Gruppe Broichbachtal

 

 

NABU Aachen-Land e.V.

(http://www.nabu-aachen-land.de/)

 

Schule und Umweltschutz

 

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Die Lebewesen auf unserer Erde (und damit auch wir) sind durch Entwicklungen bedroht, welche wir Menschen wesentlich mitverschulden.

 

Wir müssen daher lernen,

 

  • mit Rohstoffen und Energie sparsam umzugehen,
  • Abfall zu vermeiden,
  • auf Dinge des täglichen Lebens, welche Boden, Wasser und Luft belasten oder unmittelbar unsere Gesundheit gefährden, zu verzichten, oder sie durch weniger problematische zu ersetzen.

 

Die nachfolgenden Tipps sollen helfen, zum aktiven Umweltschutz im Bereich Schule beizutragen. Der eine oder andere Tipp kann auch zu Hause berücksichtigt werden.

 

Schulbedarf

 

 1.   Hefte:

  • Hefte begleiten uns während der ganzen Schullaufbahn. Durch Verwendung von Heften aus Recycling-Papier (auf den blauen Umweltengel achten!) schonen wir ganz erheblich die Umwelt und üben den nötigen Druck auf den Handel aus, diese Produkte billiger anzubieten.
  • Wo auf weißes Papier nicht verzichtet werden kann, sollte chlorfrei gebleichtes verwendet werden.
  • Die Umschläge sollten nicht bunt bedruckt sein, sondern aus blauem oder grauem Karton bestehen.
  • Die Hefte sollten sinnvoll beschrieben werden, das heißt: möglichst vollständig beschreiben; wenn am Ende des Schuljahres leere Seiten übrig bleiben, diese herauslösen und als Konzeptpapier verwenden; nicht zu groß schreiben; die volle Seitenbreite nutzen, wenn nicht anders angeordnet; nicht zu viele Zeilenabstände zwischen den Abschnitten lassen.
  • Beschriebene Hefte, die nicht mehr gebraucht werden, zum Altpapier geben.

 

   2.   Umschläge

  • Schutzumschläge für Hefte und Bücher aus Plastik und Kunststoff-Folie vermeiden.
  • Bücher (und Hefte) mit Einbindpapier, Packpapier, alten Tapetenresten u.ä. schützen; mit beschrifteten Papier-Etiketten versehen.
  • Solche Umschläge wiederverwenden oder zum Altpapier geben.

 

   3.   Schnellhefter:

  • Schnellhefter aus Kunststoff vermeiden.
  • Die meisten Karton-Schnellhefter sind Recycling-Produkte und halten in der Regel mindestens ebenso lange.
  • Abgenutzte Schnellhefter zum Altpapier geben, Metallanteile vorher auslösen!

 

   4.   Schreibgeräte, hier: Füller:

  • Patronen-Füller vermeiden!
  • Füllhalter mit Nachfüllsystem ( Metallschaft- Füller, metallene Tintentanks mit Pumpe) verwenden!
  • Verwendung wasserlöslicher Tinte (d.h. ohne giftige Lösungsmittel) aus dem Glas-Tintenfass
  • Leere, gereinigte Tintenfässer in den Glas-Container geben!

 

   5.   Schreibgeräte, hier: Kuli, Faserschreiber:

  • Kulis und Faserschreiber enthalten hochgiftige Stoffe oder / und  stark umweltbelastende Substanzen; daher:
  • auf diese Geräte ganz verzichten!!!

 

   6.   Schreibgeräte, hier: Bleistifte und Buntstifte:

  • Für Notizen, zum Markieren und Ausmalen ersetzen sie Kulis und Faserschreiber.
  • Sie sind die umweltfreundlichsten Schreibmittel, wenn sie unlackiert, d.h. aus naturbelassenem Holz sind. (Anmerkung: Buntstift-Minen sind nicht immer schadstofffrei; beim Einkauf darauf achten, dass z.B. Billigprodukte aus Fernost für Kinder gefährliche Schwermetallgehalte aufweisen!)

 

   7.    Tintenkiller, Tintenfresser, Tintentod:

  • ·         Umweltkiller wäre der richtige Name!
  • ·        Diese gefährlichen Geräte gehören nicht in die Hand von Kindern und Jugendlichen; sie enthalten u.a. das hochgiftige Formaldehyd.

 

   8.   Klebstoffe:

  • ein vielschichtiges Problem, das sich hier nicht umfassend abhandeln lässt!
  • Meist wird in der Schule nur Papier geklebt; hierzu reichen Kleister oder lösungsmittelfreie Kleber.
  • Klebstoffreste sind Sondermüll!!!

 

   9.   Taschenrechner:

  • Auf Rechner mit Batterie-Betrieb verzichten!
  • Solar-Rechner benutzen; notfalls reicht die künstliche Beleuchtung im Klassen- oder Kursraum!
  • Übrigens: Es gibt auch Solar-Uhren!!!

 

10.    Mäppchen und Schultasche:

  • Auf Plastikprodukte verzichten!
  • Mäppchen aus Leder oder Holz sind zu empfehlen! Auch beim Inhalt sollten Naturstoff-Produkte im Vordergrund stehen!
  • Koffer aus Aluminium sind für schulische Zwecke unnötig und sollten daher auch nicht als Taschenersatz dienen!
  • Schultaschen, die überwiegend aus Naturleder gefertigt sind, sollten bevorzugt werden; sie haben bei schonendem Umgang eine hohe Lebensdauer und gerechtfertigen damit ihren Preis.

 

Schulweg

  • Kurze Schulwege zu Fuß zurücklegen! (Merke: es gibt kein schlechtes Wetter, nur unzweckmäßige Kleidung!)

 

  • Bei längeren Strecken das Fahrrad bevorzugen, wenn gesicherte Fahrradwege zur Verfügung stehen!(Ansonsten Druck auf Rat und Verwaltung ausüben!)

 

  • Bei ausgesprochen schlechtem Wetter öffentliche Verkehrsmittel der privaten Autofahrt vorziehen!


  • Wenn trotz allem das Auto unvermeidbar ist, möglichst Fahrgemeinschaften bilden!

 

Kleidung

  • Wettergerechte Kleidung sollte eigentlich selbstverständlich sein.
  • Vor allem im Winter ist auch für den Innenbereich warme Kleidung erforderlich; bei der Raumtemperaturwahl kann dann nicht auf T-Shirt-Träger Rücksicht genommen werden! (Vielleicht ist auch ein Lernprozess für den häuslichen Bereich damit verbunden...)

 

Pausenbrot

  • Auf industrieverpackte Naschereien verzichten!
  • Butterbrot-Papier verwenden, Alu- und andere Folien vermeiden!
  • Keine Getränke in Alu-Dosen, Einweg-Flaschen und Papier-Verpackung!
  • Butterbrot-Dose, notfalls aus bruchsicherem Kunststoff!
  • Auch für die Getränke werden ausnahmsweise gut verschließbare, bruchsichere Kunststoff-Gefäße empfohlen.

Redaktion: Wolfgang Voigt

Juli 1991