Gymnasiale Kreativität

gesammelt von Wolfgang Voigt

 

 

Die 3 x 12 besten

Stilblüten

aus meiner Sammlung

 

Allgemeines:

  1. (vor dem Filmstart:) „Müssen wir mitschreiben oder reicht es, wenn wir uns Notizen machen?“
  2. „Das sieht doch ein Blinder!“ - Sabrina: „Ich nicht!“
  3. „Wir sind nicht doof, wir wissen nur nicht viel!“
  4. Sarah rechtfertigt eine falsche Antwort mit den Worten: „Eigentlich wollte ich etwas anderes sagen, aber das hat schon ein anderer gesagt. Also musste ich mir ‘was Neues einfallen lassen.“
  5. Verdacht auf Kaugummi: „Mira, was hast Du im Mund?“ – Mira: „Meine Zunge!“ – „Musst Du wirklich nicht zum Mülleimer?“ – Mira: „Schon runtergeschluckt!“ – „Arme Mira, hat ihre Zunge runtergeschluckt, jetzt können wir sie nicht mehr hören.“ – Mira: „Ich kann mich aber noch gut hören!“ – „Mira hat eben den Mund bewegt, habt ihr etwas gehört?“ – Klasse (im Chor): „Nöö“ – Mira: “Ihr seid ja alle stumm auf den Ohren!“
  6. „Fabiaaan!!!“ – Fabian: „Nix, ich habe nix gemacht.“ – Steffen: „Der hat wirklich nichts gemacht.“ – „Steffen, du hast gequatscht, Fabian hat gequatscht, das stört!“ – Steffen: „Nee, absolut nichts haben wir gemacht, also er nicht und ich nicht, absolut nichts, beide nicht.“ – Fabian: „Stimmt, - ich habe nur gelacht, weil das so lustig war, was er gesagt hat...“
  7. Mareike soll auf einer Projektionsfolie Ergebnisse zusammenfassen. „Wenn der Platz nicht reicht, schreib’ ich einfach auf der Rückseite weiter!“
  8. „Roman, geh’ bitte vor die Tür!“ – Roman: „Warum, ich hab’ doch nix gemacht.“ – „Du hast gesungen.“ – Roman: „Ich hab’ aber nur leise gesungen, für mich, ohne ’was zu sagen.“
  9. Voigt: „Tim ist in allem etwas langsam. Übermorgen wird der gar nicht merken, dass es schon Samstag ist.“ – Tim: „Das geht ja auch gar nicht, heute ist doch erst Donnerstag!“
  10. „Eigentlich war die Klausur eher leicht, - so, - jetzt nach der Besprechung!“
  11. „Christian, wo sind deine Hausaufgaben?“ - Christian: „Ich habe die Erdkundeaufgaben zwar gemacht, aber halt ins falsche Heft.“ - „Ins Bioheft?“ - „Nein, ins Reliheft. Eigentlich haben wir keine Religion heute, deshalb habe ich auch nicht die Hausaufgaben dabei, - aber man kann sich ja mal vertun. Das kommt mit dem Alter!“
  12.  „So, ihr Lateiner, das ist wieder einmal ein Fachbegriff für euch... Michaela?“ – Michaela (entrüstet): „Ich bin kein Lateiner, ich bin Franzose!“

Biologie:

  1. „Alle drei Vogelarten stehen auf der Roten Liste und finden dort ihren optimalen Lebensraum.“
  2. „Das ist das Schneehuhn im Winterkleid - und das im Sommerkleid.“ - Marcel: „Die haben also richtig Fellwechsel?“
  3. „Warum hast Du den Follikel blau gemalt und die Eizelle gelb?“ - Dajana: „Sieht doch hübsch aus, oder? Und außerdem springt einem so das Ei direkt ins Auge!“
  4. „Da sie nicht allein sondern zu zweit gehalten wurden, kam es nicht vor, dass sich die Schweine aus Langeweile zum Beispiel untereinander bissen.“
  5. Diana: „Stimmt das eigentlich, dass die Zecken oft jahrelang am Baum hängen?“ - Voigt: „Ja, als Chitinpanzer, die Seele ist dann allerdings schon im Himmel oder einfach weiter gewandert!“
  6. „Da die Kaninchen in der Nahrungskette weit unten liegen (oft gefressen werden), müssen sie sich häufiger paaren.“
  7. „Die frühen Menschen hatten damals auch nicht die Möglichkeit, die Natur zu schädigen (keine vernünftigen Werkzeuge...).“
  8. Sarah hat den totalen Durchblick bei (männlichen) Fischen: „Die Milch kommt aus dem Dottersack.“
  9. „Aus welchen Kulturpflanzen werden denn in Mitteleuropa noch Öl oder Fett gewonnen?“ – André: „Aus den Butterblumen!“
  10. „Die Tiere schlafen die ganze Zeit, die starren ja nur.“ (Andrea zur Winterstarre)
  11.  „Ende Winter, wenn die Frösche zu ihren Laichplätzen wandern, was haben wir da?“ -  Fabian: „Schneeschmalz!“
  12. „Das Wasser enthält natürlich H2O.“ (Mariam)

Erdkunde:

  1. „Was bauen denn die Leute in der Dornstrauchsavanne an?“ - Thomas: „Reis und von den Schafen Baumwolle“
  2. „Welche Insekten fressen den Bauern die Felder leer?“ - Jessica: „Die Mäuse“
  3. Sarah (grübelt über einer Bildanalyse): „Das ist wahrscheinlich ein Skilift, - aber wo ist der Landeplatz?“
  4.  „Am 21. März ist also Frühlingsbeginn. Und warum?“ - Sabrina: „Weil Tag und Nacht gleich lang sind.“ - „Wie lang ist also der Tag, Sarah?“ - Sarah: „24 Stunden“
  5. „Welches Getreide kommt hauptsächlich aus Kanada, - Michael?“ – Michael: „Nee, doch nicht.“ – „Nun?“ – Michael: „Ich wollte Kaffee sagen, aber das gehört ja zu den Bohnen.“
  6. „Was versteht man unter Landflucht?“ - Martin: „Wenn die Menschen vom Land fliehen.“ - „Und wohin fliehen sie dann?“ - Martin: „Ins Wasser!“
  7. „Das Watt ist das, was bei Ebbe an der Nordseeküste auf dem Boden liegt.“ (Alexander) – „Der Wattboden ist mit Schlick und Strand bedeckt.“ (Dana) – „Das Watt kommt, wenn die Ebbe das Hochwasser vollständig weggetragen hat.“ (Lukas)
  8. zwei überzeugende Aussagen zur Entwicklung der Bevölkerung in Indien: „Sie werden schneller geboren als sie sterben.“ (Andreas), überboten durch die Formulierung: „Sie werden mehr geboren als sie sterben.“ (Marco)
  9. „Das Erz wird verbrannt in 1.200 Celsius und dann trocknet es zu Eisen.“ (Philipp)
  10. Schwer-Industrie: „Kohle entsteht aus Stahl.“ (Roman) - Korrektur durch Christina: „Stahl wird aus Kohle gemacht.“ Übertroffen durch: „Kohle und Stahl werden beide unter der Erde hergestellt.“ (Stephan)
  11. „Eine dritte Möglichkeit wäre, man bringt die Kohle und das Erz von ihren Lagerstätten an einen dritten Ort und macht den Stahl einfach bei sich zu Hause.“ (Stephanie)
  12.  „Die Durchschnittstemperatur beträgt da 10 OC.“ – Sebastian fragt lieber nach: „Das ganze Jahr über?“

 

Meisterleistungen beim Satzbau (TOP 6):
  1. Das Klettern ist völlig ungefährlich, gäbe es nicht Kletterer, die durch Unwissen, Selbstüberschätzung oder purer Dummheit die Todesrate nach oben treiben. (Marius)
  2. Die Bewohner mussten den Lärm nur in der Hauptsaison ertragen und viele lebten davon. (Sonja)
  3. Gesetzt den Fall, dass der Antrieb zur Fortpflanzung größer ist als der zum Beutefang, fängt die Spinne an zu balzen, und dieses Verhalten hemmt das der Futteraufnahme. Kommt jetzt aber in den nächsten Tagen keine Beute mehr in ihre Nähe, steigt zwar der Antrieb zum Beutefang, aber wenn nichts „vorbeikommt“, muss sie weiter hungern. So ist es möglich, dass die Spinne für zwei Minuten Spaß ihr Leben lassen muss. (unbenamt, da aus einer Klausur)
  4. Da der frühere Lebensraum der Kreuzkröte mit Bauschutt und Giftfässern verfüllt wurde, konnte sie dort nicht mehr leben und musste entweichen. (Stephan)
  5. Je mehr sich die Extremitäten vom warmen Teil des Körpers entfernen, desto kälter werden sie. (Ronja)
  6. Der Stoff Pepsin arbeitet im Magen des Menschen, da der ziemlich sauer reagiert. (Nancy)

 

Sternstunden der Formulierungskunst
(TOP 6):

 

  1. Im Gegensatz zur Schnauze ist das Gehirn des Schimpansen sehr klein.
  2. Jeder Mensch besitzt eine Nase, mit der er Gerüche wahrnehmen kann. Jeder Mensch besitzt eine andere Form der Nase, das heißt also, dass jeder Mensch eine andere Nasenform besitzt. Jedoch riecht jeder Mensch gleich.
  3. Wenn man einen Menschen bei 26 Grad nackt auf die Straße lässt, fühlt er weder Wärme- noch Kälteempfindung.
  4. Das Blut hat in den Bahnen Probleme, da das Herz nicht mehr schlägt.
  5. Im Körper ist es so, dass man ab einer gewissen Temperatur stirbt.
  6. Schalltrichter ist wie ein Megaphon – nur anders’rum

 


Wortschöpfungen (TOP 6):

 

  1. Energieüberschussfehlen (Christian)
  2. das hinundwiederige Essen (Marcus)
  3. Identischkeit (Anke)
  4. Refraindarin (Sandra)
  5. vergeringern (Nora)
  6. Hochspezialisiertheit (Nora)

 

 

Neue

Deutsche Rechtschreibung

(TOP 6)

  1. Clorofühlmolikyle (Alona)
  2. feine Härrschen [„Härchen“] (Jacqueline)
  3. fiksiert [für „fixiert“] (Christian
  4. Frekuenz (Maikel)
  5. Mayonese (Marvin)
  6. ungefair gleich (Christina)