Biotope im Raum Aachen


Aachen

- Klauser Wald in Kornelimünster

Das 20 Hektar großes Naturschutzgebiet ist seit 1988 durch den Landschaftsplan der Stadt Aachen erfasst. Es wird dominiert durch einen Kalkbuchenwald.

- Lousberg

Der markante, über 1.200 Meter lange und bis zu 300 Meter breite Berg am Nordrand des Aachener Kessels erhebt sich etwa 60 Meter über seine Fußfläche. Er trug um 1800 noch eine kahle Schafdrift. Ab 1806 ist er dann systematisch bepflanzt worden und wird heute als Parkanlage vom Stadtgartenamt gepflegt. Der größte Teil wird als Naherholungsgebiet genutzt, allerdings eher im extensiven Sinne. Der Lousberg beherbergt viele Brutvögel, wegen dem Alter des Baumbestandes auch Höhlenbrüter. Die frühere hohe botanische Wertigkeit (Kalkpflanzen!) ist leider verloren gegangen. Die Flora ist aber noch vielfältig und durch zwei eingebürgerte Arten auch einzigartig. Es handelt sich hierbei um das Hohe Helmkraut (Scutellaria altissima) und den Klebrigen Salbei (Salvia glutinosa). Bemerkenswert ist auch das Vorkommen der Gemeinen Nachtviole (Hesperis matronalis).


- Mönchsfelsen in Hahn

Der 5 Hektar große Bereich ist laut Landschaftsplan "Stadt Aachen" von 1988 aus geologischen Gründen (Blockhaldenstandort) geschützt. Eine Schutzwürdigkeit bestände auch durch das Vorkommen seltener Pflanzenarten.


Alsdorf

- Broicher Weiher

Dieser ehemalige Mühlenweiher im Alsdorfer Broichbachtal gehört zusammen mit den ober- und unterhalb liegenden Bruchwald-Bereichen zum „NSG Oberes Broichbachtal. Das gesamte Gelände ist seit dem 1.1.1995 Eigentum des NABU Aachen-Land. Oberhalb der Broicher Mühle ist 1997 der Broichbach durch den Kreis Aachen renaturiert worden.


- Ruhezone im NSG Mittleres Broichbachtal

Die so genannte „Ruhezone“ liegt oberhalb Alsdorfer Weiher und grenzt unmittelbar an die Tageserholungsanlage Broichbachtal an. Sie gilt als Ausgleichsmaßnahme für die Errichtung des Freizeitgeländes und besteht wie dieses seit 1981. Mittlerweile ist sie Teil des NSG Mittleres Broichbachtal. Seit 1994 besteht eine Patenschaft des NABU Aachen-Land. Dieser betreut auch eine Eisvogel-Nistwand, in der über Jahre hinweg erfolgreiche Bruten stattgefunden haben. Außerdem sind mit einer Nistkasten-Aktion Hohltauben angesiedelt worden. Hier ist ein Brutbiotop der Krickente, mittlerweile auch von Mandarinente sowie Kanada- und Nilgans.

- Sueren Pley

"Sueren Pley" (Sauerer Platz) ist ein Bergsenkungsgewässer, das seit 1950 nördlich des Alsdorfer Nordfriedhofs in der Feldflur besteht. Da es ausschließlich von Regenwasser gespeist wird, sind Durchmesser der annähernd kreisrunden Wasserfläche und Wasserstand schwankend. Gelegentlich trocknet das Gewässer sogar vollständig aus. Zusammen mit der sich nach Norden an einem alten Bahndamm anschließenden Korbweidenkultur ist der Bereich als Naturdenkmal ausgewiesen. Nach Süden hin soll gemäß Landschaftsplan ein etwa 15 Meter breiter Streifen der natürlichen Entwicklung überlassen werden. Durch den Bau einer Umgehungsstraße im Norden des Geländes scheint der Wasserzufluss von dort aus unterbunden, weswegen es immer häufiger zum Austrocknen der kleineren Laichgewässer kommt.


Eschweiler

- Eschweiler Stadtwald

Das etwa 32 Hektar große Gebiet ist auf eine ehemalige Quarzitgrube am „Duffenter“ zurückzuführen, die laut Landschaftsplan von 1991 als Naturdenkmal (ND) geschützt ist. Der stockende artenreiche Mischwald enthält einige Feuchtgebiete, die aber teilweise trockengelegt sind.

- Im Korkus

Es handelt sich um eine alte Bergbauwüstung: Ab etwa 400 v. Chr. Eisenerz- und Kalkstein-Gewinnung durch Kelten, ab 1880 EBV-Schachtversuch "Zur guten Hoffnung", wegen zu geringer Rentabilität 1884 aufgegeben. Das Gelände wurde ab diesem Zeitpunkt sich selbst überlassen. Die Unterschutzstellung als NSG erfolgte 1991 durch den Landschaftsplan "Eschweiler Stolberg". Das Gebiet umfasst eine Fläche von 4,5 Hektar.


Herzogenrath

- NSG Unteres Broichbachtal

Das Naturschutzgebiet existiert seit 1976 und ist etwa 38 Hektar groß. 1991 aufgenommen in den LP "Herzogenrath Würselen".

- Hochwasser-Rückhaltebecken (HRB) am Broichbach

Es handelt sich um ein dauerbespanntes, 1965/66 angelegtes Hochwasser-Rückhaltebecken (HRB) des heutigen Wasserverbandes Eifel-Rur (WVER), das vom Broichbach durchflossen wird und daher im Winter zumindest in Teilbereichen eisfrei bleibt. Dieser Vorteil des Durchflusses für Durchzügler und Wintergäste ist in der Vergangenheit durch Hochwassersituationen etwa für Bruten des Haubentauchers eher nachteilig gewesen (Brutverlust).


Stolberg

- NSG Schlangenberg bei Breinigerberg

Es handelt sich um ein ehemaliges Galmei-Abbaugebiet, das als militärisches Übungsgelände folgegenutzt worden ist. Zu Zeiten der Truppenübungen hat es in den wassergefüllten Panzer-Fahrspuren zahlreiche Laichplätze der Gelbbauchunke (Bombina variegata) gegeben. Laut Verordnung vom 21.1.1992 ist der 38 Hektar große Bereich Naturschutzgebiet. Im Biotopkataster ist er unter BK-5203-906 erfasst. Besonders schützenswert sind die Arten der Galmei-Flora (etliche Endemiten) sowie zahlreiche Orchideen-Arten. Auch die vielfältige Schmetterlingsfauna ist gut untersucht.