene in Schach. Geraten die Aminosäuren aus der Balance werden diese Gene aktiviert. Fisch als wichtiger Eiweißlieferant wirkt diesem Prozess entgegen. Ergänzen sollte man diese Ernährungsregel um täglich ein Joghurt bzw. ½ Liter Milch. ***** Seefisch enthält zusätzlich das für die Schilddrüse notwendige Jod, außerdem Zink, Selen, Vitamin D und die für das Herz wichtigen Omega-3-Säuren.

93. Fitness-Drinks: 1) ½ pürierte Banane, 250 g Kefir, 1 ½ EL Sanddornsaft, ¼ Liter weißer Traubensaft 2) 100 ml Brottrunk, 100 ml Rote-Bete-Saft, 1 Prise Muskat 3) 150 ml Gemüsesaft, 100 ml Brottrunk, weißer Pfeffer 4) 100 ml Möhrensaft, 100 ml Brottrunk, 1 TL Honig 5) 100 ml Grapefruitsaft, 0,1 Liter Birnensaft, Mus einer Kiwi, 1 TL Ahornsirup

94. Flavonoide (gelbe Pflanzenpigmente, vor allem in Gemüseschalen enthalten) helfen bei der Beseitigung von Viren und Bakterien, indem sie die natürlichen Killerzellen anregen; einige Arten werden sogar direkt abgetötet. Diese Farbstoffe wirken antioxidativ und hemmen die Umwandlung von Krebsvorläuferzellen in Krebszellen; außerdem halten sie das Gewebe von Blutgefäßen geschmeidig. Sie finden sich in oder direkt unter der Schale von Obst (Zitrusfrüchte, rote Weinbeeren, einheimische Beerenfrüchte, Kirschen) und in Gemüse (Tomaten, Auberginen, Kohl, Spinat, Knoblauch und Zwiebeln). Auch Schwarzer und Grüner Tee sind gute Lieferanten.

95. Fluorid: Dieser Mineralstoff festigt Zähne und Knochen; er ist enthalten in Walnüssen, Kaviar, Geräuchertem und Seefisch.

96. Folsäure, ein B-Vitamin: Sie hilft bei der Blutgerinnung, schützt vor Blutarmut und repariert Körperzellen. Sie verbessert den Zellstoffwechsel und soll Darmkrebs vorbeugen. Sie ist vor allem in Ananas, Orangen, Tomaten, Spargel, Feldsalat, Blattspinat und Brokkoli sowie in Weizenkeimen, Hülsenfrüchten, Vollkorn und Nüssen enthalten; Käse und mageres Fleisch sind auch gute Lieferanten. Tägliche Aufnahme: 0,3 - 1 mg

97. Fleisch ist für eine ausgewogene Ernährung aufgrund seines Eisen- und Selen-Gehaltes wichtig.

98. Fluor härtet den Zahnschmelz und schützt die Zähne vor Karies. ***** 1,5 bis 4 mg gelten als Tagesdosis. Echter und Grüner Tee sind gute Lieferanten. (Zwei Tassen Grüner Tee bringen 1 mg Fluor.)

99. Folsäure: Der tägliche Bedarf an diesem Vitamin liegt bei 300 Mikrogramm; er wird gedeckt durch 60 g Weizenkeime oder 380 g Spinat.

100.Frauenmantel: Er ist in der Naturmedizin ein beliebtes Mittel gegen Periodenschmerzen und Blutungsunregelmäßigkeiten. Er wirkt zudem blutreinigend, blutstillend und harntreibend. Außerdem soll er Magen-Darmerkrankungen lindern.

101.Frühstücksei: Das im Eigelb enthaltene Cholin kurbelt die Fettverbrennung in den Körperzellen für den ganzen Tag an. (Höchstens zwei bis drei Eier pro Woche!)

102.Gähnen ist gesund. Wenn es einen überfällt, sollte man nicht verschämt die Hand vor den Mund führen, sondern beide Arme weit von sich strecken. Es setzt das Zwerchfell in Gang, um den Druck im Brustraum zu mindern. So wird mehr Blut ins Herz gesaugt, was Kreislauf und Gehirndurchblutung sofort verbessert.

103.Geflügel wie Pute und Huhn sind reich an B-Vitaminen, Eisen und Zink. Sie gelten daher als gute „Fettverbrenner“.

104.Gehirntraining: Wenn das Gehirn fit ist, ist es auch das Immunsystem; Kreuzworträtsel lösen, das trainiert Gehirn und Abwehr.

105.Gelenk-Schutz: Drei Teelöffel Olivenöl täglich „schmieren“ mit ihren Phenolen die Gelenke, schützen vor Verschleiß und Verletzung.

106.Gemüse: Broccoli und andere Gemüse enthalten nicht nur reichlich Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch Pflanzenfarbstoffe. Diese „Bioflavonoide“ verstärken die Kraft der Zellschutzvitamine und halten sie am Leben. Wichtig ist, daß das Gemüse schonend gegart wird. ***** Zahlreiche Ballaststoffe bringen die Darmflora auf Vordermann und schleusen alle Schadstoffe in vier Stunden durch den Darm.

107.Gemüsesaft: Ein Glas davon täglich verhindert Zink- und Magnesiummangel und damit Immunschwäche und Wadenkrämpfe.

108.Genestein: Dieser sekundäre Pflanzenstoff verhindert die Bildung jener winzigen Blutgefäße, die ein Tumor zum Wachstum braucht; er ist vor allem in Sojabohnen enthalten, aber auch in daraus hergestellten Produkten wie Tofu, Brotaufstrich und Sojamilch. Außerdem ist er in Hülsenfrüchten und Getreide nachgewiesen.

109.Gerinnung: Ein Esslöffel Olivenöl am Tag sorgt für optimale Gerinnungswerte im Blut und wirkt als optimaler Schutz gegen Thrombose.

110.Getränke, Energiegehalt (in kcal/100 ml): Sekt, trocken 76, Weißwein, trocken 68, Fruchtsaft oder -nektar 50, Cola-Getränke 46, Bier (Pils) 42, Bier, alkoholfrei 28, Tomatensaft 17, Mineral- und Heilwasser 0

111.Giersch gilt heute als lästiges „Unkraut“, ist aber eine alte Kulturpflanze. Junge Blätter eignen sich für Kräuteromelett, Kräutersuppe, Salat und als Wildspinat, ältere zum Würzen (vergleichbar Petersilie). Giersch ist bekömmlich und vitaminreich. Er hat harntreibende und entzündungshemmende Eigenschaften sowie eine beruhigende Wirkung.

112.Ginkgo: Ginkgo-Wirkstoffe verbessern die Fließeigenschaften des Blutes, vermutlich indem sie die Verklumpung der Blutplättchen hemmen; außerdem kurbeln die Ginkolide die Sauerstoffversorgung an. So verbessert Ginkgo z.B. die Hirnleistung von Patienten mit Gehirn-Durchblutungsstörungen. Die empfohlene Tagesdosis beträgt 120 bis 240 Milligramm Ginkgo-Spezialextrakt. ***** Neuere Forschungen haben ergeben, dass Ginkgo auch die Abwehrleistung des Blutes steigert. Das Immunsystem kann so wirksamer gegen Infekte vorgehen.

113.Ginseng (Panax ginseng): Ginseng gehört neben dem Knoblauch zu den ältesten Arzneipflanzen der Menschheit. Präparate aus der Pflanze erhöhen die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, stärken Herz und Kreislauf und stützen die Abwehrmechanismen des Immunsystems.

114.Glucagon gilt als „Sattmacher“-Hormon; an seiner Bildung sind Eiweiße aus Fisch, Eiern, Linsen, Quark, Milch, Sojabohnen, Reis und Roggen beteiligt. Die körpereigene Produktion ist in den Mittagsstunden am höchsten; das Hormon aus der Bauchspeicheldrüse wirkt extrem fettspaltend.

115.Glucosinolate sind als scharfe Geschmacksstoffe in Senf, Knoblauch, Kohl (vor allem Broccoli), Kresse, Rettich, Meerrettich und Zwiebeln enthalten und wirken krebshemmend, antimikrobiell und cholesterinsenkend.

116.Glutaminsäure wirkt direkt auf das Hungerzentrum; sie ist vor allem enthalten in Spargel, Weizen, Quark, Kichererbsen, roten Linsen und dicken Bohnen.

117.Grapefruit: Sie enthält ein bestimmtes Saccharid, das zusammen mit dem Pektin einen zu hohen Cholesterinspiegel senkt und einen Teil vorhandenen Arterienbelags rückgängig machen kann. Außerdem hat die Frucht nur wenige Kalorien, aber viel Vitamin A und C zur Aktivierung von Enzymen und Aufnahme von Eisen; daher gilt sie als Schlankmacher.

118.Grüner Salat hat reichlich Beta-Karotin, Folsäure, Magnesium und Vitamin C. Mit dieser Kombination werden Darm- und Leberfunktionen angeregt, nervös bedingte Schlafstörungen gelindert.

119.Grüner Tee, reich an Vitaminen und Mineralstoffen, spült Schlacken aus dem Körper, verlangsamt den Zellabbau und hemmt die Virenbildung. Er beruhigt, wirkt sich günstig auf zu hohen Blutdruck und einen zu hohen Cholesterinspiegel aus. Außerdem sind Wirkstoffe enthalten, die vor Krebs schützen sowie Knochen und Zahnschmelz stärken. Grüner Tee enthält auch Substanzen, die den Fettabbau ankurbeln. (Regelmäßig trinken; zwei bis drei Tassen täglich sind empfehlenswert.) ***** Der hohe Gehalt an Polyphenolen (25 %) schützt den Körper vor dem Angriff aggressiver Sauerstoffmoleküle (sog. Freier Radikale). Außerdem tragen große Mengen an Vitamin C und Zink zur Stärkung der Abwehrkräfte bei. ***** Nach neueren Untersuchungen sind im Grünen Tee Biostoffe enthalten, die ein Enzym im menschlichen Körper blockieren, das für die Umwandlung von Mehrfachzucker in Einfachzucker zuständig ist; dadurch hält der Tee den Blutzuckerspiegel konstant; das Hungergefühl wird extrem eingeschränkt. Außerdem sorgt der Tee dafür, dass Einfachzucker ausschließlich zur Energiegewinnung eingesetzt und nicht in den Aufbau von Fettzellen investiert werden. ***** Achtung! Die Zugabe von Milch beseitigt die antioxidative Wirkung und damit den Schutz vor Radikalen. ***** Grüner Tee hilft gegen Darmträgheit. ***** Wasser aufkochen, etwas abkühlen lassen und dann erst über die Blätter gießen.

120.Gundelrebe oder Gundermann: Die Pflanze schmeckt herb-aromatisch und eignet sich für Kräutersuppen. Sie hilft gegen Durchfall und, in Milch gekocht, bei Bronchialkatarrh.

121.Hähnchenfleisch ist kalorienarm und enthält neben Eisen, Kalium und Magnesium noch das Vitamin E und einige Vitamine der B-Gruppe.

122.Hämorrhoiden hat jeder Mensch. Es handelt sich um drei schwammartige Schwellkörper (Hämorrhoidal-Kissen) unter den Muskelverschlüssen des Analkanals. Sie schwellen an und ab und regulieren so die Funktion des Enddarms mit. Ist dieser Mechanismus gestört, bleiben sie geschwollen, wölben sich vor und führen zu kleinen Blutungen, Juckreiz und Schmerzen. Meist ist nach wenigen Tagen alles wie zuvor, bei manchen Menschen aber nicht: das dauernd geschwollene Gewebe verändert sich, immer öfter kommt es zu Stuhldrang, Blutungen, Entzündungen und Abszessen.

123.Händewaschen: Achtmal täglich ist optimal. Mehr greift den Säureschutzmantel der Haut an, weniger erhöht die Ansteckungsgefahr. (Faustregel: Alle zwei Stunden waschen.)

124.Hafer enthält mehr Eiweiß und Calcium als die anderen Getreidesorten; auch der Gehalt an den Vitaminen B1 und B6 ist höher. Sein Fett hat beträchtliche Mengen an ungesättigten Fettsäuren. Schleimstoffe legen eine regelrechte Schutzschicht auf die Magen- und Darmschleimhaut. Hafer hält den Blutzuckerspiegel konstant, senkt die Blutfettwerte und beruhigt die Nerven. (Anmerkung: Am bekömmlichsten ist Hafer nachmittags ab vier Uhr; dann können bestimmte Vitalstoffe am besten aufgeschlossen werden.)

125.Haferflocken: Vitamin B und Magnesium bringen beim Frühstück den Körper in Schwung (zusammen mit Magermilch und Äpfeln).

126.Haferkleie (die isolierten Randschichten des Korns): Sie enthält viel Ballaststoffe; diese bewirken eine rasche, langanhaltende Sättigung, eine Anregung der Darmmuskulatur und sind außerdem cholesterinsenkend. Es werden täglich 50 bis 100 g empfohlen.

127.Hamburger: Das rote, fein zerkleinerte Fleisch blockiert den Darm oft wochenlang (bis zu zwei Monate) und liefert den Nährboden für Fäulnisbakterien. (Nach dem Verzehr unbedingt einen knackigen Salat essen!)

128.Haut: Sanfte Berührungen (Streicheln) senken den Anteil von Stresshormonen im Blut und stärken das Immunsystem; auf die inneren Organe werden positive Reize weitergegeben.

129.Hautunreinheiten: Ein Salbeiblatt anfeuchten und eine Minute lang auf die betroffene Stelle legen; ätherische Öle, Flavonoide und Bitterstoffe helfen.

130.Hefe: Bier- oder Back-Hefe enthält so wichtige Vitalstoffe wie Vitamin B1, B2, B5, B6, B12, Folsäure, Niacin und Biotin. Sie unterstützt die Funktion der Leber und trägt dazu bei das dieses Entgiftungsorgan regeneriert; sie schützt vor Herzinfarkt, indem sie Ablagerungen an den Gefäßwänden verhindert, den Gehalt an HDL-Cholesterin erhöht und den von LDL senkt; sie kann bei Diabetikern dazu beitragen, daß der Blutzuckerspiegel gesenkt wird, da sie die Aktivität von Insulin steigert. Hefe beugt Verdauungsproblemen vor bzw. beseitigt sie, indem sie die Aktivität der Bakterien in der Darmflora steigert. Schließlich fördert Hefe die Regeneration der Haut und lindert Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Akne und Ekzeme; besonders das Biotin unterstützt die Teilung der Hautzellen. Da Hefe auch die Wirkstoffe Selen und Glutathion enthält, gilt sie als Schutzsubstanz gegen Krebs. ***** Vorsicht! Hefe kann zusammen mit Antidepressiva, die Monoaminooxidase-Hemmstoffe enthalten, den Blutdruck erhöhen. In seltenen Fällen kann eine Überempfindlichkeit gegen Hefe bestehen und zu migräneähnlichen Kopfschmerzen führen.

131.Heidelbeeren sind reich an Carotin sowie den Vitaminen A, B und C. Sie stärken daher das Immunsystem und schützen die Zellen vor dem Angriff aller möglicher Bakterien. Außerdem enthalten sie den Gerbstoff Tannin. Sie helfen bei akuten Magen-Darm-Infekten und allgemeinen Verdauungsstörungen. Das Anthocyan beugt Herzinfarkt und Schlaganfall vor.

132.Himbeeren fördern die Verdauung, beseitigen Verstopfungen und verbessern den Stoffwechsel. Sie halten Haut und Schleimhäute intakt und helfen, die Sehkraft zu erhalten. Der hohe Gehalt an Salicylsäure lindert Schmerzzustände und Fieber. Kalzium stärkt Knochen und Zähne, viel Eisen fördert die Blutbildung, Rutin festigt die Gefäße und hilft bei Venenschwäche. ***** Regelmäßiger Verzehr (auch von tiefgekühlten Beeren) kann die Lunge vor Krebserkrankung schützen.

133.Holunder: Blätter, Blüten, Beeren und Rinde enthalten zahlreiche Vitamine und Mineralien, ätherische Öle und das schweißtreibende Sambunigrin. Holunder wirkt entschlackend und blutreinigend, unterstützt die Nierenfunktion, hilft bei Erkältungen und rheumatischen Beschwerden. ***** Holundersaft enthält das Spurenelement Selen, das vor Krebs schützt; zwei Esslöffel täglich reichen, um die Selen-Depots aufzustocken.

134.Honig (Bienenhonig) wirkt keimtötend. Er enthält Flavonoide (sog. sekundäre Pflanzenstoffe), die im Körper Jagd auf freie Radikale machen und so die Zellen vor diesen aggressiven Molekülen schützen. ***** In warmer Milch aufgelöst, wirkt Honig schlaffördernd.

135.Hopfen: Er enthält verschiedene ätherische Öle und Harze, Pflanzenfarbstoffe und Phytoöstrogene, die stark den menschlichen Östrogenen ähneln; sie sollen vorbeugend gegen Krebs der Brust, der Prostata und Gebärmutterschleimhaut wirken. Die ebenfalls enthaltenen Monoterpene scheinen überhaupt bei der Entstehung von Krebszellen in einem sehr frühen Stadium einzugreifen. Hopfen gilt außerdem als mildes Schlaf- und Beruhigungsmittel (Wirkstoff: Lupulin!), fördert die Verdauung (Bitterstoffe!) und wirkt lindernd bei nervösen Magenbeschwerden. Ein Kaltansatz von Hopfentee wirkt harntreibend und unterstützt die Tätigkeit der Nieren. Die Phytoöstrogene helfen bei Menstruationsbeschwerden.

136.Hühnerbrühe: Dampfend heiße Hühnersuppe (auch „instant“) hilft bei Schnupfen. Sie enthält Substanzen, welche die Bildung von Entzündungsstoffen in der Nasenschleimhaut hemmen. Auch bei „Kratzen im Hals“ ist sie hilfreich. Eine Messerspitze Ingwerpulver (oder eine gehackte Scheibe der frischen Wurzel, nach dem Erhitzen zugegeben) kann diese Wirkung steigern. Dosierung: zwei Teller oder Tassen pro Tag. Wissenschaftliche Überprüfungen haben ergeben, dass sich so die Infektdauer um bis zu 70 % verkürzen lässt.

137.Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen halten sich wegen ihres hohen Ballaststoffgehaltes lange im Dickdarm auf. Bis zu acht Stunden sind diese Verdauungsförderer mit der Reinigung und Ausschwemmung von Ablagerungen beschäftigt.

138.Hüttenkäse gilt mit seinem hohen Kalziumgehalt als guter Knochenbauer und beugt somit Osteoporose vor.

139.Huflattich: Blüten und Blätter enthalten verschiedene Gerb- und Bitterstoffe, Pflanzenschleime und -farbstoffe. Huflattich wird in der Medizin eingesetzt gegen Erkrankungen der Atemwege, Kopfschmerzen, Venenentzündungen, Magendrücken, Verdauungsstörungen und Blasenentzündungen. ***** Vorsicht! Wegen möglicher gesundheitlicher Nebenwirkungen darf der Huflattich nicht während der Schwangerschaft und der Stillzeit verwendet werden!

140.Immunstärkende Wirkstoffe sind enthalten in allen Kohlsorten, in Senf, Meerrettich, Ingwer, allen Zwiebelgewächsen, Endiviensalat, Peperoni, eingelegten Oliven, roten Chilischoten, Nüssen und Getreide. (Eine abwehrstärkende Wirkung ergibt sich z.B. bereits, wenn man täglich eine rohe Zwiebel verzehrt - als Beigabe zu Salaten, mit Quark oder Joghurt oder einfach als Auflage zum Tomaten- oder Wurstbrot.)

141.Infarktrisiko: Fünf der nachfolgenden Punkte täglich senken das Risiko um 50 Prozent: zwei bis drei Tassen Schwarzer oder Grüner Tee (Gefäßschutz), eine Banane (Kalium), zwei Zentiliter Weizenkeimöl (Vitamin E), ein Riegel Schokolade (Kakao vermehrt Antioxidantien im Blut), Seefisch (Omega 3 – Fettsäuren), 100 Gramm rote Weintrauben oder ein Glas Rotwein / Roter Traubensaft (Flavonoide), 40 Treppenstufen (Herztraining), letzte Mahlzeit um 18 Uhr.

142.Ingwer: Sein Hauptwirkstoff ist ein ätherisches Öl, das in der Wurzel bis zu einer Konzentration von drei Prozent vorkommt und die Substanzen Zingiberol, Zingiberen, Shoagol und Gingerol enthält; letzteres ist für den scharfen Geschmack zuständig. ***** Ingwer steigert die Produktion von Verdauungssäften, lindert Sodbrennen, Blähungen, Brechreiz und Reiseübelkeit. Ingwer soll die Magenschleimhäute vor Entzündungen schützen. ***** Außerdem ist er hilfreich bei Erkältungen und Entzündungen der Atemwege, bei Rheuma, erhöhtem Cholesterinspiegel und Magen-Darm-Beschwerden; er regt den Blutkreislauf an, wirkt blutverdünnend und unterstützt das Abwehrsystem im Kampf gegen verschiedene Krankheitserreger; er soll auch Viren auf direktem Wege unschädlich machen. ***** Gingerol lässt das Blut freier fließen und versorgt so das Gehirn optimal mit Sauerstoff; als Ergebnis werden unter anderem Einfallsreichtum (Kreativität) und Phantasie gesteigert. Gingerole können durch ihre blutverdünnende Wirkung auch Thrombosen und Schlaganfällen vorbeugen helfen. ***** Auch durch das Knabbern von Ingwerstäbchen und das Trinken von Ginger Ale sind die Wirkstoffe von Ingwer im Spiel! ***** Frischer Ingwer, fein geraspelt, über das morgendliche Müsli, in Joghurt oder auf den Salat gegeben, ist ein hervorragender Muntermacher. ***** Ingwertee ist schnell zubereitet, wenn man ein spielwürfelgroßes Stück Ingwer auf einer Gewürzreibe fein zerkleinert und mit siedendem Wasser (1/4 l) übergießt; fünf Minuten abgedeckt ziehen lassen, eventuell abseihen. (In einer Thermoskanne abgefüllt, hilft der Tee auch bei Reisekrankheit.) ***** Kandierte Stücke oder in Sirup eingelegte wirken auch; sie sind für den geeignet, dem frischer Ingwer nicht schmeckt. ***** Vorsicht! Während der Schwangerschaft sollte Ingwer nicht angewandt werden!

143.Ingwertee hilft unter anderem bei Gliederschmerzen. Rezept: 1 TL Pulver in 1 l kochendes Wasser geben, umrühren, süßen und über den Tag verteilt trinken.

144.Insektenstiche: (Bei einem Bienenstich zuerst vorsichtig den Stachel entfernen!) Brennen, Jucken und Schwellungen verschwinden, wenn eine rohe Zwiebelscheibe auf die Einstichstelle gelegt wird.

145.Isoflavone, die zum Beispiel in Soja-Produkten enthalten sind, verstärken die kollagenen Fasern der Haut und machen diese dadurch dichter.

146.Isoflavonoide: Diese Wirkstoffe sind zum Beispiel in Sojasprossen enthalten. Sie sollen hormonabhängige Krebsarten wie Brust- oder Prostatakrebs positiv beeinflussen.

147.Isoleucin: Diese Aminosäure sorgt für den Aufbau von Muskelmasse und verhindert bei Stress den Eiweißabbau. Außerdem ist sie Baustoff wichtiger Botenstoffe im Gehirn. Isoleucin ist reichlich in (See-) Fisch, Magerkäse, Roggen und Sojaprodukten enthalten.

148.Isothiocyanate (Senföle): Diese Krebshemmer kommen in rohem Kohl vor. Sie wirken auch als Antibiotikum, bekämpfen daher Bakterien und unterstützen das Immunsystem. Außerdem fördern sie die Tätigkeit von Verdauungsenzymen und beschleunigen dadurch den gesamten Verdauungs- und Ausscheidungsprozess.

149.Jod ist als Bestandteil der Schilddrüsenhormone wichtig zur Stoffwechselregulation. Es wird die tägliche Dosis von 200 µg empfohlen. Quellen sind Milchprodukte, Seefisch, Meeresfrüchte oder mit Jodsalz hergestellte Back- und Wurstwaren. ***** In den Mitochondrien, den Kraftwerken der 70 Billionen Körperzellen, arbeitet Jod als Anheizer; Jodmangel stoppt die Fettverbrennung.

150.Joghurt: Der Verzehr dieses Milchprodukts führt zur Senkung des LDL-Cholesterins und der Triglyceride bei gleichzeitigem Anstieg des HDL-Cholesterins. (Empfohlen wird der Verzehr von zwei Naturjoghurt pro Tag.) ***** Joghurt enthält auch reichlich Methionin. Dieser Stoff ist bei der Produktion von Adrenalin beteiligt, das u.a. beim Fettabbau hilft.

151.Johannisbeeren reinigen das Blut und regen die Harntätigkeit an. Sie schützen die Schleimhäute, beruhigen die Nerven und verbessern die Stimmung. Ihr Saft hilft der Leber bei der Entgiftung.

152.Johanniskraut: Es vertreibt trübe Stimmung, löst Angst- und Spannungszustände und kann depressive Phasen mildern. ***** Nach neuen Erkenntnissen hat es auch antibakterielle Eigenschaften und hemmt u.a. auch Staphylokokken, die gegen viele Antibiotika resistent geworden sind. ***** Vorsicht! Bei längerer Anwendung kann es zu einer erhöhten UV-Lichtempfindlichkeit kommen! Deshalb sollte man für die Dauer der Behandlung auf Sonnenbäder verzichten.

153.Kabeljau enthält viel Tyrosin, was die Fettverbrennung ankurbelt.

154.Käse ist Medizin für den Magen („Käse schließt den Magen.“): Die im Käse reichlich enthaltenen Eiweiße puffern überschüssige Magensäure ab, verhindern Sodbrennen und unterstützen die Verdauungsarbeit des Darms. Aufgrund des Fettgehaltes bleibt er lange im Magen; dort wird das Hormon Enterogastron aktiviert, das den Magenpförtner daran hindert, den vorverdauten Nahrungsbrei an den Dünndarm abzugeben; der Magen signalisiert Sättigung. ***** Nach dem Essen wirkt Käse wie eine Zahnbürste: Durch den Verzehr zuckerhaltiger Speisen entstehen im Mund Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und ihm Mineralien entziehen. Das Kalzium des Käse neutralisiert diese Karies auslösenden Säuren und sorgt für mehr Mineralien im Zahnschmelz. Härtere Sorten erfordern verstärktes Kauen und regen somit den Speichelfluss an; dieser wiederum verdünnt die schädlichen Säuren. ***** Käse ist eine Kalziumbombe. (Allgäuer Emmentaler enthält 1.200 mg Kalzium je 100 g Käse.)

155.Kaffee: Er wirkt vor allem im Bereich der Psyche. Er hellt die Stimmung auf, vertreibt leichte Depressionen. Bei Sportlern steigt die Leistungsfähigkeit; die Muskeln ermüden nicht so rasch. Der Körper verbrennt Fett schneller zu Energie. Das Getränk enthält Mineralstoffe und Vitamine für Haut und Haare. ***** Es gibt Hinweise, daß regelmäßiges Trinken von Kaffee Gallensteine verhindern hilft. ***** Eine Tasse Kasse hält etwa zwei Stunden geistig frisch.

156.Kakao zählt zu den besten Magnesiumlieferanten. Dieses reduziert die Ausschüttung von Stresshormonen, mindert Allergien und sorgt für glatte Haut.

157.Kalium: Dieser Mineralstoff ist wichtig für Muskeln und Nerven. Vor allem bei Stress steigt der Kaliumbedarf. ***** Kalium ist beteiligt am Flüssigkeitshaushalt, trägt zur Regulierung des Blutdrucks bei und entlastet so das Herz. Mangel führt unter anderem zu Herzrhythmusstörungen, aber auch zu Abgeschlagenheit und Verstopfung. ***** Der Tagesbedarf schwankt zwischen 2.000 und 4.000 mg. Gute Quellen sind naturbelassene pflanzliche Nahrungsmittel, Trockenobst, Nüsse, Hülsenfrüchte und Bananen sowie Hefeprodukte.

158.Kalzium-Propionat: Dieser in abgepacktem Brot enthaltene Konservierungsstoff kann Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen auslösen. Er gilt daher als „Hirngift“.

159.Kamille: Hauptwirkstoff ist ihr ätherisches Öl mit einer breiten Palette von Wirkstoffen, vor allem Chamazulen und Alpha-Bisabolol; enthält auch das blutgerinnungshemmende Cumarin. Allgemein wirkt die Kamille entzündungshemmend, antibakteriell, desodorierend, krampflösend und wundheilungsfördernd. ***** Kamillenrollkur gegen Magengeschwür und - schleimhautentzündung: Am Morgen vor dem Aufstehen eine große Tasse Kamillentee trinken. Mit dem Tee im Magen für jeweils fünf Minuten zuerst auf den Rücken legen, dann auf die linke Seite, auf den Bauch und auf die rechte Seite.

160.Kampferöle lösen Schnupfen; sie sind zusammen mit Eukalyptusöl als Badezusatz wirksam.

161.Kardamon lindert Blähungen und wirkt zudem antibakteriell; er gilt als Hausmittel gegen Mundgeruch.

162.Karnitin (in Käse und Geflügelfleisch enthalten) transportiert Fett in die Mitochondrien zwecks Energiegewinnung. Täglich ein Stück Käse oder 100 Gramm Geflügel verhindern, dass sich zu viel Fett im Blut ansammelt.

163.Karotinoide schützen vor der Entartung von Zellen zu Krebs, indem sie freie Radikale unschädlich machen. Außerdem stärken sie die Abwehrkräfte und beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Enthalten sind sie in roten und gelben Früchten oder Gemüsearten wie Tomaten, Karotten, Paprika und Aprikosen.

164.Kartoffel: Die Kartoffel an sich hat mit 70 Kilokalorien pro 100 Gramm nur ein Fünftel der Kalorien, die in derselben Menge Reis oder Nudeln enthalten sind. Sie ist aber nicht nur leicht, sondern auch gesund: In ihr stecken fast alle vom Organismus benötigten Vitalstoffe, nämlich Spurenelemente, Mineralien und Vitamine. Das für die Immunabwehr wichtige Vitamin C ist mit 20 Milligramm pro 100 Gramm Kartoffeln relativ hoch vertreten, was vor allem in der kalten Jahreszeit von Bedeutung ist. (Beim Kochen der Knollen sinkt der Vitamin-C-Gehalt übrigens nur auf die Hälfte der ursprünglichen Menge!) ***** Studien deuten darauf hin, daß Kartoffelstärke vor Darmkrebs schützen kann. Regelmäßiger Verzehr der Knollen bewahrt außerdem vor Übersäuerung des Organismus. ***** Kartoffeln sind das wichtigste Wintergemüse. Wichtig: die Knollen nie in warmes, sondern in kochendes Wasser geben; die sofortige Hitze zerstört ein vitaminzersetzendes Enzym in der Kartoffel; so bleiben die Vitamine fast vollständig erhalten.

165.Kava-Kava (Piper methysticum): Die Südseepflanze hilft bei Schlafproblemen, Angst, Stress und Kummer.

166.Kefir: Es handelt sich um ein schwach kohlensäure- und alkoholhaltiges Milchgetränk. Ursprünglich unter dem Namen „Kumiss“ in Ostsibirien zu Hause, hat man es dort meist aus Stuten, Ziegen- oder Schafsmilch hergestellt; heute wird im allgemeinen Kuhmilch verwendet. ***** Seine heilsame Wirkung beruht hauptsächlich auf den in ihm enthaltenen Vitaminen A und D, Hefepilzen, Milchsäurebakterien und Polysacchariden, die im Organismus entgiftend wirken und den Cholesterinspiegel senken; in ihrer Kombination kräftigen seine Inhaltsstoffe allgemein die Abwehrkräfte. Außerdem enthält Kefir viel Kalzium und Magnesium, sowie die Aminosäure Threonin. Jod fördert die Produktion des Fett abbauenden Schilddrüsenhormons Thyroxin.

167.Kirschen enthalten antibakterielle Substanzen und Enzyme, die gegen Karies und Parodontose wirken. Mit ihren Fruchtsäuren und dem Fruchtzucker regen sie aber auch den Magen- und Darmtrakt an; Herz und Kreislauf werden entlastet, weil die Frucht durch ihren Kaliumgehalt entwässert. Kirschen binden im Körper Schadstoffe, die dann mit unverdaulichen Bestandteilen ausgeschieden werden. ***** Kirschen neutralisieren Fette bereits im Verdauungstrakt, so dass sie gar nicht erst ins Blut gelangen.

168.Kirschsaft enthält reichlich Anthocyane und bekämpft hartnäckige Fettzellen im Bereich des Gesäßes.

169.Kiwi: Diese Früchte haben den höchsten Gehalt an Vitamin C. (Ein bis zwei decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen!) Außerdem enthalten sie Flavonoide, welche die Wirkung des Vitamin C um das zwanzigfache steigern. Dadurch werden fettabbauende Hormone schneller und in größerer Menge produziert. ***** Kiwis sind zudem Appetitzügler! ***** Kiwisaft enthält Lutein und Chlorophyllin; Lutein neutralisiert Krebsgifte in der Lunge, Chlorophyllin stärkt das Immunsystem der Leber und verhindert dort die Tumorbildung.

170.Knäckebrot ist wegen des geringen Wassergehalts nicht gerade kalorienarm; es enthält aber pro Scheibe etwa 400 Samenkörner mit allen darin vorhandenen Vital- und vor allem Ballaststoffen. ***** Kaloriengehalt: 310 pro 100 Gramm (sechs bis zehn Scheiben)

171.Knoblauch: Knoblauch wirkt cholesterinsenkend und stützt außerdem das körpereigene Abwehrsystem. Er wirkt antibakteriell, tötet aber auch Pilze ab. Der tägliche Verzehr von vier Gramm Knoblauch soll das Brust- und Leberkrebsrisiko um etwa 80 Prozent senken (US-Studien zufolge). Knoblauch schützt die Körperzellen gegen den Angriff durch Freie Radikale und beugt so ihrer vorzeitigen Alterung vor (dänische Studien). Es gibt auch erste Hinweise, daß bei Knoblauchverzehr das Darmkrebsrisiko sinkt. Weiterhin hat man Substanzen entdeckt, die den Herzmuskel kräftigen. ***** Vorsicht! Da der Knoblauch die Blutungs- und Gerinnungszeit verlängert, sollten Bluter und Patienten, die blutgerinnende Mittel einnehmen, auf ihn vorsichtshalber verzichten. Das gilt auch für Patienten mit Anämie (Blutarmut), da es Vermutungen gibt, daß Knoblauch-Wirkstoffe das Leiden verschlimmern.

172.Kochsalz: Salz ist ein Heilmittel bei Erkältung und kann der Vorbeugung dienen. So gurgelt man zum Beispiel mit Salzwasser bei Halsschmerzen. Eine Schale mit Salzwasser auf der Heizung verhindert die Ausbreitung von Keimen.

173.Koffein: Dieser Wirkstoff in Kaffee und Schwarzem Tee (Tein) hält wach und kurbelt das Denkvermögen an; die Konzentrationsfähigkeit und das Erinnerungsvermögen werden durch eine Tasse Heißgetränk erhöht. Der höchste Wirkungsgrad ist nach einer halben Stunde erreicht; nach drei bis fünf Stunden ist die Hälfte abgebaut, weswegen man sich schlapp fühlt; dies führt zum Verlangen nach einer erneuten Tasse; mehr als fünf Tassen über den Tag verteilt sollte man aber nicht trinken, da zuviel Koffein unruhig, zittrig und gereizt macht. (Will man die anregende Wirkung des Tein im Tee nutzen, darf er nicht länger als 3 Minuten ziehen!)

174.Kohl: Kohlsaft enthält Bitterstoffe, organische Säuren, Stärke, Zellulose, Isothiocyanate (= Senföle), die Vitamine B1, B2 und C sowie die Mineralstoffe und Spurenelemente Eisen, Kalium, Magnesium, Phosphor und Zink. ***** Kohl regt den Zellstoffwechsel und die Blutbildung an, kräftigt das Immunsystem, steigert die Konzentrationsfähigkeit, entwässert und entschlackt den Organismus, stärkt Herz und Kreislauf, ist ein bewährtes Mittel gegen Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüre, lindert die schädlichen Auswirkungen von Stress. Außerdem ist Kohl ein guter „Knochenbauer“. ***** Die krebsvorbeugende oder auch -verlangsamende Wirkung aufgrund hochwirksamer sekundärer Pflanzenwirkstoffe tritt nach Meinung von Wissenschaftlern nur bei regelmäßigem Verzehr ein; es wird empfohlen, dreimal pro Woche eine große Portion Blumen-, Wirsing-, Rosen-, Weißkohl oder eine andere Kohlsorte auf den Tisch zu bringen.

175.Kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Brot, Kartoffeln, Reis und Nudeln fördern die Serotonin-Ausschüttung und damit die Schläfrigkeit; sie sollten daher möglichst abends verzehrt werden, damit man gut schläft und der Körper Energie für den nächsten Tag tanken kann. Aber: Vorsicht vor viel Fett, schweren Soßen und schwer verdaulichem Belag!

176.Kopfsalat: Der regelmäßige Verzehr wirkt sich positiv auf erhöhten Blutdruck aus. Bis zu 60 Prozent der Biostoffe stecken in den äußeren Blättern, dagegen nur etwa 5 Prozent im Salatherz.

177.Kopfschmerz kann man lindern, wenn man Scheiben einer geschälten rohen Kartoffel auf Nacken bzw. Schläfen legt; das kühlt und beruhigt die Schmerzen.

178.Koriander lindert Blähungen, wirkt außerdem krampflösend und antibakteriell; er regt auch den Appetit an! Spezielle Enzyme bauen Fettzellen ab. ***** Koriander wirkt nach Stress regenerierend: Drei Esslöffel im Mörser zerstoßen und in ein Vollbad geben.

179.Krebsschutz: Bestimmte Gemüse- und Obstsorten scheinen beim Schutz vor Krebs besonders wirksam zu sein. Dazu gehören Brokkoli; Tomaten, Kohl, Karotten, Sojabohnen, Äpfel und Zitrusfrüchte. ***** 400 Gramm Gemüse und Obst täglich sollen das Lungenkrebsrisiko um 50 Prozent reduzieren. ***** Empfohlen wird auch: Fünfmal täglich „rot-grün-gelb“ (Gemüse, Salat, Obst), Müsli, Milch- und Vollkornprodukte essen und dabei Pflanzenöle verwenden.

180.Kümmel: Kümmel wird angewendet bei Verdauungsstörungen, Magenbrennen, Magenschmerzen, Blähungen, Mundgeruch, Entzündungen der Atemwege, Bronchitis und zur Lösung von Unterleibskrämpfen bei der Menstruation. ***** Kümmeltee (gegen Blähungen): Einen Esslöffel Kümmel im Mörser zerquetschen und mit einem Viertelliter heißem Wasser übergießen. Zehn Minuten ziehen lassen, dann abseihen. Tassenweise trinken. ***** Herstellung von Kümmelwein: Kümmelsamen mit einem Dreiviertelliter trockenen Weißwein übergießen und den Ansatz unter täglichem Aufschütteln sechs Tage lang stehen lassen. Dann durch ein Tuch abseihen. (Zu üppigen Speisen trinken.) ***** Kümmel enthält den Aromastoff Carvon und viele ätherische Öle, die das Nervensystem stimulieren. ***** Nach neueren Erkenntnissen hemmen die im Kümmel enthaltenen Terpene das Wachstum von Tumorzellen.

181.Kürbis: Seine Karotinoide schwemmen Giftstoffe aus dem Körper und regen die Aktivität der Verdauungsenzyme an.

182.Kupfer ist Bauteil des Enzyms Cacruloplasmin, ohne das der Organismus das Eisen nicht aus der Nahrung herauslösen kann. Außerdem ist Kupfer am Aufbau von Nerven- und Knochengewebe sowie an der Bildung der in Haut und Haaren vorkommenden Farbstoffe beteiligt. Kupfermangel führt zu Blutbildungsstörungen. ***** Der Tagesbedarf liegt bei 2 bis 4 mg und wird am besten durch Vollkornprodukte, Pilze, Avocados, Kopfsalat, Gurken, Spargel, , Fleisch, Innereien, Nüsse und Kakao bzw. Schokolade gedeckt.

183.Lachen: Über Nerven- und Hormonsystem beeinflusst die psychische Verfassung den Zustand der körpereigenen Abwehrkräfte. Lachen wirkt sich daher positiv auf das Immunsystem aus. Im Organismus werden biochemische Veränderungen ausgelöst: Der Körper bildet mehr Abwehrzellen, die Konzentration des Stresshormon Cortisol sinkt, dafür werden Glückshormone ausgeschüttet. ***** Fünf Minuten Lachen täglich verdoppelt die Zahl der Immunzellen. Der Schutzeffekt hält etwa sechs Stunden an; also: mindestens dreimal am Tag herzhaft lachen!

184.Lactucerol: Dieser Wirkstoff ist in allen grünen Blattsalaten enthalten; es handelt sich um einen opiumähnlichen Stoff, der mittags den Stress dämpft und abends den Schlaf fördert; wichtig ist es, den Salat mit (Oliven-) Öl anzumachen, das Lactucerol fettlöslich ist.

185.Lächeln: Die dafür nötige Gesichtsmimik sorgt für die Ausschüttung von sogenannten „Wohlfühlhormonen“.

186.Lapacho-Tee: Die in diesem Tee enthaltene Mineralienmischung aus Kalium, Eisen, Mangan und Jod regt die Darmtätigkeit an und entgiftet die Leber; der Organismus wird entwässert und entsäuert. Zusätzlich wird das Immunsystem gestärkt.

187.Laucharten bekämpfen durch ihr Lauchöl Bakterien im Darmtrakt. Außerdem fördern sie Regenerierung und Aufbau der Galle.

188.Lavendel: In der Naturmedizin werden hauptsächlich Lavendelöl und -blüten angewendet; die Inhaltsstoffe wirken beruhigend, entzündungshemmend, keimtötend, krampflösend und allgemein das Immunsystem stärkend. (Im Jahr 1710 wurde in Köln aus Lavendel und Bergamotte ein Duftwasser kreiert, das weltweite Berühmtheit errang: das Eau de Cologne.)

189.Leber ist reich an Glykogen und enthält die Vitamine A, B, C und D sowie Nikotinsäure.

190.Leinsamen: Leinsamen haben wertvolle Schleim- und Ballaststoffe. Innerlich schützen sie die Magen- und Darmschleimhaut und bringen eine träge Verdauung in Gang. Immer mit reichlich Flüssigkeit (Verhältnis eins zu zehn) einnehmen! (Maximal drei Esslöffel am Tag! Vorsicht! Leinsamen dürfen nicht bei bestehendem Darmverschluss genommen werden!) ***** Zur Regulierung der Verdauung: Zu den Mahlzeiten einen bis zwei Esslöffel unzerkleinerten Leinsamen mit einem Glas Wasser, angewärmter Buttermilch oder einem Schälchen Kompott nehmen; die Wirkung setzt nach etwa zehn bis zwölf Stunden ein. ***** Äußerlich angewandt, wirken die Substanzen krampflösend, entzündungshemmend, schmerzstillend sowie lindernd bei Bronchitis und Husten. ***** Auflagen bei Bronchitis und Husten: In einer Getreidemühle acht gestrichene Esslöffel Leinsamen mahlen und das Mehl in einem Viertelliter kaltes Wasser geben; langsam zum Sieden bringen und so lange köcheln lassen, bis ein dicker Brei entsteht. Ein Leinentuch auf die Brust legen, die Masse so heiß wie erträglich auf das Tuch geben. Den Brei mit einem weiteren Tuch abdecken und ein dickes Handtuch darüberlegen, damit die Wärme nicht entweicht. Die Auflage 15 bis 20 Minuten auf der Brust lassen. Zwei- bis dreimal am Tag anwenden. (=> Diese Auflage kann auch bei Gallen-, Blasen- oder Nierenkoliken bzw. Ischias- und Rheumaschmerzen 15 Minuten angewendet werden.)

191.Leucin: Diese Aminosäure kurbelt die Produktion von Wachhormonen an und ist am Aufbau von Muskeln beteiligt; sie ist reichlich in Hafer, Eiern und Milch enthalten.

192.Lezithin: Das Gehirn besteht zur Hälfte aus Fett; eine wesentliche Rolle spielen dabei Omega-3-Fettsäuren und Lezithin. Lezithin steigert ganz entscheidend die Konzentrationsfähigkeit. Es ist enthalten in Sojabohnen, Eigelb, Leber, Frischmilch, Bierhefe, Walnüssen, Pistazien und Hülsenfrüchten.

193.Licht: Das Schlafzimmer sollte nicht total abgedunkelt sein. Für gesundes Aufwachen ist das Hormon Kortisol zuständig, und für dessen Produktion braucht der Körper Licht.

194.Lichtschutzfaktor: Bei Sonnenschutzmitteln gibt er an, um wie viel länger man die Haut der Sonne aussetzen darf als ohne Schutz. (Beispiel: Wenn sich bei ungeschützter Haut nach 15 Minuten ein Sonnenbrand ergibt, ist dies bei Faktor 4 erst nach einer Stunde der Fall.) Damit die Filtersubstanzen zur Wirkung kommen, sollte das Schutzmittel etwa eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad aufgetragen werden. (Achtung! Der Lichtschutz gilt nur einmal pro Tag!)

195.Lightdrinks enthalten Zucker-Ersatzstoffe und die erhöhen das Kopfschmerzrisiko.

196.Lignane: Sie zählen zu den sogenannten pflanzlichen Östrogenen, die im Darm mit Hilfe von Mikroorganismen in biologisch wertvolle Verbindungen umgewandelt werden. Skandinavische Forscher kommen zu dem Ergebnis, daß sie den menschlichen Organismus vor Brust-, Prostata- und Dickdarmkrebs schützen können. Sie befinden sich z.B. in Roggenvollkornbrot und -knäcke.

197.Limonade: Limonaden-Getränke enthalten Phosphor, der die Kalziumaufnahme behindert. Die Folge: die Effizienz der Neurotransmitter leidet, die Konzentration lässt nach. ***** Der Phosphor-Gehalt in Cola-Getränken ist zum Beispiel so hoch, dass Durchblutungsstörungen und schmerzhafte Verkrampfungen der Rückenmuskulatur entstehen können.

198.Linsen sind die besten pflanzlichen Eiweißträger mit einem Gehalt von 23 Prozent.

199.Lipide: Diese Fettstoffe aus den Kaffeebohnen erhöhen den Cholesterinspiegel. Beim Filtern des Kaffees werden sie zurückgehalten, beim Brühen des Espressos bleiben sie im Heißgetränk enthalten.

200.Löwenzahn verhindert, daß die Gallenflüssigkeit zu stark konzentriert wird und dadurch nicht mehr fließen kann. Generell kann man sagen, dass der Löwenzahn den Zellstoffwechsel aktiviert. Die Bitterstoffe in den Blättern und der Wurzel fördern die Magensaft- und Gallensekretion; ferner lindern sie Hautunreinheiten. Sie regen Nieren und Leber an und sorgen für die vermehrte Ausscheidung von Stoffwechsel-Endprodukten. Als Salat gelten junge Löwenzahn-Blätter als Vitamin-C-Lieferant im Frühjahr. ***** Das Kraut der Pflanze sollte vor der Blüte (März und April) gepflückt und an den Salat gegeben werden; so ist er Teil einer Frühjahrskur.

201.Lorbeer regt die Sekretion von Verdauungssäften an; das Gewürz ist daher besonders für fette Speisen geeignet.

202.Luftbefeuchter: Nichts macht so anfällig für Infekte wie trockene Heizungsluft. Optimal ist eine Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent. Notfalls tut es auch ein nasses Handtuch auf dem Heizkörper.

203.Luteolin: Dieser in der Artischocke vorkommende Wirkstoff hemmt ein Enzym, das der Körper benutzt, um Cholesterin aus seinen Vorstufen zu bilden.

204.Lycopen (Lykopen, Lycopin): Das Pigment der Tomaten wirkt krebshemmend (vor allem bei Prostata- und Lungenkrebs), keimtötend, antioxidant, blutdruckregulierend und cholesterinsenkend. Tomaten sollten daher täglich in den Salat geschnitten werden. Allerdings ist der Lycopengehalt in gegarten Tomatengerichten höher.***** Ein Glas Tomatensaft oder ein Esslöffel Ketchup täglich genügen, um positive Wirkungen hervorzurufen. ***** Nach neueren Erkenntnissen beeinflusst Lycopen auch den Kollagenstoffwechsel positiv; das bedeutet für die Haut bessere Vernetzung, strafferes Gewebe und faltenlose Glätte.

205.Lysin: Diese Aminosäure wirkt antiviral und ist der Baustoff für Kollagen, das Material für straffes Bindegewebe. Außerdem kurbelt sie die Fettverbrennung an. In Linsen, Erbsen, Roastbeef und Joghurt ist sie reichlich enthalten.

206.Magnesium: .Magnesium ist wie Calcium an der Muskelarbeit beteiligt; Magnesiummangel äußert sich z.B. in nächtlichen Wadenkrämpfen und Herzrhythmusstörungen. Es beeinflusst ferner Knochenwachstum und -aufbau. Es ist außerdem wichtig für den Energiestoffwechsel und den Eiweißaufbau. Magnesium hemmt die Freisetzung von schädlichen Stress-Hormonen und wirkt so als natürliches Beruhigungsmittel. ***** Der Tagesbedarf liegt durchschnittlich bei 300 mg; dieser wird bereits durch 75 g Sonnenblumenkerne gedeckt. Gute Magnesiumquellen sind außerdem (Trocken-) Obst, Hülsenfrüchte (vor allem Erbsen) und Fleisch, außerdem Nüsse, Mandeln, Kartoffeln, grünes Blattgemüse, Vollkornprodukte, Fisch, Kürbiskerne und Maiskörner. Eine Banane deckt den Tagesbedarf.

207.Makrele ist ein guter Lieferant von Omega-3-Fettsäuren; schon 100 Gramm pro Tag sollen das Infarktrisiko halbieren. Am besten isst man den Fisch geräuchert; hier gilt ausnahmsweise: je fetter, desto gesünder.

208.Mango gelten neben Anananas als besonders enzymhaltige Früchte; sie helfen, Eiweiße in ihre Einzelbausteine (Aminosäuren) zu zerlegen. ***** Eine Mango am Tag soll die Hautalterung für diesen Zeitraum komplett außer Kraft setzen.

209.Mariendistel schützt die Leber vor schädlichen Stoffen und unterstützt die Verdauung.

210.Mate-Tee: Bitterstoffe in diesem Tee bremsen den Appetit; außerdem bringt das enthaltene Koffein den Stoffwechsel auf Hochtouren. Der hohe Vitamin-C-Gehalt schützt nicht nur vor Erkältungskrankheiten, sondern fischt auch als Radikalfänger aggressive Substanzen aus dem Gewebe, was Krebserkrankungen vorbeugt. Die zahlreichen Saponine wirken Fett spaltend. ***** In kleinen Schlucken heiß trinken; so entfalten sich die Bitterstoffe optimal. ***** Die Kombination von Kalzium und Thiamin hilft den Knochen: das Risiko für Knochenschwund wird herabgesetzt und der entzündungshemmende Stoff Thiamin beugt Gelenkschmerzen vor. ***** Das enthaltene Rutin verbessert die Fließeigenschaft des Blutes und senkt so das Infarktrisiko. ***** Mate-Tee stärkt den Magen, indem er Säuren abpuffert, welche die Magenwände attackieren; er soll sogar dabei helfen, zerstörte Magenschleimhaut wieder aufzubauen.

211.Meerrettich: Geriebener Meerrettich ist eine beliebte scharfe Zutat für manche Speisen. Vorsicht! Wer an einem Magen- oder Darmgeschwür erkrankt ist, sollte ihn vermeiden. Dasselbe gilt für Entzündungen der Nieren. Bei Kindern unter vier Jahren sollte Meerrettich weder innerlich noch äußerlich angewendet werden. ***** Im Meerrettich steckt das antibakteriell und abschwellend wirkende Senföl Sigrin. Er ist daher (zusammen mit è Rote Beete – Saft) besonders wirksam bei verstopften Nebenhöhlen.

212.Melisse: Sie enthält verschiedene beruhigende und stressdämpfende Substanzen, die sich gegenseitig ergänzen und verstärken, und ist daher hilfreich bei Alltagsstress und nervösem Herzleiden. ***** Als Dampfbad hat sie tiefenreinigende Wirkung

213.Melissentee bei Schlafstörungen: 2 TL mit ¼ l kochendem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen, mit 2 TL Honig süßen; eine Stunde vor dem Schlafengehen trinken.

214.Melonen sind mit 90 Prozent Wassergehalt optimale Durstlöscher; pro 100 Gramm haben sie nur 12 Kalorien.

215.Mengenelemente sind Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium, Chlor und Schwefel.

216.Methionin: Diese Aminosäure schmiert die Gelenke, kräftigt das Bindegewebe und entgiftet den Körper. Außerdem kurbelt sie die Produktion der Nervenstoffe Serotonin, Dopamin und Noradrenalin an. Methionin ist unter anderem enthalten in Salat, Knoblauch, Zwiebeln und Kohl. ***** Methionin gilt auch als „Motor des Fettabbaus“. Der Tagesbedarf wird durch zwei Becher Naturjoghurt oder ein Ei gedeckt.

217.Milch: Dieses ansonsten auch vielfältig gesunde Getränk reguliert das Körpergewicht, weil Calcium die Bildung von Fettdepots verhindert. (Zu diesem Zweck reichen 0,8 Liter täglich aus. Ein Glas vor dem Zubettgehen kurbelt den Fettstoffwechsel an und aktiviert das Wachstumshormon, das nachts Fett ab- und Muskeln aufbaut.) ***** Linolensäure verhindert das Wachstum von Krebszellen in der weiblichen Brust. Täglicher Milchkonsum kann daher das Brustkrebsrisiko um 50 Prozent senken.

218.Milchsäure: Sie ist z.B. reichlich in Sauerkraut enthalten. Sie reguliert und fördert die Verdauung. Bei hoher Konzentration wirkt sie abführend. Außerdem unterstützt sie die Aufnahme der Mineralstoffe Magnesium, Kalzium und Phosphor aus der Nahrung. ***** Die Milchsäurebakterien senken den pH-Wert im Darm. Je saurer sein Milieu, desto weniger krebsauslösende Stoffe können im Darm festgestellt werden. (Weil die Bakterien durch kochen getötet werden, sollte z.B. Sauerkraut möglichst roh verzehrt werden.) ***** Empfohlen werden zwei bis drei Gabeln frisches Sauerkraut täglich.

219.Mineralstoffräuber: Für eine gesunde Ernährung muß man wissen, daß Spinat und Rote Beete Oxalsäure enthalten, die Eisen und Kalzium bindet; Vollkornprodukte binden (wegen der enthaltenen Phytinsäure) Eisen, Kalzium, Magnesium und Zink im Darm; Alkohol, regelmäßig getrunken, verschlechtert die Magnesiumversorgung. In diesen Fällen muss man also besonders auf die erhöhte Zufuhr der angesprochenen Mineralien achten. (Ein großes Problem stellen sie eigentlich nur bei einseitiger Ernährung dar oder, wenn sie zeitgleich zu mineralstoffreichen Nahrungsmitteln genommen werden.)

220.Mineralwasser: Der Hydrogenkarbonat-Gehalt verhindert, dass der Blutdruck steigt; außerdem macht er das Blut zusätzlich dünnflüssiger: Schon zwei Liter pro Tag senken das Infarktrisiko um 40 Prozent. ***** Wasser verdünnt Giftstoffe im Körper und befördert sie hinaus. Wer täglich 1,5 Liter nitratarmes Wasser trinkt, halbiert sein Darmkrebs- und Blasenkrebs-Risiko. Jedes weitere Glas senkt die Gefahr um weitere 7 Prozent. Ähnlich wirkt è Grüner Tee.

221.Minze enthält den Aromastoff Menthol, der das Nervensystem stimuliert und den Kopf für neue Ideen frei macht.

222.Mistel: Sie enthält den Wirkstoff Mistel-Lektin; wird dieser bei einer Krebserkrankung regelmäßig injiziert, so erhöht er die Zahl der Killer-Abwehrzellen und damit die Selbstheilungskräfte des Körpers gegen den Krebs. ***** Mistelwein stabilisiert Herz und Kreislauf; es wird empfohlen, sechs Wochen lang nach dem Mittag- und Abendessen jeweils ein kleines Schnapsglas voll zu trinken. (Eigenherstellung: Fünf Esslöffel Mistelkraut auf einen Dreiviertelliter trockenen Weißwein geben; täglich aufschütteln und an einem kühlen Ort - nicht im Kühlschrank - zehn Tage stehen lassen; danach abseihen.)

223.Mittagsschlaf: Oft reicht eine Viertelstunde in der Zeit zwischen 12 und 14 Uhr aus; danach ist der Körper wieder leistungsfähig bis zum Abend. ***** Nach einer Studie sinkt das Herzinfarkt-Risiko bis zu 30 Prozent.

224.Möhren liefern am meisten Betacarotin. Dieser Pflanzenfarbstoff ist die Vorstufe des Vitamin A. Schon 100 Gramm (mit Fett!) gedünstete Möhren decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen. (Forscher haben herausgefunden, dass der Anteil an Beta-Karotin und Phenolsäuren beim Garen um mehr als 30 Prozent steigt.) ***** Außerdem ist dieses Gemüse reich an Ballaststoffen und ätherischen Ölen. Wegen der guten Verdaulichkeit sind Möhren auch für Schonkost-Gerichte geeignet. ***** Kalium bremst die Einlagerung von Fett in den Zellen, Pektine schleusen das Fett aus dem Körper.

225.Molke enthält Mineralstoffe, Eiweiß und Milchzucker.

226.Monoterpene: Diese Aromastoffe aus Pfefferminze, Kümmel und Limonen wirken krebshemmend.

227.Muskat: Bis zu 17 Prozent ätherisches Muskatöl steckt in einer Muskatnuss. Es regt die Bildung von Verdauungsenzymen an, unterstützt die Arbeit der Leber, verhindert unangenehme Gärungsvorgänge im Darm und beseitigt Blähungen. Regelmäßige Zugabe von einer Messerspitze Pulver bei der Speisenzubereitung reicht (Eintöpfe, Gemüse, Nudeln, Salate, Ragouts, Fleisch- und Fischgerichte).

228.Natrium: Es reguliert den Wasserhaushalt, aktiviert verschiedene Enzyme und hilft bei der Verwertung von Kohlenhydraten und Eiweißstoffen. Der tägliche Natriumbedarf lässt sich nicht ermitteln, es ist jedoch empfehlenswert, nicht mehr als 2,5 Gramm täglich zu sich zu nehmen. ***** Es ist in allen Nahrungsmitteln ausreichend enthalten. Sollte es dennoch zu Mangelerscheinungen (zum Beispiel infolge von starkem Schwitzen über sehr lange Zeit) kommen, so äußern sich diese in Kreislaufschwäche und (seltener) Wadenkrämpfen.

229.Nelken wirken durch ihr Öl desinfizierend (Rachenregion!) und schmerzstillend (Zahnheilkunde!). Aber auch bei Erkältungen, Nervosität und Übelkeit sind ihre Inhaltsstoffe wirksam.

230.Niacin: Dieses Vitamin (B3) ist wichtig für die Herzfunktion und das Zentrale Nervensystem; außerdem sorgt es für feste Nägel und glatte Haut. Es ist enthalten in Erdnüssen, Champignons, Geflügel, Fisch und Vollkornbrot. 100 Gramm frische Erdnüsse, 180 g Geflügelfleisch oder 430 g Scholle decken den Tagesbedarf von 17 mg.

231.Nitrosamine: Sie entstehen beim Erhitzen von gepökelten und geräucherten Fleisch-, Wurst- und Fischarten und gelten als krebserregend.

232.Noradrenalin: Dieses Hormon stellt der Körper vermehrt in den späten Vormittagsstunden her. Es öffnet die Fettzellen und stimuliert die Fettabgabe; zu diesem Zweck braucht es aber große Mengen an Phenylalanin. Da diese Aminosäure in allen Milch- und Vollkornprodukten steckt, empfiehlt sich als zweites Frühstück z.B. eine Scheibe Roggenbrot mit Käse.

233.Nüsse: Sie stärken Herz und Kreislauf, das Nervensystem und die Darmfunktion. Ihr (pflanzliches) Fett ist besonders leicht verdaulich und reich an ungesättigten Fettsäuren. (Besonders ist Alpha-Linolensäure vertreten, welche das Risiko für Herzerkrankungen senken kann.) Nüsse enthalten große Mengen an hochwertigem Eiweiß, das frei von Schlackenstoffen ist. Sie liefern neben den Vitaminen der B-Gruppe die Vitamine A und E sowie Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalzium, Kalium, Fluor, Magnesium, Eisen und Phosphor. Wegen ihrer meist dicken Schale enthalten sie so gut wie keine Pestizide. Empfohlen wird eine Handvoll als Tagesration (etwa 12 Nüsse).

234.Nukleinsäuren liefern die Bausteine für die Erbsubstanz und sind daher für Wachstum und Entwicklung unentbehrlich; sie sind vor allem in Sprösslingen und Hülsenfrüchten enthalten.

235.Ohrpunkt: Hinter dem Ohr befindet sich unter dem Schädelknochen eine kleine Vertiefung. Zwei Minuten Massage stoppen beginnende Kopfschmerzen.

236.Ölbäder: Die Wirkstoffe von Ölbädern dürfen nicht über Körpertemperatur erhitzt werden. Deshalb sollte man sie zuletzt in das bereits temperierte Badewasser geben.

237.Oliven: Vor allem die grünen Oliven gelten als Schlankmacher. Ihre ungesättigten Fettsäuren können vor Herzinfarkt schützen.

238.Olivenöl: Es gilt als das gesündeste Öl, weil es das LDL-Cholesterin im Körper reguliert. Aufgrund seines hohen Gehalts an Vitamin E ist es wichtig für den allgemeinen Zellschutz. Im Öl enthaltene Substanzen kräftigen außerdem den Herzmuskel. ***** Nach neueren Erkenntnissen kann ein Esslöffel pro Tag in Verbindung mit viel Salat und Gemüse das Brustkrebsrisiko um 45 % senken. ***** Bei Husten 50 Milliliter kaltgepresstes Olivenöl und fünf Esslöffel frisch gepressten Zitronensaft gut verrühren; stündlich einen Teelöffel davon nehmen. ***** Bei Magenbeschwerden in ein Glas lauwarmes Wasser je einen Esslöffel Olivenöl und Apfelessig sowie fünf Tropfen Kondensmilch einrühren und zu den Mahlzeiten trinken. (Lässt man den Essig weg, so hilft das Getränk - morgens und abends getrunken - gegen Verstopfung.) ***** Ein Teelöffeltäglich bremst das Sodbrennen. Du ungesättigten Fettsäuren senken die Magensäure-Produktion. Das Speiseröhrenkrebs-Risiko sinkt um 80 Prozent. ***** Bei brüchigen Fingernägeln diese täglich zehn bis fünfzehn Minuten in einem kleinen Schälchen voll Olivenöl baden, bis sich die Nägel gefestigt haben. ***** Olivenöl ist ein sanftes Reinigungsmittel für jede Haut. ***** Olivenöl als Badezusatz: Olivenöl in ein verschließbares Gefäß geben. Frische Kräuter wie Lavendel, Rosmarin und Minze zufügen. Zwei Wochen stehen lassen, täglich einmal umrühren. Für ein Vollbad braucht man ein bis zwei Esslöffel.

239.Omega-3-Fettsäuren: Sie sind vor allem in Fischölen (Makrelen, Heringe, Thunfisch, Sprotten) enthalten und scheinen die Entstehung einiger Tumorarten zu verhindern oder ihr Wachstum zu hemmen. Außerdem schützen sie die Blutgefäße vor Entzündungen, steigern die Konzentration und stärken die Nerven. Weitere Lieferanten sind: Margarine, Avocados, Mais, Sojabohnen, Erdnüsse, Sonneblumenkerne und Oliven (auch Olivenöl). ***** Gramm/100 Gramm Fisch: Thunfisch 3,6 * Lachs 3,4 * Hering 3,2 * Ölsardinen 2,6 * Makrele 2,2 * Heilbutt 0,7 * Forelle 0,6 * Rotbarsch 0,4 * Karpfen 0,4 * Hecht 0,3 * Seelachs 0,3 * Scholle 0,2

240.Orangen: Vor allem Blutorangen schwemmen Umweltgifte aus dem Organismus. Eine Ein-Wochen-Kur mit 5 Orangen und 3 Litern Mineralwasser täglich ist eine ideale Entgiftungstherapie.

241.Oregano (auch Wilder Majoran oder Echter Dost genannt) ist hauptsächlich als das Pizzagewürz bekannt. Er hat aber auch Heilkräfte, weil er ätherische Öle, Pflanzensäuren, Harze, Gerb- und Bitterstoffe enthält, die unter anderem gegen Nervosität, Menstruationsbeschwerden, Schlaflosigkeit, Verdauungsprobleme, Gelenk- und Kopfschmerzen helfen.

242.Pantothensäure: Dieses Vitamin unterstützt den Aufbau von Fetten und Kohlenhydraten. Außerdem verbessert es die Hautfeuchtigkeit. Es ist enthalten in Wassermelonen, Pilzen, Kohl, Spargel, Milch und Rinderfilet. *****400 Gramm Wassermelone decken den Tagesbedarf von 6 mg.

243.Papain: Dieses in Papayas enthaltene Enzym aktiviert den Stoffwechsel und beschleunigt die Verdauung, vor allem von Fetten.

244.Papaya: Die Frucht regt den Stoffwechsel an und wirkt entschlackend. Sie enthält kaum Fett, dafür aber enorm viel Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme. Sie gilt daher in Brasilien als Frühstücksfrucht. ***** Der hohe Anteil an Kalium entwässert.

245.Paprika: Sein Scharfstoff Capsaicin steigert die Stoffwechselintensität und erhöht die Fettverbrennung um bis zu 25 Prozent.

246.Peeling: Das Abrubbeln toter Hornschüppchen sorgt für klare Gesichtshaut. Aber auch der Körper ist für die morgendliche Abreibung mit einem Luffahandschuh dankbar. Das stärkt den hauteigenen Schutzmechanismus und bringt den Kreislauf in Schwung.

247.Pektin ist ein löslicher Ballaststoff, der als Cholesterinfänger gilt; er ist enthalten in Rhabarber, Weinbeeren, Quitten, Äpfeln, Orangen, Zitronen, Grapefruits, Himbeeren, Brombeeren und Preiselbeeren sowie Trockenobst, Karotten, Kohl, Erbsen, grünen Bohnen, Kartoffeln und Kürbis; weiterer Lieferant ist der Hafer. ***** Dadurch dass Pektin im Magen aufquillt, tritt ein lange andauerndes Sättigungsgefühl auf.

248.Petersilie ist ein guter Vitamin C - Lieferant; sie aktiviert die Widerstandskräfte, vor allem bei Erkrankungen des Magens, der Nieren und der Harnblase. Eine Handvoll gehackter Petersilie sollte daher auf Salate, Suppen oder Quark. ***** Petersilie wirkt auch entschlackend; sie befreit das Gewebe von Wasseransammlungen und senkt den Cholesterinspiegel; zudem sorgt sie für klare, reine Haut. ***** Petersilie zählt auch zu den „Fatburnern“. Ein Esslöffel täglich reicht. ***** Bei leichter Übelkeit (z.B. Reisekrankheit) hilft es, wenn man einige frische Petersilienblätter kaut. ***** Neueren Erkenntnissen zufolge enthält Petersilie Enzyme, welche Nasennebenhöhlen-Entzündungen schneller abheilen lassen.

249.Pfeffer enthält reichlich ätherisches und fettes Pflanzenöl, Pflanzenstärke, verschiedene Enzyme sowie Harze. In der Medizin wird er bei Konzentrationsstörungen, Verdauungsproblemen, Magenbeschwerden und Übelkeit, Durchfall und Erkältungen eingesetzt.

250.Pfefferminz-Öl: Es hilft bei Kopfschmerzen, wenn Schläfen oder Stirn damit eingerieben werden.

251.Pfirsiche, vor dem Sonnen gegessen, schützen durch ihren hohen Beta.Karotin-Anteil die Haut.

252.Phenolsäuren wirken pilz-, viren- und bakterienhemmend; besonders reich ist Brokkoli, der daher auch als einer der wichtigsten Krebshemmer gilt; die Phenolsäuren verhindern im Körper die Bildung von gefährlichen Nitrosaminen, die z.B. beim Grillen von gepökeltem Fleisch entstehen. Lieferanten sind neben dem Brokkoli auch Blumenkohl, Grünkohl, Kartoffeln, grüner Paprika und Petersilie sowie Walnüsse, Orangen, Limonen, Zitronen und Mandarinen. Auch Grüner Tee und Rotwein enthalten Phenolsäuren.

253.Phenylalanin: Diese Aminosäure ist ein Botenstoff im Nervensystem; sie verbessert das Erinnerungs- und Lernvermögen und gilt als Muntermacher; sie wirkt außerdem stressmindernd, schmerzhemmend und hebt die Laune. Phenylalanin ist vor allem in den Eiweißen von Milch, Milchprodukten (Quark! Hüttenkäse!!), Eiern, Geflügel, Kartoffeln, Mandeln, Nüssen, Reis, Soja (Tofu!) und Nudeln enthalten.

254.Phosphor: Dieser Mineralstoff ist Knochen- und Zahnbaustein. Er ist beteiligt am Aufbau der Blutbestandteile und wichtige Trägersubstanz im Energiestoffwechsel (ATP!). Grundlegende Bedeutung kommt seiner Baustoffrolle bei den Nukleinsäuren zu. Gute Quellen sind Fleisch, Fisch, Innereien und Eier.

255.Phytinsäure: Sie ist in Getreide enthalten und wirkt krebshemmend, antioxidant, cholesterinsenkend und blutzuckerregulierend. Achtung: Zuviel davon verhindert die Aufnahme von Mineralstoffen und Spurenelementen!

256.Phytoöstrogene: Diese hormonähnlichen Substanzen in Soja, Leinsamen, Sesam, Walnüssen und Vollkorn (Weizen, Gerste) wirken gegen hormongesteuerte Tumore (z.B. Brustkrebs).

257.Phytosterine: Diese in Samen und Ölen vorkommenden Substanzen wirken krebshemmend und cholesterinsenkend (Sesam, Sonnenblumenkerne, Nüsse und kaltgepresste Öle).

258.Pistazien: Schon 50 Gramm täglich können den Cholesterinspiegel senken. Neben einfach ungesättigten Fettsäuren enthalten sie die Vitamine B1 und B6 sowie wichtige Spurenelemente (u.a. Magnesium) ***** Vorsicht! Pistazien neigen zu Schimmelansatz!

259.Polyphenole: Sie kommen in Schalen von Gemüse, Obst und Getreide, aber auch im frisch aufgebrühten Grünen Tee vor. Sie wirken krebshemmend, antimikrobiell, antioxidant, cholesterinsenkend, entzündungshemmend, immunstimulierend und thrombosevorbeugend.

260.Preiselbeeren beugen durch ihren hohen Anteil an Vitamin C und dem Spurenelement Zink einem Blasenkatarrh vor. Ihre Fruchtsäure tötet Bakterien und Anthocyane verhindern, dass sich Bakterien in den Harnwegen und der Harnblase einnisten. Einen allgemeinen Gesundheitswert haben die Beeren durch ihren hohen Gehalt an Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium und Magnesium. ***** Ein gutes Mittel gegen Erkältung ist eine heiße Hühnersuppe, die mit Preiselbeeren verfeinert ist.

261.Protease-Inhibitoren: Diese Enzyme aus Hülsenfrüchten und Getreide hemmen den Abbau von Proteinen; sie wirken krebshemmend und antioxidant.

262.Pulsdusche: Wenn am Nachmittag ein Leistungstief droht, die Handgelenke abwechselnd unter kaltes und warmes Wasser halten.

263.Putenfleisch ist arm an Fett und reich an Aminosäuren und Eisen; es enthält B-Vitamine und wirkt damit nervenstärkend. Außerdem wird die Blutzirkulation beschleunigt.

264.Q 10: Dieses Co-Enzym soll das Altern verzögern; es kommt reichlich in Sardinen (auch in Ölsardinen aus der Dose) vor.

265.Quark neutralisiert überschüssige Säuren im Körper; diese Wirkung ist besonders stark in Kombination mit Pellkartoffeln.

266.Quercetin: Dieser Farbstoff gilt als krebshemmend; er ist in allem grünblättrigem Gemüse, Kräutern, grünem Paprika und Spargel sowie in Weinbeeren und Äpfeln enthalten.

267.Radfahren baut das Stresshormon Adrenalin ab.

268.Radieschen helfen gegen Halsentzündungen, weil deren Scharfstoffe Viren und Bakterien in den Schleimhäuten vernichten; täglich vier bis fünf Stück knabbern.

269.Rapunzel: siehe Feldsalat!

270.Reis entwässert den Körper und entlastet die Nieren. Hin und wieder sollte man einen Reistag einlegen: 250 Gramm auf fünf Portionen verteilen.

271.Resveratrol (Herzschutzstoff) ist in Erdnüssen und in Rotwein enthalten.

272.Rhabarber enthält vor allem den löslichen Ballaststoff Pektin; dieser bindet Cholesterin aus der Nahrung und verhindert so, daß er in das Blut gelangt.

273.Ringelblume (Calendula): Ihre Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend und durchblutungsfördernd (äußere Anwendung!).

274.Roggen: Das Roggenvollkorn enthält im Mehlkörper Kohlenhydrate und hochwertige Eiweißpartikel, in Oberhaut, Frucht- und Samenschale Pflanzenfasern und Lignanvorstufen, in der Aleuronschicht die Vitamine E, B1, B2 und B6 sowie Niacin, Folsäure, Pantothensäure und die Mineralstoffe Eisen Phosphor und Magnesium und schließlich im Keimling zusätzlich mehrfach ungesättigte Fettsäuren. ***** Nach neueren Erkenntnissen bekämpfen in den Randschichten des Roggenkorns enthaltene Lignane Tumore in der Prostata.

275.Rohkost: Sie kann nicht uneingeschränkt als gesund bezeichnet werden; ein Teil der in Pflanzen enthaltenen Giftstoffe wird erst durch einen Garprozess zerstört. Dies gilt vor allem für roher Gemüse.

276.Rose: Zwei Handvoll frische Blütenblätter im Badewasser beruhigen nach einem stressigen Tag.

277.Rosenkohl ist hinter Paprika das Vitamin-C-reichste Gemüse. Hundert Gramm gekochte Ware enthält 87 mg. Ferner sind Vitamine der B-Gruppe, Kalium, Eisen, Phosphor, Magnesium und Calcium reichlich enthalten. Aufgrund seiner sekundären Pflanzenstoffe wird er zur Krebsprävention empfohlen. ***** Rosenkohl kann man mit Muskat, Salbei oder Basilikum würzen und dann mit Butter oder Sahne übergießen.

278.Rosmarin: Seine Hauptwirkstoffe sind ätherisches Öl, Gerb- und Bitterstoffe sowie Pflanzensäuren und -farbstoffe. Essenzen aus Rosmarin wirken als Badezusatz anregend. ***** Nach neuen Untersuchungen enthält Rosmarin Wirkstoffe, die gefäßerweiternd sind und Herz-Kreislauf-Krankheiten vorbeugen.

279.Rotbusch-Tee (Rooibos): Der Rotbusch hat seinen Ursprung in Südafrika und ist dort wegen seinen vielfältigen gesundheitsfördernden, vitalisierenden und erfrischenden Auswirkungen hoch geschätzt. Er ist hervorragend bekömmlich und eine echte Alternative zu schwarzem Tee oder Kaffee, weil er kein Koffein enthält. In seinem Ursprungsgebiet trinkt man den Tee bei Magen- und Darmbeschwerden aber auch bei Schlafproblemen, fieberhaften Erkrankungen, Hautproblemen oder einfach als Durstlöscher. Rotbusch-Tee ist außerdem ein ausgezeichneter Eisen-Lieferant; zudem enthält er Kalzium, Fluor, Flavonoide und Mangan.

280.Rote Beete enthalten viel Kalium, Magnesium und Mangan. Ihr Inhaltsstoff Betanin regt Leber und Galle an und wirkt antibakteriell. Die enthaltenen Flavonoide verbessern die Zellatmung und schützen vor freien Radikalen. Insgesamt werden Stoffwechsel und Immunabwehr günstig beeinflusst. ***** Empfohlen werden zwei Gläser Rote-Beete-Saft täglich.

281.Rote Beete – Saft: Täglich ein Viertel Liter befreit verstopfte Nebenhöhlen. Der rote Farbstoff Betanin isoliert Bakterien, die dann ausgeschwemmt werden.

282.Rotkohl ist ein ideales Wintergemüse, das reich an Vitaminen ist; der Gehalt an diesen lebenswichtigen Stoffen kann durch Zugabe eines Apfels noch erhöht werden.

283.Rotlicht: Infrarot A (780 bis 1400 nm) und B (1400 bis 3000 nm) eignen sich für die Wärme-Therapie. Die Wärme dringt bis in das Unterhautgewebe und hat sich besonders bei Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung, Ohrenschmerzen, Hexenschuss, Bluterguss und Muskelverspannung bewährt. Anwendung: 10 bis 15 Minuten aus etwa einem halben Meter Entfernung bestrahlen! Anschließend für etwa 30 Minuten temperierte Räume nicht verlassen!

284.Rotwein: Er enthält Polyphenole, die schädliches Cholesterin blockieren. Flavonoide beugen Gefäßverkalkungen vor und verbessern die Fließeigenschaften des Blutes; außerdem regulieren sie den Blutdruck. Ein Gläschen täglich reicht. (Vorsicht, Alkohol! Es gibt auch Kapseln mit Rotweintraubenextrakt, Rotweinpulver, wichtigen Vitaminen und Magnesium.) ***** Das Pflanzenhormon Reservatrol hindert Tumorzellen am Wachstum; der Stoff ist auch in Traubensaft enthalten.

285.Rutin hält die Wände der Blutgefäße elastisch; es sorgt dafür, daß Nährstoffe aus dem Blut ungehindert in die Körperzellen übertreten können.

286.Salat: Für ihn gilt: je bunter umso gesünder und vitaminreicher!

287.Salat der 100-Jährigen: Er besteht aus Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Schafskäse und viel Olivenöl und ist randvoll mit Krebs-Stoppern, Vitaminen und Nervenschützern. Empfohlene „Dosis“: zwei Portionen pro Woche.

288.Salatgurke: Mit nur 14 kcal pro 100 Gramm sind Gurken extrem kalorienarm, enthalten aber reichlich Kalium, Schwefel, Mangan und Silizium, alles Stoffe, welche die Regeneration von Muskel- und Darmzellen anregen, Haut, Haare und Bindegewebe festigen sowie entzündungshemmend wirken. ***** Da Gurken in der Regel eine zwölf Grad niedrigere Innentemperatur im Vergleich zur Außentemperatur haben, eignen sie sich für Erste-Hilfe-Maßnahmen nach Verbrennungen und bei Sonnenbrand: Gurkenscheiben auflegen oder Haut mit Gurkensaft einreiben.

289.Salbei: Das ätherische Salbeiöl enthält die Hauptwirkstoffe Salviol, Salven, Zyneol, Thyon, Pinen und Borneol sowie verschiedene Salze, Bitter- und Gerbstoffe. Seine Gerbstoffe haben eine starke schweißhemmende Wirkung. Salbei-Tee ist daher ein gutes Mittel gegen (wechseljahrbedingte) Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Bekannter ist die Wirkung von Salbei bei Erkältungskrankheiten. In der Mittelmeerküche wird er als Gewürz verwendet. ***** Bei Halsschmerzen und Heiserkeit sollte man mit Salbeitee gurgeln, dem etwas Kochsalz zugefügt ist. (Achtung bei höherer Salzmenge auf keinem Fall hinunterschlucken!) Im Stundenabstand zwei Minuten lang gurgeln. ***** Die Öle des Salbeis erzielen bessere Gehirnleistungs- und Gedächtnissteigerungen als eine halbe Stunde Schlaf. Tipp: einen Esslöffel frische Salbei-Blätter in Naturjoghurt geben und pürieren. Wirkt bereits nach 15 Minuten.

290.Salicylsäure (dem „Aspirin“ verwandt und u.a. in Erdbeeren enthalten) wirkt gegen Kopfschmerzen.

291.Sanddorn: Die Beeren gelten als natürliche Vitamin-C-Bombe; auch der Gehalt an Beta-Carotin und Vitamin E ist beachtlich. Diese Stoffe stärken die körpereigene Abwehr und helfen, aggressive freie Radikale abzufangen. ***** Sanddorn-Saft aus dem Reformhaus ergibt mit Joghurt eine gesunde Zwischenmahlzeit.

293.Saponine senken den Cholesterinspiegel, indem sie im Darm Fette an sich binden und den Übergang in den Organismus verhindern. Enthalten sind sie in Hülsenfrüchten und Sojabohnen.

294.Sauerkraut: Im Sauerkraut enthaltene Stoffe (Thyocyanate und Isothyocyanate) verfügen über antibakterielle und pilzhemmende Eigenschaften. Die Ballaststoffe des Krauts binden überschüssige Gallensäure an sich, die zusammen mit den unverdaulichen Pflanzenfasern durch den Darm ausgeschieden werden. Gallensäure, die im Körper verbleibt, wird in der Leber zu Cholesterin umgewandelt. ***** 200 Gramm Sauerkraut decken den täglichen Vitamin C - Bedarf zur Hälfte. ***** Durch den hohen Vitamin C - Gehalt und die Milchsäurebakterien wird auch das Immunsystem gestärkt. ***** Im Sauerkraut sind außerdem die Vitamine K, B6 und B12 enthalten. ***** => Milchsäure

295.Säure-Basen-Haushalt: Der gesunde Mensch hat einen ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt mit dem leicht basischen pH-Wert von etwa 7,5. Die Folgen eines nicht ausgeglichenen Haushalts können Organfunktions- und Herz-Kreislaufstörungen, Allergien, Magen-Darm-Probleme, Hautleiden wie Schuppenflechte und Neurodermitis, rheumatische Beschwerden, Gicht, Osteoporose oder sogar Krebs sein. ***** Ein gestörter Säure-Basen-Haushalt wird durch folgende Maßnahmen wieder ins Gleichgewicht gebracht: Viel frisches Obst, Gemüse und Kartoffeln essen; Vollkorn und Vollkornprodukte bevorzugen; Molke, Buttermilch, Gemüsesaft, Kräutertees und stille Mineralwässer trinken; tierische Eiweiße durch pflanzliche Eiweißquellen ersetzen (Tofu, Sojadrink).

296.Schafgarbe: Frühere Bezeichnungen sind „Frauendank“, „Bauchweh-“ bzw. „Blutstillkraut“. Schafgarbentee wirkt krampflösend und schmerzlindernd. (Das Rezept: Einen gehäuften Teelöffel getrockneter Schafgarbe mit 100 Milliliter heißem Wasser übergießen, 15 Minuten abgedeckt ziehen lassen und dann abseihen.) Schafgarbe hat sich auch bei Entzündungen der Schleimhäute, Atemwegserkrankungen, Verdauungsproblemen, starker Nervosität, Schlafstörungen sowie zur Desinfektion von Wunden und Förderung der Wundheilung bewährt. (Achtung! Wer bei Berührung der frischen Pflanze mit allergischen Ausschlägen reagiert, sollte auch die innerliche Behandlung mit Schafgarbe vermeiden!) ***** Junge Blätter sind für Kräutersuppe, Dressing oder Omelett verwendbar.

297.Scharfe Gewürze reizen bestimmte Nerven auf dem ganzen Weg der Nahrungsaufnahme. So werden vermehrt Fett abbauende Stresshormone ins Blut abgegeben. Das feuert den Stoffwechsel an und fördert die Verdauung.

298.Schlaf: Durch täglich 7 Stunden Schlaf wird die innere Uhr gebremst, weil im Schlaf die Zirbeldrüse den Körper mit Hormonen flutet. Die Zellen werden rundumerneuert, der Alterungsprozess verlangsamt. Bei weniger oder unregelmäßigem Schlaf altert der Mensch schneller. Nach neueren Erkenntnissen wären 9,5 Stunden täglich optimal; der Schlaf vor 24 Uhr bringt besonders viel für die Erholung. Außerdem steigt die Zellregeneration um bis zu 30 Prozent. ***** Schlaffördernd wirken Baldrian, Hopfen, Melisse und Passionsblume. Etwa 18 0C sollten im Schlafzimmer nicht überschritten werden. ***** Ein Drei-Minuten-Nickerchen bringt verbrauchte Energie und Frische zurück.

299.Schlafmangel belastet den Stoffwechsel erheblich. Bei Übermüdeten produzieren die Nebennieren mehr Stresshormone, die Schilddrüsenfunktion lässt langsam nach. Auch der Blutzuckerspiegel kann aus der Balance geraten. (Nach einem Acht-Stunden-Schlaf bessern sich die ungünstigen Blutwerte wieder.)

300.Schlaganfall: Das Schlaganfall-Risiko kann mit bestimmten Vitaminen, die Freie Radikale unschädlich machen (Vitamin E, C und Beta-Carotin), deutlich gesenkt werden. Zum Beispiel helfen 2 Esslöffel Olivenöl, 2 Kiwis und 2 Karotten täglich.

301.Schnittlauch gilt als Vitamin-Wunder unter den Kräutern. Eisen- und Vitamin-C-Gehalt sind besonders hoch. Zwei Esslöffel am Tag vertreiben Erschöpfungssymptome und sorgen für Vitalität. Gut ist die Kombination mit Quark. ***** Ein Brot mit Frischkäse und Schnittlauch deckt den Tagesbedarf des Immunsystems an Vitamin B6.

302.Schöllkraut hält die Gallenflüssigkeit (wie der Löwenzahn) flüssig, indem es eine zu starke Konzentration verhindert.

303.Schokolade naschen (wirklich nur kleine Portionen!) hilft gegen Stress. In ihr enthaltene Wirkstoffe regen über das Gehirn die Produktion von Glückshormonen an. (Kakaobutter und Zucker erleichtern dem Körper die Bildung von Serotonin.) ***** Schokolade enthält außerdem Katechine, die freie Radikale abfangen. 100 Gramm Zartbitter enthalten 53,3 Milligramm Katechine, Milchschokolade dagegen nur 15,9. ***** Ein 50-Gramm-Riegel enthält so viele Polyphenole wie eine Tagesportion Obst und Gemüse, schwarze Schokolade sogar doppelt so viel. Polyphenole schützen die Zellen vor dem vorzeitigen Altern. ***** Epicatechine und Flavonoide verbessern die Arbeit der Arterien, stabilisieren den Kreislauf und entlasten so das Herz. Die bioaktiven Substanzen reduzieren nach Auffassung von US-Forschern das Risiko von Blutgerinnseln, Herzinfarkt und Schlaganfall. ***** Bitterschokolade hat aufgrund ihrer sekundären Pflanzenstoffe einen blutdrucksenkenden Effekt; außerdem ist ein regulierender Einfluss auf den Cholesterinspiegel nachgewiesen.

304.Schwarzwurzeln gehören zu den ballaststoffreichsten Gemüsesorten: Schon 200 Gramm decken die für Erwachsene empfohlene Tageszufuhr von 30 Gramm.

305.Schwefel ist beteiligt am Energiestoffwechsel und bei den Entgiftungsvorgängen im Körper. Enthalten ist er in Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchten und Nüssen.

306.Selen ist ein Spurenelement, welches der Stärkung des Immunsystems dient; es wirkt antioxidant und gibt daher einen gewissen Schutz vor Prostata-, Lungen- und Darmkrebs. Mangel führt zu Herzschwäche und Muskelbeschwerden. Es wirkt auch generell gegen Entzündungen und ist in proteinreichem Fleisch und Innereien, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Meeresfisch enthalten. Momentan wird eine Tagesdosis von 50 bis 100 Mikrogramm für ausreichend erachtet (Hering und Thunfisch enthalten je 100 g etwa 140 Mikrogramm). ***** Ein Teelöffel Bierhefe (in Flockenform), über Suppen und Eintöpfe gestreut, deckt den Tagesbedarf.

307.Sellerie-Knollen sind reich an Ballaststoffen sowie an Kalium, Calcium, Vitamin E, Vitamin K und Folsäure. Bitterstoffe und ätherische Öle regen den Gesamtstoffwechsel an. Sellerie enthält insulinähnliche Hormone und der Botenstoff Apiin hat Anti-Stress-Wirkung.

308.Senf: Seine Wirkstoffe machen im Magen Nitrosamine unschädlich, die Krebs auslösen können.

309.Senföle: siehe Isothiocyanate !

310.Senfölglycoside schützen vor gesundheitsschädlichen Mikroben. Sie sind enthalten in Meerrettich, Senfkörnern, Kresse und Kohl.

311.Serotonin: Diese Aminosäure hat eine beruhigende Wirkung. Außerdem sorgt sie für positive Gefühle. ***** Geheimtipp: Ein Esslöffel Olivenöl täglich!

312.Sex aktiviert die Produktion von Antistresshormonen; er pumpt die Glückshormone Serotonin und Dopamin durch unseren Körper. Außerdem soll er das Immunsystem stärken, indem die Zahl der weißen Blutkörperchen steigt. Jeder Orgasmus aktiviert die Gehirnzellen; danach kann man besser denken, das Gedächtnis funktioniert zuverlässiger.

313.Shiitake-Pilze: Diese japanische Zuchtpilzart soll gegen Krebs schützen. ***** Die Pilze gelten als Immuntrainer: ihre großen Zuckerketten gelangen ungespalten ins Blut und trimmen dort die Abwehrzellen. Außerdem enthalten sie eine antivirale, immunstimulierende Substanz namens Lentinan. ***** Die in den Pilzen enthaltenen Pflanzenhormone regen die natürliche Kollagen-Produktion an und wirken damit der Hautalterung entgegen. ***** Bei Nudelgerichten kann man statt Hackfleisch 100 Gramm Shiitake pro Person mitschmoren. ***** Empfohlen werden zwei Pilzgerichte pro Woche.

314.Shrimps enthalten reichlich B-Vitamine und Folsäure, senken das Risiko von Herz-Kreislauf-Leiden um 50 Prozent.

315.Sodbrennen: Ein Esslöffel Olivenöl vor den Mahlzeiten hilft.

316.Soja(bohnen): Sojabohnen enthalten 35 bis 40 Prozent Eiweiß; in ihm sind alle acht essentiellen Aminosäuren enthalten. Das Sojaöl, das besonders reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist, macht etwa 20 Prozent aus. ***** Soja enthält unter anderem Genestein; es wirkt gegen die Entstehung (vor allem) von Prostatakrebs. Außerdem findet man cholesterinsenkendes Lecithin, das auch als „Gehirnnahrung“ gilt, Soja hat mehr Ballaststoffe als andere Hülsenfrüchte du ist zudem reich an Kalium, Phosphat, Magnesium, Calcium, Vitamin B1, B2, Niacin, B6 und E. ***** Bestimmte Pflanzenhormone in Sojaprodukten wirken ähnlich wie das Brustkrebsmedikament Tamoxifen; in hormonabhängigem Gewebe hindern sie Körperzellen daran, sich in Krebszellen umzuwandeln. Empfohlene Dosis: täglich ein Becher Sojapudding oder 2 EL Sprossen.

317.Sojasprossen: Die in ihnen enthaltene Folsäure stärkt die Kopfhaut und schützt vor Haarausfall.

318.Solanin: Unreife oder grün gewordene, keimende Kartoffeln enthalten besonders viel giftiges Solanin. Dieser Stoff kann Kopfschmerzen, Müdigkeit, Erbrechen, Krämpfe und Durchfälle verursachen. Beim Kochen geht das Gift zwar in das Kochwasser über, doch sollte man sicherheitshalber auf den Verzehr verzichten.

319.Sonne: Kurze Sonnenbäder (jedoch maximal nur eine halbe Stunde pro Tag) steigern die Körperabwehr.

320.Sonnenblumenkerne: Vier Esslöffel täglich über Müsli oder Salat decken den gesamten Vitamin-E-Tagesbedarf und gelten daher als optimaler Herzschutz. Außerdem enthalten sie noch das Vitamin B und die Aminosäure Isoleucin. (Anmerkung: Auch geröstete Kerne behalten ihren Gehalt an Vitamin E.) ***** Eine Handvoll Kerne enthält mehr Vitamin B1 als 2,5 Kilogramm Obst.

321.Spargel (vor allem grüner) enthält Saponine, die bei nervösem Herzklopfen und bei Einschlafstörungen helfen. Sie sind auch in konserviertem Spargel enthalten. Weitere Pluspunkte: reich an Phosphat, Eisen, Kalzium, Vitamin A und Vitamin C. Außerdem ist das Gemüse durch ätherische Öle und entwässernde Substanzen wertvoll für Schlankheitskuren. ***** 100 Gramm Spargel enthalten nur 20 kcal.

322.Spaziergang: Schon ein Spaziergang von 5 bis 10 Minuten täglich senkt die Blutfettwerte signifikant und kann so das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko senken. Allerdings gilt natürlich: Je länger der Marsch, desto deutlicher werden die Werte gesenkt. (Ein zweistündiger Spaziergang pro Woche soll das Herzinfarkt-Risiko um die Hälfte reduzieren.)

323.Spinat hat neben Eisen reichlich Beta-Karotin, Folsäure, Lutein, Kalzium und Magnesium sowie die Vitamine E und C. Er beugt damit Herz-Kreislauferkrankungen und Blutarmut vor.

324.Spitzwegerich enthält ätherisches Öl, Bitterstoffe, Enzyme und Kieselsäure. Er wird als Heilpflanze eingesetzt gegen Erkrankungen der Atemwege, Magen-Darm-Leiden, zur Blutreinigung und zur Anregung der Wundheilung. Verwendet werden in der Regel die getrockneten Blätter. ***** 2 TL Spitzwegerich aus der Apotheke auf ¼ l kochendes Wasser, nach 10 Minuten abseihen, 2- bis 3-mal täglich trinken.

325.Sport gegen kleine Sünden: Eine Praline macht man mit 5 Minuten Seilspringen wett, einen Butterkeks mit 80 Kniebeugen, ein Glas Cola mit 12 Minuten Joggen, ein Glas Wein mit einer Stunde Fensterputzen (aber nicht: 12 Glas Wein mit 12 Stunden Fensterputzen!), einen Negerkuss mit 500 Treppenstufen, 25 Kartoffelchips mit 30 Minuten Beetumgraben im Garten.

326.Spurenelemente sind Eisen, Kupfer, Jod, Mangan, Kobalt, Molybdän, Fluor, Selen, Chrom, Nickel, Vanadium, Silizium und Zink.

327.Stachelbeeren enthalten reichlich Kieselsäure, die Haare, Nägel und Bindegewebe kräftigt.

328.Sterolin ist in Erbsen, Erdnüssen und Bohnen enthalten und hilft bei chronischer Erschöpfung; es reaktiviert die Leistungsfähigkeit geschwächter Abwehrzellen.

329.STH, das Wachstumshormon, gilt als Altersbremse schlechthin. Nichts kurbelt die Produktion effektiver an als Sauerstoff. Allein 10 Minuten strammes Marschieren an der frischen Luft lässt den STH-Wert im Blut auf das Vierfache ansteigen.

330.Stillen wirkt sich positiv auf das Immunsystem des Babys aus. Außerdem wird bei der Mutter durch den Saugreiz das Stillhormon „Oxytocin“ freigesetzt, das die Durchblutung der Brust anregt, ihre Temperatur steigert und die Milch fließen lässt. Darüber hinaus bewirkt es, daß sich die Gebärmutter schneller in ihre ursprüngliche Form zurückentwickelt.

331.Studentenfutter heißt nicht umsonst so: der Mix aus Nüssen und Rosinen ist die beste „Denkernahrung“; Fruchtzucker gibt dem Gehirn in etwa 15 Minuten einen Leistungsschub, Fettsäuren steigern die Gedächtnisfunktion um bis zu 30 Prozent.

332.Sulfide: Dies sind schwefelhaltige Substanzen, die vor allem in Knoblauch, Zwiebeln und Lauchgemüse enthalten sind. Sie verhindern das Wachstum von Krebszellen und wirken außerdem antimikrobiell, antioxidant, thrombosevorbeugend, entzündungshemmend, cholesterinsenkend und blutdruckregulierend.

333.Superoxiddismutase ist ein Enzym, daß Ablagerungen an den Gefäßwänden verhindert und dadurch vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützen kann. (Es ist z.B. im Rotbusch-Tee, dem Nationalgetränk Südafrikas, enthalten.)

334.Sushi: Die japanischen Häppchen gelten als Fitmacher, sollen die Denkfähigkeit, die Konzentration und die Liebeslust stärken. Sie enthalten Inhaltsstoffe aus Algen, Reis und Fisch, nämlich Folsäure, Jod, Omega-3-Fettsäuren, B-Vitamine, Kohlenhydrate und ätherische Öle.

335.Tannin: Dieser Wirkstoff im Kaffee, aber auch in Heidelbeeren kann bakteriellen Zahnbelag verhindern. Außerdem wirkt die Substanz schleimhautbildend, beugt Entzündungen vor und tötet Bakterien ab. Übrigens: Im Tee löst sich der Wirkstoff erst nach 5 Minuten; er wirkt dann beruhigend!

336.Tee im engeren Sinne besteht aus getrockneten Blättern des Teestrauches; schwarzer Tee ist fermentiert, grüner Tee nach dem Welkungsprozess nur hitzebehandelt. (Bei allen anderen Teearten handelt es sich eigentlich um Aufgüsse getrockneter Pflanzenbestandteile!) Tee enthält neben Koffein (anregend) und Tannin (beruhigend) viele weitere Wirkstoffe: Theophylin und Theobromin fördern die Muskelentkrampfung und regen den Kreislauf an; Fluor härtet den Zahnschmelz; Vitamin B1 stärkt die Konzentrationsfähigkeit. Ferner sind die Vitamine A und E sowie Mangan und Eisen enthalten. Ohne Milch und Zucker ist Tee kalorienfrei.

337.Terpene schützen vor Krebs. Sie sind vor allem in Küchenkräutern und Zitrusfrüchten enthalten.

338.Theobromin ist in Kakao enthalten und vernichtet freie Radikale, die den Zellen schaden. Ein Becher Kakaotrunk am Tag reicht aus.

339.Threonin: Diese Aminosäure hilft beim Abbau von Fett und stärkt die Nerven. Threonin weitet außerdem die Blutgefäße und erhöht somit die Sauerstoffzufuhr zu den Muskeln, zum Herzen und zum Gehirn. Enthalten ist es reichlich in Eigelb, Quark und Getreide. Frühstücksei und Vollkornbrot mit Quark ist daher eine optimale Kombination.

340.Tofu (Sojaquark): Er ist eine gesunde Alternative zu Fleisch, enthält aber nur wenig Eisen. Tofu liefert hochwertiges Eiweiß mit allen essentiellen Aminosäuren. Er ist extrem cholesterinarm, zudem reich an B-Vitaminen und Vitamin E. Ferner enthält er Kalium, Kalzium und Phosphor.

341.Tomaten enthalten den roten Farbstoff Lykopen, der die Bildung von Tumorzellen stoppt. (Der tägliche Verzehr von zwei Tomaten oder einem Esslöffel Tomatenmark soll das Prostata-, Magen- und Lungenkrebs-Risiko um 60 Prozent senken.) ***** Dosentomaten enthalten dreimal mehr Vitamin E (Herzschutz) und doppelt so viel Lykopen (Krebsschutz) wie Frühtomaten. Topwerte erreichen Ketchup und konzentriertes Tomatenmark.

342.Tomatensaft: Ein Glas täglich entwässert aufgrund seines Kalium-Gehaltes gezielt die Bauchregion. ***** Krebsforscher empfehlen ein Glas täglich. Das Lycopin verhindert die Entstehung von Krebszellen, vor allem in Prostata und Lunge. Generell werden die Immunwerte optimiert. ***** Vor allem im Winter ist Tomatensaft den Winterfrüchten vorzuziehen; diese enthalten nur noch 30 Prozent der Wirkstoffe.

343.Topinambur: Die Knolle ist für Diabetiker ein interessantes Gemüse. Im Gegensatz zu anderen Kohlenhydraten (z.B. aus der Kartoffel oder aus Reis) wirkt sich das enthaltene Inulin (sättigender Ballaststoff) nicht auf den Blutzuckerspiegel aus.

344.Treppensteigen trainiert den Körper; jedes erklommene Stockwerk soll nach einer US-Studie aus der Universität Baltimore das Leben um vier Sekunden verlängern. (Empfohlen werden 200 Treppenstufen am Tag.) +++++ 100 Stufen zügig aufwärts gegangen, trainiert den Kreislauf so gut wie fünf Minuten Ausdauersport. Tägliches Treppensteigen sorgt nicht nur für stramme Schenkel und Kalorienverbrauch, sondern es senkt auch das Infarktrisiko etwa um 50 Prozent. +++++ Neueren Erkenntnissen zu Folge senkt Treppensteigen über drei Stockwerke den Spiegel der Hormone Cortisol und Noradrenalin um bis zu 70 Prozent. +++++ Die Beinmuskulatur wird um 80 Prozent gestärkt, wenn man 16 Wochen lang täglich 60 Stufen steigt.

345.Trinken: Vier- bis neunjährige Kinder sollten täglich 0,8 bis 0,9 Liter trinken.

346.Trockenpflaumen: Nach einer amerikanischen Studie haben Trockenpflaumen eine ungleich höhere Fähigkeit, freie Radikale unschädlich zu machen, als irgendein anderes Obst oder Gemüse.

347.Tryptophan: Diese Aminosäure wirkt positiv auf das Nervensystem; sie vertreibt Nervosität, konzentriert und entspannt zugleich, weil sie Baustoff des Serotonins ist; außerdem wird sie für die Produktion des Gute-Nacht-Hormons Melatonin gebraucht. Sie ist reichlich enthalten in den Eiweißen von Bananen, (Erd-!) Nüssen, Mandeln und Milch; ein Glas warme Bananen-Milch mit Mandeln ist daher optimal. Außerdem ist die Aminosäure in den Eiweißen von Reis, Soja, Vollkorn, Kürbis und Spinat sowie Fisch und Huhn überdurchschnittlich vertreten.

348.Tyrosin ist eine Aminosäure, die wach hält. Sie ist bei der Bildung leistungssteigernder Hormone beteiligt. Enthalten ist sie in den Eiweißen von Milchprodukten, Eiern, Fleisch (Fisch!), Getreideprodukten, Hefe, Hülsenfrüchten und Nüssen. Besonders günstig ist es, mehrere kleine Mahlzeiten davon über den Tag verteilt zu essen.

349.Urlaub: Immunforscher empfehlen: Zwei- bis dreimal im Jahr mindestens acht Tage richtig ausspannen.

350.Valin: Diese Aminosäure ist reichlich in Austernpilzen enthalten, außerdem in Sojabohnen und Nüssen. Sie stärkt die Abwehrkräfte des Körpers, indem sie die Bildung neuer Immunzellen und die Reparatur defekter Zellen anregt. Tipp: Mahlzeiten öfter mit Sonnenblumenkernen oder Nüssen bestreuen; ein Esslöffel deckt den Tagesbedarf.

351.Valium-Ersatz: 0.2 Liter warme Milch mit Honig hat wegen dem darin enthaltenen Biostoff Inositol eine ähnlich beruhigende Wirkung wie Valium, ohne abhängig zu machen.

352.Vanille: Die Wirkstoffe der Vanille regen die Verdauung und die Bildung von Gallensäure an.

353.Verbrennungen und Verbrühungen leichterer Art kann man mit rohen Kartoffelscheiben behandeln; so lange alle 20 Minuten frisch auflegen, bis der Schmerz nachlässt.

354.Vitamine, allgemein: Vitamine fördern die Aktivität der Immunzellen und unterstützen sie im Kampf gegen freie Radikale. Dabei gilt: Je farbiger Obst und Gemüse sind, desto gesünder sind sie; Top-Immunhelfer ist die Rote Beete. ***** Die Vitamine C und E sowie Beta-Carotin schützen die Zellen vor der Zerstörungskraft biochemischer Stoffe. Täglich den Saft von zwei Orangen oder Zitronen oder von zwei Karotten (diesen mit einem Spritzer Öl!) trinken.

355.Vitamin A: Es beeinflusst das körperliche Wachstum und ist wesentlich am Sehvorgang beteiligt. Es ist wichtig für gesunde Haut und Schleimhäute. Außerdem beugt es Halsentzündungen und Bronchitis vor; in der kühlen Jahreszeit sollten daher reichlich Blattsalate, Rosenkohl oder Grünkohl auf dem Speiseplan stehen. Nach neueren Erkenntnissen schützt es die Zellen auch vor freien Radikalen und die Haut vor den schädlichen UV-Strahlen der Sonne. ***** Der empfohlene Tagesbedarf (1 mg) steckt in einer großen Möhre oder in 100 g Leberwurst. Gute Lieferanten sind auch sonstige gelbe und rote Früchte, z.B. Paprikaschoten.

356.Vitamin B 1: Es ist unentbehrlich für den Kohlenhydratstoffwechsel, für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, insbesondere für das Nervensystem. Es beugt einerseits Konzentrationsmangel vor, fördert aber andererseits den gesunden Schlaf. Enthalten ist es vor allem in (Erd-) Nüssen, Bananen und Avocados, auch in Naturreis, Haferflocken und Hähnchenbrust. ***** Der Tagesbedarf (1,2 mg) wird durch 15 Gramm Haferflocken oder 145 g Erbsen gedeckt.

357.Vitamin B 2: Es kurbelt im Organismus die Energiegewinnung und das Wachstum an; es unterstützt die Leberfunktion. Es ist enthalten in Mais, Erbsen, Spinat, Roggenbrot, Erdnussbutter, Käse, Hering und Milch. ***** Der Tagesbedarf (1,4 – 1,6 mg) steckt in 140 g Mais oder 600 g Quark.

358.Vitamin B 3: Der Wirkstoff (zum Beispiel reichlich in Erdnüssen enthalten) schützt die Haut vor Rissbildung. Die Wirkung erhöht sich in Kombination mit Vitamin B 5 (in Bananen).

359.Vitamin B 5 (Panthenonsäure) fördert den Abbau von Stresshormonen; es ist z.B. in Hähnchenfleisch reichlich enthalten.

360.Vitamin B 6: Es hilft bei der Produktion roter Blutkörperchen und repariert beschädigte Zellen. Außerdem ist es wichtig für die Weiterleitung von Nervenimpulsen; fehlt es, so kommt es zu Informationsstaus; Folge: mangelnde Konzentration und erhöhte Nervosität. Bananen sind der Vitamin B 6 - Lieferant; ist außerdem reichlich in Knollensellerie, Erbsen, Linsen, Kohl, Sojasprossen, Steckrüben, Paprika und Porree sowie Milch, Eiern, Leber, Seefisch, Bananen und Avocados enthalten. ***** 180 Gramm Walnüsse, 60 g Keime oder 160 g Lachs decken den Tagesbedarf (1,5 mg).

361.Vitamin B 12: Es ist beteiligt an der Reifung der roten Blutkörperchen. Es ist außerdem für die Wirkung der anderen Vitamine bedeutsam und wichtig für Nervenzellen. Enthalten ist es in Camembert, Tilsiter, Milch, Eiern, Leber, Lachs und Blutwurst. ***** Der Tagesbedarf von 3 Mikrogramm wird von 100 Gramm Camembert, 35 g Hering oder zwei Eier gedeckt.

362.Vitamin C (Ascorbinsäure): (Vitamin C ist an der Herstellung verschiedener Hormone beteiligt, die für körperliches Wohlbefinden und seelische Ausgeglichenheit sorgen.) Dieses Vitamin stabilisiert die Blutgefäße, schützt vor Ablagerungen in den Blutgefäßen (vor allem des Herzens), löst Engstellen an den Gefäßwänden auf. Es ist außerdem der ärgste Feind aller Krankheitserreger. Es wirkt antioxidant und zerstört krebserregende Nitrosamine. Es gilt auch als Treibstoff bei der Bildung von Immunzellen (Killerzellen) und schützt aktiv vor Zellalterung. Hauptlieferanten sind Paprika, Rot- und Weißkohl (auch: Sauerkraut!), Schwarze Johannisbeeren, Kiwis, Zitronen und Orangen sowie grüne Gemüse und Kartoffeln. Empfohlene tägliche Zufuhr: 75 - 150 mg = 60 g Rosenkohl, eine Kiwi oder ein halber Apfel ***** Nach einer US-Studie kann bei Hochdruck-Patienten der Blutdruck gesenkt werden, wenn täglich 500 mg gegeben werden. ***** Vitamin C gilt als das wichtigste Hautvitamin. In der Epidermis regt es die Zellerneuerung und damit die Verjüngung der Haut an. Es wirkt aber noch tiefer, nämlich in der Lederhaut, wo die elastischen Fasern sitzen. Dort sorgt es für die Verbesserung der Kollagenproduktion.

363.Vitamin D: Es beeinflusst das Knochen- und Zahnwachstum. Enthalten ist es in Avocados, Pilzen, Eiern, Thunfisch, Barsch und Margarine. Der Tagesbedarf von 5 Mikrogramm wird durch 100 g Avocado oder 150 g Champignon gedeckt. ***** Das Vitamin wird bei Sonneneinwirkung unter der Haut gebildet. Im Winter kommt es leicht zum Defizit. Zwei Seefisch-Mahlzeiten pro Woche (200 Gramm Hering oder Makrele) können den Mangel ausgleichen. ***** 100 Gramm Seefisch liefern soviel Vitamin D wie 15 Kilogramm Quark!

364.Vitamin E (Tocopherol): Es schützt wie Vitamin C die Zellen vor den sogenannten freien Radikalen, hält Blutgefäße frei von Ablagerungen, fördert die Durchblutung. Dieses Vitamin wirkt antioxidant und stärkt die zelluläre Immunabwehr. Es schützt vor Muskelschwund und Leberveränderungen. Außerdem erhält es die Keimdrüsentätigkeit aufrecht. Es ist reichlich in Walnüssen, Haselnüssen, Cashewkernen und Erdnüssen sowie in Pflanzenöl, Grünkohl, Schwarzwurzeln, Paprika und Weizenkeimen enthalten. Empfohlene tägliche Aufnahme: 12 - 30 mg = 200 g Keime oder 2 Teelöffel Weizenkeimöl oder 50 g Haselnüsse oder 20 g Leinsamen

365.Vitamin K: Dieses Vitamin ist wichtig für die Blutgerinnung. Es ist enthalten in Kohlgemüse, Tomaten, Vollkornprodukten, Hammelfleisch, Milch und Eiern. ***** Der Tagesbedarf von 70 Mikrogramm wird durch 100 Gramm Blumenkohl, 5 g Sauerkraut oder 15 g Rosenkohl gedeckt.

366.Vitamin U (entspricht dem Anti-Ulcus-Faktor): Dieser Wirkstoff (eine Verbindung der Aminosäure Methionin) ist reichlich in allen Kohlsorten enthalten. Die Substanz überzieht die Schleimhäute in Magen und Darm wie ein hauchdünner Schutzfilm und macht sie unempfindlich gegen den Angriff aggressiver Säure. (Bisherige Erkenntnisse sprechen dafür, daß ein Liter Kohlsaft täglich die Abheilung von Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüren erheblich verkürzt. Die Schmerzen verschwinden bereits nach einigen Tagen, die Geschwüre sind nach zwei bis drei Wochen völlig verschwunden.)

367.Vollkornbrot: Es enthält viel Cholin, die Geheimwaffe gegen den Alterungsprozess der Nerven- und vor allem der Gehirnzellen. Zwei Scheiben täglich reichen. Ersatzweise kann man auch zum Frühstück Müsli oder zum Mittagessen Vollkornnudeln essen. ***** Vollkorn enthält viel Selen und Zink, die das Gehirn zum Abspeichern von Daten braucht.

368.Wadenwickel mit Essig-Wasser wirken bis 39 Grad besser als Fieberzäpfchen. Rezept: 20 EL Apfelessig auf 1 l kaltes Wasser. Zwei Stunden lang alle 10 bis 15 Minuten Wadenwickel erneuern. Sie kühlen und stärken das Lymphsystem.

369.Wärmflasche: Großmutters Wärmflasche hat noch heute ihren Platz in der Hausapotheke. Sie ist bewährt bei Regelbeschwerden, Magenkrämpfen, Bauchweh und Problemen mit dem Einschlafen (wegen kalter Füße).

370.Walnüsse enthalten viel Zink, was schuppige Haut wieder geschmeidig macht und juckende Pusteln verschwinden lässt. Außerdem fördert das in ihnen enthaltene Vitamin B6 die Zellbildung. Sie haben auch einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Die in den Nüssen enthaltene Nährstoffkombination ist günstig für die Gehirnfunktion. Empfohlen wird täglich eine Handvoll. (Zuviel kann Kopfschmerzen auslösen!)

371.Wasser: Empfohlen werden drei Liter täglich. Es spült die Nieren gut durch, schwemmt Giftstoffe aus dem Körper und versorgt Haut und Bindegewebe mit Feuchtigkeit. Zu wenig Wasser erhöht über Jahre hinweg das Blasenkrebs- und bei Männern das Prostatakrebsrisiko.

372.Wecker: Man sollte den Wecker 5 Minuten früher stellen als nötig. Räkeln und Strecken bringen Muskeln und Kreislauf in Gang.

373.Weinbeeren: Sie aktivieren die Leber, regen die Nierentätigkeit an, bringen den Kreislauf in Schwung und heben die Stimmung. (Dazu muss man die Beeren aber mit Schalen und Kernen essen!) Außerdem sind sie reich an Vitamin C und stärken das Immunsystem. In der Schale sind Polyphenole enthalten, welche die Vermehrung von Viren stoppen. Sie regulieren den Blutfettspiegel und wirken entschlackend; zudem schützen sie die Körperzellen.

374.Weißbrot und Brötchen setzen sich bis zu zehn Tage im Darm fest; dabei können sich giftige Gase bilden, die vom Körper aufgenommen werden und zu Kopfschmerzen führen können.

375.Weißdorn: Tee und andere Zubereitungen aus Weißdorn helfen bei verschiedenen Gesundheitsstörungen, z. B. Bluthochdruck (auch bei damit verbundenem Kopfschmerz), Herzschwäche (vor allem „Altersherz“), Herzrhythmusstörungen, Kreislaufbeschwerden, Herzrasen, Durchblutungsstörungen, verminderte Leistungsfähigkeit, Schlafstörungen, Beschwerden in den Wechseljahren sowie Entzündungen. Die Einnahme sollte mit dem Arzt abgestimmt werden; dies gilt vor allem im Zusammenhang mit Störungen des Herz-Kreislaufsystems!

376.Weißkohl: Bereits 150 Gramm von einem frisch gehobelten Weißkohl decken den täglichen Vitamin-C-Bedarf eines Erwachsenen.

377.Wildreis enthält reichlich Vitamin B1 und die hochwertige Aminosäure Lysin. Einmal pro Woche als Beilage verwenden.

378.Zärtlichkeit: Die körperliche Nähe des Partners stimuliert die Ausschüttung von Glückshormonen, die wiederum stresssenkend wirken und das Immunsystem stärken. Hierdurch sollen auch krebsauslösende Faktoren ausgeschaltet werden.

379.Zeitungslesen am Morgen senkt Stresshormone wie Cortisol um bis zu 80 Prozent und sorgt für einen entspannten Start in den Tag.

380.Ziegenkäse enthält reichlich Linolsäure, die Fett in Muskelmasse umwandelt.

381.Zimt enthält ätherisches Öl mit dem Hauptbestandteil Zimtaldehyd sowie Gerbstoffe, Harze und Stärke; er wirkt antibakteriell und verdauungsfördernd. Er beseitigt Blähungen, Völlegefühl und Magenbeschwerden. ***** Zimt hilft außerdem auch gegen eine Nebenhöhlenentzündung: Mehrmals täglich etwas Zimt auf ein Stück Brot geben und dieses gut durchkauen.

382.Zink: Es stärkt das Immunsystem der Zelle und ist an der Aktivierung von mehr als 200 lebenswichtigen Hormonen und Enzymen beteiligt. Es ist wichtig für Wachstum und Wundheilung. Zink soll auch vor Speiseröhren-Krebs schützen. Es ist in Fisch, Krabben, Rind- und Geflügelfleisch, Leber, Milch, Käse und Eiern sowie in Hülsenfrüchten, Nüssen, auch in Sesam, Mandeln, Pinienkernen, Haferflocken und Vollkornprodukten enthalten, außerdem in Muscheln, Pilzen und grünem Blattgemüse; besonders reich ist die Ananas. Empfohlene Aufnahme: 12 - 15 mg täglich. (Siehe auch: „Gemüsesaft“!) ***** Zwei Brote mit Goudakäse oder Edamer decken den täglichen Zinkbedarf des Immunsystems. ***** Achtung! Stress führt zu hohen Zinkverlusten, wodurch Erkältungskrankheiten vorprogrammiert sind. è siehe auch: Hühnerbrühe !

383.Zirbeldrüse: In der Zirbeldrüse wird das nachtaktive Hormon Melatonin gebildet. Es gilt als starker Zellschützer und fördert den Abbau von Stresshormonen. Allerdings bremst mangelnde Lichtzufuhr die Aktivität der Drüse. Deshalb sollten tagsüber „Lichtduschen“, z.B. bei einem 10-minütigem Spaziergang genommen werden.

384.Zitrone: Der Saft von zwei großen Zitronen deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C. (In Grippezeiten wird der Verzehr des Saftes von drei Zitronen täglich empfohlen.) Er stärkt die Immunabwehr, beugt Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen vor, beschleunigt die Wundheilung und lässt Knochenbrüche schneller heilen. Zitronensäure regt die Bildung von Magensäure und des verdauungsfördernden Enzyms Pepsin an. ***** Bei Hustenreiz: 100 ml Olivenöl mit derselben Menge frisch gepressten Zitronensaft vermischen und stündlich einen Teelöffel einnehmen. ***** Wenn man vor dem Einschlafen den Saft einer halben Zitrone mit einem Glas (Mineral-)Wasser trinkt, wird die Fettverbrennung über Nacht angekurbelt. ***** Zitronensaft sollte immer an Seefisch gegeben werden; das Vitamin C verbessert die Eiweißverwertung!

385.Zitronenmelisse: Auszüge aus Zitronenmelisse wirken als Badezusatz entspannend.

386.Zucchini: Flavonoide und Vitamine stärken die Immunabwehr; vor allem in der Schale der gelben Früchte stecken viele Bio-Stoffe. ***** Bitterstoffe binden Fette im Darm und schwemmen sie heraus; je kleiner die Frucht, desto effektiver.

387.Zwiebeln wirken wie ein Antibiotikum; diese Wirkung kommt hauptsächlich durch bestimmte Schwefelverbindungen zustande. Diese machen aber nicht nur Bakterien unschädlich, sondern auch verschiedene Viren. Andere Inhaltsstoffe beeinflussen den Cholesterinspiegel und die Verdauung günstig, stärken das Immunsystem und stabilisieren den Blutkreislauf; es sind vor allem Polysulfide, Alliin und Allicin sowie verschiedene Vitamine. Herstellung von Zwiebelsirup: Vier große Zwiebeln schälen, hacken, in eine Schüssel geben und so viel Wasser einfüllen, daß die Zwiebeln bedeckt sind. Dann zehn Esslöffel Honig darin auflösen, den Ansatz mindestens zwölf Stunden abgedeckt ziehen lassen und während dieser Zeit - am besten stündlich - gut durchrühren. Nun alles durch ein Tuch gut abseihen und dabei die aufgefangenen Zwiebelstückchen gut auspressen, damit die Wirkstoffe in den Sirup gelangen. Den Sirupansatz in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis er eingedickt ist. Anwendung: Bei Erkältungen stündlich und - sobald sich Besserung zeigt - alle zwei bis drei Stunden einen Teelöffel davon einnehmen. (Reagiert der Magen empfindlich, kann der Sirup auch in Milch gerührt und so getrunken werden.) Anderes Rezept: 2 kleine Zwiebeln schälen, würfeln und mit 2 EL Zucker in ein sauberes Glas geben; Glas verschließen und gut durchschütteln; nach zwei Stunden ist der Zwiebelsirup fertig. Dosis 1 – 2 EL pro Tag. ***** In Asien isst man bei Infekten täglich zwei rohe Zwiebeln.

388.Zwiebeln, rote: Sie sind die besten Cholesterinsenker.

 

Quellen:

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Gesundheit - Das Magazin aus Ihrer Apotheke, Ausgabe August 1999

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Oma’s Küchenkalender 1999. Weltbild-Verlag

prisma, Ausgaben 52/1999, 10/2001, 23/2001

Reader’s Digest. Das Beste, Ausgabe Mai 1997

Reformhaus KURIER, Ausgaben 2/99, 7/99, 11/99, 04/00, 03/01

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Stand: 9. Juni 2007